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Allgemeine Psychologie I (Fach) / Einführung (Lektion)

Verschiedenes

Diese Lektion wurde von jfischer16 erstellt.

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  • Was ist der Fall Clive Wearing? Clive Wearing war ein professioneller Musiker, dessen Gehirn durch eine Krankheit massiv geschädigt wurde, sodass er sich neue Informationen nicht länger als weniger Sekunden merken kann (anterograde Amnesie). 
  • Wie zuverlässig ist unser Gedächtnis und wer hat das empirisch belegt? Sehr unzuverlässig! Belege haben Francis Galton (19. Jahrhundert, enorme Unterschiede in Gedächtnisberichten) und Frederick Bartlett (1932, Menschen, die von ihrem guten Gedächtnis überzeugt waren, schnitten nicht besser ab) erbracht. 
  • Was wurde an der Aplysia über Habituation nachgewiesen und wie? Die Aplysia wurde wiederholt am Siphon gereizt, wodurch der folgende Kiemenrückzugreflex immer schwächer ausfiel. Eric Kandel wies auf neurologischer Ebene nach, dass die Habituation nicht durch die Rezeption der Reize, sondern durch die Weiterleitung entsteht.  Eric Kandel wurde 2000 dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
  • Was ist die Hebbsche Lernregel? "What fires together wires together." Wenn zwei Neuronen häufig zusammen aktiv sind, reagieren die Neuronen umso bevorzugter aufeinander. 
  • Welche Auffälligkeiten zeigten sich in Experimenten, bei denen sich Probanden eine Reihe von Konsonanten einprägen und laut wiedergeben sollten? Was sagt das über die Kodierung von Buchstaben im Gedächtnis? untersucht von Conrad & Hull (1964) Beobachtung systematischer gelegentlicher Fehler: Buchstaben werden häufig durch akustisch ähnliche ersetzt (P→B) → Buchstaben werden im Gedächtnis eher akustisch als visuell kodiert
  • Wie wurde überprüft, dass sich Personen Zahlenlisten durch interne Wiederholung merken? Was war das Resultat? Es wurde geschlussfolgert, dass eine Verhinderung der internen Wiederholung, z.B. durch Artikulation eines irrelevanten Wortes, den Abruf dramatische verschlechtern sollte → wurde empirisch bestätigt
  • Was ist das semantische Gedächtnis? Wissen über die Welt und ihre Regelmäßigkeiten, z.B. Rom ist die Hauptstadt von Italien (NICHT, wie man zu diesem Wissen gekommen ist)
  • Was ist das episodische Gedächtnis und wofür brauchen wir es? das Langzeitgedächtnis für Ereignisse, wichtig für angemessenes Verhalten + soziale Interaktion
  • Was ist eine der einfachsten Dinge, für die wahrscheinlich schon Gedächtnis benötigt wird? Die Informationen aus den verschiedenen sensorischen Kanälen (Sehen, Hören, Berührung, Geruch, Geschmack) aufeinander beziehen
  • Wer hatte die Idee, das Gedächtnis in Subkomponenten zu unterteilen, bevor man sich so intensiv mit Gedächtnis auseinandersetzte? William James (1890)Donald Hebb (1949)
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  • Was war das erste empirisch fundierte Modell eines Gedächtnissystems und wie lässt es sich beschreiben? Atkinson & Shiffrin (1968): „Modales Modell des Gedächtnisses“drei Gedächtnissysteme- sensorisches Gedächtnis: Verbindung zwischen Wahrnehmung und Gedächtnis- Kurzzeitgedächtnis: KZG, geringe Anzahl von Informationen für wenige Sekunden- Langzeitgedächtnis: LZG, langfristige Speicherung von Informationen, die lange genug im KZG geblieben sind (dieser Aspekt ist überholt)
  • In welche zwei Kategorien lassen sich Gedächtnistheorien unterteilen und wer sind bekannte Vertreter dieser Kategorien? Strukturorientierte Theorien (Tulving, Schacter, Baddeley): verschiedene Gedächtnissysteme für verschiedene Arten des Gedächtnisses (episodisch, semantisch, prozedual, Priming, …)Prozessorientierte Theorien (Craik): verschiedene Gedächtnisprozesse für das Erinnern (Enkodierung, Konsolidierung, Abruf, …)
  • Wie kam man überhaupt auf die Idee, das Gedächtnis in ein Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis einzuteilen? Forschung von Scoville und Milner am Patienten H.M.: Epilepsie-OP am Hippocampus und anderen Regionen führte zu leichter retrograder (keine Erinnerung an drei-vier Tage vor OP) und schwerer anterograder Amnesie (keine neuen Ereignisse konnten gespeichert, aber Fähigkeiten erlernt werden).