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Persönlichkeitspsychologie (Fach) / Persönlichkeit (Lektion)

Strobel

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  • Konstruktvalidität Def + Bsp Übereinstimmung v. Theorie und Empirie, umfasst u.a. Prüfung der Relation eines Tests zu ähnlichen und unähnlichen Verfahren (konvergente und diskriminante Validität) Bsp.: IQ-Test korreliert mit anderem IQ-Test (Gültigkeit des IQ-Tests nicht falsifiziert), aber nicht mit Persönlichkeitsfragebogen Prüfung, ob Test Konstrukt(e) adäquat abbildet (z.B. faktorielle Validität) Bsp.: IQ einheitliche Fähigkeit oder aus Teilfähigkeiten bestehend? - versch Faktoren/Struktur des Merkmals in Analysen auffindbar
  • Korrelation Def Maß der wechselseitigen Beziehung zwischen zwei Variablen x und y Höhe der Korrelation zwischen x und y gibt an, wie gut anhand der Kenntnis des Wertes von x der Wert von y vorhergesagt werden kann keine Information über Kausalität des Zshangs
  • pos/ neg/ Null-Korrelation pos: hohe Werte in x gehen mit hohen Werten in y einher (gleichsinniger Zshang) neg: hohe Werte in x gehen mit niedrigen Werten in y einher (gegenläufiger Zshang) Null: Kenntnis von x erlaubt keine Aussagen über Wert von y
  • Faktorenanalyse - Grundprinzip und Ziel + Bsp Systematische Analyse der Ähnlichkeitsbeziehungen (Korrelationen) zwischen einzelnen Beobachtungen/Messungen  Ziel: Datenreduktion bzw. Datenkategorisierung; Zsfassen zu Merkmalskategorien Bsp: Geld mit Substrukturen nach Material und Geldwert; Big Five, Theoriebildung
  • weitere Vertreter der psychogynamischen Theorien neben Sigmund Freud Carl Gustav Jung- Analytische Psychologie  Alfred Adler- Individualpsychologie  Erik H. Erikson- Identitätssuche  Melanie Klein- Theorie der Objektbeziehungen  Bowlby & Ainsworth- Bindungstheorie
  • *Gemeinsamkeiten/Basisannahmen psychodynamischer Theorien idiographischer Zugang Psychologischer Determinismus (Mensch ist durch Triebe bestimmt, in dem, was er tut) Mensch als Energiesystem  Homöostase- (GG) und Hedonismusprinzip (Lustgewinn) Rolle des Unbewussten  Bedeutung frühkindlicher Erfahrungen  Therapieorientierung
  • Sigmund Freuds Werk zsgefasst Dynamisches Modell (Trieblehre - Annahme von Trieben als Triebfeder menschl. Verhaltens) Topographisches Modell (Topische Lehre) Strukturmodell (Instanzenlehre - Untergliederung des psych Apparates in 3 Instanzen) Entwicklungsmodell (Psychosexuelle Entwicklungsphasen) Psychoanalyse als Erkenntnis- und Therapiemethode
  • Dynamisches Modell - Freud - Arten und Merkmale von Trieben zwei Triebgruppen: Eros > Sexual-, Selbsterhaltungstrieb & Thanatos > Destruktions-, Aggressionstrieb Merkmale: besitzen Quelle (körperliche Bedürfnisse, zB Nahrungsmangel > aktiviert Selbsterhaltungstrieb) Drang (Bedürfnisstärke/-intensität, zB Hunger (groß, klein)) Ziel (Spannungsreduktion, da Spannung = unangenehm, zB Sättigung) Objekt (Mittel, um Trieb zu befriedigen, zB Brötchen) (jedes Verhalten sexuell energetisiert > Umwandlung in gesellschaftlich akzeptiertes Verhalten)
  • Topographisches Modell (Topische Lehre) - Freud - Ebenen Unterscheidung in drei Bewusstseinsebenen bzw. Schichten der Psyche unter Hervorhebung der entscheidenden Rolle des Unbewussten bewusst: Gedanken/Erinnerungen, die willentlich zugreifbar + anwendbar vorbewusst: kann prinzipiell bewusst werden, aber vorübergehend versperrter Zugang unbewusst: verdrängte Ereignisse/Wünsche, die der Person nicht klar, aber mglweise handlungsleitend; Freud'sche Versprecher - Fehlleistungen; Kunstwerke/ Träume
  • Strukturmodell (Instanzenlehre) - Freud - Def des Es, Ich, Über-Ich Unterscheidung in drei Instanzen der Psyche, die in unterschiedlichem Grade bewusst oder dem Bewusstsein zugänglich sind (vorbewusst) bewusst: Ich und wenig Über-Ich vorbewusst: Ich und etwas Über-Ich unbewusst: Über-Ich und Es und etwas Ich Ich: Kognitionen; Wahrnehmung/Denken/Fühlen, vermittelt zw Es und Über-Ich > entscheidet Verhalten entsprechend, was Es sagt und Über-Ich verlangt, =Realitätsprinzip, Entw nach Es Es: Triebe; Ziel: unmittelbare Triebbefriedigung, Lsg von Spannungen, tw. irrationales Handeln; Einfluss nimmt während des Lebensverlaufs ab Über-Ich: Normen > Ich-Ideal (Gebote, die durch Bezugspersonen/Institutionen gegeben), > Gewissen (Verbote); =Moralprinzip, durch Umgang mit Umwelt entwickelt; liefert Indikatoren, inwiefern Verhalten zu bewerten
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  • Strukturmodell (Instanzenlehre) - Freud - Es, Ich, Über-Ich + Bsp ES verlangt nach Triebbefriedigung, ÜBER-ICH bewertet die Wünsche des ES bzw. stellt Forderungen, ICH vermittelt im Abgleich mit Realität siehe Abb. Skript Bsp Realangst: entsteht durch Bedrohung von Außen, moralische bzw. neurotische Angst durch Verstoß gegen Ansprüche des ÜBER-ICH bzw. ES Ich - Bedrohung durch Anforderungen der Außenwelt (subjektiv, objektiv) Über-Ich - moralische Angst, Verstoß gegen Ansprüche, Gewissensbisse Es - neurotische Angst, nicht in der Lage, Triebe unmittelbar zu befriedigen
  • Strukturmodell (Instanzenlehre) -Freud - Handlungs- und Denkmodell Ansprüchen des ES kann im Handeln oder Denken unmittelbar (Primär-Modell) oder durch Intervention des ICH über Umweghandlungen oder Pläne (Sekundär-Modell) entsprochen werden Primärmodell - Handlung > "Reflexbogen", Es>Handlung; Bsp: Hunger > direkte Nahrungsaufnahme Primärmodell - Denken > Wunscherfüllung in Fantasie, Es>Objekt abwesend>Halluzination; Bsp: Vorstellung über Nahrung Sekundärmodell - Handlung > Umweg zur Triebbefriedigung, Es>Ich>Umweghandlung; Bsp: Bonbon Sekundärmodell - Denken > Pläne zur Triebbefriedigung, Es>Ich>Pläne, Bsp: auf später verschieben + planen (partielle Befriedigung)
  • Abwehrmechanismen im Strukturmodell von Freud Ansprüchen des ES oder ÜBER-ICH kann nicht entsprochen werden, sie werden ins Unbewusste verdrängt Verschiebung: Verlagerung der Triebenergie auf anderes Objekt (Wut auf Person, verschoben auf andere) Sublimierung: Ersatz verbotener durch zulässige Art der Befriedigung  Reaktionsbildung: Verkehrung verbotenen Verhaltens ins Gegenteil (heißer Mann - keine Chance auf ihn > ihn schlecht reden) Projektion: Unterstellung eigener Triebwünsche bei anderen (Vergewaltiger wurde verführt) Regression: Rückzug auf frühere Stufen der Triebbefriedigung Kompensation: Verhüllung von Schwächen durch Betonung von Stärken  Rationalisierung: Umdeutung von Verbotenem in Akzeptierbares (Kind schlagen) Leugnung: Weigerung, unangenehme Realität wahrzunehmen  Verdrängung: unerlaubte Handlungen werden ins Unbewusste abgedrängt und könnten dadurch keine Gewissensangst mehr verursachen
  • Entwicklungsmodell (Psychosexuelle Entwicklungsphasen) - Freud Charakter als die typische Triebdynamik einer Person resultiert aus konstitutioneller (angeboren) Stärke der ES-Ansprüche und erfahrungsbedingter (erworben) Stärke der ICH-Funktionen und ÜBER-ICH-Ansprüche  wird geformt durch Geschichte der Triebregulation bzgl. erogener Zonen während frühkindlicher psychosexueller Entwicklungsphasen, in denen es durch zu starke/zu schwache Triebbefriedigung zu Fixierung (Verbleib auf Stufe) kommen kann (oder Regression = Zurückfallen auf vorhergehende Stufe)
  • Entwicklungsmodell (Psychosexuelle Entwicklungsphasen) - Freud - 1. Phase Orale Phase (1. Lebensjahr)  Erogene Zone: Mund (Saugen wird durch Nahrungsaufnahme als befriedigend empfunden - wesentl Form der Triebbefriedigung)  Erfahrung: Abhängigkeit von Mutter, Lust an Aufnahme  Oraler Charakter: Vorliebe für orale (Essen, Trinken, Rauchen - Lustgewinn), materielle (Geld) oder ideelle Aufnahme (Wissen); Abhängigkeit >> Über-/Unterbefriedigung im Kindesalter > vorliebe für orale Aspekte entwickeln > Trieb nachträglich erfüllen
  • Entwicklungsmodell - Freud - 2. Phase Anale Phase (1.-3. Lebensjahr)  Erogene Zone: Anus (Lust an Ausscheidung)  Erfahrung: Kontrolle über Rückhalt und Ausscheidung  Anal retentiver Charakter: Geiz und Zwanghaftigkeit infolge zu schwacher analer Triebbefriedigung (Rückhalt, Unterbefriedigung) Anal expulsiver Charakter: Verschwendung und geringe Selbstkontrolle bei zu starker analer Befriedigung (Überbefriedigung)
  • Entwicklungsmodell - Freud - 3. Phase Phallische/Ödipale Phase (3.-5. Lebensjahr) - Ödipuskomplex Erogene Zone: Genitalien (Lust an Sexualität)  Erfahrung: Anziehung durch Mutter/Vater (gegengeschlechtlich), anderes Elternteil als Rivale, Identifikation mit gleichgeschlechtlichem Elternteil als Kompensation und Ausgangspunkt des ÜBER-ICH - Übernahme von Normen und Werten der Eltern als Kompensation des Rivalendenkens Phallischer Charakter: machohaftes Verhalten beim Mann, kokett-naives Verhalten bei der Frau
  • Entwicklungsmodell -Freud - weitere Phasen Latenzphase (6.-12. Lebensjahr): Sexualtrieb schlummert, geistige Entwicklung im Vordergrund  Genitale Phase (Pubertät): Genitalien als erogene Zone, Verlangen richtet sich aber nicht auf Eltern, sondern auf Gleichaltrige und bildet Basis für die Sexualität Erwachsener
  • Psychoanalyse als Therapiemethode Lernprozess  Wachstumsprozess, der durch Neurose unterbrochen wurde, wird vervollständigt  Patienten werden unter günstigeren Bedingungen den emotionalen Situationen ausgesetzt, die sie in der Vergangenheit nicht handhaben konnten: –Bewusstmachung des Konflikts –Wiederholen –erfolgreiche Durcharbeitung/Bewältigung des Konflikts
  • Psychoanalyse als Erkenntnismethode Ziel: Bewusstmachung von Verdrängtem  Vorgehen: Traumdeutung (Es auslebend, Zugang zu verdrängten Inhalten), Freie Assoziation, Übertragung (Patient identifiziert Therapeut als Bezugsperson + überträgt Gefühle/ Gedanken > Aufdecken von Konflikten > interaktiv, individuell > Mgl der Gegenübertragung des Therapeuten auf Patienten)
  • empirische Prüfung der Theorien Freuds (Nutzung von Abwehrmechanismen) Beispiel: Experiment von Speisman et al. (1964) Hautleitfähigkeitsmessung bei Film über schmerzhaftes Beschneidungsritual an männlichen jugendlichen Eingeborenen, dazu vier Kommentare:Rationalisierung wissenschaftlich  Leugnung: Ritual erfreulich> am Ende erhöhter als Rationalisierung Traumatisierung: Ritual schmerzhaft > stärkste Stressreaktion Kontrollgruppe ohne Kommentar Diagramm siehe Skript > Abflachung=Gewöhnungseffekt; Verlauf = Hinweis auf Abwehrmechanismen
  • *Kritik an Freud an der Theorie: Zentrale Annahmen nicht empirisch prüfbar/falsifizierbar (beliebige Interpretation) Bsp.: Zuneigung eines Jungen zur Mutter > Bestätigung der Theorie; Abneigung des Jungen gegen Mutter (Verdrängungsmechanismen) >Reaktionsbildung > Bestätigung der Theorie an der Praxis der Psychoanalyse als Therapie: zu langwierig, unökonomisch (kann bis zu 300 Stunden dauern (2-6 Jahre), Gruppenuntersuchung schwer, da individuelle Verläufe) Effektivität nicht nachgewiesen oder Nachweis nicht den Standards entsprechend aufgrund der Natur der Therapie wenig bis keine randomisierten kontrollierten Studien (Patienten werden zufällig einer von mehreren Therapien bzw. einer Therapie- oder einer Wartegruppe zugeordnet)
  • *Weiterwirken in der Forschung - Freud Revival des Unbewussten seit 90er Jahren, mehr Publikationen Impliziter Assoziationstest: bei welchen Bedingungen reagieren Personen schneller
  • *Weiterwirken in der Praxis -Freud Meta-Analyse zur Wirksamkeit psychodynamischer (d.h. nicht nur psychoanalytischer) Kurzzeittherapien (Wirksamkeit nicht falsifiziert) teilweise scharf kritisiert
  • Zsfassung Freud zentraler Vertreter psychodynamischer Ansätze (Mensch als Energiesystem, das Homöostase- und Hedonismusprinzip unterliegt, betonen Rolle des Unbewussten, frühkindlicher Erfahrungen, therapieorientiert)  Annahme von Trieben (Eros und Thanatos) als Triebfeder menschlichen Verhaltens  Betonung der Rolle des Unbewussten neben dem Vorbewussten und Bewussten  Untergliederung des psychischen Apparates in die Instanzen ES (Triebe), ICH (Kognitionen) und ÜBER-ICH (Normen)  Charakterentwicklung im Wechselspiel von angeborener ES-Stärke, der Funktionen der Instanzen und Triebbefriedigungs-Erfahrungen während psychosexueller Entwicklungsphasen  trotz Kritik noch Weiterwirken in Forschung und Praxis
  • *Zsfassung Kritik an Freud und Weiterwirken Theorie: Kritik - zentrale Annahmen nicht empirisch falsifizierbar; Weiterwirken - Bedeutung unbewusster Prozesse allgemein anerkannt Praxis der Psychoanalyse: Kritik - viel zu langwierig/unökonomisch, Nachweis der Effektivität fehlt/ entspricht nicht den Standards; Weiterwirken - besondere Therapien u.U. geeignet für spezifische Störungen
  • Vertreter der Bedürfnis- und Motivationstheorien Murray - Verhalten determiniert durch needs (Bedürfnisse) und presses (Anforderungen der Umwelt) Maslow - Bedürfnisse hierarchisch geordnet (Bedürfnispyramide) Rogers - Streben nach Selbstaktualisierung (ständige Weiterentw des Selbst = Kern der Triebfeder menschl Verhaltens)
  • *Gemeinsamkeiten von Bedürfnis- und Motivationstheorien - Art und Stärke zielgerichteten Verhaltens multideterminiert durch Bedürfnisse und Motive (interpersonelle Unterschiede) - Wechselwirkung von Person und Umwelt - Maslow und Rogers als zentrale Vertreter der Humanistischen Psy (betont u.a. Streben nach Selbstverwirklichung - eher Abkehr von Freud; Individuum im Mittelpunkt/ idiographischer Zugang)
  • Ausgangspunkt von Murray Entwicklung eines an Freud orientierten Persönlichkeitsmodells mit den Instanzen ... ES als Sitz aller ANtriebe (Sexualität und Aggression sowie zahlreiche weitere) ICH als Sitz bewusster Planung und Durchführung konkreten Verhaltens ÜBER-ICH als Sitz der durch wichtige Andere und die Kultur bestimmten Werte und Normen ICH-IDEAL als Sitz der Ziele, die die Basis bilden für kurz- , mittel- und langfristige Handlungspläne >> idealisiertes Bild der Persönlichkeit
  • Murray - Natur von Bedürfnissen = needs organisch verankerte „regierende Kräfte“, welche die Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Verhaltensplanung steuernZiel der Verhaltenssteuerung: Reduktion von Bedürfnisspannungen - Fokus auf Prozess des Spannungsabbaus entgegen Freuds Fokus auf Spannungsabbau
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  • Murray: Klassen von Bedürfnissen + Bsp Viszerogene Bedürfnisse (1): angeboren, auf Selbsterhaltung orientiert Psychogene Bedürfnisse (2): Entwicklung im Verlauf der Sozialisation selektive Wahrnehmung auf bestehendes Bedürfnis > Wille zum Spannungsabbau > resultiert in best. Verhaltensweisen needs wirken tw. zusammen Erdiedrigung, Leistung (2), soz. Anschluss, Aggression, Unabh, Widerstandsfähigkeit, Unterwürfigkeit, Selbstgerechtigkeit, Machtausübung, Selbstdarst (2), Leidvermeidung, Misserfolgsmeidung, Fürsorglichkeit, Ordnung, Spiel, Zurückweisung, Sinnhaftigkeit, Sexualität (1), Hilfesuchen/Abh, Verstehen/Einsicht (2)
  • Murray - Interaktion von need und press Verhaltensdruck (press) Verhalten erklärbar nur durch Interaktion von Merkmalen der Person (needs) und Merkmalen der Situation (presses), d.h. situative Bedinungen, die Bedürfnisbefriedigung erleichtern oder erschweren Unterteilung in alpha-press (objektive Merkmale der Situation) und beta-press (subjektive Wahrnehmung der Situation) > wenn Diskrepanz, dann beta-press stärker handlungsleitend
  • Murray - Ebenen der Interaktion von needs und presses Ebene des Themas: kurzfristige Subjekt-Objekt-Interaktionen (z.B. Lärm stört Klausurvorbereitung und Befriedigung des Leistungsmotivs) Ebene des Serienthemas: längerdauernde Subjekt-Objekt-Interaktionen (z.B. Irritierbarkeit (leicht ablenkbar) durch Umweltreize beeinträchtigt Studium generell) Ebene des Einheitsthemas: individuell charakteristische, die Lebensspanne überdauernde Muster von Subjekt-Objekt-Interaktionen (z.B. Leistung infolge Irritierbarkeit durch Umweltreize seit Kindheit schwer abrufbar)
  • Murray: Erfassung von Bedürfnissen kein direkter Zugang - Thematischer Apperzeptionstest (TAT) Bildtafeln mit mehrdeutigen Zeichnungen von Szenen, Personen sollen Geschicht erzählen Fragen: Wie kam es zu der Szene? Was passiert im Moment? Wie geht es weiter? Was denken/fühlen die Akteure? Annahme: Interpretation der Szenen von der Persönlichkeit der interpretierenden Person beeinflusst, eigene needs und presses werden auf die Szenen projiziert (Rückschluss auf needs und presses) (=projektives Verfahren)
  • Kritik am TAT (Murray) Optimierungsmgl Kritik: mangelnde Ökonomie, Objektivität, Reliabilität, Validität Optimierung: standardisierter Auswertungsschlüssel, semi-projektive Verfahren (mgl Assoziationen vorgegeben, ankreuzen - zB Multi-Motiv-Gitter oder Leistungsmotiv-Gitter)
  • Erfassung von Bedürfnissen (Murray) - PRF Personal Research Form: aufwändige, sorgfältige Testkonstruktion 14 Inhaltsskalen, analog zu Needs von Murray Items, die mit richtig oder falsch zu beantworten Einsatz in erster Linie zu Forschungszwecken und in Beratungskontext > berufl Beratung, individuelle Motivations- und Bedürfnisstrukturen
  • Fazit zu Murray + Bsp konkrete Unterteilung in Murrays 20 needs nicht mehr vertreten, einzelne aber weiterhin stark beforscht, v.a. Leistungsmotiv Bsp: Risikowahlmodell von Atkinson - Wahl eines Ziels bestimmt sich aus dem Produkt von Wahrsch und Wert der Zielerreichung sowie dem individuellen Erfolgs-/Misserfolgsmotiv > Erfolgsmotiv mit TAT gemessen indirekte Erfassung von Motiven zunehmend im Forschungsfokus Bsp: Motive Superiority Measure von Eichstaedt - wird angenommen, dass machtmotivierte Personen bei Wortdarbietung solche Wörter, die mit Machtmotiv assoziiert sind, schneller erkennen und mit Tastendruck quittieren als motivthematisch neutrale Wörter
  • Ausgangspunkt - Maslow Vertreter der Humanistischen Psychologie Ablehnung psychodynamischer und lerntheoretischer Erklärungen für Verhalten und Erleben Befürwortung eines optimistischen Bildes vom Menschen als einer nach Autonomie, Sinnfindung und Selbstverwirklichung strebenden Individualität Methodischer Zugang durch phänomenologische Analyse des subjektiven Erlebens/Wahrnehmung des Individuum (im Gegensatz zu „objektiver“ Realität)
  • Motivationsystem von Rogers Aktualisierungstendenz: Tendenz des Organismus, all seine Möglichkeiten in einer Weise zu entwickeln, die dazu dient, ihn zu erhalten und zu erhöhen wichtig nicht nur Aufrechterhaltung (Spannungsreduktion), sondern auch Weiterentw des Organismus (Spannungsförderung)
  • Regulationssystem - Rogers organismischer Bewertungsprozess: Gefühle geben Auskunft darüber, ob Erfahrungen positiv und für die Anregung der Aktualisierungstendenz förderlich sind (Aufsuchen von Erfahrungen) oder nicht (Vermeidung von Erfahrungen, nach neg Gefühlen)
  • Verhalten nach Rogers = zielgerichteter Versuch des Organismus, die erfahrenen Bedürfnisse nach Aktualisierung in der Realität, so wie sie wahrgenommen wird, zu befriedigen
  • Belohnungssysteme nach Rogers Selbstaktualisierungtendenz positive Beachtung positive Selbstachtung
  • Selbstaktualisierungstendenz nach Rogers Aktualisierung jenes Teils der Erfahrungen des Organismus, der im Selbst symbolisiert (=repräsentiert) ist sorgt im Verein mit organismischen Bewertungen dafür, dass das Selbstkonzept der Person aufrechterhalten und vervollkommnet wird, indem positive Erfahrungen angestrebt und negative vermieden werden Selbstverwirklichung als zentrales Motiv zielt auf Befriedigung biolog Bedürfnisse, Entw körperl und soz Fähigkeiten, Selbstständigkeit, -bestimmung, -achtung
  • pos Beachtung und Selbstachtung - Rogers pos Beachtung: basiert auf Erfahrungen mit externen Belohnungsquellen (zB Lob durch Bezugspersonen) pos Selbstachtung: basiert auf Erfahrungen mit verinnerlichten Belohnungsquellen (zB selbst bemerken, dass man Instrument gut spielt)
  • Verhaltensstörungen - Rogers entstehen aus Diskrepanz zw Bewertungssystemen des Selbst und übernommenen Wertungen
  • Übernommene Wertungen - Rogers unbedingte pos Wertschätzung: Person erfährt, dass sie von anderen Personen akzeptiert/geliebt wird, auch wenn diese mit bestimmtem Verhalten der Person nicht einverstanden sind bedingte pos Wertschätzung: Person erfährt, dass sie nur akzeptiert/geliebt wird, wenn sie bestimmtes Verhalten zeigt
  • Subzeption - Rogers unscharfe, vorbewusste Wahrnehmung der Inkongruenz von Selbst und Erfahrungen filtriert Wahrnehmung und lässt nur ins Bewusstsein, was mit Selbstkonzept vereinbar > Resultat: Angst, fehlangepasstes Verhalten
  • Persönlichkeit - Rogers die voll funktionierende Persönlichkeit: Zustand von Kongruenz zw Selbst und Erfahrungen durch - angemessene Symbolisierung von Selbsterfahrungen - Offenheit für Erfahrungen - optimale psychologische Anpassung - Differenziertheit der Wahrnehmung - Reife
  • Klient-Zentrierung - Rogers klient-zentrierte (non-direktive) Gesprächstherapie: nichts soll von außen korrigiert oder in best Richtung gebracht werden, vielmehr sollen Selbstheilungskräfte der Person geweckt werden, damit Klient zu mehr Kongruenz zwischen Selbstkonzept und Erfahrungen (Ideal-Selbst vs tatsächliches Selbst) findet, d.h. Erfahrungen angemessener symbolisiert Psychotheraptie als Hilfe zur Selbstverwirklichung
  • Bedingungen für gutes Therapie-Klima - Rogers Transparenz (Offenheit):Therapeut soll Klienten mit Aufmerksamkeit und Wärme begegnen, ohne zu bewertenAkzeptanz:Therapeut soll sowohl sich selbst anzunehmen gelernt haben, damit seine Angst oder seine Abwehr den Klienten nicht verstören, als auch die Probleme der Klienten ernst nehmenEmpathie:Therapeut soll Gefühle des Klienten widerspiegeln, um ihn zur Einsicht in sein eigenes Erleben zu ermuntern