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Vet: Orthopädie (Fach) / Kniegelenkserkrankungen (Lektion)

KT

Diese Lektion wurde von Marinula erstellt.

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  • Anatomie des Kniegelenks Art. Femorotibialis (Spiralgelenk)Art. Femoropatellaris (Schlittengelenk)3 Sesambeine
  • Blutgefäßversorgung 1. A. femoralis2. A. poplitealis3. A. tibialis caudalis
  • Nervale Innervation 1. N. saphenus3. N. articularis4. N. peroneus communis5. N. tibialis
  • Funktion der Menisken Vermindern die Gelenkinkongruenz. Übernehmen Druckübertragung im Kniegelenk Stoßdämpferfunktion Passen sich bei Bewegung an, Flüssigkeitsfilm erzeugt, reibungsarme Bewegung möglich Sensorische Funktion im Kniegelenk Verhindern, dass die sensibel innervierte Gelenkkapsel eingeklemmt wird Limitieren die Gelenkbeweglichkeit und halten die Spannung der Gelenkbänder aufrecht
  • OCD Kniegelenk - Klinik und Therapie, post op, Prognose ggr- mgr. Lahmheit Palpation schmerzhaft bei Extension und Flexion  vermehrte Kniegelenksfüllung Therapie:  Konservative Therapie ggr Lahmheit kleine subchondrale Läsion ohne Chip im Gelenk sehr junge Hunde < 6 Mo NSAID´s Gewichtskontrolle Bewegungseinschränkung Chondroprotektiv Arthrotomie Flap Entfernungsubchondraler Knochen kürettiert bis Blutungen sichtbar90 Grad Knochen/Knorpel Grenze Faserknorpel Arthroskopie Kürettage, Forage, Pridie Bohrungen Postoperative Rehabilitation NSAID´s, Chondroitinsulfat/ Glykosaminglykane 4 Wochen LeinenzwangPhysiotherapie Prognose hängt von Grad der Läsion ab und Alter des Patientenvorübergehende Besserungspätere Gonarthrosen wahrscheinlich
  • Kreuzbandruptur: Prädisponierende Faktoren • Rasse Prädisposition: keine genetische Komponente! • weibliche Tiere  • hohes Gewicht • Anatomische Besonderheiten (Varus/Valgus, steileres Tibiaplateauhöherer,kleine Hunde mit Luxatio patellae) 
  • Kreuzbandruptur Ätiologie und Pathogenese Degenerative Rupturen Hunde 5-7 Jahre alt, oft partielle Ruptur durch Bagatelltrauma; vollständige Rupturzentraler struktureller und materieller Verlust an Stärke des KB Traumatische Rupturen Radikale Hyperextension +/-abrupte Innenrotation+ anderen Bandläsionen,Meniskusschäden, Hämarthros Knöcherner Ausriß des vorderen Kreuzbandes
  • Meniskusläsion: Ätiologie und Pathogenese Ca 60% Selten isolierte Verletzungen! Häufiger in Kombination mit einer vorderen KBR!
  • Kreuzbandruptur Klinische Diagnostik 1. Orthopädische Untersuchung (positiver Sitztest, positiver Schubladentest; Tibiakompressionstest 2. Röntgen: vermehrte Kniegelenksfüllung und positiver Kapselschatten 3. Arthroskopie/Arthrotomie
  • Kreuzbandruptur Therapieoptionen und Nachbehandlung Konservative Therapie Intraartikuläe Techniken (Faszienplastik nach Paatsama bzw. „Over the Top" ohne/mit Fadenzügel) Extraartikuläre Techniken (Einseitiger extrakapsulärer Fadenzügel nach De Angelis/Lau), Beidseitiger extrakapsulärer Fadenzügel (Flo), Tibiaepiphysiodese Extrakapsulärer Fadenzügel (Fibula Kopf Transposition) Transartikuläre Techniken Osteotomien (Tibial Plateau Leveling Osteotomy, Tibial Tuberosity Advancement)  Nachbehandlung  4 Wochen LeinenzwangNSAID3xtgl Eisbeutelumschläge für 3-5 TagePhysiotherapie
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  • Ruptur des Ligamentum collaterale mediale oder laterale Sehr häufig in Kombination mit mehreren Bandverletzungen! Konservative Therapie möglich durch lateraler/dorsaler Castverband4 Wochen strenge Ruhighaltung4 Wochen Leinenzwang Arten:  Überdehnung des Seitenbands (Grad I- II) Knöcherner Ausriß des Seitenbandes Vollständige Ruptur (Grad III)
  • Das polytraumatisierte Kniegelenk Chirurgische Therapie Kreuzbänder: hinteres KB- konservativ, vorderes KB- Ersatz, extrakapsuläre Technik, Umstellungsosteotomien Seitenbänder: Naht, Ersatz Menisken: Reinsertion, partielle/totale Resektion Gelenkkapsel: Naht Zusätzliche Intraartikuläre Fixation
  • Luxatio patellae kongenitale Form und erworbene (traumatische) Form Luxation nach medial --> bei kleinen Rassen 1. Coxa vara2. Genum varum3. Hypoplasie der Trochlea4. Hypoplasie des medialen Rollkamms5. Innenrotation der Tibia mediale Verlagerung der Tub. tibiae6. Valgus prox. Tibiae7. Auswärtsdrehung der Ferse, Einwärtsdrehung der Pfote Vermehrte Torsion der Tibia --> Stärkerer Grad der LuxationLuxation nach lateral --> bei großen Rassen kommt weniger häufig vor, wenn vor allem bei großen Rassenstarke Wachstums oder Trauma bedingte Deformationen des Oberschenkels
  • Luxatio patellae Einteilung nach Schweregraden Grad I Patella kann manuell luxiert werden, gleitet bei Nachlassen des Drucks sofort wieder in Trochlea zurück Grad IIPatella vollständig luxierbar oder luxiert spontan, reponiert sich bei Steckung und/oder Derotation der Gliedmaße Grad IIIPatella ist immer oder fast immer luxiert, kann manuell reponiert werden, reluxiert bei Nachlassen des Drucks sofort wieder Grad IVPatella stationär luxiert, kann nicht reponiert werden, Rotationsfehlstellungen der prox. Tibia bis zu 90 Grad 
  • Luxatio patellae- Diagnostik: Orthopädische Untersuchung Grad I: meist asymptomatisch Grad II u. III: intermittierende Lahmheit, Aufziehen der betroffenen Extremität während einzelneroder weniger Schritte Grad IV: einseitig: keine oder geringe Belastung der Extremität; beidseitig: mühsame Fortbewegung
  • Luxatio patellae- Therapie Grad 1: Kapselplastik, FasziendopplungGrad 2: Transposition der Tuberositas tibiaeGrad 3: TrochleavertiefungGrad 4 Korrektur Femur, Korrektur Tibia,  Patella Groove