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Lebensmittelhygiene Vet: Grundlagen der Lebensmittelhygiene (Fach) / Symptomlose Träger und wie mit diesen umzugehen ist (Lektion)

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  • Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Zoonoseerregern Milch wird vor der Vermarktung routinemäßig pasteurisiert, damit wird die Übertragung durch Milch extrem selten (Hinweis: NICHT wenn als Rohmilch konsumiert!!!) Fleisch wird in Europa (noch) nicht ‘dekontaminiert’ --> kann daher eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen 
  • Warum symptomlose Träger ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem darstellen können: Weil es Haupterreger gibt, die bei Nutztieren generell zu keinen sichtbaren Symptomen bei diesen führen Bsp.: Geflügel: Salmonella Rind: Salmonella, Escherichia coli
  • Risiko Ranking Um herauszufinden welche Krankheit die größte Besorgnis erregt Dies wird erreicht durch Beurteilung der • MORBIDITÄT • KRANKHEITSBELASTUNG (=Disease Burden) Mortalität
  • Disease burden --> Wenn nur die Häufigkeit des Auftretens (Ausbrüche) der Krankheiten betrachtet wird → Campylobacteriose, Salmonellose, Noroviren 1/3 allgemeine Gastroenteritis, 1/3 ernste Komplikationen, 1/3 frühzeitige Todesfälle --> Wenn die Ernsthaftigkeit der Krankheiten in Betracht gezogen wird → Listeriose, Toxoplasmose Auch zu berücksichtigen sind: Kosten der Krankheit (medizinische Behandlung, Krankenhausaufenthalt, Verlust des Einkommens)
  • • MORTALITÄT Salmonella wird mit kontaminierten Eiern,Campylobacter mit Geflügel als Reservoir und mit kontaminiertem Wasser in Verbindung gebracht Salmonella, Toxoplasma, Yersinia sind die Hauptgefahren bei Fleisch im Allgemeinen;   
  • Bekämpfungsstrategien EFSA (2011): derzeitige Fleischuntersuchung reduziert die Risiken verursacht durch Campylobacter, Salmonella bei Geflügel Fleischuntersuchung reduziert das Risiko von Trichinellosis Lebenduntersuchung reduziert durch Ausschluss von verschmutzten WDK das Risiko der Kontamination von Rind/Schaffleisch mit EHEC
  • Salmonellose Fälle bei Menschen Symptome: Fieber, Bauchschmerzen, Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen, nach kurzer IKZ (12-36 Stunden), Erholung nach ca. 1 Woche Übertragungsroute: kontaminiertes LM/Wasser, kontaminierte Gegenstände, Salmonella persistiert in der Umwelt (z.B. Schlachthof), direkt via Faeces, Kreuzkontamination 
  • Salmonella bei Schweinen Persistieren asymptomatisch für Monate in den Tonsillen, Darm etc.  Stress fördert Streuung  Übertragung: faecal-oraler oder Nase-zu-Nase, sogar via Aerosol, Kot/Staubpartikel (kurze Distanzen) Der Trägerstatus wird erklärt durch das Überleben und die Vermehrung von Salmonella in den Makrophagen wo sie geschützt sind vor dem Immunsystem des Wirts. Effektive Bekämpfungsstrategien Kauf-Politik --> Neuen Bestand von Salmonella-freien Anbietern kaufen Futter/Trinkwasser --> Futterbeprobung und Untersuchung auf Salmonella Futterdekontamination Reinigung und Desinfektion  Impfung: CAVE: erlaubt aber KEINE Unterscheidung zwischen geimpften und natürlich infizierten Tieren! Transport/Wartestall --> Futterentzug vor Transport (12-18 Stunden), Nicht mehr als 18 Stunden sonst wird die Aggressivität bei Schweinen erhöht und verursacht Veränderungen in der Darmökologie, erhöht sogar Ausscheidung von Salmonella! Schlachtpraktiken haben den HÖCHSTEN EINFLUSS auf die Anzahl der kontaminierten Schlachtkörper--> logistisches Schlachten, Reinigen der Messer vor und nach jedem Schlachten, Dekontamination, Kühlung    
  • Yersiniose Vertreter: Yersinia enterocolitica, Yersinia pseudotuberculosis Quellen der Infektion: Wasser, kontaminierte Milch- und Schweinefleischprodukte. Schweine sind das größte Reservoir Symptome: Fieber, Bauchschmerzen, fallweise blutiger/wässriger Durchfall, Dauer von ein paar Tagen bis einige Wochen; Komplikationen: reaktive Arthritis, Erythema nodosum, Uveitis Ferkel werden typischerweise mit Yersinia im Alter von 10-12 Wochen infiziert (d.h. im Übergang von Abferkel- zur Maststation) Serologie (Nachweis von Antikörpern für die Diagnose) noch zuverlässiger. Allgemein scheint Yersinia schlecht im Betriebsumfeld zu überleben; die Übertragung geht vorwiegend von Tier zu Tier   Kontrolle von Yersinia am Schlachthof Logistische Schlachtung Kreuzkontamination via Tonsillen, Lymphknoten, Eingeweide vermeiden 
  • Campylobacter bei Geflügel Campylobacteriose ist die häufigste bakterielle Durchfallerkrankung beim Menschen. Unter den verschiedenen Campylobacter Arten ist C. jejuni die häufigste Subspezies bei Geflügel. Im Allgemeinen ist Campylobacteriose nicht pathogen für Geflügel. Besiedlung beim bei Geflügel: multifaktoriell Bekannte Risikofaktoren: z.B. Wetter, Anwesenheit anderer Tiergruppen, Produktionssystem Campylobacter am häufigsten im Caecum Geflügel am ehesten im Sommer besiedelt  Status des Wohlbefindens (z.B. schlechte Darmgesundheit) scheint Besiedelung zu fördern  
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  • Campylobacter bei Hühnern Campylobacter bei Hühnern kann in essbare Gewebe eindringen --> Erreger in tiefem Muskelgewebe und Leber gefunden --> Kreuzkontamination in der Gastronomie daher Probleme Campylobacter Frischfleischkette Trocken Kühlen reduziert die Anzahl von Campylobacter, aber ein gewisser Anteil wird lebensfähig bleiben Pseudomonas verbraucht Sauerstoff und erleichtert das Überleben und die Erholung von Campylobacter Brühen setzt Federfollikel, Hautfalten und subkutanes Gewebe dem Erreger aus, der sich in diesen Strukturen fangen kann und damit von für ihn schädlichen Umwelteinflüssen geschützt ist Jeder Oberflächen-zu-Oberflächen Kontakt (LM zu LM, LM zu Hand oder Equipment) überträgt einen Teil der mikrobiellen Belastung!  
  • Escherichia coli Ist ein wesentlicher Co-Bewohner der NORMALEN Darmflora Sechs bekannte Pathotypen von pathogenen E. coli verursachen eine Reihe von Durchfallerkrankungen: Shigatoxin-produzierende E. coli (STEC) enterotoxische E. coli (ETEC) enteropathogene E. coli (EPEC) etc.  Jeder von ihnen hat unterschiedliche Mechanismen der Kolonisierung und Pathogenität bei Rindfleisch Von Tieren wird EHEC generell symptomlos getragen; Rinder stellen das Primärreservoir für EHEC dar.   Kontrolle 1. Imfpung  2. Betriebsmanagement --> Futterumstellung (Wechsel von Getreide zu Heu) könnte EHEC reduzieren 3. Sicherstellung der Sauberkeit von Tieren vor Transport und Schlachtung