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Psychologie (Fach) / Rehabilitationspädagogik (Lektion)
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- Welche Störungen sind häufig mit Aufmerksamkeitsproblemen verbunden? - Schizophrenie - Alzheimer - Demenz - Morbus Parkinson - ADHS
- Mit welchen Methoden werden diagnostische Informationen zur Aufmerksamkeit erhoben? - Anamnese und Exploration - Fragebögen - psychometrische Testverfahren - Verhaltensbeobachtung und Videodiagnostik(Informationen werden im Rahmen der multimethodalen Diagnostik erhoben)
- Wonach lassen sich psychodiagnostische Tests unterscheiden? - Leistungstests - psychometrische Persönlichkeitstests - Persönlichkeits-Entfaltungsverfahren
- Welche Aspekte der Objektivität lassen sich unterscheiden? - Durchführungsobjektivität - Auswertungsobjektivität - Interpretationsobjektivität
- Welche Belege für die Validität eines Tests werden unterschieden - kriteriumsbezogene Validität konkurrente Validität prognostische Validität - inhaltliche Validität - Konstruktvalidität
- Wann kommt die Verhaltensbeobachtung zum Einsatz? - für die Fragestellung steht kein standardisierter Test zur Verfügung - eine Befragung ist nicht sinnvoll - es werden Informationen über das Verhalten des Kindes in seiner natürlichen Umwelt benötigt - es werden Informationen über das Interaktionsverhalten des Kindes benötigt
- Was sind Kennzeichen der Verhaltensbeobachtung? Zielgerichtetheit => der Verhaltensbeobachtung liegt eine bestimmte Fragestellung zugrunde Selektivität => im Rahmen der Verhaltensbeobachtung werden vorher festgelegte Aspekte des Verhaltens beobachtet Kontrolle => Das Verhalten wird unter weitgehend kontrollierten Bedingungen beobachtet
- Was sind mögliche Fehler bei der Verhaltensbeobachtung? - zu feine Differenzierung der Verhaltenskategorien - unscharfe Definition der Verhaltenskategorien - Kategorien erfordern vom Beobachter weitgehende Schlussfolgerungen aus dem Verhalten - Beeinflussung des Verhaltens durch den Beobachter
- Was sind niedriginferente Urteile? Kriterien sind nicht willkürlich, sondern sind empirisch begründet - meist mehrdimensionale Verfahren Bsp.: Der Schüler meldet sich selten im Unterricht Bsp.: Der Schüler macht seine Hausaufgaben nicht
- Nach welchen Graden der Standardisierung unterscheidet man ein diagnostisches Gespräch? - unstandardisiert (offene Fragen, Art der Antworten sowie die Auswertung nicht festgelegt) - halbstandardisiert (Fragen und Themenbereiche werden durch einen Leitfaden vorgegeben/Antworten sind nicht festgelegt) - standardisiert (Inhalt, Reihenfolge und Fragen sind festgelegt/Antwortformate und auch die Auswertungen sind festgelegt)
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- Kennzeichen der SAV Ziel: Feststellung der Sonderschulbedürftigkeit Förderorte: Sonderschulen Wer führt die Untersuchung durch?: Aufnehmende Sonderschule Elternbeteiligung: gering Methoden und Verfahren: standardisierte Tests
- Kennzeichen der AO-SF Ziel: Feststellung des individuellen Förderbedarfs, Festlegung der Förderorte Förderorte: mehrere mögliche Förderorte Wer führt die Untersuchung durch?: Förderkommission erarbeitet einen gemeinsamen Vorschlag (Grundschul- und sonderpädagogische Lehrkraft) Elternbeteiligung: hoch Methoden und Verfahren: neben standardisierten Tests auch informelle Verfahren und Prozessdiagnostik
- Was sind Aufgaben der klinischen Diagnostik? - Beschreibung=> in welchen Erlebens- und Verhaltensweisen kommt die psychische Auffälligkeit zum Ausdruck - Klassifikation => Welche Formen von psychischen Auffälligkeiten lassen sich unterscheiden - Erklärung => Wo liegen die Ursachen des auffälligen Verhaltens? - Prognose => Wie ist der Verlauf, wenn keine Intervention erfolgt? - Indikation => ist eine Behandlung notwendig - Evaluation => sind die Behandlungsmaßnahmen erfolgreich?
- Was versteht man unter differenziellen Indikation? Welche psychotherapeutischen Maßnahmen sind für den Patienten am besten geeignet? - Die Diagnostik soll eine Entscheidung darüber ermöglichen, welche Maßnahmen für den Klienten am besten geeignet sind
- Was versteht man unter der adaptiven Indikation? Wie können die Maßnahmen an den Einzelfall angepasst werden? Die Diagnostik soll Informationen liefern, die es ermöglichen, die therapeutischen Interventionen an die individuellen Bedingungen des Patienten anzupassen
- Was versteht man unter prozessualer Indikation? Wie können die therapeutischen Maßnahmen an den Verlauf der Behandlung angepasst werden? therapiebegleitende Diagnostik die Diagnostik soll Informationen liefern, die es ermöglichen, die therapeutischen Maßnahmen während des Therapieprozesses an die sich ändernden Bedingungen anzupassen
- Was sind grundlegende Schwierigkeiten bei der Definition von psychischen Störungen? - medizinische Krankheitsbegriff ist nicht anwendbar bei psychischen Störungen kann man keinen ätiologischen Krankheitsbegriff anwenden, da spezifische Ursachen für eine psychische Störung zumeist nicht bekannt sind - fließende Übergang zu nicht gestörtem Verhalten Grenzwertproblematik
- Was versteht man unter der operationalen Definition der Begriffe innerhalb von Klassifikationssystemen? - es muss angegeben sein, wie die verwendeten Begriffe mit dem beobachtbaren Verhalten verknüpft sind - eine eindeutige Definition der Begriffe ist Voraussetzung für die Objektivität der Diagnostik dafür, dass die Begriffe unabhängig von der theoretischen Ausrichtung in gleicher Weise verstanden werden
- Was versteht man unter der Reliabilität von klinischen Diagnosen? - um die Reliabilität sicherzustellen muss gewährleistet sein, dass im Rahmen der Diagnostik alle für die Diagnose relevanten Informationen erhoben werden alle Diagnostiker aus den erhobenene Informationen auch die gleichen Schlüsse ziehen - die Reliabilität wird durch weitgehende Standardisierung angestrebt Festlegung von diagnostischen Kriterien Festlegung von Ausschlussdiagnosen
- standardisierte Aufmerksamkeitstests - ermöglichen aufgrund ihrer hohen strukturierten Testsitaution die Erfassung einzelner Aufmerksamkeitsfunktionen - die Mehrzahl der Aufmerksamkeitstests erfassen die selektive (fokussierte) Aufmerksamkeit - einige Test erfassen die Aufmerksamkeitsaktivierung (alertness), die Daueraufmerksamkeit, die geteilte Aufmerksamkeit
- Welche Stufen der Prävention werden unterschieden? - Primärprävention - Sekundärprävention - Tertiärprävention
- Was versteht man unter Früherkennung? - Früherkennung im engeren Sinne bedeutet, die Krankheit oder Schädigung in einem Stadium zu entdecken, in welchem die Betroffenen noch keine Symptome wahrnehmen Bsp.: Früherkennung von Hörschädigungen - Früherkennung soll Frühförderung und Frühtehrapie ermöglichen
- Was sind Argumente für eine Frühförderung? - sensible Phasen - neuronale Plastizität - kumulatives Defizit
- was versteht man unter einer sensiblen Phase? Entwicklungsabschnitte in denen spezifische Erfahrungen maximale positive oder negative Wirkungen haben
- Was versteht man unter der neuronalen Plastizität? bezeichnet die Eigenschaft des Nervensystems, seine Struktur und Funktion aufgrund von Erfahrungen abzuwandeln
- Was versteht man unter einem kumulativen Defizit? ohne Interventionen bleiben frühe Entwicklungsrückstände nicht nur erhalten, sondern stellen ihrerseits eine ungünstige Ausgangslage für die Bewältigung der Entwicklungsanforderungen der nachfolgenden Entwicklungsphasen dar
- Was sind Kennzeichen von Screening Verfahren? - Ökonomie => sind einfach und leicht durchzuführen - Such Tests=> erste Anzeichen für eine Schädigung sollen entdeckt werden/keine Diagnose - Filter Tests => Identifizierung von Risikopersonen => Selektion von PB für die nachfolgende Diagnostik
- Welches sind die verschiedenen Formen von Screening Untersuchungen? - Massenscreening => Screening großer Teile der Bevölkerung - Selektives Screening => Screening von Risikopersonen - Multiples Screening => Anwendung mehrfacher Screeningverfahren im Rahmen eines Untersuchungsganges - periodisches Screening => mehrfacher Einsatz eines Screening Verfahrens zur Überwachung einer Risikogruppe
- Was versteht man unter der phonologischen Bewusstheit? - Fähigkeit die Lautstruktur der Sprache zu erkennen und unabhängig vom Inhalt zu verarbeiten - ist die Voraussetzung für den Schriftspracherwerb (lautgetreues Lesen und Schreiben) - man unterscheidet die Verarbeitung nach größeren und kleineren Lauteinheiten
- Was versteht man unter der phonologischen Bewusstheit im weiteren Sinne? - Fähigkeit, Wörter und Silben aus größeren Spracheinheiten herauszuhören - knüpft an die vertraute Sprache an - ist bereits im Vorschulalter vorhanden
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- Was versteht man unter der phnologischen Bewusstheit im engeren Sinne? - bewusstes Erkennen von kleinsten Lauteinheiten (Phoneme) ohne semantischen oder sprachrhythmischen Bezug - ist im Vorschulalter erst in Ansätzen vorhanden, entwickelt sich erst im Rahmen des Schriftspracherwerbs
- Wie wird die phonologische Bewusstheit im weiteren Sinne diagnostiziert? - Reimen => Wortpaare werden vorgegeben -> Angabe von Klangähnlichkeit - Silben Segmentieren => es werden Substantive vorgesprochen -> durch Klatschen in Sprechsilben untergliedern
- Wie wird die phonologische Bewusstheit im engeren Sinne diagnostiziert? - Wort zu Wort Vergleich => Kind soll entscheiden, ob ein isoliert vorgesprochener Vokal mit dem Anfangsvokal eines Wortes klangähnlich ist - laute aossziieren => Kind erhält eine Bildkarte mit vier Objekten, ein Wort wird getrennt vorgesprochen => Bild dem Wort zuordnen
- Was versteht man unter der phonologischen Kodierungsgeschwindigkeit? - Fähigkeit, die gelernte Schrift Sprachverbindungen schnell und unbeeinflusst durch Störinformationen aus dem Gedächtnis abzurufen
- Wie kann man die phonologische Kodierungsgeschwindigkeit diagnostizieren? - schnelles Benennen von Farben schnelles Benennen der Farbe von schwarz weiß dargestellten Objekten überprüft schnellen Zugriff aus dem Langzeitgedächtnis - schnelles Benennen der Farben von farbig - inkongruenten Objekten überprüft die Störanfälligkeit des Abrufprozesses