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VT2 (Fach) / Gerontopsychotherapie (Lektion)

Eigenschaften und Interventionen

Diese Lektion wurde von Vickschnick erstellt.

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  • Prävalenz psychischer Störungen im Alter Depressive Störungen 20% Schlafstörungen 20% Suizidalität 10% Somatoforme Störungen 10% Angststörungen 5% Sucht- und Abhängigkeit 3% + Dunkelziffer Insgesamt 24-40%
  • Psychotherapie bei Älteren (Stand) Forschungsstand ist schlecht Versorgungsmangel für Patienten ab 60 Jahren Kaum Vergleichsstudien mit Medikamentenstudien Weniger als 1% aller Psychotherpaie Patienten ist über 65 Jahre alt Daten zur psychotherapeutischen Versorung zeigen, dass nur 0,2 % der Depressiven über 65- Jährigen Psychotherapie erhalten
  • Gewinn und Verluste im Alter Psychologische Gewinne - Reife - Lebenswissen, Weisheit Verluste - Physiologische und kogntitive Funktionseinbußen - Altererkrankungen - Pensionierungen - Tod nahestehender Person - Bewusstwerdung des eigenen Todes - Traumatischer Ereignisse werden reaktiviert - Finanzielle Einschränkungen - Sensorische Behinderung - allgemeiner Intelligenzverlust
  • Bewältigungsstile Vergleich mit früher Wunsch nach Information Vergleich mit anderen
  • Arten altersspezifischer Psychotherapie KVT Psychodynamische Kurzzeittherapie interpersonelle Psychotherapie Lebensrückblick Interventionen - Lebensrückblick, Erinnerungsgruppen - Biografiearbeit - Lebensende- Begleitung
  • Erfolgreiches Altern Modell der selektiven Optimierung mit Kompensation (SOK) - Selektion: Auswahl bzw. Neuanpassung von Zielen und Verhaltensbereichen - Optimierung: Stärkung und Nutzung vorhandener, zielrelevanter Handlungsmittel und Ressourcen - Kompensation: Schaffung, Training und Nutzung neuer Handlungsmitel
  • Spezifische Therapieinterventionen der KVT Soziale Interventionen - Förderung der Kontakte zu Mitbetroffenen,, Aufbau eines sozialen Netzwerks - Einbezug der Familie, Partner und/ oder der Gemeinde - Einbezug von Serviceleistungen (Essensdienste, Pflegedienste, Einkaufshilfe) Alltagsbewältigung - Aufbau geschickter Tagesstruktur - Intensivierung der Wahrnenhmung vorhandener Kräfte - Aufbau eines geschickteren Timing von Handlungsabläufen
  • Schwierigkeiten in der PT mit Älteren Umgang mit Abschweifungen des Patienten Häufig langsameres Vorgehen Unkonventionelle Settings ( am Bett, im Seniorenheim) Therapeut: Gute Wissen über die häufigsten körperlichen Erkrankungen udn deren Behandlungsstandards
  • Trauma und höheres Lebensalter Häufig chronifiziert Hohe Prävalenz Wiedererleben der Symptome im höheren Alter Aktuelle Traumatisierung Hohes Schamerleben Hoher Altersunterschied Patient - Therapeut
  • Lebensrückblicktherapie Aktivierung des autobiografischen Gedächtnisses im Bezug auf bedeutsame Erinnerungen Review des bisherigen Lebenslaufes im Bezug auf negaitve und positive Lebensereignisse und Bezugspersonen Strukturierte Fragen zu aufeinanderfolgenden Lebensphasen dazugehörige Gefühle und Bewertungen Stimulieren von Neubewertungen personale und soziale Ressourcen kritische Lebensereignisse, auch Traumata 8 Sitzungen Face to Face LRT mit zusätzlichen Computer Modulen
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  • Metakognition Metakognitionen sind Gedanken über Gedanken umfasst alle kognitiven Prozesse: Steuerung, Monitorin, Interpretation, Steuerung der Achtsamkeitsprozesse Gedanken bleiben bestehen, wenn metakognitive Prozesse aktiviert werden Grundlagen - Grübeln : zirküläres Nachdenken, Aufrechterhaltung von psychischen Störungen - Sorgen: GAS, Vorsorge treffen vor seltenen Quellen oder Gefahren - Bedrohungsmonitoring: Spezifische Ausrichung der Aufmerksamkeit auf bedrohliche Faktoren
  • Das kognitive Aufmerksamkeitssyndrom (CAS) Sich Sorgen machen Grübeln Bedrohungsmonitoring Dysfunktionale Bewältigungsstrategien (Gedankenunterdrückung; Vermeidung auf der kognitiven, emotionalen und Verhaltensebene)
  • Ziele und Techniken der MKT Ziele 1. Entfernung des CAS 2. Veränderung der zugrunde liegenden metakognitiven Überzeugungen und Pläne Techniken - Assoziationsspaltung: Verminderung der Auftretenshäufigkeit von Zwangsgedanken; Zwangsgedanken sind feste Verbände von Assoziationen -> Teufelskreis - Bahnung neuer Kognitionen - Stärkung der Assoziation vonn den Zwangsgedanken weg in Richtung neutraler Kognitionen - assoziative Erregung wird auf mehr Kognitionen verteilt - Zwangsspirale wird ein Teil der Energie entzogen
  • Vergebung Erlassen der Schuld Verzicht auf Strafe oder Vergeltung aus freiem Willen Beendigung der Schuldvorwürfe Groll wird beendet Empathie gegenüber der verletztenden Person Verletzung ist ein unrecht, das nicht relativiert werden sollte
  • Vergebung als Intervention Wichtiger Bestandteil der psychotherapeutischen Veränderung Negative Gefühle können dadurch überwunden werden Positive Gedanken und Gefühle können wieder zugelassen werden 1. Phase: Eigene Wut und Verletzung freilegen und sich damit auseinandersetzen 2. Phase: Auseinandersetzung mit der verletzenden Person (Perspektivenwechsel) 3. Phase: Entscheidung zu vergeben und negative Gefühle loslassen 4. Phase: Arbeiten an Vergebungsprozess (Symbolische Handlungen)