12

VT (Fach) / Borderline PS (Lektion)

Störung und Interventionen

Diese Lektion wurde von Vickschnick erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Epidemiologie der Borderline PS 8% in ambulanten Psychotherapie 14% in stationären Therapien (ca. 62 Tage) 80% erstmalige Behandlung im Alter zwischen 14 und 19 Jahren Selbstverletztendes Verhalten bei 30-80% Suizidversuche bei 70-90% PTBS bei 50-80% Traumatisierungen bei 60-90%
  • Problembereiche der Borderline PS Emotionsregulation Somatisierung und körperliche Erkrankungen/ chronischer Schmerz Bindungsstörung/ Beziehungsstörung/ Störung der Interaktion Störung der kognitiven Verarbeitung/ Dissoziative Probleme Selbstbild und Identität Inkompatible Schemata Probleme auf der Verhaltensebene Erinnerungsdruck/ Vermeidung
  • Dialektische Behaviourale Therapie (Lineham) Manualbasiert Für Borderline- Patienten mit chronischer Suizidalität und / oder selbstverletztendem Verhalten Kombination aus kognitiver VT, achtsamkeitsbasierten Verfahren und dialektischen Behandlungsstrategien( Balance von Akzeptanz und Veränderung)
  • Allgemeine Prinzipien der Borderline PS Da eine PS- therapeutische Arbeit findet auf der Beziehungsebene statt Patient versucht das jeweils Beste zu machen Borderline Patienten müssen meist in allen relevanten Bereichen neues Verhalten lernen Patienten sind richtig und wertvoll so wie sie sind, nur sollen sie sich auch verändern = Dialektisches Prinzip
  • Dialektisches Prinzip Balance halten zwischen 1. Annehmen von z.B. dysfunktionalem Verhalten, Emotionen und Kognitionen 2. Verändern von z.B. selbstschädigendem Verhalten, dysfunktionale Emotionen
  • Dialektische Beziehungsgestaltung Einerseits - Akzeptanz - Validierung - wohlwollendes Sorgen für den Patienten - "Nachbeeltern" Andererseits - Veränderung - Fordern - der Zielhierarchie folgen - empathische Konfrontation
  • Vorgehen der DBT Einzeltherapie Fertigkeiten - Trainingsgruppe (Skills) Pharmakotherapie, falls indiziert Telefonkontakte in Krisensituationen Wochenprotokoll Stationär und ambulant
  • Merkmale der ambulanten DBT Bei Jugendlichen Einbeziehung der Eltern Familien - Skilltraining Mindestens 150 h Einzeltherapie und 100 h Gruppentherapie Einzel- und Gruppentherapie durch verschiedene Therapeuten Begleitende frühe Traumabehandlung bewirkt allgemeine Beruhigung und Verbesserung der Traumasymptomatik
  • Drei (vier) Phasen der DBT 1. Diagnostik, Vermittlung des Störungsbildes, eruieren der bisherigen Suizidversuche, Commitment erarbeiten, Stabilisierung, Erlernen grundlegender Skills "zum Überleben" 2. Reduktion posttaumatischer Belastungsreaktionen, Traumaexposition, Kognitive Umstrukturierung 3. Stärkung des Selbstvertrauens und Arbeit an individuellen Zielen 4. Notfallmanagement
  • Hierarchie der Behandlungsziele 1. Suizidalität/ Fremdgefährdung 2. Gefährdung der Therapie 3. Störung der Verhaltenskontrolle 4. Störung des emotionalen Erlebens 5. Probleme der Lebensgestaltung
  • Anzeige
  • Selbstverletztendes Verhalten Allgemein: ungenügende Affektregulation als zentrale psychopathologische Dimension; Dienen der Spannungsminderung; Werden geplant/ rituell durchgeführt oder geschehen impulsiv Funktion: Regulation von Angst und Stress; Umgang mit Ärger und Wut; Ablenkung; Kontrolle und Autonomie; Selbstbestrafung; Kommunikation; Soziale Bindung an andere(Besorgnis) Spezifisches: Vor und während wird kein Schmerz empfunden ( erst etwa 20 Minuten danach); schwer aufzugeben, da positiv besetzt; Lustgewinn; starker emotionaler Charakter Vorgehen: Direktes Ansprechen; Aufmerksamkeit und Bewusstsein schaffen; Commitment erarbeiten; Verhaltensanalysen; Funktionen; alternatives Coping/Skills
  • Skilltraining 1. Innere Achtsamkeit Ziel: Besinnen auf den Augenblick; Benennen der Gedanken und Gefühle; Zur Kenntnis nehmen ohne zu bewerten; Distanzierung; Gefahr von Intrusionen 2. Stresstoleranz Erlernen von Krisenbewältigungsstrategien; Akzeptanz; Spannungsreduktion um SV zu vermeiden; Schmecken; Skills verlieren Wirksamkeit; Hochspannungsskills nur bei Hochspannung; persönlicher Notfallkoffer 3. Emotionsregulation (Bewusster Umgang mit Gefühlen): Gefühle können wahrgenommen, aber nicht differenziert zugeordnet und benannt werden; Dissoziationen; eigene Gefühle verstehen; Gefühlsprotokoll; Viel theoretische Arbeit; Was passiert in der Therapie 4. Ziwschenmenschliche Fertigkeiten: Bestehen können auf eigene Wünsche; Steuerung der Intensität der Reaktion (Impulskontrolle); Schulung der verbalen und non-verbalen Kommunikation; Verbesserung der sozialen Kompetenzen und emotionalen Belastbarkeit; Rollenspiele