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Allgemeine Psychologie Mainz (Fach) / Entscheiden & Urteilen 2 (Lektion)
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- Attribut Merkmal einer Option, z.B. Größe, Preis...
- multiattribute Entscheidungen Es gibt mehrere Ziele mit optimalen Ausprägungen der Attribute. Bei der Entscheidung spielt die Wichtigkeit der einzelnen Attribute eine Rolle z.B. Pullover passende Größe am wichtigsten
- Multiattributes Nutzenmodell / Multi Attribute Utility Regel Beim Entscheiden berechnet man für jede Option: Nutzen/Ausprägung eines Merkmals * Wichtigkeit ... der einzelnen Attribute ... und addiert diese auf. Der Gesamtnutzen aller Optionen wird dann verglichen.
- kompensatorische Regel ein Attribut mit niedriger Ausprägung kann trotzdem gewählt werden, wenn ein anderes Attribut eine hohe Ausprägung/Wichtigkeit hat z.B. bei besonders schönem Pulli ist die Größe nicht sooo wichtig
- nicht kompensatorische Regeln, z.B. Schwellenregeln Konjunktionsregel: Objekt muss für alle Attribute Cut- Offs erfüllen, wenn es gewählt werden soll Pulli: unter 50€, zwischen s und xl, mindestens überdurchschnittlich schön Disjunktionsregel: Objekt muss mindestens ein Cut - Off erfüllen
- Konzepte der Wahrscheinlichkeit Objektivistisch: berechnet Frequentistisch: Beschreibung von Beobachtungen der Häufigkeit Subjektivistisch: subjektiver „Grad an Gewissheit“ extern: Man weiß, dass die WK für Lottojackpot bei 1 : 140 000 000 liegt intern: Man schätzt die eigene Sicherheit auf 60 %
- Heuristik einfache, effiziente Regel, die sich durch evolutionäre Prozesse gefestigt hat oder erlernt wurde und als Intuition oder Bauchgefühl erlebt wird. Sie wird vor allem bei einem Mangel an Informationen angewendet und ist ungenau, aber schnell. nicht gleich Bias: kognitive Verzerrung, aber Bias basieren auf Heuristik
- Repräsentativitätsheuristik Insensitivität (nicht beachten) der Basisrate bei Mensch mit Anzug & Aktenkoffer auf dem Campus denken die meisten an Rewi/Wiwi-Student, obwohl es mehr Geisteswissenschaft-Studenten gibt, siehe Base rate fallacy Insensitivität der Stichprobengröße Zufall bei kleinen Stichproben wir unterschätzt. Z.B. denken die meisten, dass man die gleiche WK zu gewinnen hat, wenn man um 9 Punkte gegen einen guten Spieler spielt, wie um 15 Punkte. Überschätzung der WK von Konjunktionen feministische Bankangestellte wahrscheinlicher eingeschätzt als Bankangestellte, wenn vorher Charakter, der zu Feministin passen würde, beschrieben wurde.
- Verfügbarkeitsheuristik Ein Ereignis wird intuitiv wahrscheinlicher beurteilt, wenn es leicht fällt, sich an ähnliche Ereignisse zu erinnern z.B. Wie viel macht man selbst im Haushalt, wie viel macht Partner --> eigener Anteil wird überschätzt. Wie viele Muslime gibt es in Deutschland?
- Experiment zu Ankerheuristik von Kahnemann & Tversky Bed. 1: Glücksrad auf 10 drehen lassen Bed. 2: Glücksrad auf 65 drehen lassen Frage: Wie hoch ist der Anteil afrikanischer Länder in der UNO Ergebnis: Bed. 1 : 25%, Bed. 2: 45% Interpretation: Wenn man gar nichts weiß, werden alle Informationen genutzt, die man hat, auch wenn man weiß, dass sie nichts damit zu tun haben.
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- base rate fallacy z.B. Wenn geschätzt werden soll, wie viele, die ein positives Mammografie-Ergebnis haben, tatsächlich Brustkrebs haben (8%), wird es zu hoch eingeschätzt, weil vernachlässigt wird, dass nur 1% Brustkrebs hat. siehe Insensitivität der Basisrate bei Repräsentationsheuristik
- subjectively expected Utility Theory Beim Entscheiden wählt man die Option mit dem subjektiv größtem erwarteten Nutzen. Dabei wird für jede Option die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt mit dem Nutzen, wenn es eintritt, multipliziert und dann verglichen. Z.B. Schirm mitnehmen: Wie wahrscheinlich ist es, dass es regnet? Wie schlimm wäre es, wenn man dann keinen Schirm dabei hat? Wie schlimm wäre es, wenn es nicht regnet und man den Schirm mitschleppen muss?
- Risikoeinstellung bei Nutzen und Verlust Nutzen: Risiko vermeiden Verlust: Neigung zum Risiko