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Psychologie (Fach) / test2 (Lektion)

test2

Diese Lektion wurde von charlyla erstellt.

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  • Der Urvater Sigmund Freud (1856 - 1939) Begründer der Psychoanalyse und der modernen Psychotherapie Geburtsstunde der Psychoanalyse•Veröffentlichung der „Studien über Hysterie“ „Seelenbehandlung“•Behandlung psychischer und psychosomatischer Störungen•Mit Hilfe von Sprache•Im Rahmen einer besonders gestalteten Beziehung
  • Analyse der Psyche Psychoanalyse Freud definierte Psychoanalyse als•Untersuchungsmethode•Wissenschaftliche Disziplin mit neuen Erkenntnissen•Theorie des Unbewussten Beeinflusst
  • Gesellschaft und Psychotherapie (I) Aktuelle Bedingungen Sich verändernde soziale und ökonomische Umstände Gleichzeitig Druck, sich dem Wandel anzupassen und stets leistungs- und funktionsfähig zu sein Große Möglichkeit zu individueller Lebensgestaltung Menschen•Geringer werdende soziale Kompetenz•Werden sich selbst zum Problem Probleme sollen mit Hilfe von Fachleuten gelöst werden•Teilweise mit gesetzlich geregeltem Therapieangebot
  • Gesellschaft und Psychotherapie (II) Aktuelle Bedingungen Stark steigende Zahl psychischer Erkrankungen•zB. Burnout Ökonomische Folgen für Krankenversicherung und Arbeitsmarkt Psychotherapie somit im Spannungsfeld humanitärer und ökonomischer Interessen•Als Institution selbst Teil des krankmachenden Systems•Gefahr, Menschen ans Gegebene anzupassen•Soll gesellschaftliche Gegebenheiten hinterfragen•Bild von Gesundheit und Krankheit überdenken
  • 4 Ansätze Im Folgenden werden 4 Grundmodelle von Psychotherapie dargestellt1.Psychoanalyse2.Kognitiv-Behaviorale Psychotherapie3.Humanistische Psychologie4.Systemische Familientherapie
  • 1. Psychoanalyse (I) Entstehung Entsteht im Zusammenhang mit der Entdeckung der Hypnotischen Behandlung der Hysterie•Franz Anton Mesmer (Ende 18. Jhdt.)•Bernheim, Charcot und Janet (Ende 19. Jhdt.) Beginn der modernen Therapeutik•Breuer (1842 - 1925) und Freud (1856 - 1939): Behandlungskonzept zur Hysterie•Neu: Ursache von psychischen Störungen sind nicht körperliche Erkrankungen sondern psychische Traumatisierungen
  • Psychoanalyse (II) Entstehung Behandlungsmethode•Zunächst existierte nur die Hypnose„eingesperrte“ Energie sollte abgeleitet werden•Weiterentwicklung: Versetzen der PatientIn in tranceartigen ZustandAbgespaltene Erinnerungen sollte ausgesprochen werdenTherapieerfolge waren jedoch unbefriedigend•Schlussendlich entwickelte Freud die „freie Assoziation“Freies Aussprechen von spontanen AssoziationenPersonen sollten im Wachzustand bleiben
  • Psychoanalyse (III) Methode: Freie Assoziation Grundgedanke Wenn traumatische Erfahrungen und Konflikte unbewusst bleiben, wirken sie pathologisch•Sind mit hoher Erregung und Anspannung verbunden Vorgehensweise Langsames Vordringen zu verdrängten Erinnerungen Bewusstmachen dieser Erinnerungen Verarbeitung der Konflikte Anerkennung als Teil der eigenen Persönlichkeit
  • Psychoanalyse (IV) Menschenbild Der Mensch als Konfliktwesen•Einerseits: Beherrscht und motiviert von Trieben•Andererseits: Anforderungen und Normen der Außenwelt•Mensch muss einen Kompromiss finden 3 seelische Instanzen für Konfliktregulation1.Über-Ich: Gewissen, Normen, Gebote und Verbote2.Ich: Denk- und Wahrnehmungsfunktion, Realitätsbezug; reguliert Triebansprüche3.Es: triebhafte Wünsche, verdrängte Erfahrungen
  • Psychoanalyse (V) Therapieziele Bewusstmachen unverarbeiteter Erfahrungen•Wirksame Motive, Wünsche, Ängste und Schuldgefühle sollen herausgearbeitet werden Auseinandersetzungsprozess anstoßen•„Reiferer“ Umgang mit Konflikten soll gefunden werden
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  • Kognitiv-Behaviorale Psychotherapie Entstehung Iwan Pawlow (1849 - 1936)•Studien über Konditionierung und bedingte Reflexe
  • Kognitiv-Behaviorale Psychotherapie (II) Grundgedanken Beobachtbares Verhalten als wissenschaftlicher Weg zu psychischen Phänomenen Psychopathologische Erscheinungen•Sind angelernte dysfunktionale Verhaltensmuster Therapieziel Problematische Verhaltensmuster werden „gelöscht“ Neue, besser angepasste Verhaltensweisen und Bewältigungsstrategien werden trainiert und gelernt
  • 3. Humanistische Psychologie Entstehung Nach dem 2. Weltkrieg durch Carl Rogers Gegenströmung zur Psychoanalyse, Behaviorismus und einer positivistischen akademischen Psychologie Grundgedanken Wurzelt im europäischen Existentialismus und HumanismusBeispiele Gestalttherapie, Gesprächstherapie, Existenzanalyse
  • 4. Systemische Familientherapie Entstehung Geht auf verschiedene Konzepte zurück•Psychoanalyse und Paartherapie•Kommunikationstheorien, Systemtheorie und Kybernetik Grundgedanken In einem „System“ (zB. Familie) gibt es Konflikte Störungen des Einzelnen entstehen durch die Konflikte Ziele Fähigkeiten und Ressourcen sollen erhöht werden Selbstständige Kompetenz zur Problemlösung
  • Weitere Konzepte Entspannungsverfahren -Autogenes Training Körperorientierte Ansätze-Konzentrative Bewegungstherapie, Analytische Körpertherapie Ziele Beobachtung des Körpers führt zur Ursache der psychischen Konflikte (vgl. Psychoanalyse) Durch Übung sollen Körperfunktionen beeinflusst werden
  • Allgemeine Psychotherapie“ Wechselseite Beeinflussung -Die unterschiedlichen Psychotherapiemethoden beeinflussen sich gegenseitig -Integration verschiedener Techniken aus anderen Therapiemethoden Psychotherapie kein geschlossenes System mehr -Interdisziplinäre Einflüsse durch andere Wissen-schaften (zB. Neurophysiologie)
  • Verschiedene Ziele (I) Therapiemethoden unterschieden sich sowohl in den Grundgedanken als auch in den Zielen 1.Psychoanalyse•Konfliktorientiert•Suche nach unbewusster Lebensgeschichte und einhergehenden innerseelischen Problemen•Verarbeitung problematischer Erinnerungen2.Kognitiv-Behaviorale Psychotherapie•Pragmatisch, problem- und ressourcenorientiert•Unerwünschtes Verhalten löschen•Besser angepasstes Verhalten erlernen
  • Verschiedene Ziele (II) Therapiemethoden unterschieden sich sowohl in den Grundgedanken als auch in den Zielen3.Humanistische Therapie•Wachstum der Persönlichkeit fördern•Menschen ganzheitlich verstehen•Schöpferisches Potenzial stärken4.Systemische Familientherapie•Veränderung pathogener und dysfunktionaler (Familien-) Systeme
  • Verschiedene Ziele (III) Therapiemethoden unterschieden sich somit hinsichtlich des Menschenbilds -Konfliktwesen, dass zwischen eigenen Wünschen und kulturellen Verboten oszilliertoder -System von Reiz-Reaktions-Mustern Aber auch in Bezug auf das Krankheitsverständnis -Manifestation eines psycho-sozialen Konfliktsoder -Störung des Serotoninhaushalts
  • Verschiedene Ziele (IV) Krankheitsverständnis Hat Folgen für Therapieansätze•Werden pathogene gesellschaftliche, psychosoziale Bedingungen erforschtoder•wird die pharmakologische Beeinflussbarkeit des Hirnstoffwechsels erforscht