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Rechnungswesen (Fach) / Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (Lektion)

Sie sind eine Erweiterung der GoB Sie umfassen regeln, die den Jahresabschluss betreffen und den Bilanzansatz oder die Bewertung von Vermögensteilen und Schulden beinhalten.

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  • Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Sie sind eine Erweiterung der GoB Sie umfassen regeln, die den Jahresabschluss betreffen und den Bilanzansatz oder die Bewertung von Vermögensteilen und Schulden beinhalten.
  • Grundsatz der Maßgeblichkeit alle buchführungspflichtigen Unternehmen haben den steuerlichen Gewinn nach handelsrechtlichen Vorschriften zu ermitteln.
  • Grundsatz der Unternehmensfortführung bei der Ermittlung der Wertansätze für die Schussbilanz zum Geschäftsjahr wird davon ausgegangen, dass der geschäftsbetrieb in einem überschaubaren Zeitraum fortgeführt wird. Going-Concern-Prinzip
  • Grundsatz der Einzelbewertung Bilanzposten eines Unternehmens sind einzeln zu bewerten und nicht miteinander zu verrechnen. eine bilanzmäßige Überbewertung darf nicht mit einer Unterbewertung ausgeglichen werden. der Gesetzgeber lässt - zur Vereinfachung- einige Ausnahmen zur Einzelbewertung zu: dies betrifft Gruppenbewertung / Festbewertung / Pauschalwertberichtigung bei Forderungen / Pauschalrückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten.
  • Grundsatz der Stichtagsbezogenheit für die Bewertung der Vermögensteile und der Schulden sind die konkreten Verhältnisse am Bilanzstichtag  maßgebend.
  • Grundsatz der vorsichtigen Bewertung alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, müssen in die Bewertung der Vermögensteile und der Schulden miteinfließen.
  • Niederstwertprinzip bei zwei oder mehr zur Verfügung stehenden Wertansätzen, für Vermögensgegenstände ist stets der niedrigste Wert anzusetzen strenges Niederstwertprinzip = niedrigster Wert muss angegeben werden gemildertes Niederstwertprinzip = niedrigster Wert kann angesetzt werden so wird verhindert, dass das Vermögen eines Unternehmens zu hoch ausgewiesen wird.
  • Imparitätsprinzip fordert eine ungleiche Behandlung für nicht realisierte Verluste im Vergleich zu nicht realisierten Gewinnen. Einfach gesagt: Schulden werden immer so hoch wie möglich bewertet, Vermögen hingegen so gering wie möglich.
  • Realisationsprinzip Gewinne dürfen nur dann ausgewiesen werden, wenn sie tatsächlich realisiert wurden. Ein Gewinn gilt dann als realisiert, wenn die volle Leistung erbracht wurde.
  • Grundsatz der Periodenabgrenzung Aufwendungen und Erträge müssen in dem Geschäftsjahr gebucht werden, indem sie entstanden sind. Egal wann die zugehörige Ein-bzw. auszahlung erfolgt.
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  • Grundsatz der Bewertungsstetigkeit alle Bewertungsverfahren und -grundsätze, die im vorigen Jahr angewendet wurden, müssen auch beim nächsten Jahresabschluss angewendet werden.
  • was sind die Standard- Bewertungsmaßstäbe? Anschaffungs - und Herstellungskosten
  • Anschaffungskosten = die Aufwendungen die geleistet werden müssen, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können. Kaufpreis+ Anschaffungsnebenkosten (= Kosten zur Herstellung der Betriebsbereitschaft, z. B. die Installation einer Maschine)- Anschaffungsminderungen (= Skonti und Rabatte seitens des Lieferers)= Anschaffungskosten
  • Herstellungskosten Die Herstellungskosten fallen bei der Herstellung bzw. Produktion eines Gutes an. Sie setzen sich zusammen aus:  + Materialeinzelkosten (Roh- Hilfs- Betriebsstoffe) (MEK)+ Materialgemeinkosten (MGK)+ Fertigungskosten (FEK)+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)+ Fremde Lohnarbeit (FrLA) = aktivierungspflichtige Herstellkosten + Verwaltungsgemeinkosten = aktivierungsfähige Herstellkosten
  • Adressaten der Finanzbuchhaltung: Interne Adressaten: der Unternehmer selbst am Unternehmen beteiligte Kapitalgeber Arbeitnehmer und ihre Vertretungen Externe Adressaten: Gläubiger Finanzamt Öffentlichkeit
  • Bereiche der Finanzbuchhaltung Ermittlung der Bestände (Dokumentation aktueller Schulden-&Vermögensbestände zu einem best. Stichtag) Ermittlung der bestandsveränderungen (Zu- od. Abnahme d. eig. Vermögens, der Außenbestände) Ermittlung des Erfolgs (nach gegenüberstellung von Aufwendungen und Ertrag kann pos. od. neg. Erfolg erwirtschaftet wurde) Ermittlung der Selbstkosten (Aufschlüsselung der Kosten für die einz. betriebl. Leistungen)
  • Was ist der Jahresabschluss Ein Jahresabschluss wird immer zum Abschluss eines Geschäftsjahres erstellt und soll zeigen, wie das Unternehmen im letzten Jahr gewirtschaftet hat.  Hauptbestandteile sind die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung.
  • Welchem Zweck dient der Jahresabschluss? der Rechenschaftslegung und Information  Periodenbezogene Erfolgsermittlung (Gewinn, Verlust) Ermittlung der Steuern
  • Was ist die Bilanz? Die Bilanz ist eine stichtagsbezogene wertmäßige Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital eines Unternehmens in Kontenform.
  • Was sind Bestandskonten? Bestandskonten sind Konten, die in der doppelten Buchführung aus der Bilanz eines Unternehmens abgeleitet werden. Jedem Posten wird ein eigenes Bestandskonto zugewiesen.
  • Wie unterscheiden sich Bestandskonten von Erfolgskonten? Ihre Salden werden fortgeführt. Sie weisen zu Beginn des Geschäftsjahres einen Anfangsbestand auf, der aus der Bilanz übernommen wird.
  • Was sind Erfolgskonten? Erfolgskonten werden jedes Jahr mit dem Saldo Null eröffnet und am Jahresende über die Gewinn- und Verlustrechnung abgeschlossen. Ihre Endsalden fließen in die Bilanzposition Eigenkapital ein. Sie sind Unterkonten des Eigenkapitals
  • Nenne die 2 Arten der Bestandskonten Aktive Bestandskonten (erfassen die Vermögenswerte, werden aus den Positionen der Aktiv-Seite der Bilanz gebildet. Anfangbestände und Zugänge auf die Sollseite, Abgänge und Saldo auf die Habenseite) Passive Bestandskonten (nehmen das Kapital , also die Positionen der Passiv-Seite der Bilanz auf. Sie weisen die Verbindlichkeiten gegenüber Eigentümern und Fremdkapitalgebern aus. Anfangsbestand und Zugänge ins Haben, Abgänge ins Soll.)
  • Nenne 2 typen von Erfolgskonten: Aufwandskonten:                                                                                               Aufwendungen eines Unternehmens werden erfasst, z.B. Löhne, Gehälter, Abschreibungen. Aufwendungen werden immer auf der Soll-Seite eines Kontos gebucht, da sie das EK mindern. Ertragskonten:                                                                                                                     Alle Erträge , die ein Unternehmen erzielt, werden dort gebucht. Leistungserbringung, Zins- oder Mieteinnahmen. Erträge werden immer auf der Haben-Seite gebucht, das Sie das EK erhöhen.
  • Was ist der entscheidende Unterscheid zwischen Bestandskonten und Erfolgskonten? Der entscheidende Unterscheid ist: Bestände der Bestandskonten werden am Ende des Geschäftsjahres in die Bilanz übertragen. Bestände der Erfolgskonten werden in die Gewinn- und Verlustrechnung übertragen.
  • Was ist die Gewinn- und Verlustrechnung? ein wesentlicher Teil des Jahresabschlusses. Sie stellt Erträge und Aufwendungen eines Geschäftsjahres dar und weist dadurch die Art, Höhe und die Quellen des unternehmerischen Erfolges aus. Erfolg wird durch eine Zeitraumrechnung ermittelt.