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Schulpädagogik (Fach) / Vorlesung 17 (Lektion)
- Kritik an klassischen Bildungstheorien Übersteigerung der Erwartungen Überbietung der Ansprüche utopische Entwürfe Missverhältnis
- Was sind Bildungsstandards? Nationale Bildungsstandards formulieren Anforderungen an das Lehren und Lernen in der Schule. Sie benennen Ziele für die pädagogische Arbeit, ausgedrückt als erwünschte Lernergebnisse der SuS. Damit konkretisieren Standards den Bildungsauftrag, den allgemein bildende Schulen zu erfüllen haben. Orientierung an Bildungszielen Fachbezogene Standards Kompetenzbereiche und -unterbereiche Aufgabenstellung/Verfahren
- Funktion von Bildungsstandards Pädagogisch/ didaktischer Aspekt (Unterricht) gibt eine Orientierung für die Bildungsstandards, die dadurch eine Rückmeldung geben. Auf der anderen Seite gibt es gesellschaftliche/politische Aspekte, die die Bildungsstandards steuern. Diese geben wiederum eine Legitimation an die Aspekte.
- Bundesweit geltende Bildungsstandards (Beispiel) Grundschule 4. Klasse: Deutsch und Mathe Hauptschule 9 Klasse: Deutsch, Mathe, erste Fremdsprache Mittlerer Schulabschluss 10 Klasse: Deutsch, Mathe, erste Fremdsprache, Biologie, Chemie und Physik Allgemeine Hochschulreife: Deutsch, Mathe, fortführende Fremdsprache
- Anstelle "Bildung" "Kompetenzen" Bildungsstandards konkretisieren die Ziele in Form von Kompetenzanforderungen. Sie legen fest, über welche Kompetenzen SuS verfügen müssen, wenn wichtige Ziele der Schule als erreicht gelten sollen. Kompetenz ist die persönlich erreichte und automatisierte Fähigkeit, in bestimmten Wissensdomänen und nach Abschluss vieler verschiedener Lernsequenzen in begrenzter Generalisierung auf neue Anforderungen hin Probleme lösen zu können.
- Merkmale guter Bildungsstandards Fachlichkeit Fokussierung Kumulativität Verbindlichkeit Differenzierung Verständlichkeit Realisierbarkeit
- Die Eigenart von Bildung/ Kritik an Bildungsstandards Standards ist ein Problemausdruck: Bildung ist ein Prozess, der sich im einzelnen Menschen vollzieht. Sich-Bilden besitzt ein subjetiv-kreatives Moment Bildung: Bildung - als sinnhaftes subjektives Aneignen von Welt und gestalterisches Rückwirken auf sie - und Objetivierung - die intersubjetiv nachprüfbare Vergegenständlichung von Lernprozessen und -ergebnissen - stehen in staker Spannung zueinander. Kritik an Bildungsstandards: Die Reduktionismusthese: Bildung würde reduziert auf das, was gemessen werden kann. Die These "teaching to the test": Unterrichtsinhalte würden begrenzt auf Bildungsstandards Die These der übertriebenen Fachlichkeit: Bildung würde durch Fachgrenzen unzulässlicherweise beschränkt
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