15
IHK Prüfung (Fach) / E. Bürowirtschaft - Personalwesen (Lektion)
Anzeige
- Frage 1: Was ist unter Personalentwicklung zu verstehen? Personalentwicklung umfasst alle Maßnahmen der Bildung, der Förderung und der Organisationsentwicklung, die vom Betrieb geplant oder vorgenommen werden. Es ist Teil der Personalwirtschaft.
- Frage 2: Wie wird dieser Führungsstil genannt? Situation: Der Abteilungsleiter Hubert Müller liebt den Befehlston. Er duldet keine Fragen oder Widerspruch und erwartet Gehorsam. Autoritärer Führungsstil
- Frage 3: Nennen Sie Vorteile und Nachteile dieses Führungsstiles. Situation: Der Abteilungsleiter Hubert Müller liebt den Befehlston( ton poruncitor). Er duldet keine Fragen oder Widerspruch und erwartet Gehorsam. Vorteile - Schnelle Entscheidung - Schnelle Ausführung Nachteile - Mitarbeiter werden demotiviert. - Entscheidungsfehler werden gefördert. - Entscheidungen werden nicht getroffen, wenn der Vorgesetzte( superiorul) nicht da ist (die Abteilung ist kopflos).
- Frage 4: Erklären Sie die Begriffe „quantitative Personalplanung“ und „qualitative Personalplanung“. Situation: Das Kaufhaus Mikowutz will in 6 Monaten eine neue Zweigstelle, ca. 4 km vom Hauptgeschäft eröffnen. In dieser Zweigstelle sollen Artikel einer bestimmten Marke verkauft werden. Quantitative Personalplanung: Die Anzahl der Mitarbeiter/innen wird geplant. Qualitative Personalplanung: Die Qualifikation, Anforderungen der Mitarbeiter/innen sowie der Einsatzort und Einsatzzeitpunkt werden geplant.
- Frage 5: Die Personalbeschaffung kann grundsätzlich auf 2 Arten geschehen. Nennen Sie diese. Situation: Das Kaufhaus Mikowutz will in 6 Monaten eine neue Zweigstelle, ca. 4 km vom Hauptgeschäft eröffnen. In dieser Zweigstelle sollen Artikel einer bestimmten Marke verkauft werden. Interne Personalbeschaffung und Externe Personalbeschaffung
- Frage 6: Welche Vorteile hat die „externe Personalbeschaffung“? Situation: Das Kaufhaus Mikowutz will in 6 Monaten eine neue Zweigstelle, ca. 4 km vom Hauptgeschäft eröffnen. In dieser Zweigstelle sollen Artikel einer bestimmten Marke verkauft werden. Größere Auswahlmöglichkeit Keine internen Konflikte um die Stelle Neue Ideen und Impulse werden in das Unternehmen gebracht. Keine Personallücke durch den Wechsel in eine andere Abteilung
- Frage 7: Nennen Sie 5 Möglichkeiten, wie das Kaufhaus Mikowutz zu Bewerbungen für die neue Zweigstelle kommen kann. Situation: Das Kaufhaus Mikowutz will in 6 Monaten eine neue Zweigstelle, ca. 4 km vom Hauptgeschäft eröffnen. In dieser Zweigstelle sollen Artikel einer bestimmten Marke verkauft werden. Schalten einer Stellenanzeige in der regionalen / überregionalen Zeitung. Kontaktaufnahme mit dem Arbeitsamt. Ausschreibung der Stellen im Internet (auch auf der eigenen Homepage). Ansprache über die eigenen Mitarbeiter (evtl. Belohnung für eine erfolgreiche Vermittlung einer neuen Fachkraft). Stellengesuche anschreiben (auch über die Bewerberdatenbank der Agentur für Arbeit). Stellengebote über das Radio in der Region veröffentlichen.
- Frage 8: Der Personalchef überlegt eine Zusammenarbeit mit der Personalleasingfirma Müller Personal GmbH. Wären die Verkaufsmitarbeiter dann bei dem Kaufhaus Mikowutz angestellt oder bei der Müller Personal GmbH? Situation: Das Kaufhaus Mikowutz will in 6 Monaten eine neue Zweigstelle, ca. 4 km vom Hauptgeschäft eröffnen. In dieser Zweigstelle sollen Artikel einer bestimmten Marke verkauft werden. Die Mitarbeiter sind bei der Firma „Müller Personal GmbH“ angestellt und werden über einen Arbeitnehmerüberlassungsvertrag an das Kaufhaus Mikowutz verliehen.
- Frage 9: Erklären Sie folgende Begriffe: - Berufliche Erstausbildung - Umschulung - Aufstiegsweiterbildung Berufliche Erstausbildung: Erstausbildung nach der Schule, meist im „Dualen System“. Umschulung: Maßnahmen, die zu einer neuen beruflichen Qualifikation führen sollen. Aufstiegsweiterbildung : Weiterbildung zum Erwerb höherer beruflicher Qualifikationen als Grundlage für einen beruflichen Aufstieg.
- Frage 10: Die Mitarbeiterin verlangt ein qualifiziertes Zeugnis. Welche Bestandteile müssen zusätzlich zu einem einfachen Zeugnis vorhanden sein? Situation: Sie sind Mitarbeiter in der Personalabteilung eines Einzelhändlers. Eine Mitarbeiterin aus der Textilabteilung, Frau Müller, hat zum Ende des Quartals gekündigt. Ein qualifiziertes Zeugnis enthält darüber hinaus Angaben über Leistung und Führung des Arbeitnehmers.
- Anzeige
- Frage 11: Welche Unterlagen müssen Frau Müller am Ende der Beschäftigung ausgehändigt werden? Situation: Sie sind Mitarbeiter in der Personalabteilung eines Einzelhändlers. Eine Mitarbeiterin aus der Textilabteilung, Frau Müller, hat zum Ende des Quartals gekündigt. Sozialversicherungsnachweisheft Nachweis über Bezüge und darauf abgeführte Beiträge zu den Sozialversicherungen Lohnsteuerkarte Urlaubsbescheinigung über den erhaltenen Urlaub Arbeitszeugnis Arbeitsbescheinigung für die Agentur für Arbeit (auf Verlangen)
- Frage 12: Ist die Kündigung rechtskräftig, wenn Frau Müller den Betriebsrat nicht informiert hat? Situation: Sie sind Mitarbeiter in der Personalabteilung eines Einzelhändlers. Eine Mitarbeiterin aus der Textilabteilung, Frau Müller, hat zum Ende des Quartals gekündigt. Ja, weil der Arbeitnehmer gekündigt hat.Der Betriebsrat wäre bei Kündigung durch den Arbeitgeber einzuschalten.
- Frage 13: Der Personalbedarf eines Unternehmens kann schwanken. Nennen Sie 5 mögliche Gründe dafür. Änderung im Sortiment Schwankungen in der Wirtschaft (z. B. Rezession) Änderung der Bedienform Messen Saisonzeiten (z. B. in Ferienregionen) Erweiterung des Unternehmens
- Frage 14: Für einen Arbeitnehmer ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag die „Treuepflicht“. Was ist damit gemeint? Der Arbeitnehmer muss sich nach besten Kräften für die Interessen des Betriebes einsetzen. Zu den Treuepflichten gehören z. B.: Wahrung von Betriebsgeheimnissen Verbot der Annahme von Schmiergeldern Rufschädigung ist zu unterlassen.
- Frage 15: Ein Unternehmen hat einem Mitarbeiter gekündigt, ohne den Betriebsrat zu hören. Ist die Kündigung rechtmäßig? Begründen Sie Ihre Aussage. Nein, die Kündigung ist nicht rechtmäßig. Nach dem Betriebsverfassungsgesetz (§ 102 BetrVG) ist der Betriebsrat vor jeder Kündigung zuhören.Eine Kündigung ohne Anhörung des Betriebsrates ist unwirksam!