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Schulpädagogik (Fach) / Vorlesung 7 (Lektion)
- Geschlecht als gesellschaftlich etablierte Differenz (Sturm 2006) männlich und weiblich wird unterschieden das ändert sich von Kultur zu Kultur doch alle Kulturen haben eine Differenz
- Auffallende Unterschiede: Schulfächer, Lesen im Schwerpunkt, physische Gewalt Schulfächer: Mädchen schneiden bei Naturwissenschaftlichen Fächer sowie Mathematik deutlich schlechter ab als Jungs. Dabegen sind sie den Jungs im Lesen vorraus. Lesen: 45% der Jungs lesen nicht gern. Bei den Mädchen sind es nur 23% 25% der Jungs sehen Lesen als ein Hobby und 48% der Mädchen. Physische Gewalt: alle paar Monate habe ich mich geprügelt ( 15% Mädchen; 47% Jungs) alle paar Monate habe ich Schuleigentum beschädigt (12% Mädchen; 24% Jungs)
- Biologische Begründung von Geschlechtsunterschieden (Bischof-Köhler) Geschlecht sorgt für eine naturgegebene Polarisation Schlüsselbegriffe biologischer Argumentation: Variation Adaption Selektion Evolution Unterschiedlich hohe "parentale Investition" bei der Fortpflanzung Quantitative Fortpflanzungsstrategien bei männlichen Wesen (Ziel: Viele Nachkommen zeugen) Qualitative Fortpflanzungsstrategien bei weiblichen Wesen (Ziel: Gute Nachkommen zeugen, sind 9 Monate "belegt") Weibchen: Fürsorge Männchen: Konkurrenzdruck und Aggressivität, Risikobereitschaft, Misserfolgstoleranz
- Doing Gender - Geschlecht als Sozialisationsergebnis (Kreienbaum 2006) Unterscheidung zwischen "sex" und "gender" Ansatz: Individuum hat kein Geschlecht es erwirbt die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht dies wird dann immer wieder getan →Was man selbst herstellt, kann man auch verändern.
- Lerntheoretischer Ansatz - Geschlecht (Tillmann 2006) Lernen durch operates Konditionieren (Lernen durch Verstärkung) einzelne geschlechtstypische Verhaltensweisen werden belohnt (Puppen vs. Autos) Modelllernen Nachahmung gleichgeschlechtlicher Vorbilder Übernahme von Gesten, Verhaltensweisen und Einstellungen
- Kognitionspsychologische Ansätze - Geschlecht (Tillmann 2006) Kognitivismus: Betonung der Denkprozesse und inneren Strukturen des Kindes Erwerb von geschlechtlichen Stereotypen Selbstkategorisierung als Mädchen oder Junge Auf- oder Abwertung gescchlechtsspezifischer Verhaltensweisen und Eigenschaften
- (Einzel-) Resultate qualitativer Untersuchungen (Sturm 2016) Abwertung des "stillen" Jungen Disziplinierung von Jungen Technik: Jungen interessiert, Mädchen zurückhaltend Selbstverständnis: mit Physik werden nicht alle Schülerinnen erreicht Darstellung von Mathe als männliche Domäne Annahme von unterschiedlicher Wissensaneignung Mädchen für Wiederholungsaufgaben, Jungen für Erarbeitung neuer Inhalte
- Geschlechterbewusster Unterricht: Do´s und Don´ts Don´ts: Thematisierung des Geschlechterverhältnisses (Was sagst du als Junge dazu?) Kompensatorische und exklusive Angebote (Physik für Mädchen Do`s: Reflexion eigener Kategorisierungen Analyse der Unterrichtsinhalte Beobachten und Forschen Individualisieren und Öffnen →Das Geschlecht darf unberücksichtigt bleiben im Unterricht (Entdramatisierung), dennoch muss es regelmäßig überprüft werden, damit keine Schieflage entsteht
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