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Medizinische Psychologie (Fach) / Thermoregulation (Lektion)
Fragenkatalog SS15
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- Homiothermie... A bezeichnet die Regulation der Körperkerntemperatur durch die Umgebungstemperatur. B bezeichnet die Regulation der Körperkerntemperatur in sehr engen Grenzen. C bezeichnet die Regulation der Körperkerntemperatur im Bereich der Indifferenztempe- ratur. D bezeichnet die Regulation der Körperkerntemperatur bei Amphibien, Fischen und In- sekten E bezeichnet die Regulation der Körperkerntemperatur bei 1 clo B
- Welche Aussage zur Thermoregulation trifft beim Erwachsenen typischerweise zu? A Der Wärmetransport zwischen Körperkern und Körperperipherie nur konduktiv durch Diffusion. B Bei Indifferenztemperatur (thermische Neutralzone) erfolgt die Wärmeabgabe über- wiegend durch Schwitzen. C 60% der Wärme werden in Ruhe über Strahlung abgegeben. D Die größte Anteil der Wärme in Ruhe wird durch Konvektion und Evaporation abge- geben. E Die Körperschale hat in Ruhe annährend die gleiche Temperatur wie der Körperkern. C
- Welcher der folgenden Mechanismen ist nicht direkt an der Wärmeabgabe des Körpers beteiligt? A Konduktion (=Wärmeleitung), B Konvektion mit dem Umgebungsmedium (Luft, Wasser), C Wärmetransport mit dem Blut (Hautdurchblutung), D Evaporation (V erdunstung) über Haut und Atemwege, E Strahlung. C
- Welche der folgenden Aussagen zur Wärmeabgabe ist nicht richtig? A Wärmeabgabe über Wärmeleitung (Konduktion) erfordert einen Temperaturgradien- ten B Wärmeabgabe über Verdunstung (Evaporation) erfordert einen Temperaturgradienten C Wärmeabgabe über Strahlung (Radiation) erfordert einen Temperaturgradienten D Bei einer Umgebungstemperatur von 35°C überwiegt die Wärmeabgabe über V erdunstung E Wärmeabgabe über Konvektion erfolgt durch die Bewegung von Teilchen in Flüssigkeiten oder Gasen. B
- Was ist falsch? Die Temperaturregulation... A wird durch die Öffnung und Schließung von ateriovenösen Anastomosen beeinflusst. B wird durch die Hypophyse zentral gesteuert. C wird durch das Gegenstromprinzip unterstützt. D kann durch künstliche Konvektion verändert werden. E dient zur Aufrechterhaltung der Körperkerntemperatur eines homiothermen Organis- mus. B
- Was ist falsch? Die Temperaturregulation... A hat ihr Zentrum im präoptischen Teil des Hypothalamus. B wird nur unwesentlich durch die Verdunstung über die Atemwege beeinflusst. C ermöglicht eine Veränderung der Isothermen der Körperkerntemperatur. D wird über Temperatursensoren im peripheren und zentralen Nervensystem gesteuert. E Antwort C und D sind falsch. C
- Was ist falsch? Bei hoher Luftfeuchtigkeit, hoher Umgebungstemperatur (28 °C) und Wind- stille... A kann Wärme über Strahlung abgegeben werden. B ist die konvektive Wärmeabgabe herabgesetzt. C ist die Wärmeabgabe über die Evaporation herabgesetzt. D wird die Schwitzschwelle heraufgesetzt. E wird Schweiß sezerniert. D
- Welche der folgenden Umgebungsbedingungen sind für eine Wärmeabgabe ideal? A 80% Luftfeuchtigkeit, 20 °C. B 50% Luftfeuchtigkeit, 20 °C. C 80% Luftfeuchtigkeit, 30 °C. D 50% Luftfeuchtigkeit, 30 °C. E Antwort A und B B
- Welche der folgenden Aussagen zur Thermoregulation ist nicht richtig? A Im Hypothalamus existieren mehr wärmesensitive als kältesensitive Neuronen. B Das subkutane Fettgewebe verbessert den konduktiven Wärmetransport. C Das Oberflächen-V olumen-V erhältnis von Kindern begünstigt die Wärmeabgabe. D Bei erhöhtem viszeralem Fettanteil kann die Wärmabgabe verstärkt über die Akren erfolgen. E In der Haut dominiert die α1- adrenerge Vasokonstriktion durch den Sympathikus. B
- Welche der folgenden Aussagen zur Thermorezeption ist nicht richtig? A Die Haut enthält zwei Arten von Thermosensoren: Kaltsensoren und Warmsensoren. B Bei einer Hauttemperatur von etwa 35 °C zeigen die Kaltsensoren und Warmsensoren der Haut keine Aktivität (Aktionspotentialfrequenz unter 0.01/s). C Der Temperaturbereich in dem es nicht zu andauernden Warm- oder Kalt- empfindungen kommt wird als Indifferenztemperatur bezeichnet. D Die Entladungsrate der Warmsensoren nimmt bei sehr hohen Hauttemperaturen wie- der ab. E Auf der Körperoberfläche existieren mehr kältesensitive als wärmesensitive Thermo- rezeptoren. B
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- Die glanduläre Schweißsekretion wird durch folgenden Neurotransmitter gesteuert: A Noradrenalin. B Adrenalin. C Acetylcholin. D Serotonin. E Dopamin. C
- Was ist falsch? Die glanduläre Schweißabgabe... A ist sympathisch vermittelt. B wird durch Acetylcholin gesteuert. C erfolgt durch nikotinerge und adrenerge Rezeptoren. D steigert sich bei hohen Umgebungstemperaturen. E verbessert maßgeblich die Wärmeabgabe. C
- Welcher Mediator bewirkt eine Vasodilatation? A Prostaglandin F2α B Angiotensin II C Bradykinin D Thromboxan (TXA2) E Noradrenalin über α1-Rezeptoren C
- Welche der folgenden Veränderungen bewirkt eine Entkopplung der Atmungskette? A Steigerung des anaeroben Stoffwechsels B Abnahme der ATP-Synthese C Blockade des Elektronentransports in der Atmungskette D Hemmung der Thermogenese E Abnahme des Sauerstoffverbrauchs B
- Die Körperkerntemperatur... A kann bei schwerer körperlicher Dauerleistung stark ansteigen. B dient als Sollwert für die Einstellung der Körperschalentemperatur. C hat eine zirkadiane Schwankung mit dem Maximum am frühen Vormittag. D fällt im Bereich der thermischen Neutralzone mit der Körperschalentemperatur zu- sammen. E kann exakt bestimmt werden, indem zur Axillartemperatur 1,5 °C addiert werden. A
- Ein (nur gering aktiver) Proband hält seine Körpertemperatur konstant, indem er etwa 120 W Wärme an die Umgebung abgibt. Da die Umgebungstemperatur etwa so hoch wie seine Haut- temperatur ist, gibt er diese Wärme nahezu ausschließlich durch Evaporation von Wasser ab, wobei die Verdunstungswärme von Wasser etwa 2,4 kJ/g beträgt. Etwa wie viel Wasser wird allein hierdurch dem Körper pro Stunde entzogen? A 120 mL B 180 mL C 240 mL D 360 mL E 1,2 L B
- Ein 30-jähriger Nordeuropäer hält sich für einen längeren Zeitraum in einer heißen Gegend auf, sodass es bei ihm zur Wärmeakklimatisation kommt. Welche der folgenden Verände- rungen passt als ein typischer Mechanismus der Wärmeakklimatisation hierzu am besten? A Abnahme der Elektrolytkonzentration im Schweiß B Abnahme der NaCl-Resorption aus dem Lumen der Schweißdrüsengänge C Abnahme der Proteinmenge im Blutplasma D Abnahme des Blutplasmavolumens E Zunahme der Thermogenese im braunen Fettgewebe A
- Wie kann der Entwicklung einer Hyperthermie entgegengewirkt werden? A durch die Senkung der Schweißproduktion B durch die Senkung des strahlungsbedingten Wärmeverlustes C durch das Benetzen der Haut mit Wasser D durch die Erhöhung der strahlungsbedingten Wärmezufuhr E durch die Verringerung der Schalentemperatur. C
- Wie versucht der Körper einen Anstieg der Körperkerntemperatur infolge anhaltender körper- licher Anstrengung zu kompensieren? A durch eine Steigerung der Atemfrequenz B durch einen Hitzschlag C durch die Bildung exokriner Sekrete (Schweiß) durch Vasodilatation von Blutgefäßen in der Haut (konvektive Wärmeabgabe) D durch eine Entkopplung der Atmungskette E durch Akklimatisierung C
- Im Rahmen der Temperaturregulation im menschlichen Körper repräsentiert Schüttelfrost... A den V ersuch der Kühlung durch die V erdunstung von Schweiß. B eine Reaktion auf die Detektion einer übermäßig hohen Umgebungstemperatur. C den Versuch, die Wärmeproduktion im Körper zu erhöhen. D einen Zustand mit einer verstärkten peripheren Vasodilatation. E den Versuch, die Wärmeabgabe durch natürliche Konvektion zu erhöhen. C
- Welche Aussage über Schweißproduktion und Evaporation (Verdunstung) trifft zu? A Auch bei geringer Luftfeuchtigkeit ist keine evaporative Wärmeabgabe möglich, wenn die Umgebungstemperatur höher als die Hauttemperatur ist. B Bei Indifferenztemperatur (thermische Neutralzone) erfolgt die Wärmeabgabe über- wiegend durch Schwitzen. C Die NaCl-Konzentration ist im Schweiß (ohne Verdunstung) höher als im Blutplasma. D Hemmstoffe muscarinerger Acetylcholin-Rezeptoren (z.B. Atropin) hemmen die Schweißproduktion. E Schweißdrüsen werden hauptsächlich durch parasympathische Nervenfasern aktiviert. D
- Ein Proband sitzt in einem Raum, der von einer Temperatur der thermischen Neutralzone (In- differenztemperatur) auf Saunatemperatur aufgeheizt wird. Hierdurch resultiert beim Proban- den am wahrscheinlichsten: A Abnahme des Gesamtsauerstoffverbrauchs B Abnahme des Herzzeitvolumens C α-adrenerge Aktivierung der Hautgefäßmuskulatur D β-adrenerge Aktivierung des braunen Fettgewebes E sympathische cholinerge Aktivierung der Schweißdrüsen E
- Welche Aussage über die Temperaturregulation von Neugeborenen trifft typischerweise zu? A Bei Neugeborenen fehlen autonome thermoregulatorische Reaktionen. B Der Bereich der Umgebungstemperatur, in der Neugeborene ihre Körpertemperatur konstant halten können, ist größer als bei Erwachsenen. C Neugeborenen fehlt die Fähigkeit, über entkoppelnde Proteine (z.B. Thermogenin) vermehrt Wärme zu bilden. D Regulative Thermogenese erfolgt bei Neugeborenen primär durch Kältezittern. E Regulative Thermogenese erfolgt bei Neugeborenen vor allem im braunen Fett- gewebe. E