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Öffentliche Meinung (Fach) / Wahlumfragen (Lektion)
- Welche Effekte gibt es bei Wahlumfragen? - Bandwagon Effect ( Unentschlossene schließen sich Umfragegewinner an) -Underdog Effect( Unentschlossene schließen sich Umfrageverlierer an) - Mobilisierung ( Anhänger des Verlierers werden für Wahlkampf mobilisiert um doch noch zu gewinen) - Demobilisierung ( Anhänger des Verlierers werden demobilisiert für den Wahlkampf) - "Fallbeil-Effekt"( wenn Partei unter 5% Hürde sucht man sich andere damit Stimme nichtverloren geht) => keiner wirklich nachgewiesen -> vllt geht der Einfluss über poltische Berichterstattung?
- indirekte Wirkung von Wahlumfragen 1. Die Aussagen der Umfrageinstitute wurden von den Journalisten der führenden Nachrichtenmedien anscheinend wahrgenommen und unmittelbar in der Berichterstattung verarbeitet 2. Die Beurteilung der Parteien in der Berichterstattung veränderte sich den veröffentlichten Wahlumfragen entsprechend, mit einigen Tagen Verzögerung 3. Dis gilt nicht zuletzt auch für Ausssagen zur Beurteilung der inhaltlichen politischen Positionen der Parteien 4. Damit deuten die Ergebnisse der Studie darauf hin, daß sich Journalisten bei ihrer Beurteilung der Parteien und ihrer Positionen bewußt oder unbewußt auch von Wahlumfragen leiten lassen
- menschliche Fähigkeiten Umfragen zu interpretieren: Apfelweinexperiment -> Menschen hören eher auf Fallbeispiele von anderen Menschen als auf Umfrageergebnissen
- Kennzeichen von repräsentativer Demokratie Macht geht zwar vom Volke aus… Das Volk… trifft aber nicht selbst Entscheidungen: wählt Vertreter, die Parlament und Regierung bilden delegiert Souveränität auf Frist und Widerruf an Legislative und Exekutive Ideal: generelles Vertrauen auf Zeit – dann Gewissens- und Erkenntnisentscheidung unabhängig von labiler Volksmeinung Ratio: praktisch: umständlich, bei allen Tagesentscheidungen der Politik das Volk entscheiden zu lassen politisch-theoretisch: unabhängig von schwankendem Wählerwillen und unabhängig von Kompetenz des Volkes Regierung dem Wohle des Volkes („opinion publique”), nicht der „opinion des tous“(Rousseau) verpflichtet
- Was ist Responsivität? -Empfänglichkeit, Anregbarkeit, Reaktionsbereitschaft und Reaktionsfähigkeit eines politischen Systems -Zentralbegriff zur Kennzeichnung der Ambivalenz zwischen Prinzipien von Repräsentation und Demokratie
- Modelle Responsivität ( Hanna Pitkin) 1. Responsivitäts-Komponente: Regierung handelt im Interesse der Repräsentierten = responsiv Setzt Ansprüche der Bürger um: Regelmäßige Wahlen --> zwingen Politiker sich responsiv zu verhalten (Wiederwahl) 2. Führungskomponente: Wähler u. Gewählte können unabhängig voneinander handeln, d.h. Abgeordnete können sich bspw. gegen den Willen ihrer Wähler verhalten, wenn sie meinen, dass dies für die Wähler besser ist
- Warum ist Resposivität notwendig? Fehlende Responsivität auf Ansprüche der Bürger durch etablierte Parteien Folge: Gründung neuer Parteien (Bsp.: Grüne in 80ern, Schill-Partei Hamburg in 90ern, Piraten, AfD) Parteienkonkurrenz = Zwang zu responsivem Verhalten Nur auf diese Weise spiegelt das Parteienspektrum auch auf Dauer die gesellschaftlichen Veränderungen wider.
- Funktionen Parteien 1. Einfluss auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung 2. Mitwirkung an der politischen Bildung 3. Förderung der politischen Beteiligung der Bürger 4. Heranbildung von politischem Führungspersonal 5. Rekrutierung von Kandidaten 6. Einflussnahme in Parlament und Regierung 7. Eingabe politischer Zielvorstellungen in die staatliche „Willensbildung“ 8. Sorgen für die ständig lebende Verbindung zwischen Volk und Staatsorganen
- Abgeordnetenbefragung 2003 Stimmung: Schwierigkeiten Wählerinteressen zu repräsentieren, Artikulation gesells. Wichtiger Bedürfnisse/Interessen, Vermittlung zw. vers. Interessen in Gesellschaft Aufgaben als Mitglied des Bundestags: Sich um Probleme kümmern, die von einzelnen Wähler angesprochen werden + Interesse Ihres eigenen Wahlkreises vertreten Responsivität: Parteinmeinung bei unters. Meinung wählen: Eher für Partei- oder eigene Meinung abstimmen Bevölkerungsmeinung: Veränderung: Politiker nach seinen Überzeugungen handeln, früher: nach Mehrheit
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