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Kognition I (Fach) / VL 11 - Aufmerksamkeit II (Lektion)
- welche Experimente wurden zur auditiven Aufmerksamkeit durchgeführt? Paradigma zeitliche Refraktärperiode- bei Reaktion auf zwei schnell aufeinanderfolgende Signale ist die Reaktionszeit auf das zweite Signal verlängert, sofern das 2. Signal noch vor Ausführung des 1. oder kurz danach präsentiert wird- Zeitintervall (SOA: Stimulus Onset Asynchrony) - je größer SOA desto niedriger Reaktionszeit auf Stimulus 2 Dichotisches Hören- beiden Ohren werden über Kopfhörer verschiedene Texte gleichzeitig dargeboten- Aufgabe: Beschatten = d.h. nur Wörter eines Textes wiedergeben- Ergebnis: Erkennungsleistung auf beachtetem Ohr sehr gut und auf anderem Ohr schlecht- Ausnahme: Wechsel wenn Inhalt auf anderem Ohr fortgesetzt wird- WN ob Stimme männlich/weiblich und Sinuston- keine WN auf nicht beachtetem Ohr: Wechsel der Sprache, Band rückwärtsspielen- Schlussfolgerung: Selektion anhand früh verfügbarer sensorischer Merkmale
- Welche Arten von Filtertheorien wurden postuliert und welche empirischen Befunde liegen vor? Filtertheorie (Broadbent, 1958)- 2 zeitgleich dargebotene Stimuli erreichen sensorischen Speicher > nur 1 Stimulus passiert aufgrund physikalischer Eigenschaften den Speicher- Flaschenhals-Prinzip (Alles-oder-nichts)- Filter verhindert Überlastung nachgeordneter MechanismenGegenargumente:- zur Auswahl werden auch semantische Informationen genutztDichotisches Hören: eigener Name wird im abgewandten Ohr bemerkt (Breakthrough-Phänomen oder Cocktailparty-Effekt)- Hautleitveränderung bei schockassoziierten Wörtern im abgewandten Ohr- Beschattung bedeutungshaltiger Informationen auf anderem Ohr entgegen der Instruktion Dämpfungstheorie (Treisman, 1964)- Information wird durch Filter gedämpft- Filter an mehreren Stellen möglich- Mehr-oder-weniger-Prinzip= semantische Verarbeitung unbeachteter Informationen ist möglich aber schwierig- aufbauende Reizanalyse-Mechanismen (physikalisch-silbenhaft-worthaft-syntaktisch-semantisch) Theorie später Informationsverarbeitung (Deutsch & Deutsch, 1963)- alle Reize werden vollständig analysiert und nur die relevantesten werden mit Aufmerksamkeit bedacht
- Was ist der Stroop-Effekt? Interferenzeffekt:- hoch-automatisierter-Prozess (Lesen) stört nicht-automatischen Effekt (Farbbenennung)- UV: Schriftfarbe der Buchstaben (kongruent vs. Kontrolle (XXX) vs. Konflikt)- AV: Reaktionszeit in ms- Ergebnis: Reaktionszeit steigt an, wenn Lese-Informationen inkongruent sind
- Beschreibe Automatisierung und Kontrolle. Merkmale von Automatisierung- Verarbeitung kann nicht willentlich unterdrückt werden (zB. Lesen)- unvermeidbar, falls angestoßen Nachweis der Automatisierung- beeinträchtigen nicht die Ausführung anderer Tätigkeiten (außer Konflikt) je höher Automatisierungsgrad desto weniger Ressourcen sind nötig
- Was sind Einschränkungen der Filtertheorie? Grad der Ähnlichkeit zwischen Materialien wirkt sich auf Gedächtnisleistung aus nicht-bewusste Verarbeitung von Bedeutungen möglich Selektion aufgrund semantischer Informationen möglich
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