32
WISO II (Fach) / Rechnungswesen (b) (Lektion)
Uni Bonn SS'17
Diese Lektion wurde von melxying erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Was versteht man unter Umsatzsteuer – Vorsteuer - Mehrwertsteuer? 1. Mehrwertsteuer ist der Oberbegriff für Vorsteuer & Umsatzsteuer. 2. Die Vorsteuer ist die Steuer, die.. das Unternehmen beim Einkauf von Waren & Dienstleistungen, mit der Rechnung bezahlt. Vorsteuerabzugs-berechtigte Unternehmen erhalten die gezahlte Vorsteuer nach der Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuererklärung VOM Finanzamt zurück. 3. Die Umsatzsteuer ist die Steuer, die... für den Unternehmer auf Einnahmen earnings fällig wird. Sie muss auf den Rechnungen separat ausgewiesen werden & wird nach der Umsatzsteuererklärung AN das Finanzamt abgeführt.
- Warum handelt es sich bei der Umsatzsteuer in einem der Regelbesteuerung unterliegenden Betrieb um einen „Durchlaufposten“? 1. Weil Unternehmen zum Vorsteuer-abzug berechtigt sind, d.h. sie dürfen die im Einkauf bezahlte Vorsteuer mit der selbst erhobenen Umsatzsteuer saldieren 2. Hieraus ergibt sich die Zahllast, die per Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt abgeführt paid bzw. rückerstattet refunded wird. 3. Die selbst erhobene USt an den Kunden wird vom Unternehmen an das Finanzamt abgeführt. 4. Die in Rechnung gestellte USt kann als Vorsteuer wieder beantragt werden
- Wofür wird ein Vorsteuer und ein Umsatzsteuerkonto geführt? 1. Die Vorsteuer stellt eine Forderung claim gegenüber dem Finanzamt dar (aktives Bestandskonto) 2. Die Umsatzsteuer stellt eine Verbindlichgkeit debt gegenüber dem Finanzamt dar (passives Bestandskonto) 3. Die Differenz aus Umsatzsteuer & Vorsteuer muss an das Finanzamt abgeführt werden. Die Konten werden deshalb zur Saldierung geführt um die Zahllast der Umsatzsteuervoranmeldung zu ermitteln.
- Unterscheiden Sie zwischen Brutto- und Nettopreisen im Handel. Nettopreis enthält noch KEINE Mehrwert- od. Umsatzsteuer. (MwSt/ USt) Bruttopreis enthält Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer & fällt daher grundsätzlich höher aus als der Nettopreis. Bruttopreis - Mehrwertsteuer = Nettopreis
- Was versteht man unter einem pauschalierenden & was unter einem optierenden Landwirt? Für Gartenbauliche Produkte & landwirtschaftliche Betriebsmittel gilt der ermäßigte Steuersatz reduced tax von 7% Beim Verkauf landwirtschaftlicher Produkte muss zw. pauschalierenden & optierenden Landwirten unterschieden werden. a) Optierer berechnet 7% USt b) Pauschalierer berechnet 10,7% USt Alle Verkaufsgüter können mit Bruttobetrag gebucht werden:⇒ Vorsteuer → Aufwand (nicht zu aktivieren od. abschreiben)⇒ Umsatzsteuer → Ertrag Anlagegüter sind dagegen NETTO zu aktivieren
- Erklären Sie die Abschreibungen. Welche Ursachen führen zu den Abschreibungen? Versuchen Sie, diese nach den wichtigsten Kriterien zu gliedern und führen Sie Beispiele an. Abschreibungen: Im Laufe der Zeit nimmt der Wert einer Investition od. Anlagegutes abz. B. Gebäude, Fahrzeuge, Maschinen, Büroartikel od. Schriebwaren = als Aufwand über das AfA (Absetzung für Abnutzung) Konto gebucht & somit in die Bilanz mit aufgenommen. Ursachen der Wertminderung eines Anlagegutes: Verbrauchsbedingt:a) Abnutzung durch Gebrauch, natürlichem Verschleiß & Substanzverringerung b) Schadens- oder Katastrophenfälle Wirtschaftlich bedingt:a) Veralterung infolge technischen Fortschrittsb) Nachfrageverschiebung, Sinken der Arbeitspreise, Fehlinvestition Zeitlich bedingt:a) Auslaufen von Miet- & Pachtverhältnissen vor dem Ende der Nutzungsfähigkeit der Anlage b) Ablauf von Konzessionen od. Patenten
- Was sind planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen? 1. Planmäßige Abschreibung sind Wertverluste, die von vor der Anschaffung (Investition) mit einkalkuliert wurden. Zeitabschreibung:o Mit gleich bleibenden Jahresbeträgen (Linear) o Mit fallenden Jahresbeträgen (Degressiv) – Geometrisch Degressiv – Mit fallenden Staffelsätzen Leitungsabschreibung:→ erfolgt nicht nach der Nutzungsdauer, sondern richtet sich nach dem tatsächlichen Nutzungsverlauf (KFZ – km; Leistung, Maschine – Betriebsstunden). 2) Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn außergewöhnliche Wertminderungen vorliegen, bspw. wenn durch Feuer die Scheune barn zerstört wird. (Abschreibungsplane waren nicht vorhersehbar)
- Nennen und beschreiben Sie die gebräuchlichen Verfahren der Zeitabschreibung. Zeit-abschreibung Linear = gleich bleibenden Jahres-beträgenJedes Jahr wird gleiche Betrag abgeschrieben & somit mindert sich der Wert des Vermögensgegenstandes linear. AfA = Anschaffungskosten ÷ Nutzungsdauer (n) Degressiv = fallende Jahresbeträge (Fixer Prozentsatz vom Buchwert)2 Verfahren: a) Geometrisch Degressiv: AfA als jährlich gleich bleibender Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert errechnet wird. b) Mit fallenden Staffelsätzen: Sonderform der Abschreibung für Gebäude. In jeder Staffel wird mit einem anderen Prozentsatz abgeschrieben. https://www.google.de/search?q=geometrisch+degressiv+abschreibung&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiD3c_j8OjVAhXJExoKHc08DT4Q_AUICigB&biw=1279&bih=596#imgrc=DYfEDC-Wjq9psM:
- Was versteht man unter Buchwert-, was unter Leistungsabschreibung? Leistungsabschreibung (planmäßige Abschr.) = erfolgt NICHT nach Nutzungsdauer, sondern nach tatsächlichem NutzungsVERLAUF bei beweglichen Wirtschaftsgütern, deren Leistung erheblich schwankt & deren Verschleiß daher erhebliche Unterschiede aufweist Voraussetzung: Der Umfang der Leistung muss auf geeignete Art nachgewiesen werden können. Buchwertabschreibung (planmäßige Abschr. - Zeitabschr.) = degressive Abschreibung: Abschreibung des ersten Nutzungsjahres wird über Anschaffungskosten ermittelt. Die der folgenden Jahre berechnet sich dann über den jeweiligen Buchwert (Zeitwert)
- Was sind „GWGs“? 1. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sind abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind & deren Anschaffungs- od. Herstellungskosten einen Wert von 410 Euro nicht übersteigen z. B. Telefone, Datenträger, Kaffeemaschinen, Werkzeuge, Kleinmöbel, Bestecke Kein GWG vorliegt, wenn das Wirtschaftsgut nur zusammen mit den betreffenden Maschinen genutzt werden können. z.B. Bildschirme, Drucker, Scanner. Ausnahme sind die Multifunktionsgeräte, die einen Kopierer, Drucker, Scanner beinhalten.
- Anzeige
- Wie werden die Abschreibung von GWG gebucht? bis 150 € → Sofortige Betriebsausgabe über 150 bis 410 € → 410€-Regel über 150 bis 1000 € → Sammelposten 1. bis 150 € in voller Höhe als Betriebsausgabe (Sofortaufwand) im Anschaffungsjahr erfasst werden. keine Aufzeichnungspflicht im gesonderten Verzeichnis z. B. Schreibtischlampe von 70 € netto in bar gekauft. " Aufwand Büromaterial 70,00 € an Kasse 83,30 €" Vorst. 19 % 13,30 € 2. über 150 - 410 €: sofort im Jahr der Anschaffung zu 100% abgeschrieben werden. Die Anschaffungskosten werden zunächst auf das Konto „GWG“ gebuchtz. B. GWG angeschafft: ein Büroschrank für 350 € zuzüglich 66,50 € Umsatzsteuer "Sofort Abschreibung GWG 350 € an Bank 416,50 €" Vorst. 19 % 66,50 € 3. über 150 - 1000 € in einem Jahressammelposten zusammengefasst & gemeinsam über 5 Jahre linear (mit 20 % pro Jahr) abgeschrieben werden. (n = 5) Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden in diesem Fall auf das Konto „Sammelposten 20XY“ gebucht. z. B. Der Unternehmer hat im Jahr 2012 ein Notebook im Wert von 800 € netto "Sammelposten 2012 800,00 € an Bank 952,00 €" Vorst. 19 % 152,00 €
- Was verstehen Sie unter Rückstellungen? Wofür sind sie zu bilden? Rückstellungen= "ungewisse" Verbindlichkeiten (Fremdkapital) sind zu bilden für Verbindlichkeiten, die dem Grunde nach im laufenden Wirtschaftsjahr entstanden sind, deren Höhe und/oder Fälligkeit jedoch unbekannt sind.Bsp.: Garantierückstellungen, Pensionsrückstellungen,... Bildung ist unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens Buchungssatz lautet: Aufwandskonto an Rückstellungen
- Wie sind Rückstellungen und Rücklagen in der Bilanz dargestellt? In der Bilanz: 1. Rückstellungen werden als Fremdkapital ausgewiesen (Passivpositionen) stellen ein negatives Wirtschaftsgut dar. Sie verringern den Gewinn, weil es sich um Aufwendungen für das Unternehmen handelt. 2. Rücklagen werden als Eigenkapital des Unternehmens ausgewiesen. Die Ausweisung der Rücklagen erfolgt entweder:– in Form offener Rücklagen auf separaten Rücklagenkonten od.– als stille Reserven. In der Bilanz selbst sind diese nicht erkennbar.
- Beispiele für Rückstellungen Rückstellungen: Pensionsrückstellung Garantierückstellung Erstellung & Prüfung des Jahresabschluses Erstellung der betrieblichen Steuereklärung Steuerschulden
- Was sind Sonderposten mit Rücklageanteil? Wann und wofür können „Sonderposten mit Rücklagenanteil“ gebildet werden? Sonderposten mit Rücklagenanteil: = Mischform aus Eigen- & Fremdkapital, da sie aus unversteuerten Gewinnen gebildet werden. Sie wirken gewinnmindernd. Hierzu zählen:1. Rücklagen für Ersatzbeschaffungen verhindern die sofortige Besteuerung einer aufgedeckten stillen Reserve bei unfreiwilligem Ausscheiden eines Wirtschaftsguts durch höhere Gewalt od. behördliche Eingriffe. 2. Rücklagen für Investitionen können bei freiwilligem Ausscheiden von Wirtschaftsgütern gebildet werden3. vor Ende 2007 gebildete Ansparabschreibungen
- Unterscheiden Sie zwischen Rückstellungen, Rücklagen und Rechnungsabgrenzungsposten! Wofür werden sie jeweils gebildet? Rückstellungen: werden für Verbindlichkeiten gebildet, deren Entstehungsgrund zwar bekannt ist, deren Höhe &/od. Fälligkeit noch NICHT bekannt ist. gelten als FREMDkapital & werden deshalb auf der PASSIVseite gebucht. Rückstellungen werden gebildet für:· Ungewisse Verbindlichkeiten· Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften· Aufwendungen für Instandhaltung die verschoben wurde· Gewährleistungen · Abraumarbeiten Rücklagen: = Reserven = Eigenkapital Bestandteil des betrieblichen EK & teilweise durch Gesetze od. Satzungen vorgeschrieben. Meist werden Rücklagen gebildet, um Verluste in wirtschaftlich schwächeren Zeiten auszugleichen.1. Offene Rücklagen (Kapitalrücklagen & Gewinnrücklagen)2. Stille Rücklagen (Zwangs-, Ermessens- & Willkürreserven) 3. Sonderposten mit Rücklagenanteil Rechnungsabgrenzungsposten: werden gebildet, wenn im Voraus Zahlungen erbracht werden, die erst in späteren Wirtschaftsjahren als Aufwand od. Ertrag entstehen1. Aktive RAP (Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand danach darstellen)2. Passive RAP (Für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag danach darstellen) https://www.google.de/search?q=r%C3%BCcklagen+in+bilanz&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjiiuruqerVAhVF0RQKHcCGBtwQ_AUICigB&biw=1046&bih=596&dpr=2#imgrc=_cSn09dpzhRCaM:
- Was sind „Stille Reserven“ in einem Betrieb? Stille Reserven: sind Rücklagen, die aus der Bilanz nicht ersichtlich sind. entstehen, wenn der in der Bilanz ausgewiesene Wert eines Wirtschaftsgutes NICHT seinem tatsächlichen Wert entspricht. → ensteht auf der Aktivseite, wenn die Buchwerte unter den Verkehrswerten market value liegen. Kommt bei langlebigen Wirtschaftsgütern wie Grundstücken, Gebäuden oder Maschinen vor. → ensteht auf der Passivseite durch die Überbewertung von Verbindlichkeiten. haben zur Folge, dass das Eigenkapital in der Bilanz zu niedrig ausgewiesen wird. Ihre Auflösung ist gewinnwirksam!
- Wie ermittelt ein freiberuflich Tätiger seinen Gewinn? Gewinnermittlung für Freiberufler: Wer nicht verpflichtet ist, Bücher zu führen od. Abschlüsse zu machen, kann seinen Gewinn über die Einnahmenüberschussrechnung ermitteln & dem Finanzamt mitteilen. Freiberufler: Keine Gewerbeanmeldung, keine Gewerbesteuer, keine doppelte Buchführung:
- Beschreiben Sie die beiden Gewinnermittlungsarten. Gehen Sie näher auf den Informationsgehalt der jeweiligen Gewinnermittlungsart ein. Die Gewinnermittlung kann auf 2 Wegen: Beide zum selben Ergebnis führen Betriebsvermögensvergleich (Eigenkapitalvergleich)= Durch Gegenüberstellung von Anfangs- & Schlussbilanz einer Periode.a) EKEnde der Rechnungsperiode – EKAnfang der Rp. = Δ EKb) Δ EK + Entnahmeprivat – Einlagenprivat = Gewinn (oder Verlust) Gewinn- & Verlustrechnung (GuV) = Durch Gegenüberstellung von Erträgen & Aufwendungen einer Periode.(a) Ertrag = ges. Einnahmen + mehr an selbsterzeugten Gütern – weniger an selbsterzg. Gütern + Naturalentnahmen (b) Aufwand = ges. Ausgaben + weniger an zugekauften Gütern – mehr an zugek. Gütern + Abschreibungen + Naturallöhne⇒ Ertrag (a) – Aufwand (b) = Gewinn (oder Verlust)
- Betriebsvermögensvergleich: Was ist der Unterschiedsbetrag und wie gelangt man von diesem zum Gewinn? 1. Unterschiedsbetrag: Eigenkapital(am Ende der Rechnungsperiode) – Eigenkapital(am Anfang der Rechnungsperiode) 2. Gewinn (oder Verlust): Unterschiedsbetrag + Entnahmen – Einlagen
- Was verstehen Sie unter außerordentlichen Erträgen bzw. Aufwendungen? Nennen Sie Beispiele! 1. außerordentlichen Erträgen bzw. Aufwendungen: fallen außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der GmbH an. ⇒ Saldo von auß. Erträgen & Aufwendungen = auß. Ergebniss a) außerordentlichen Erträgen: z. B. Gewinne aus dem Verkauf von Teilbetrieben, " aus Enteignungen expropriation " aus Kapitalherabsetzungen capital reduction " aus Forderungsverzichten debt waiver der Gesellschafter od Schenkungen. Sanierungsgewinne b) außerordentlichen Aufwendungen: z. B. Verluste aus nicht betriebstypischen Geschäften, Abfindungen, Aufwendungen infolge Unfällen od. Katastrophen.
- Wie ist die GuV im Jahresabschluss gegliedert? Funktion der GuV = die Entstehung des Jahresergebnisses aus den einzelnen Erfolgsquellen aufzuzeigen, um einen Einblick in die Ertragslage des Unternehmens zu ermöglichen. Gliederung: Betriebsergebnis + Finanzergebnis= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit + Außerordentliches Ergebnis + Steuerergebnis = Gewinn bzw. Verlust
- Unterscheiden Sie die Begriffe Betriebsergebnis, Finanzergebnis, Außerordentliches Ergebnis und Steuerergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung. Betriebsergebnis = Betriebliche Erträge – Sonst. Betriebl. Aufwendungen Finanzergebnis = Zinsen & ähnliche Erträge + Zinsen & ähnliche Aufwendungen Außerordentliches Ergebnis = Auß. Erträge + Auß. Aufwendungen Steuerergebnis = Steuern vom Einkommen & Ertrag + Sonstige Steuern (Betriebssteuern)
- Wie unterscheidet sich das „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“ vom Gewinn des Wirtschaftsjahres? Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beinhaltet/berücksichtigt NICHT die außergewöhliche Erträge & Aufwendungen & auch NICHT die Steuern.
- Umsatzsteuerbefreiungen? Für wen? Für welche Leistung? In § 4 UStG werden u. a. ..... von der Umsatzsteuer freigestellt. Ausfuhr-lieferungen & inner-gemeinschaftliche Lieferungen, Umsätze für die Seeschifffahrt & für die Luftfahrt, Bankgeschäfte, Umsätze der Deutsche Post AG, die Vermietung & Verpachtung von Grundstücken, Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin, Umsätze öffentlicher Theater, Orchester, Büchereien, Leistungen privater Schulen die Leistungen des Deutschen Jugendherbergswerkes :
- Umsatzsteuer Alle Umsätze, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt, unterliegen der Umsatzsteuer. Nach §12 UStG werden 2 Steuersätze unterschieden: allgemeine Steuersatz = 19 % ermäßigte Steuersatz = 7 % gilt insbesondere für: Lieferung & Erwerb von fast allen Lebensmitteln (nicht Getränke), Büchern & Zeitungen, Eintrittskarten für private Theater, Schwimmbäder, & die Personenbeförderung innerhalb einer Gemeinde.
- Umsatzbesteuerung der Landwirtschaft Umsatzsteuersätze für landwirtschaftliche Produkte bei: Pauschalierenden Landwirten = 10,7 % USt – Ausnahmen für die Lieferungen forstwirtschaftlichen Erzeugnissen = 5,5 % Optierenden Landwirten = 7 % USt Vorsteuersätze: gilt für beide: 7 % für landw. Vorprodukte: – Saatgut, Futtermittel, lebendes Vieh – bei Bezug vom Landhandel oder VOM optierenden Landwirt. 10,7 % für landw. Vorprodukte: – Saatgut, Futtermittel, lebendes Vieh – bei Bezug VOM pauschalierenden Landwirt 19 % für sonstige Produktionsmittel, – Mineraldünger, Pflanzenschutzmittel, Landmaschinen, Gebäudeerstellung, Lohnunternehmer. Ausnahmen: 19 % bei Maschinenleistungen für Nicht-Landwirte Auch Wein ist mit 19 % zu versteuern, d.h. für pauschalierende Winzer ergibt sich eine Zahllast von 8,3 %
- Was versteht man unter einem pauschalierenden? Der pauschalierende Landwirt kann alle Verbrauchsgüter mit dem Bruttobetrag buchen, da er die Vorsteuer nicht absetzen darf. (verhält wie ein Endverbraucher) Die Vorsteuer wird somit zu Aufwand, die Umsatzsteuer zu Ertrag. Anlagegüter dürfen dagegen nicht brutto gebucht werden, sie sind stets netto zu aktivieren. Die Vorsteuer stellt Aufwand im Jahr der Anschaffung dar und darf nicht aktiviert und abgeschrieben werden.
- Kleinunternehmer nach §19 UStG bei der Umsatzsteuer Wenn Sie beim Finanzamt die Einstufung als Kleinunternehmer beantragen & das Finanzamt Sie als Kleinunternehmer anerkennt, müssen keine USt erheben, dürfen dann aber auch keinen Vorsteuerabzug durchführen. § 19 UStG: Kleinunternehmer, deren Umsatz mit umsatzsteuerpflichtigen Lieferungen & Leistungen: im Vor-kalenderjahr NICHT über 17.500 € gelegen hatund im diesem Jahr NICHT mehr als 50.000 € betragen wird.
- Was verbirgt sich hinter einer „6b Rücklage“? 6b Rücklage: Rücklage für Veräußerungsgewinne bei bestimmten Gütern des Anlagevermögens Grundsätzlich eröffnet § 6b die Möglichkeit, die bei der Veräußerung sale bestimmter Anlagegüter aufgedeckten stillen Reserven steuerfrei von veräußerten Wirtschaftsgütern auf andere neu angeschaffte Ersatzwirtschaftsgüter zu übertragen.
- Anzeige
- Umsatzsteuer-Pauschalierer nach §24 USt-Gesetz Umsatzsteuer-Pauschalierer nach §24 USt-Gesetz: Anlass zu dieser Regelung war die Überlegung, – dass die land- & forstwirtschaftlichen Betriebe mit den für die Besteuerung erforderlichen Aufzeichnungen überfordert wäre. Die Vereinfachung sieht vor, – dass die für land- & forstwirtschaftliche Betriebe geltenden Steuersätze so hoch festgesetzt werden, – wie diese Betriebe durchschnittlich mit Vorsteuern belastet sind. – Die Umsatzsteuer- & Vorsteuerbeträge gleichen sich kraft Gesetzes aus (Zahllast = 0). Aus Vereinfachungsgründen kann somit auf... verzichtet werden. i) die getrennte Erfassung ii) Vorsteueranmeldung & iii) Umsatzsteuererklärung
- Wie sind Rückstellungen und Rücklagen in der Bilanz dargestellt? Rückstellungen: gelten als Fremdkapital & werden deshalb auf der PASSIVseite gebucht. Rücklagen: gelten Bestandteil des Eigenkapitals auf der PASSIVseite gebucht https://www.google.de/search?q=r%C3%BCcklagen+in+bilanz&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjiiuruqerVAhVF0RQKHcCGBtwQ_AUICigB&biw=1046&bih=596&dpr=2#imgrc=_cSn09dpzhRCaM: