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Soziale Psychologie (Fach) / VL 9 (Lektion)
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- 3 wissenschaftliche Prädiktoren interpersoneller Attraktion: Nähe Ähnlichkeit Reziprozität
- Nähe einer der besten Prädiktoren für Partner- und Freundschaft, logisch: wen ich nicht treffe und kenne kann ich auch nicht liebhaben aber: auch vermeintlich kleine Unterschiede in Nähe sagen zuverlässig Ausbildungen von Freundschaften voraus
- Experiment zum Nähe Effekt (4) Festinger, Schachter + Back: Wohnheim Experiment verheiratetete Studenten im Wohnheim auf Freundschaften untersucht 17 zweistöckiger Gbeäude, zufällige Zuweisung neuer Paare AV = nennen Sie ihre drei engsten Freunde
- Ergebnis Experiment zum Nähe Effekt 65% im selben Gebäude, 41% direkt nächste Tür, 22% zwei Türen entfernt 10% entgegengesetztes Ende Flur funktionale Nähe: Paare neben Treppe/Briefkästen hatten mehr Freunde
- Experiment Nähe Back, Schmucker, Egloff Sympathieratings Seminarkollegen -> vor und nach Seminar wurden die Personen, die in der selben Reihe saßen als sympathsicher bewertet funktioniert aufgrund des Mere-Exposure Effekts je mehr wir einem Stimulus ausgesetzt sind, umso eher mögen wir ihn
- Mere-Exposure Effekt je mehr wir einem Stimulus ausgesetzt sind, umso eher mögen wir ihn
- Reicht Vertrautheit oder die Häufigkeit mit der man jemanden sieht (vgl. funktionale Nähe) aus, um Attraktion zu erzeugen? Moreland& Beech(1992) - Seminarhelfer Verbündetete des Versuchsleiter kommen ins Seminar, setzen sich schwiegen din ersten Reihe, kommunizieren mit niemanden UV Häufigkeit mit der dei Personen anwesend sind AV Wie sympathisch?
- Ergebnis - Reicht Vertrautheit oder die Häufigkeit mit der man jemanden sieht (vgl. funktionale Nähe) aus, um Attraktion zu erzeugen? Moreland& Beech(1992) - Seminarhelfer je häufiger die Personen anwesend waren, desto sympathischer wurden sie geschätzt
- Boundary Conditions Mere Exposure angeblich auch nach subliminalerDarbietung von abstrakten Polygonen (Wilson & Zajonc, 1980) und Fotos von Personen (Bornstein et al, 1987)
- Warum führt die reine Vertrautheit (z.B. durch mere exposure) zu größerem Liking? Vertrautes wird mit größerer Flüssigkeit (fluency) wahrgenommen, subjektive Verarbeitungsleichtigkeit ist für sich ein Hinweis auf Positivität, weil es sich angenehm anfühlt
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- Was ist mit negativ bewerten Stimuli? Kein positiver mere exposure Effekt für a priori negativ bewertete Stimuli, diese werden noch negativer (wenn ich jemanden gar nicht leiden kann, wird sich meine Abneigung ihm gegenüber nur steigern)
- Ähnlichkeit - similarity attraction Hypothese Ähnlichkeit fördert Entstehung von Freundschaften
- Experiment Newcomb Studentenwohnheim Ähnlichkeit Univserity of Michigan, zufällige Zuweisung Mitbewohner, Ähnlichkeiten nach demographischen Hintergrund und Einstellungen und Werte (Studienfach, Politik) -> Ähnlichkeit fördert Entstehung von Freundschaften, Nähe reicht alleine nicht aus, um gute Freundschaften zu bilden -> Interpersoneller Stil (kommunikative Fähigkeiten/ Tiefe)
- Partnerähnlichkeit (3) am höchsten /niedrigsten bei am höchsten: Alter, Politische soziale religiöse Einstellungen und Werte hoch für Attraktivit Intelligenz und Bildung niedrig für BIG 5 und Gestaltmerkmale die nicht stark bewertet werden
- Einstellungen und Worte sind bei verheirateten Paaren ähnlicher las bei unverheirateten, wieso? eine Erklärung: man passt sich im Laufe der Zeit an oder: man macht erst dann einen Antrag, wenn man den "perfekten" Partner gefunden hat
- Erklärungen Partnerähnlichkeit gegenseitiger Einfluss (empirisch nicht bestätigt) Gelegenheit - Wkeit größer ähnliche Menschen zu treffen Aktive Such, aktives Vermeiden Take the best- attraktivste erreichbare Person wird gewählt
- „Ödipales“ Partnerschema Es werden Partner gewählt, die dem gegengeschlechtlichen Elter der Kindheit ähneln (Neuinterpretation von Freuds Ödipuskomplex!)
- Reziprozität reziproke Zuneigung / wechselseitige Sympathie: wir finden Menshcen sympathisch, von denen wir annehmen, dass sie uns auch sympathisch finden -> experimentell manipuliertes Interesse führt zu größerer Sympathie
- Studie Reziprozität Curtis und Miller Paare von Studierenden nehmen an Studie teil, einer erhält die erfundene Info, dass der andere sie mag / nicht mag -> beim nächsten Treffen größere Offenheit und Sympathie wenn gesagt wurde dass die Person die andere mag, self-fulfilling prohphecy
- Self-fulfilling Prophecy Reziprozität angenommene Zuneigung -> sympathisches Sozialverhalten ->tatsächliche Zuneigung
- Physische Attraktivät Walster et al (3 + Ergebnis) 752 Studierende auf zahlreiche Eigenschaften getestet randomisierte Zuteilung Blind Dates AV: Bewertung Tanzpartner und Frage ob weiteres Treffen bester Prädiktor: physische Attraktivität bei beiden Geschlechtern
- Physikalische Attraktivität besonders wichtig bei kurzfristigen sexuellen Eskapaden, für Männer und Frauen, Heteros und Homos bei langen Beziehung für keine die wichtigste Tatsache, aber für Männer stärker als für Frauen
- Was ist Attraktivität? Im Auge des Betrachters? Forschung: Individuen konvergieren stark un ihrem Beurteiluen von Attraktivität, kindliches Gesicht (roße Augen) udn Symmetrie wichtig
- Experiment Michael Cunningham zu Attraktivität (5) Fotos aus Collegejahrbuch und Beauty Contest bewerten lassen attraktive features: große Augen, hohe Wangenknochen und offenes Lächeln Frauen: große Pupillen, hohe Augenbrauen, kleine Nase, kleines Kinn Männer: kräftiges Kinn keine kulturellen Unterschiede
- beautiful faces are just average - Langlois und Ruggmann durhc Morphing Durchschnittgesichter erzeugt, je durchschnittlicher desto attraktiver, Fehler werden herausgemittelt
- Warum sind Durchschnittsgesichter attrakiver? (3) beinhalten Features die uns bekannt vorkommen Flüssigkeit der Verarbeitung wird dadurch als angenehm empfunden zuvor eingeübte okulomotorische Bewegungen werden erneut hervorgerufen und führen zu Urteil über Ästethik
- Physische Attraktivität führt zu... hohe Synpathie und Attraktion werden als Lebensglücklicher, sozial kompetenter, selbstbewusster betrachtet attrakive Fehlgebruten nehmen schneller zu und haben bessere Gesundheit
- Empirie: attraktive Menschen sind tatsächlich sozial kompetenter, wieso? Attraktivität -> soz Aufmerksamkeit -> Übung sozialer Fähigkeiten
- SEP: Studie Snyder et al Telefonat Männl. VPN telefonieren mit Frau, fingierte Hintergrundinfos: attraktives / weniger attraktives Bild er Frau, AV: Kommunikationsverhalten Männer AV2: Einschätzung Frau durch Männer AV3: Einschätzugn Frau durch Beobachter
- SEP: Studie Snyder et al Telefonat - Ergebnis Männer reagieren wärmer auf verm. attraktivere Frau wird als wärmer sympathischer gelassener und unterhaltsamer eingeschätzt
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- Partnerattraktivität -Wichtigkeit von Eigenschaften in 37 Kulturen gegenseitige Liebe, Intelligenz, Verträglichkeit, Geselligkeit... Frauen: Ehrgeiz, finanzielle Aussichten, Erfolg im Job - Versorgung Männer: Attraktivität - Gesundheit der Nachkommen
- Evolutionäre Sozialpsychologie (2) Die evolutionäre Sozialpsychologie versucht menschliches Verhalten als genetisch vermittelte Anpassungen zu erklären, die spezifische adaptive Probleme unserer Vorfahren gelöst haben (z.B. Überleben, Partnerwahl, Elternschaft, Verwandtenunterstützung, Kooperation, Aggression, Dominanz) Gene, die erfolgreiche Adaptationen hervorbringen, verdrängen weniger erfolgreiche Varianten im Genpool (differenzielle Reproduktion)
- Interesse an unverbindlichem Sex Clark & Hatfield (1989) Campus-Experiment: Annehmen einer Einladung durch eine/n unbekannte/n, sehr attraktive/n Studenten/In des anderen Geschlechts: 50: 50 am Abend ausgehen 6: 69 jetzt ins Apartment zu gehen 0: 75 Sex jetzt
- Unverbindlicher Sex - wirklich? (3) Männer geben im Mittel höher Anzahl präferierter Sexualpartner an (Buss& Schmitt, 1993) Aber: wenn man sich nicht den Mittelwert sondern den Modalwert betrachtet (häufigste Nennung statt hypothetischem Durchschnitt) verschwindet dieser Unterschied Die extrem hohen Angaben einiger weniger Männer verzerren den Durchschnitt, die meisten Männer und Frauen wünschen sich gleich viele Sexualpartner: 1 Männer korrigieren nach oben, Frauen nach unten
- zwei Arten von Liebe Kameradschaftliche Liebe: Gefühle von Intimität, die nicht von intensiver Sehnsucht und Erregung begleitet sind Leidenschaftliche Liebe: Gefühle von Intimität, die von intensiver Sehnsucht und Erregung begleitet sind o Laut anthropologischer Forschung in 89% der Kulturen vorhanden
- Jenseits der Dichotomie:Dreieck der Liebe (Sternberg, 1988) Intimität (Mögen) - Verbindlichkeit (leere Liebe) - Leidenschaft (Vernarrtheit)
- 4 Möglichkeiten Liebe nach Dreieck der Liebe (Sternberg, 1988) kameradschaftlich: Intimität und Verbindlichkeit einfältig: Verbindlichkeit und Leidenschaft romantisch: Leidenschaft und Intimität vollzogen: Intimität, Verbindlichkeit, Leidenschaft
- Experiment Verliebte Aron et al frisch Verliebte bringen Portrait des/ der Angebeteten ins Labor, sowie ein weiteres Bild einer Person gleichen Alters, gleichen Geschlechts etc. UV: Personen Betrachten Objekt der Begierde o Betrachten neutrale Person o Zählenrückwärts AV: BOLD (Blood-Oxygen-Level-Dependent)im fMRI-Scanner
- Ergebnis Experiment Verliebte Aron et al Ergebnis: Verliebtheit führt zu stärkerer Aktivierung des mesolimbischen dopaminergen System (besonders Ventrale Tegmentale Area und Nucleus Caudatus)
- Was zeichnet glückliche und stabile Beziehungen aus? Überdauernde Vulnerabilitäten (Peigenschaften, Partnerbindung) -> Belastende Ereignis ->Adaptive Prozesse -> Beziegungszufriedenheit -> Beziehungsstabilität
- Bindung nach Bowlby Menschen haben internes Arbeitsmodell davon, wie bedeutsame Andere sich ihnen gegenüber verhalten werden (Schemata), das in der Kindheit erlernt wird
- Ainsworth: Bindung Bindungsstil messbaer mit strange situations test
- 3 Bindungstypen Bowlby sicher: Eltern kümmern sich um mich, Welt sicher Erwachsenenbindung: leicht anderen nahe zu kommen, selten Angst, verlassen zu werden, 56% unsicher ambivalent: Welt unsicher, muss einfordern dass Eltern sich kümmern, Angst verlassen zu werden, andere wollen mir nicht so nahe sein wie ich ihnen, 19% unsicher vermeidend: Welt unsicher, Eltern kümmern sich nicht, unangenehm, anderen nahe zu sein, abhängigkeit fällt mir schwer, 25%
- Stabil unglückliche Beziehungen Unsichere Frau und vermeidender Mann sind extrem unglücklich (Sie will immer mehr Nähe, er will immer in Ruhe gelassen werden, weil beide daran zweifeln, ob der/ die andere für sie da sein wird), aber auch sehr stabil. Umgekehrte Konfiguration ist nichtstabil –Einfluss geschlechtsrollen-konformer Erwartungen
- Bindungsstile: Persönlichkeitseigenschaften oder Beziehungsqualität? Bowlby konzipierte Bindungsstile als globale und (relativ) stabile Persönlichkeitseigenschaften Aber: Bindungsstile sind nur moderat stabil , Bindungsstile sind über Beziehungen hinweg nur mäßig konsistent (Baldwin et al., 1996) , Bindungsstile können als hierarchisch organisiert aufgefasst werden (Collins & Read, 1994)
- Theorie des sozialen Austauschs: Grundgedanke Viele psychologische Perspektiven auf Beziehungen erinnern eher an einen Marktplatz als die Kuschelecke Ökonomisches Verständnis von Beziehungen: Ziel ist es, Kosten zu maximieren
- Theorie des sozialen Austausches: Genau o + Bestätigung durch Ähnlichkeit, angenehmes Gefühl der Fluency durch Vertrautheit und Attraktivitäto -Kosten, die durch Beziehung entstehen, emotionale Aufgewühltheito Wenn+>- Beziehung eingehen, halten, pflegen
- Austauschtheorien: wieso bleiben Partner in unglücklichen Beziehungen, warum scheitern manchmal glückliche Beziehungen? Interdependenztheorie: Beziehungszufriedenheit hängt vom Vergleichsniveau ab, Abhängigkeit von der besten verfügbaren Alternative
- Beispiele Interdependenztheorie wenn Vergleichsniveau und Alternativen schlechter als Outcome: zufrieden, stabil wenn vergleichsniveau höher als Outcome, Alternativen schlechter: unzufrieden, stabil wenn Vergleichsniveau schlechter als Outcome, Alternativen besser: glücklich, instabil
- Neben Kosten und nutzen sind noch zwei Variablen wichtig bei Zufriedenheit Beziehung Vergleichsniveau: was erwarten sie von einer Beziehung im Sinne der Verhältnisses von Kosten und Nutzen Vergleichsniveau der Alternativen