6

Angewandte Tierzucht (Fach) / Einführung in die Pop-Genetik (Lektion)

Vorlesung 6

Diese Lektion wurde von s7ha erstellt.

Lektion lernen

  • Populationen bestehen aus Individuen, deren Zusammengehörigkeit in der Möglichkeit der Paarung besteht - Paarungsgemeinschaft. In der Praxis wird heute von Sorte, Rasse, Zuchtlinie gesprochen
  • Genpool Gesamtheit der Erbanlagen  aller Individuen einer Population
  • Allelfrequenz / Genfrequenz Relativer Anteil eines Gens/Allels in der Population
  • Genotypfrequenz Relativeranteil einzelner Genotypen (AA) in der Population
  • Hardy Weinberg Gesetz „In einer unendlichen großen Population mit Zufallspaarung bleiben die Gen- und Genotypfrequenzen über die Generationen hinweg konstant.“ Zufallspaarung (Panmixie, keine gerichtete Paarung) Jeder Genotyp hat die gleichen Möglichkeiten Nachkommen zu zeugen Jeder Nachkomme hat die gleichen Möglichkeiten bis zur Zuchtreife zu überleben (keine Selektion) Keine Mutation Keine Migration (keine Gene in die Population hinein, keine Gene aus der Population heraus) Ausreichend große Population (Verhinderung der zufälligen Schwankungen von Genfrequenzen genetische Drift) A=p         a=q                    AA=p2              Aa=pq                aa=q2 In der Nachkommen Generation ist p=p2+½*2pq
  • Allelfrequenzänderung durch Kräfte Migration q1=m(qm-q0)+q0       Δq=q1-q0   Wiederkehrende Mutation Hin-Mutationsrate u(10-4 bis 10-8) Rückmutationsrate v=0,1u     Gleichgewicht wenn Δq=0 q=u/u+v                                     up=vq     Selektion auf ein rezessives Gen Fitness von 1-s  Genfrequenz für das rezessive Allel A2 in der Nachkommen Generation q1=(q2(1-s)+pq)/(1-sq2) Genfrequenz Änderung Δq=q1-q Selektion gegen Rezessive Defekte (Erbfehler) sind umso  ineffizienter, je geringer deren Frequenz
Anzeige