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Wissenschaftskommunikation (Fach) / Entscheidungsgesellschaft und Ungewissheit (Lektion)

Banholzer 4

Diese Lektion wurde von lucillenerea erstellt.

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  • Was beschreibt der Begriff VUCA- Welt? V- Volatility: zunehmende plötzliche Veränderung der Situation U- Uncertainty-  Wissensgesellschaft: Vervielfältigung von Quellen, Multiplikationen von Informationen. Dynamisierung C- Complexity- Scheint alles mit allem verbunden, nicht mehr als Individdum überschaubar und führt zunehmend zur Überforderung A- Ambiguity- Mehrdeutigkeit, Es gibt zunehmend kein richtig oder falsch mehr- Risikominimierung, Entscheidungen, Rationalfiktionen
  • Was meint der Begriff der Kontingenz? Und was geht von ihr aus? Diese Gesellschaft ist mit Kontingenz konfrontiert, d.h.--> einergrundsätzlichen Ungewissheit, die durch eine beobachterabhängigeSelektivität entsteht -->  Zukunft wird zu  Problem Notwendigkeit, gemeinsam Erwartungsstrukturen auszubilden. Die jeweilige Gegenwart wird im Vorgriff auf eine, ungewisse und offene aber deshalb gestaltbare  Zukünftigkeit interpretiert. Diese Orientierung auf Zukünftigkeit hin, verleiht der modernenGesellschaft die ihr innewohnende Dynamik und Veränderungsbereitschaft, ihre Fortschrittsorientierung.
  • Wozu dienen Narrative? und wie stehen sie in Verbindung von Kontingenz? Um Zukunft und Zukunftsgestaltung verhandeln zu können --> Bilder und Erzählungen (Narrative) von dieser Zukunft bzw. von den angestrebten möglichen Zukünften geschaffen werden, die dann miteinander konkurrieren. Narrative Konstruktionen liefern inZeiten von Unsicherheit Orentierung zu vergleichsweise geringen Informationsbeschaffungskosten positionieren Akteure in gesell.  Machtraum bzw. stellen teilweise schicksalen Verknüpfungen her Verarbeitung der Komplexität eines Innovationsfledes, die durch die Vielzahl von Akteuren (Polyzentrität) und unterschiedlichen artikulierten Interessen (Polyphonie) gekennzeichnet ist
  • Welche typische Merkmale haben Innovationen? Und welche möglichen Probleme ergeben sich daraus? Neuartigkeit Komplexität niedrige Anschlussfähigkeit an bestehendes Wissen und voherige Erfahrungen sowie ein hoher Unsicherheitsgrad diese Spezifika --> skeptisch, ablehende Haltung der Anwender und geringe Vetrauensbereitschaft besondere Herrausforderung für die Innovations bzw. Unternehmenskommunikation
  • Welche Macht geht von Prognosen aus? --> Für moderne Industriegesellschaften ist die Orientierung auf dieZukunft ein besonders ausgeprägtes Merkmal Zentral: Fähigkeiten, die Unsicherheiten durch Prognosen zu verringern Zukunftswissen auch politisch relevant ist --> entscheident für Machtverteilung Professionalisierung von Zukunftsdeutung vorangetrieben und zu einer hochpolitischen Frage, --> zumal Deutungsmacht über die Zukunft mehr an Relevanz
  • Welchem Missverständnis unterliegt die Ökonomik in ihren Prognosen? Marktentwicklungen oder Marktstabilisierung sind Entwicklungen, die nur erwartet werden können Erwartungen werden in der Ökonomik prohabitalistisch als Risikoentscheidungen statt zur Kalkulatio von Unsicherheit zum erzeugen von Sicherheit verwendet Fall: operative Fitktion Wahrscheinlichkeitstheorie ist eine anhand von nachvollziehbaren Regeln generierte Fiktion, die um die Wechselwirkung zwischen Beobachter und Zeithorizonte bereingt ist
  • Welche Prognoseprobleme können auftreten? Ungewissheit drückt sich in Problemen von Prognosen aus unüberschaubare Komplexität bei den vermuteten Ursache Wirkungsketten zufällige Prozesse in Natur, Wirtschaft und SOzialwesen Nicht-Linearität (Chaotische Systeme) bei physischen Wirkungszusammenhängen Existenz von Überraschungen Unfähigkeit des Prognostikers, Wandel des Wissenschaftlichen und technischen Wissens Schwierigekeite über längere Zeiträume Wertewandel und Zeitveränderungen in einer Gesellschaft zu pronostizieren --> Effekte des Voluntarischen auf: Akteure haben es zum Teil die Zukunft selbst in der Hand
  • Was sind Gestaltungsöffentlichkeiten?  Netzwerke von Akteure und Diskursen, abhängig von der MedienaufmerksamkeitInteressen: z. B Wirtschaft, Politik …
  • Was bedeutet der Begriff der postnormalen Wissenschaft? Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen teilweise grundsätzlich von Unsicherheit geprägt sein - wie etwa in der - Klimaforschung,  Phänomene,„bei denen wissenschaftliche Akteure in ihren konkreten Aussagen unsicher bleiben müssen, aber gleichzeitig wissenschaftliche Expertise von großer Bedeutung für politisches Entscheidungshandeln ist“ Gleichzeitig konkurrieren in der öffentlichen Kommunikation nicht nur im Rahmen von Umwelt- und Klimathemen, sondern auch zu Schlüsseltechnologien (Gentechnik, Humangenetik, Kernkraft oder
  • Welche Faktoren fließen in eine Prognose ein? Faktor 1: Konsens über konkurrierende Wahrheitsansprüche Experten-Gremien haben ein hohes Maß der Pluralisierung wie die übrige Gesellschaft. Dabei lassen sich in 4 Kategorien von Expertenurteilen unterscheiden. Diese unterschieden sich in dem Interpretaionsmuster, Konvention, Nähe an den empirischen Ergebnissen Faktor 2: Anschlussfähigkeit Anschlussfähigkeit: die Überführung wissenschaftlicher Ergebnisse in eine politikwirksame Form, die eine weitere Verarbeitung durch das politische System ermöglicht. Faktor 3: Legitimation für Außenstehende nachvollziehbar sein und als kompetent, effizient und fair angesehen werden, so dass sie durch die Kraft der Argumente und durch den Einbezugpolitischer Vorgaben Verbindlichkeit beanspruchen können.
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  • Welche Probleme ergeben sich bei dem Konsens über konkurrierende Wahrheitsansprüche? Die Mehrdeutigkeit der Folgenabschätzung politischer Optionen + Ambivalenz ihrer Bewertung auf der Basis sozialer Wünschbarkeit erschwert Konfliktlösung zwischen Experten durch Rekurs auf gemeinsame Regeln oder Konventionen. Ergebnisse von Zukunftsprognosen sind erst im Nachhinein falsifizierbar + Colingringe-Dilemma In diesem Dilemma werden die Konflikte zwischen Experten(meinungen) mehr und mehr in der allgemeinen Öffentlichkeit ausgetragen.--> Die öffentliche Meinung wird  als allgemeiner Schiedsrichter -->  öffentliche Meinung wie auch die Politik überfordert.
  • Wecle Probleme ergeben sich bei der Anschlussfähigkeit? von poltischer Beratung? Selbst bei Konsens innerhalb eines Beratungsgremiums und erfolgreicher Formulierung von Empfehlungen für unterschiedliche Politikoptionen -->  Umsetzung in praktische Politik nicht garantiert.
  • Welche Probleme können sich bei der Legitimation von Politikberatung ergeben? Politiker und Bürger wünschen eine Reduktion der Ungewissheit. --> D.h. wählen Ratschläge die Höchstmaß an Sicherheit bieten/suggerieren. Experten sind der Versuchung ausgesetzt, permanent über Wissensgrenzen/Kompetenzen hinaus Ratschläge zu erteilen um  als Berater der Politik als würdig erweisen (nochmal eingeladen) politischen Auswahl der Experten --> die den Politiker in Wertfragen übereinstimmen
  • Was bedeutet die Entwicklung zur Wissensgesellschaft für das Expertentum? Bedeutungszuwachs (quantitaiv/quali.) von Wissen durch tech. Innovationen zunehmend werden Experten einbezogen nach systemspezifisch Kriterien ausgewählt (Journalistische Selektionskriterien) Fachkompetenz der Experten nur selten wichtig --> eher Ausdrucksfähigkeit, Aussehen (Attraktivität ..), Reputation 
  • Welche Funktionen haben Experten in der Berichterstattung? Gegenüberstellung sichert eine Ausgewogenheit der Berichterstattung aber: Experten als opportune Zeugen
  • Wie kann sich die Ungewissheit in den Journalismus ausprägen? übertriebene Gefahrendarstellung für legitimiertes Mittel der Aufklärung im Gegensatz: im Zustand von externer Ungewissheit Gewissheit herzustellen--> verschleichern damit aber Unsicherheiten