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Einführung Psychologie II (Fach) / Psychotherapie Schlüsselbegriffe (Lektion)

Psychotherapie Schlüsselbegriffe

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  • Psychotherapie (»psychotherapy«) Behandlung, die psychologische Techniken beinhaltet. Besteht aus Interaktion zwischen einem ausgebildeten Therapeuten und jemandem, der psychologische Schwierigkeiten überwinden oder persönliches Wachstum erreichen will.
  • Biomedikamentöse Therapie (»biomedical therapy«) verschriebene Medikamente oder medizinische Verfahren, die direkt auf das Nervensystem des Patienten einwirken
  • Eklektischer Ansatz (»eclectic approach« Form der Psychotherapie, bei der je nach dem Problem des Klienten Techniken aus unterschiedlichen Therapieformen eingesetzt werden
  • Psychoanalyse (»psychoanalysis«) von Sigmund Freud entwickelte therapeutische Vorgehensweise. Freud nahm an, dass die freien Assoziationen des Patienten, sein Widerstand, seine Träume und Übertragungen – und deren Deutung durch den Therapeuten – zuvor verdrängte Gefühle freisetzen; dies gestattet es dem Patienten, Selbsteinsicht zu erlangen.
  • Widerstand (»resistance«) bedeutet in der Psychoanalyse, dass mit Angst verbundenes Material vom Bewusstsein ferngehalten wird.
  • Deutung (»interpretation«) heißt in der Psychoanalyse, dass der Analytiker die Bedeutung der Träume, des Widerstands und anderer aufschlussreicher Verhaltensweisen interpretiert, um den Patienten auf dem Weg zur Einsicht weiterzubringen.
  • Übertragung (»transference«) bedeutet in der Psychoanalyse, dass der Patient Emotionen aus anderen Beziehungen (wie etwa Liebe oder Hass für einen Elternteil) auf den Analytiker überträgt.
  • Psychodynamische Therapie (»psychodynamic therapy«) von der psycho analytischen Tradition abgeleitete Therapie, die annimmt, dass das Handeln von Individuen durch unbewusste Kräfte und Kindheitserinnerungen beeinflusst wird, und die die Verbesserung der Selbsteinsicht anstrebt.
  • Einsichttherapien (»insight therapies«) Vielzahl von Therapien, deren Ziel es ist, die seelische Gesundheit zu verbessern, indem sie das Bewusstsein einer Person für ihre grundlegenden Beweggründe und Abwehr reaktionen stärkt.
  • Klientenzentrierte Therapie (»client-centered therapy«) von Carl Rogers entwickelte humanistische Therapie, bei der der Therapeut in einem echten, akzeptierenden und empathischen Setting Techniken wie aktives Zuhören anwendet, um das Wachstum des Klienten zu fördern (auch als personzentrierte Therapie bezeichnet).
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  • Aktives Zuhören (»active listening«) empathisches Zuhören, bei dem der Zuhörer das Gehörte wiederholt, in eigenen Worten wiedergibt und verdeutlicht, was er gehört hat; Merkmal der klientenzentrierten Therapie von Carl Rogers.
  • Verhaltenstherapie (»behavior therapy«) Therapie, die Lernprinzipien anwendet, um unerwünschte Verhaltensweisen zu löschen.
  • Bedingungslose positive Wertschätzung (»unconditional positive regard«) – mitfühlende, akzeptierende, nicht wertende Haltung, von der Carl Rogers glaubte, dass sie Klienten dabei helfen würde, Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz zu entwickeln.
  • Gegenkonditionierung (»counterconditioning«) Verfahren der Verhaltenstherapie, das die klassische Konditionierung nutzt, um neue Reaktionen auf jene Reize zu erzeugen, die unerwünschte Verhaltensweisen auslösen. Schließt Expositionstherapien und die Aversionskonditionierung ein.
  • Expositionstherapie (»exposure therapy«) Technik der Verhaltensmodifikation – wie die systematische Desensibilisierung und die Expositionstherapie mit Hilfe virtueller Realität –, die Ängste bekämpft, indem Menschen (in der Vorstellung oder in der Realität) mit den Dingen konfrontiert werden, vor denen sie Angst haben und die sie vermeiden.
  • Systematische Desensibilisierung (»systematic desensitization«) eine Art Expositionstherapie, die einen angenehm entspannten Zustand mit allmählich immer stärker angstauslösenden Reizen koppelt. Wird häufig zur Behandlung von Phobien eingesetzt.
  • Expositionstherapie mit Hilfe virtueller Realität (»virtual reality exposure therapy«) eine Angstbehandlung, bei der Menschen zunehmend mit simulierten Beispielen für ihre größten Ängste konfrontiert werden (z. B. Fliegen in einem Flugzeug, Spinnen, Sprechen vor Publikum).
  • Aversionskonditionierung (»aversive conditioning«) Form der Gegenkonditionierung, die einen unangenehmen Zustand (Übelkeit) mit unerwünschtem Verhalten (Alkohol trinken) koppelt.
  • Tokensystem (»token economy« Verfahren der operanten Konditionierung, bei dem Personen Symbolgeld erhalten, wenn sie das gewünschte Verhalten zeigen. Anschließend können sie die Chips gegen verschiedene Vergünstigungen oder Leckereien eintauschen.
  • Kognitive Therapie (»cognitive therapy«) lehrt die Patienten neue, besser an die Realität angepasste Denkweisen. Beruht auf der Annahme, dass zwischen Ereignissen und emotionalen Reaktionen Gedanken vermittelnd Einfluss nehmen.
  • Rational-emotive Verhaltenstherapie (REVT; »rational-emotive behavior therapy«, REBT) von Albert Ellis entwickelte konfrontative kognitive Therapie, die energisch die unlogischen, selbstzerstörerischen Ansichten und Annahmen von Personen infrage stellt.
  • Kognitive Verhaltenstherapie (»cognitive behavior therapy« verbreitete integrative Therapie, bei der die Techniken der kognitiven Therapie (Veränderung der selbstabwertenden Gedankenmuster) mit den Techniken der Verhaltenstherapie (Verhaltensänderung) kombiniert werden
  • Gruppentherapie (»group therapy«) wird mit Gruppen statt Einzelpersonen durchgeführt, ermöglicht therapeutische Vorteile durch die Gruppeninteraktion.
  • Familientherapie (»family therapy« Therapie, die die Familie als Gesamtsystem behandelt. Sie geht davon aus, dass das unerwünschte Verhalten des Einzelnen von anderen Familienmitgliedern beeinflusst oder auf sie gerichtet is
  • Regression zur Mitte (»regression toward the mean«) Tendenz extremer oder ungewöhnlicher Werte, auf ihren Durchschnittswert zurückzufallen (Regression
  • Evidenzbasierte Praxis (»evidence-based practice«) Treffen klinischer Entscheidungen, bei dem die besten verfügbaren Forschungsbefunde, klinische Erfahrung und die Vorlieben und Eigenschaften der Patienten vereint werden.
  • Therapeutisches Bündnis (»therapeutic alliance«) ein Band des Vertrauens und gegenseitigen Verständnisses zwischen Therapeut und Klient, die zusammen versuchen, zielführend das Problem des Klienten zu bewältigen.
  • Psychopharmakologie (»psychopharmacology«) die Untersuchung der Effekte von Medikamenten auf seelische Vorgänge und das Verhalten.
  • Antipsychotika (Neuroleptika; »antipsychotic drugs«) – Medikamente, die genutzt werden, um Schizophrenie und andere schwere Formen von Störungen der Gedanken zu behandeln.
  • Anxiolytika (»antianxiety drugs«) Medikamente, die genutzt werden, um Ängstlichkeit und Erregung zu kontrollieren.
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  • Antidepressiva (»antidepressant drugs«) – Medikamente, die genutzt werden, um Depressionen und manche Angststörungen zu behandeln. Unterschiedliche Varianten wirken, indem sie die Verfügbarkeit verschiedener Neurotransmitter verändern
  • Elektrokrampftherapie (EKT; »electroconvulsive therapy«) biomedizinische Therapie für schwer depressive Patienten, bei der ein kurzer Stromstoß durch das Gehirn des anästhesierten Patienten geschickt wird
  • Wiederholte transkranielle Magnetstimulation (»repetitive transcranial magnetic stimulation«, rTMS) sich wiederholende Einwirkung von Pulswellen magnetischer Energie auf das Gehirn; kommt zum Einsatz, um Gehirnaktivität zu stimulieren oder zu unterdrücken.
  • Psychochirurgie (»psychosurgery«) chirurgischer Eingriff zur Entfernung oder Zerstörung von Hirngewebe mit dem Ziel, dadurch eine Verhaltensänderung zu bewirken.
  • Lobotomie (»lobotomy«) psychochirurgischer Eingriff, der früher an gewendet wurde, um unkontrollierbar emotionale oder gewalttätige Patienten ruhigzustellen. Bei dem Eingriff wurden die Nervenverbindungen zwischen den Frontallappen und den emotionssteuernden Zentren im Inneren des Gehirns durchtrennt.
  • Resilienz (»resilience«) – die persönliche Stärke, die den meisten Menschen dabei hilft, mit Stress umzugehen und sich von Widrigkeiten und sogar von Traumen zu erholen.