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Medizin (Fach) / Anatomie und Physiologie (Lektion)

Aufgabe und Funktionsweise

Diese Lektion wurde von Doglover erstellt.

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  • Die Eröffnungsphase bei der Geburt: Auftreten von Uteruskontraktionen, den Wehen. Bei der ersten Geburt dauern sie ca. 10 Stunden, bei weiteren Geburten ca. 5 Stunden Durch die Uteruskontraktionen wird der Gebärmutterhals geöffnet und der Schleimpfropf ausgestossen. Anschliessend wird der Gebärmutterhals durch den Kopf des Kindes immer weiter ausgedehnt. In den meisten Fällen platzt in diesem Moment die Fruchtblase. In der Regel liegt das Kind mit dem Kopf nach unten (Hinterhaupt- oder Schädellage) seltener: Beckenendlage (das Kind sitzt), Schulterlage (vorangehende Schulter) und Schräglagen
  • Austreibungs- bzw. Schiebephase bei der Geburt: Schieben durch den Unterleib der Mutter. Der Kopf des Kindes tritt in die Vagina ein, dreht sich und richtet sich wieder auf. Zuerst wird die Stirn und dann das Gesicht sichtbar. Der Rest des Körpers folgt ohne Schwierigkeiten nach.  Nabelschnur wird abgetrennt und aus dem Fetus ist nun ein Neugeborenes geworden
  • Nachgeburtsphase: Die Plazenta löst sich durch Uteruskontraktionen und das Zurückgehen des Uterus - wird dadurch ausgestossen, geboren.
  • Wie lange dauert das Wochenbett? Von der Geburt bis zum Wiedereintritt der ersten Menstruation. Je nach Stillzeit kann diese Periode mehr oder weniger lang dauern. Die Wundheilung des Uterus äussert sich in einem zunächst blutigen, dann bräunlichen, später gelblichen und schliesslich weisslichen Ausfluss (Wochenfluss)
  • Die Stillperiode: Die Milchdrüsen entwickeln sich während der Schwangerschaft durch die Wirkung der Östrogene, des Progesterons und der Plazenta. Die Milchbildung wird angeregt durch das Prolaktin und durch das Saugen an der Brustwarze ausgelösten Reflex.
  • Die sensorische Membran des Auges heisst.... Netzhaut (Retina)
  • Das Farbensystem wird durch spezielle Zellen gewährleistet. Wie heissen diese? Zapfen
  • Die Sensibilität der Nasenschleimhaut entsteht durch den.... Riechnerv
  • Welcher Nerv leitet die Informationen des Gleichgewichtsorgans an das Gehirn zur Verarbeitung weiter? der Gleichgewichtsnerv
  • Das Auge ist unser Sehorgan - wie ist es mit dem Grosshirn verbunden? Das Auge sitzt in der Augenhöhle und ist über den Sehnerv und die Sehbahnen direkt mit dem Grosshirn verbunden.
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  • Nenne die einzelnen Bestandteile des Auges? Augenhäute Kammerwasser Glaskörper Linse Der Augapfel ist kugelförmig mit einem ∅ von ca. 2,5 cm. Er liegt in der schützenden Augenhöhle und ist umgeben von einem gleitfähigen Fettkörper. 3 Schichten bilden die Wand des Augapfels: äussere Augenhaut: besteht aus der vorderen durchsichtigen Hornhaut und der hinteren weisslichen Lederhaut, die aus Kollagenfasern besteht mittlere Augenhaut: besteht aus der Regenbogenhaut, dem Strahlenkörper und der Aderhaut. Nach vorne hin hat sie eine Öffnung, die Pupille. Der gefärbte Teil des Augapfels wird Iris oder Regenbogenhaut genannt. Sie regulieren den Lichteinfall durch erweitern oder verengen der Pupille. Licht und psychische Zustände (z. B. Drogeneinfluss) können die Pupillengrösse verändern. Die glatten Muskeln im Bindegewebe sind dafür zuständig. Zwischen der Iris und der Aderhaut liegt der Strahlenkörper, an dessen Fortsätzen die Linse aufgehängt ist. innere Augenhaut: Netzhaut (Retina) spielt die wichtigste Rolle beim Sehvermögen. Eine empfindliche Schicht auf der ein Bild aufgenommen wird, indem Licht in Impulse übersetzt wird. Die Netzhaut besteht aus 3 Schichten: Photorezeptoren mit Stäbchen und Zapfen, bipolare Ganglienzellen und multipolare Ganglienzellen. Etwa 127 Millionen Zellen bilden die Netzhaut. Die Mehrheit davon sind so genannte Stäbchen, die nur hell und dunkel unterscheiden können, jedoch keine Farben. Der Rest sind Zapfen, welche die Aufgabe haben, Farben und Formen zu erkennen. Sie erkennen die Grundfarben rot, grün, blau und die Mischungen daraus - also ca. 10 Millionen verschiedene Farbtöne.
  • Der Tastsinn - die Haut: Die Haut ermöglicht uns Berührungen, Druck, Spannung und Temperaturunterschiede wahrnzunehmen. Die Rezeptoren für diese Empfindungen liegen in der Oberhaut und in der Lederhaut.
  • Wie heissen die Rezeptoren der Haut, die Druck wahrnehmen? Druck-Rezeptoren: Vater-Pacini-Körperchen bei grossflächigen Berührungen und Druck, die merkelschen Scheiben reagieren auf genau lokalisierte Berührungen
  • Wie heissen die Wärme-Rezeptoren der Haut? Ruffini-Körperchen nicht so häufig vertreten wie das Krause-Körperchen (Kälte-Rezeptor) deshalb empfinden die meisten Menschen Wärme nicht so schnell wie Kälte. Das Ruffini-Körperchen liegt in der Lederhaut, tiefer als das Krause-Körperchen.
  • Wie heissen die Kälte-Rezeptoren der Haut? Krause-Körperchen oder Krausesche Endkolben reagiert auf niedrige Temperaturen - liegt im oberen Bereich der Lederhaut registrieren die Temperatur an der Hautoberfläche und leitet diese Werte über das Rückenmark (Medulla spinalis)
  • Wie heisst der Tast-Rezeptor der Haut? Meissner-Körperchen reagiert empfindlich auf Berührung - besonders zahlreich in den Fingerkuppen und der Zungenspitze. Mit den Meissner-Körperchen können wir die Oberfläche und die Ausdehnung von Gegenständen wahrnehmen.
  • Zähle die Rezeptoren der Haut auf? Meissner-Körperchen (Tast-Rezeptor) reagieren auf leichte Berührung Vater-Pacini-Körperchen (Druck-Rezeptor) reagieren auf Druck und grossflächige Berührung Merkelsche Tastscheiben reagieren auf exakt lokalisierten Druck/Berührungen (auf unbehaarten Hautflächen) Krause Körperchen (Kälte-Rezeptor) reagieren auf Kälte Ruffini-Körperchen (Wärme-Rezeptor) reagieren auf Wärme Freie Nervenende (Schmerz-Rezeptoren) liegen ganz nah an der Hautoberfläche und mit 170 pro cm2 sind sie sehr häufig vertreten.
  • Welche Funktion hat die Nase neben dem Ein- und Ausatmen? Sie nimmt Duftstoffe auf, die unser Gehirn analysiert. Die beiden Nasenflügel haben eine Arbeitsteilung: alle 3 - 4 Stunden wechseln sich die Nasenlöcher mit dem Atmen und Riechen ab. Das eine hat dann Pause.
  • Die Nase, als Riechorgan, verfügt über zahlreiche entprechende Sinneszellen, die vom ...... ausgehen. Riechnerv
  • Woraus besteht der äussere Teil der Nase? aus Knochen und Knorpeln die Nasenknochen bilden je eine Nasenhälfte und die Brücke zwischen den Augen. Die Elastizität der Nase ist durch die Nasenknorpel gegeben, die vorne und innen an den Knochen anschliessen.
  • Wo liegen die Nasennebenhöhlen? Sie liegen hinter den Augenbrauen, hinter den Wangen und im Dreieck zwischen Stirn und Nase.
  • Woraus ist die Riechschleimhaut gebildet? Aus Basal und Stützzellen, aus denen Riechzellen hervorragen. Jede dieser Zellen mündet in einen Riechknopf, der von ca. 50 Riechhärchen besetzt ist. Diese können gelöste Dufmoleküle auffangen. Sinneszelle wird veranlasst einen Nervenimpuls zu erzeugen. Riechnervenfasern leiten Impuls durch die Siebbeinplatte in den Riechkolben. Geruchsreize werden den verschiedenen Gehrinzentren übermittelt, in denen die Gerüche bewusst wahrgenommen werden.
  • Was ist der Riechkolben? ein vorgeschobener Teil des Endhirns. Hat etwa die Grösse eines Streichholzkopfes und liegt im Siebbein. Das Siebbein, das die zentrale Schädelbasis bildet, hat winzige Öffnungen für die Fasern der Riechzellen.
  • Weshalb ist die Zunge so beweglich? Durch die längs und quer verlaufenden Muskelfasern.
  • Welche Funktion hat die Zunge bei der Nahrungsaufnahme? Sie lenkt die Nahrung zu den Zähnen und kontrolliert den Zerkleinerungsprozess. Sie mischt die zerkleinerte Nahrung und formt sie zu Klumpen, die sie in den Rachen befördert.
  • Mit der Zunge nehmen wir die Geschmacksrichtungen wahr - welche? süss salzig sauer bitter Durch 4 Arten von Papillen mit insgesammt 9000 Geschmacksknospen, die sich auf dem Zungenrücken befinden.
  • Wie heissen die Geschmackspapillen der Zunge? Fadenpapillen (Papillae filiformes) über den ganzen Zungenrücken verteilt. Bilden die Grundlage für den feinen Tastsinn der Zunge. Blätterpapillen: in 2 Reihen an jeder Zungenseite direkt vor den Wallpapillen Wallpapillen Pilzpapillen: liegen am Zungenrand und auf der Zungenspitze Über den 7. und 8. Hirnnerv gelangen die Impulse (Geschmack wird in elektrische Impulse umgewandelt) zum Gehirn.
  • Was verbindet das Zungenbändchen? Es verbindet die Zungenunterfläche mit dem Boden der Mundhöhle
  • Wo nimmt die Zunge die Geschmacksrichtungen wahr? Süss = Zungenspitze (vornehmlich) Salzig = Zungenränder Sauer = Zungenränder Bitter = hinterer Teil der Zunge die Geschmacksknospen für "bitter" sind 10'000mal empfindlicher als jene für "süss". Somit können die meist bitteren giftigen Substanzen besonders schnell wahrgenommen werden. Merke: mit zunehmendem Alter schrumpfen die Geschmacksknospen und verringern damit die Fähigkeit zur Geschmackswahrnehmung.
  • Nenne die 5 Sinne sehen = Augen = Sehvermögen riechen = Nase = Geruchssinn schmecken = Zunge = Geschmackssinn hören = Ohren = Gehör fühlen = Haut = Tastsinn
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  • Welche 2 wichtigen Funktionen hat das Ohr? Es nimmt akustische Reize (Geräusche, Töne, Laute) wahr und steuert das Gleichgewicht
  • Woraus besteht das äussere Ohr und wozu dient es? Ohrmuschel und dem äusseren Gehörgang das äussere Ohr fängt akustische Signale aus der Umgebung ein. Diese werden über den Gehörgang ins innere, im Schädel verborgene Teil des Ohres, weitergeleitet. Ohrmuschel = trichterförmige Hautfalte - Form gestützt durche einen elastischen Knorpel Ohrläppchen = Fettgewebe - dadurch sehr flexibel äusserer Gehörgang = reicht bis zum Trommelfell, das den Übergang vom äusseren Ohr zum Mittelohr bildet. im Gehörgang befinden sich Ohrenschmalzdrüsen
  • Im Mittelohr befindet sich die Paukenhöhle. Was weisst du dazu? Was ist das ovale Fenster? Paukenhöhle ist mit Luft gefüllt. Darin befinden sich die Gehörknöchelchen: Hammer, Amboss, Steigbügel. Ihre Funktion: Überträger und Verstärker der eintreffenden akustischen Wahrnehmung. Der Hammer ist an das Trommelfell angewachsen. Durch den Schall gerät das Trommelfell in Schwingung und der Hammer mit ihm. Der Hammer überträgt diese Schallschwingungen an den Amboss und Steigbügel. Diese leiten die Schwingungen ans Innenohr. Der Steigbügel schliesst das Mittelohr gegenüber dem Innenohr ab. Die bewegliche Fussplatte des Steigbügels passt in eine Öffnung des Felsenbeins (an dieser Stelle liegender Schädelknochen) Diese Öffnung, in die der Steigbügel eingepasst ist, heisst ovales Fenster.
  • Die Eustachische Röhre? Die Ohrtrompete (eustachische Röhre) Die Paukenhöhle ist über die Ohrtrompete mit dem Mund- und Rachenraum verbunden. Über diese Verbindung kann ein Luftdruckausgleich stattfinden. Beispielsweise beim Tauchen oder beim Fliegen: Schlucken oder Pressen von Luft bei zugehaltener Nase.
  • Was weisst du über das Innenohr, und die Schnecke, das eigentliche Hörorgan? Das Innenohr befindet sich eingebettet in den knöchernen Bereich des Felsenbeins. In den Bogengängen des Innenohres befindet sich das Gleichgewichtsorgan und die Schnecke (Cochlea). Sie besteht aus 3 übereinander liegenden gebogenen Kanälen. Sie ist mit Flüssigkeit gefüllt, die sich nicht zusammendrücken lässt.
  • Welche Aufgaben haben der Nervus chochlearis und der Nervus vestibularis? Sinneshärchen bewegen sich durch die übertragenen Schwingungen. Über den Hör- und Gleichgewichtsnerv sind die Sinneszellen (Haarzellen) der Schnecke direkt mit den Gehirnarealen verbunden, welche für die Verarbeitung akustischer Signale und für die Gleichgewichtssteuerung verantwortlich sind. Nervus chochlearis = Hörnerv → übermittelt die Hörinformation aus dem Innenohr zum Hirnstamm Nervus vestibularis  = Gleichgewichtsnerv → leitet die Informationen des Gleichgewichtsorgans an das Gehirn zur Verarbeitung weiter Häufig werden diese Nerven auch als 8. Hirnnerv oder als Nervus vestibulocochlearis bezeichnet.