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Einführung Psychologie II (Fach) / Psychische Störungen Schlüsselbegriffe (Lektion)

Psychische Störungen Schlüsselbegriffe

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  • Psychische Störung (»psychological disorder«) abweichendes, beeinträchtigendes und dysfunktionales Muster von Gedanken, Gefühlen oder Verhalten.
  • Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS; »attention-deficit hyperactivity disorder«, ADHD) psychische Störung, gekennzeichnet durch Auftreten von einem oder mehr der drei Schlüsselsymptome vor dem 7. Lebensjahr: extreme Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität.
  • Medizinischer Ansatz (»medical model«) – Konzept, dass Krankheiten, in diesem Fall psychische Störungen, auf physischen Ursachen beruhen, die diagnostiziert, behandelt und in den meisten Fällen auch geheilt werden können, oft durch Behandlung in einem Krankenhaus.
  • DSM-IV-TR (»Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 4th Edition, Text Revision«) – Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen(4. Ausgabe) der American Psychiatric Association mit aktualisierter Textrevision, ein weithin genutztes System zur Klassifikation psychischer Störungen.
  • Angststörungen (»anxiety disorders«) – psychische Störungen, die gekennzeichnet sind durch eine quälende, überdauernde Angst oder unan gemessene Verhaltensweisen, um die Angst zu reduzieren.
  • Panikstörung (»panic disorder«) Angststörung, die sich durch unvorhersehbare Episoden intensiver Angst auszeichnet, die einige Minuten andauern und in denen die Betroffenen Todesangst erleben, verbunden mit Schmerzen im Brustkorb, dem Gefühl zu ersticken oder anderen furchterregenden Empfindungen.
  • Generalisierte Angststörung (»generalized anxiety disorder«) Angststörung, bei der die Betroffenen kontinuierlich angespannt und besorgt sind und eine anhaltende Erregung des autonomen Nervensystems aufweisen.
  • Phobie (»phobia«) Angststörung, gekennzeichnet durch anhaltende irrationale Angst und Vermeidung eines spezifischen Objekts, einer bestimmten Aktivität oder Situation.
  • Zwangsstörung (»obsessive-compulsive disorder«, OCD) Angststörung, die charakterisiert ist durch sich aufdrängende, wiederholte Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen.
  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; »posttraumatic stress disorder«, PTSD) Angststörung, die charakterisiert ist durch quälende Erinnerungen, Albträume, sozialen Rückzug, nervöse Angst und/oder Schlaflosigkeit, die 4 Wochen oder länger nach einer traumatischen Erfahrung anhalten.
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  • Posttraumatisches Wachstum (»post-traumatic growth«) positive psychologische Veränderungen als Ergebnis einer Auseinandersetzung mit extrem herausfordernden Lebensumständen und -krisen.
  • Affektive Störungen (»mood disorders«) psychische Störungen, die durch emotionale Extreme charakterisiert sind (s. Major Depression, Manie, bipolare Störung).
  • Major Depression (»major depressive disorder«) affektive Störung, bei der ein Mensch für 2 Wochen oder länger eine depressive Stimmung oder ein vermindertes Interesse oder nur wenig Freude an den meisten Aktivitäten zusammen mit 4 weiteren Symptomen verspürt, ohne dass Drogenkonsum oder andere medizinische Gründe vorliegen
  • Manie (»mania«) affektive Störung, die durch einen hyperaktiven, überaus optimistischen Zustand charakterisiert ist
  • Bipolare Störung (»bipolar disorder«) affektive Störung, bei der ein Mensch zwischen der Hoffnungslosigkeit und Lethargie der Depression und dem übererregten Zustand der Manie hin und her wechselt (früher manisch-depressive Störung genannt).
  • Schizophrenie (»schizophrenia«) Gruppe schwerer Störungen, die durch desorganisiertes und wahnhaftes Denken, gestörte Wahrnehmungen und unangemessene Emotionen und Handlungen gekennzeichnet sind
  • Psychose (»psychosis«) psychische Störung, bei der eine Person den Kontakt mit der Realität verliert, indem sie irrationale Ideen und eine gestörte Wahrnehmung hat.
  • Wahnvorstellungen (»delusions«) falsche Überzeugungen (häufig zu Verfolgung oder eigener Großartigkeit), die mit psychotischen Störungen einhergehen können
  • Dissoziative Störungen (»dissociative disorders«) Störungen, bei denen sich das Bewusstsein von früheren Erinnerungen, Gedanken und Gefühlen abspaltet (dissoziiert).
  • Dissoziative Identitätsstörung (»dissociative identity disorder« seltene Form einer dissoziativen Störung, bei der eine Person zwei oder mehrere voneinander unterscheidbare und einander abwechselnde Persönlichkeiten zeigt; früher bezeichnet als multiple Persönlichkeitsstörung.
  • Anorexia nervosa (»anorexia nervosa«) Essstörung, bei der eine Person (meistens ein Mädchen in der Adoleszenz) Diät hält und deutlich untergewichtig wird (15% oder mehr), aber trotzdem weiter hungert.
  • Bulimia nervosa (»bulimia nervosa«) Essstörung, die durch Fressepisoden gekennzeichnet ist, bei denen meistens riesige Kalorienmengen aufgenommen werden, gefolgt von Erbrechen, der Verwendung von Abführmitteln oder Fasten.
  • Binge-Eating-Störung (»binge-eating disorder«) deutliche Fressepisoden, gefolgt von Leiden, Ekel oder Schuld, aber ohne die Kompensation durch Erbrechen oder Fasten, wie bei der Bulimia nervosa.
  • Persönlichkeitsstörung (»personality disorder«) psychische Störung, die gekennzeichnet ist durch unflexible, andauernde Verhaltensmuster, die die soziale Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.
  • Antisoziale Persönlichkeitsstörung (»antisocial personality disorder«) Persönlichkeitsstörung, bei der der Betreffende (in der Regel ein Mann) ein schwach ausgebildetes Gewissen hinsichtlich des eigenen Fehlverhaltens, auch gegenüber Freunden und Familienmitgliedern, aufweist; er kann aggressiv und rücksichtslos oder ein cleverer Trickbetrüger sein.