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Psychologie (Fach) / Konformität, Macht und Gruppengeschehen (Lektion)

Psychologie M8 TH Köln

Diese Lektion wurde von Babbette erstellt.

Lektion lernen

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  • Soziale Rolle • Ein sozial definiertes Verhaltensmuster, das von einer Person erwartet wird, wenn sie in einer bestimmten Umgebung oder Gruppe funktioniert.• „Kind“ „Geschwister“ oder „Freund“, „Geliebter/Geliebte“
  • Regeln • Explizit : geschrieben oder gelehrt (Auf Schilder, für Kinder, in der Schule) • Implizit: Werden durch Transaktionenmit anderen in bestimmten Umgebungen gelernt. (Kulturbeding,, Situationsbedingt)
  • Stanford Prison Experiment von Phil Zimbardo –leider näher am Leben, als wir wollen • 1973 bauten Zimbardo und Kollegen im Keller der Universität ein Gefängnis nach und bezahlten Studenten (männlich) dafür, zwei Wochen lang die Rolle eines Wärters oder eines Gefangenen zu übernehmen. • Ziel: zwei Wochen beobachten, ob klassische Wärter / Gefangenenrollen übernommen werden; • Rollen wurden sehr schnell und sehr massiv übernommen: Demütigung, Erniedrigung, Belästigung, Essensentzug gehörte nach wenigen Tagen dazu. • Nach 6 Tagen –und erst nachdem eine junge Frau den VL ihr Entsetzen spiegelte – wurde das Experiment frühzeitig abgebrochen. • Die Studierenden lernten Status- und Machtunterschiede, zwischen Mächtigen und Machtlosen, ohne jemals ein echtes Gefängnis besucht zu haben • Solche Machtunterschiede gab es schon bei Eltern-Kind, Lehrer-Schüler, Arzt-Patient, Mann-Frau
  • Soziale Normen Die spezifischen Erwartungen bezüglich sozial akzeptierter Einstellungen und Verhaltensweisen, die in den expliziten oder impliziten Regeln einer Gruppe verankert sind.
  • Konformität • Die Tendenzen von Menschen, das Verhalten und die Meinungen anderer Gruppenmitglieder zu übernehmen.Zwei Arten von Kräften, die zu Konformität führen können: • Prozess des Informationseinflusses: Bedürfnis, sich richtig verhalten und die richtige Handlungsweise zu verstehen • Prozesse des Normeneinflusses- Bedürfnis von anderen gemocht zu werden, akzeptiert und geschätzt
  • Wie verhalten wir uns in sozialen Situationen? • Wir sind Rudeltiere / Gruppenmenschen • Gruppen bestimmen unser Leben • Wenn sie da sind • Wenn wir alleine sind (Normen, Werte, ...) • Normen gehen aus Gruppen hervor. • Gruppen befriedigen zwei Grundbedürfnisse: • Wir wollen zu jemandem gehören. • Wir wollen etwas Besonderes sein, als Individuum wahrgenommen werden. • Das gelingt in kleinen Gruppen, diese sind für das Individuum die wichtigsten Gruppen.
  • Informationseinfluss: autokinetischer Effekt von Muzafer Sherif Informationseinflüsse: Andere beobachten und nachmachen (z.B. essen andere mit Stäbchen, also mache ich dies auch) Sobald, innerhalb einer Gruppe, Normen etabliert wurden neigen diese dazu sich selbst Aufrecht zu erhalten.
  • Der Asch-Effekt - Wahrnehmungsexperiment von Solomon Asch • Der Normeneinfluss – Menschen handeln konform, um ihrem Bedürfnis, von anderen geschätzt zu werden, von anderen gemocht, akzeptiert zu werden, nachzukommen. • Sie schuf Situationen, in welchen die Teilnehmenden Urteile unter Bedingungen abgaben, in denen die physikalische Realität absolut klar war, der Rest der Gruppe jedoch angab, die Realität anders wahrzunehmen. • Männer wurden in dem glauben gelassen, sie nähmen an einem Experiment zur Untersuchung der einfachen visuellen Wahrnehmung teil. Ihnen wurden Linien unterschiedlichen Längen gezeigt und sie sollten eine der Linien mit der Standardlinie identifizieren. Eine Gruppe sollte sich dann entscheiden, was sie sagten, ob in der Sichtweise aller Teilnehmer oder aus eigner Sicht. • ¼ der Teilnehmenden blieb völlig unabhängig, 70-80% der Teilnehmer gingen jedoch mindestens einmal mit der falschen Mehrheit konform. 1/3 der Teilnehmenden schloss sich in mindestens der Hälfte der Fälle dem falschen Urteil an. • Diese wären laut Ach desorientiert und „von Zweifel geplagt“ • Wie die Anpassung an Kleidungsstilen „eigentlich albern, aber ich passe mich an“
  • Begründung von Minderheit und Nonkonformität • Die Macht der MehrheitWas bewegt die TN, ihre Aussagen / Wahrnehmung anzupassen? • Normativer / Motivationaler Einfluss • Wahrnehmungseinfluss / Informativer EinflussWas unterstützt TN, sich nicht anzupassen? • Starke Überzeugung • Wenn die Kompetenz der anderen angezweifelt wird • Wenn es keine eindeutige Antwort gibt • Bei heterogenen Meinungen in der Gruppe (auch Minderheiten)
  • Milegram Experiment „Gehorsamkeitparasigma“ Ein Experiment, in dem es Studenten gab die Lehrer und welche die Schüler spielten. Die Autoritätspersonen sollten den Schülern bei Ungehorsamkeit Elektroschocks verabreichen.Ergebnisse• Bei Milgram gingen 62,5 % bis zu Elektroschocks maximaler Stärke (450 V) • 80 % fuhren fort, nachdem der TN rief: das reicht, • Herzbeschwerden... • Varianten anderer Forscher*innen zeigten: • 10 %, sobald sich andere VPN / „Lehrer“ weigerten weiterzumachen, • 20 %, VL verließ den Raum, ein anderer „Lehrer“ ermunterte ... • 0,3 % wählten aus eigener Entscheidung max. Stärke
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  • Gehorsam gegenüber Autorität • Sie liegen in Effekten des Normeneinflusses und des Informationseinflusses: Menschen wollen gemocht werden und sie wollen sich korrekt verhalten. • Sie tun das was verlangt wird, um sozial akzeptiert zu werden und geschätzt zu werden. • Ebenso ist eine tief verwurzelte Gewohnheit die von Kindern in vielen Umgebungen gelernt werden.
  • Aggression • Ein Verhalten von Menschen, das anderen einen psychologischen oder psychischen Schaden verursacht. • Manche Menschen sind Konsistenz aggressiver als andere. • Die genetischen Komponente haben großen Einfluss auf das Aggressionspotential • Unterschiede im Gehirn und der Hirnstruktur
  • Prosozialen Verhaltensweisen Menschen nachgehen um ihnen zu helfenDer positive Gegenpol zu Aggression
  • Altruismus Prosoziales Verhalten, das Menschen ausüben, ohne dass es dabei um die eigne Sicherheit oder eigene Interessen ginge.
  • Impulsive Aggression Reaktion auf Situationen und ist emotionsgeleitet: Im Eifer des Gefechts reagieren Menschen aggressiv (z.B. nach einem Unfall eine Schlägerei)
  • Instrumentelle Aggression Ist zielgerichtet (Die Aggression dient als Mittel zu einer Zielerreichung) und wissensbasiert: Sie üben aggressive Handlungen mit vorausgegangenen Überlegungen. (z.B. Schlagen, um etwas zu klauen)
  • Frustrations-Aggressions-Hypothese • Wenn Menschen in ihrem Zielsetzung behindert oder von ihr abgehalten werden: • Dies ist eine Beziehung in der andere Menschen es unmöglich machten, einerAufgabe nachzukommen. •Das Anwachsen der Frustration führt dann mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Aggression.
  • Aggressionspotential • Wenn Menschen ambivalente Situationen als provokativ interpretieren, werden sie mit höherer Wahrscheinlichkeit aggressiv reagieren • Kinder übernehmen das beobachtbare erwachsene Modell aggressive Verhaltensweisen
  • Allgemeine Aggressionsmodell Ein Modell, um die Beziehung zwischen dem Konsum gewalttätigen Medien und aggressiven Verhalten zu erklären.Dies zeigt, dass Menschen einen Vorrat an aggressionsbezogenen Wissensstrukturen durch ihre Erfahrungen mit aggressivem Fernsehen anlegen.
  • Vier Kräfte, die Menschen dazu anhalten, zum Wohl der Gesellschaft zu handeln: • Altruismus: Handeln aufgrund eines Motives, anderen etwas Gutes zu tun • Egoismus: Prosoziales Verhalten entsteht ausschließlich aus eigenem Interesse, um etwas zu bekommen z.B. einer Bitte oder Belohnung • Kollektivismus: Um einer bestimmten Gruppe etwas Gutes zu tun z.B. Familie, Parteien, Schülern… • Prinzipien: um moralischen Prinzipien zu entsprechen z.B. Religion
  • Reziproken Altruismus Menschen verhalten sich altruistisch, weil sie auf gewisse Art und Weise erwarten, im Gegenzug altruistische Verhalten von anderen zu erhalten: „Ich rette dich und erwarte auch, dass du mich rettest“Dies ist allerdings nicht immer der Fall.
  • Die Empathie-Altruismus-Hypothese Eine besondere Beziehung: emphatische Gefühle zu geben, würde bei dem Anderen ebenfalls auslösen, zu helfen.
  • Eingreifen Umstehender Die Bereitschaft Fremden in Not zu helfen.
  • Verantwortungsdiffusion Wenn mehr Leute helfen können, geht jeder davon aus, dass jemand anderes helfen wird oder soll.