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Psychologie (Fach) / Psychische Störungen (Lektion)

M8 Psychologie TH Köln

Diese Lektion wurde von Babbette erstellt.

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  • Psychische Störungen Beeinträchtigungen in Emotionen, Verhalten oder Denkprozessen, die zu persönlichem Leistungsdruck führen oder die Fähigkeit einer Person blockieren, wichtige Ziele zu erreiche. Die Beurteilung basiert in der Regel auf der Bewertung des individuellen Verhaltens durch Personen mit bestimmter Autorität und Macht
  • Beschaffenheit psychischer Störungen 7 Kriterien, Verhalten als abweichend zu bezeichnen:- Leidensdruck- Fehlanpassung (eigene Ziele werden verhindert z.B. so viel Trinken das keiner Arbeit nachgegangen werden kann.)- Irrationalität (Verhalten und Sprache sind unverständlich)- Unberechenbarkeit (Ohne zusammenhängende Handlungen)- Außergewöhnlichkeit- Unbehagen bei Beobachterin (fühlen sich bedroht)- Verletzung moralischer und gesellschaftlicher Normen
  • Psychologische Diagnose Gibt einer bestimmten gestörten Verhaltensweise einen spezifischen Namen, in dem sie das beobachtbare Verhaltensmuster in ein bewährtes Diagnosesystem eingeordnet.Erfolgt durch Interpretation und beobachtbaren Handlungen, deshalb schwieriger als eine medizinische Diagnose.Um möglichst brauchbar zu sein, sollte ein Klassifikationssystem die drei folgenden Eigenschaften aufweisen: Eine klare Fachterminologie – Über die Bedeutung muss sich schnell einig sein, wozu ein effektiver Informationsaustausch benötigt wird Verständnis der Kausalitäten – Die Ursache der Symptome sollte verdeutlicht werden. Behandlungsplan: Behandlungsmöglichkeiten am besten für welche spezifische Störung Eine psychologische Diagnose gibt einem bestimmten gestörten Verhalten (= Verhalten, das zu erheblichem Leidensdruck, Einschränkungen, am Leben teilzunehmen,Selbst- oder Fremdgefährdung führt) einen spezifischen Namen, indem sie das beobachtete Verhaltensmuster in eine bewährtesDiagnosesystem einordnet.+ Kommunikation+ Verständigung+ Verständnis+ begründbare Behandlung- Risiko der Stigmatisierung
  • Ätiologie der Psychopathologie Was macht psychisch krank? Biologische Faktoren Psychologische Faktoren Die Mehrzahl der Forscher*innen und Therapeut*innen gehen von einem interaktionistischen Modell aus und sehen Psychische Störungen als das Ergebnis einer komplexen Interaktion biologischer, psychischer und sozialer Faktoren.
  • ADS/ ADHD – Aufmerksamkeitsdefizitstörung Kinder... ...die ein Grad an Unaufmerksamkeit zeigen, der nicht ihrem Entwicklungsstand entspricht....zeigen Zeichen von Hyperaktivität und Impulsivität (herumzappeln. herumfummeln,    übermäßiges Reden, Dazwischenrufen Beginn vor 7. Lebensjahr Dauer mind. 6 Monate Schwierigkeit der Feststellung, da Kinder auch sporadisch Symptome zeigen können, die vollkommen normal sind Ursachen durch genetischen, sowie Umweltfaktoren
  • Affektive Störungen Major Depression – Schwere Depression, Wenige Wochen, immer wieder episodisch oder auch chronisch Biopolare Störungen – Phasen schwerer Depression und manischen Episoden, Dauer und Frequenz variiert stark zwischen einzelnen Personen. Erklärung: Biologische Ansätze: Depressionen haben biologische Ursachen, die mit Medikamenten gelindert werden können Psychodynamisches Modell: Konflikte und Feindselige Gefühle, die ihre Ursprünge in der frühen Kindheit haben. Die Eltern-Kind-Beziehung, die den Bedürfnissen oder Erwartungen der Person nicht gerecht wurde. Behavioristisches Modell: Depressive Gefühle entstehen, wenn eine Person, nach einem großen Verlust oder nach andern einschneidenden Veränderungen in ihrem Leben, von ihrer Umwelt nicht in ausreichendem Maß positiv verstärkt wird und viele Bestrafungen erlebt. Kognitives Modell: Entweder durch negative kognitive Schemata, die dazu führen, das Personen Ereignisse für die sie sich verantwortlich fühlen, auf eine negative Art und Weise betrachten. Oder durch die erlernende Hilflosigkeit, in der sie glauben wenig oder gar keine persönliche Kontrolle über bedeutende Lebensereignisse zu haben. Ursachen komplex, nur teilweise verstanden Eine Depression kann jeden treffen, ohne Vorwarnung oder psychische Auffälligkeit Geschlechtsspezifische Unterschiede: 21 Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer, die an einer major Depression leiden. Suizidgefährdet Behandlung mit Medikamenten und Psychotherapie
  • Phobien vorhandenen und erkannten Gefahr (z.B. Feuer in der Wohnung oder Raubüberfall), die zur Furcht oder Gegenangriff führen. Bei einer Phobie: Angst vor einem spezifischen Objekt, einer bestimmten Aktivität oder bestimmten Situation, die stark übertrieben und unbegründet wirkt. Es gibt 2 Kategorien von Phobien: 1. Soziale Phobien: Angst sich in einer Art und Weise peinlich zu verhalten. Sie wissen dass es übertrieben ist aber dennoch können sie die Angst nicht vermeiden. So starke Angst vor prüfenden Blicken und Ablehnungen durch andere, das die Leistung negativ beeinflusst wird. 2. Spezifische Phobien: Angst vor Objekten oder Tieren.Ailurophobie: Angst vor KatzenAcrophobie: HöhenangstArachnophoie
  • Angststörungen Generalisierte Angststörung• Panikstörung• Phobien• Zwangsstörungen• Posttraumatische Belastungsstörungen Wie erklären Psycholog*innen die Entstehung von Angststörungen und wie kann man sie behandeln? es gibt biologische und psychologische Erklärungen (psychodynamische Erklärung für Jim könnte zum Beispiel sein: Konflikt zwischen dem Wunsch sex. aktiv zu sein und sich / Ruf / Moral zu beschmutzen.
  • Generalisierte Angststörung In einem Zeitraum von mind. 6 Monaten ging ein andauerndes Gefühl von Ängstlichkeit und der Besorgtheit erlebt, ihnen dass dabei eine reale Bedrohung auszumache ist. Mindestens 3 weiter Symptome: verstärkte Muskelanspannung, leichte Ermüdbarkeit, Ruhelosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit oder Schlafstörungen Die Ängste können nicht kontrolliert oder beiseite geschoben werden
  • Panikstöung Unerwartete schwere Panikattacken, die jedoch nur wenige Minuten andauern Angstgefühle begleitet mit Herzrasen, Schwindel, Benommenheit oder Erstickungsgefühle Keinen konkreten Auslöser
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  • Agoraphobie Die Angst vor öffentlichen Plätzen oder großen Räumen, wo ein Rückzug oder eine Flucht nur schwer möglich ist.
  • Antisoziale Persönlichkeitsstörung Unverantwortliche oder gesetzwidrige Verhaltensmuster• Lügen, stehlen, sich prügeln• Kein Scham oder Reue bei verletzenden Handlungen• Tritt häufig zusammen mit anderen Störungen auf• Umwelt, sowie genetische Ursachen
  • Ätiologie psychischer Störungen Was macht psychisch krank? Biologische Faktoren Psychologische Faktoren Die Mehrzahl geht von einem interaktionistischen Modell aus und sehen psychische Störungen als das Ergebnis einer komplexen Interaktion biologischer, psychischer und sozialer Faktoren
  • Autistische Störung Schwere Defizite in Fähigkeit „soziale Bindung“/ Kontakte einzugehen Wenig Interesse an der Umwelt Verzögerte Sprachentwicklung Kaum fähig, Verhalten anderer zu verstehen Diagnose häufig erst mit Sprachentwicklung Repetitive und rituelle Verhaltensweisen: z.B. ordnen von Gegenständen in Reihe oder symmetrischen Mustern an Eine große genetische Komponente, das Gehirn wächst schneller als bei anderen / Hirnabweichungen
  • Borderline Persönlichkeitsstörung Große InstabilitätHäufige Schlägereien und Wutanfällen Impulsivität in ihrem Verhalten wie Drogenmissbrauch oder Suizidversuche Eine intensive Angst verlassen zu werden Anklammern Ursachen:Genetische Faktoren, Umweltfaktoren (z.B. von traumatischen Erlebnissen)
  • DSM-IV-TR / DSM 5 DSM = Diagnostic and Statistic Manual of Mental Disorders der American Psychiartric Association Klassifiziert, definiert und beschreibt über 200 psychische Störungen Hauptsächliche Beschreibung von Symptomen und Störungsverläufe und wenige auf und weniger auf die Theorie der Ätiologie oder Behandlungsmethoden. Um Ärztinnen zu ermutigen, auch psychische und körperliche Symptome zu berücksichtigen, klassifizierte der DSM III-IV und klassifiziert der ICD 10 auf 5 Achsen die als unabhängig voneinander angesehen werden Symptome werden zu psychischen Syndromen zusammengefasst ICD = internationale Klassifikation der Krankheiten der WHO Forschungs- und Verhaltensorientiert Klassifiziert neben psychischen Störungen auch körperliche Erkrankungen
  • Diagnostische Kategorien im DSM V Störungen der neuronalen und mentalen Entwicklung Schizophrenie-Spektrum und andere psychotische Störungen Bipolare und verwandte Störungen Depressive Störungen Angststörungen Zwangsstörung und verwandte Störungen Trauma- und belastungsbezogene Störungen Dissoziative Störungen Somatische Belastungsstörung und verwandte Störungen Futter- und Essstörungen Ausscheidungsstörungen Schlaf-Wach-Störungen Sexuelle Funktionsstörungen Geschlechtsdysphorie Disruptive, Impulskontroll- und Sozialverhaltensstörungen Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen und abhängigen Verhaltensweisen Neurokognitive Störungen (NCD) Persönlichkeitsstörungen Paraphile Störungen Andere psychische Störungen Medikamenteninduzierte Bewegungsstörungen und andere unerwünschte Medikamentenwirkungen Andere klinisch relevante Probleme
  • Erlernte Hilflosigkeit Theorie von Martin Seligmann, dass zukünftige Ereignisse, die für sie von Bedeutung sind, nicht beeinflussen. Ist durch 3 Arten von Defiziten gekennzeichnet: Motivationale Defizite: brauche lange, um Verhaltensweisen abzurufen Emotionale Defizite: versteinert, lustlos, verängstigt und stresserfüllt Kognitive Defizite: wenig Lernerfolg in neuen Situationen Auch Menschen in depressiven Zuständen haben wohl erlernte Hilflosigkeit: Sie haben die Erwartung, dass nichts von dem was sie tun können, von Bedeutung ist.Personen die ein Scheitern internal, stabil und global attribuieren sind auffälliger für Depressionen
  • Zwangsstörung Gefangen in Denk- und VerhaltensmusternWiederholte, zweckorientierte Handlungen, die nach bestimmten Regeln oder in ritualen Zwangsgedanken ausgeführt sind.z.B. Waschen, Licht/ Geräte ausschalten, Gezwungen alles zu zählen
  • Major Depression Kennzeichen: • Dysphorische Stimmung• Appetitlosigkeit• Schlafsymptomatik• Motorischer Verlangsamung• Starke Erregung• Schuldgefühle/ Wertlosigkeitsgefühle• Verringerte Konzentrationsfähigkeit• Suizidgedanken Schweregrad verschieden: einmalig, episodisch, chronisch Ernste lebensbedrohliche Krankheit Depression erfordert hohen Preis von Patient*in, Angehörigen und Gesellschaft
  • Bipolare Störungen Sind durch Wechsel von Phasen schwerer Depression und manischen Episoden gekennzeichnet
  • Persönlichkeitsstörung Lang anhaltendes (chronisches), unflexibles, fehlangepasstes Muster der Wahrnehmung, des Denkens oder des Verhaltns. Stabiles fehlangepasstes Wahrnehmungs-, Denkens- und Verhaltensmuster Häufig ohne Krankheitseinsicht Umwelt leidet mehr, als Patient Können Personen im sozialen, alltäglichen und beruflichen Leben sehr beeinträchtigen und großes Leid hervorrufen
  • Neurotische Störung Auch als Neurose bezeichnet, wurde ursprünglich als relativ verbreitete psychische Probleme begriffen, bei denen eine Person keine Anzeichen einer Gehirnauffälligkeit aufwies, nicht durch stark irrationales denken auffiel und keine grundlegenden gesellschaftlichen Normen verletze. Aber stand unter subjektivem Leistungsdruck, zeigte selbstschädigendeVerhaltensweisen oder unangemessene Bewältigungsstrategien.
  • Psychotische Störung Auch als Psychose bezeichnen, Merkmale, Art und Schweregrad der Probleme zu von Neurosen abzugrenzen. Weicht stark von den gesellschaftlichen Normen ab und einer tiefen Störung des rationalen Denkens, der Emotionen und der Denkprozesse begleitet wird.
  • Psychologische Diagnostik Psychologische Diagnose gibt einem bestimmten gestörten Verhalten einen Namen, indem sie das beobachtete Verhaltensmuster in ein bewährtes Diagnosesystem einordnet.+ Kommunikation+ Verständigung+ Verständnis+ begründbare Behandlung- Risiko der Stigmatisierung
  • Schizophrenie Die Persönlichkeit scheint auseinanderzufallen, Denken und Wahrnehmung sind gestört und die Emotion abgestumpft. Das Denken wird unlogisch, es treten Halluzinationen (Anblicke, Gerüche oder Stimmen), Wahnvorstellungen 5 Subtypen: Desorganisierter Typ – Unangemessene Verhaltensweine und Emotionen; desorganisierte Sprechweise, verhält sich dumm, kindisch Katatoner Typ – Eingefrorenes, erstarrtes, oder reizbares motorisches Verhalten Paranoider Typ – Verfolgungs- und Größenwahn oder Eifersuchtswahn Undifferenzierter Typ – Verschiedene Symptome verschiedener Typen, verbunden mit Denkstörungen Residualer Typ – Frei von Hauptsymptomen, aber mit Hinweisen auf Weiterbestehen der Störung durch geringfügige Symptome Schizophrenie:Gruppe von Störungen, über die man vieles noch nicht weiß. Biologische, Genetische, umweltbedingter Stress als Ursachen
  • Somatoforme Störung Psychische Krankheiten oder Beschwerden, die durch tatsächliche medizinische Befunde nicht völlig erklärt werden können Hypochondrie: Sie glauben dass sie physisch Krank sind, obwohl Ärzte ihnen versichern gesund zu sein. Auch wenn sie gesund sind, haben sie Angst krank zu werden und dies verursacht so viel Disstress, dass sie in ihrem Alltagsleben eingeschränkt sind. Somatisierungsstörung; körperlich Beschwerden über Jahre hinweg. Diese Diagnose muss folgendes erfüllen: vier Schmerzsymptome (Kopf- oder Magenschmerzen), zwei gastrointestinale Symptome (Übelkeit oder Durchfall), ein sexuelles Symptom (Erektionsstörungenoder Menstruationsbeschwerden) und ein neurologische Symptom ( Paralyse oder Doppelsehen) Konversionsstörung: Ein Verlust der motorischen oder sensorischen Funktionen, der nicht mit einer Schädigung des Nervensystems oder einem anderen körperlichen Schaden erklärt werden kann. Sie leiden z.B. an Blindheit ohne medizinische Ursache. Menschen mit einer Konversionsstörung zeigen andere Hirnaktivitätsmuster als diese, die nur vorgeben solche Symptome zu haben.
  • Stigma Eine Etikette der Abweichung• Ein Zeichen der Schande• Eine Anschaffung von negativen Eigenschaften, die eine Person als inakzeptabel ausgrenzen• Negative Einstellungen entstammen bestimmten Quellen
  • Postraumatisce Belastungsstöring PTBS Eine Angststörung, die durch ständiges Wiedererleben der traumatischen Ereignisse in Form von leidvollen Erinnerungen, Träumen, Halluzinationen und Flashbacks gekennzeichnet ist. Eine Reaktion z.B. auf eine Vergewaltigung, schwere Verletzungen, Krieg… Als Opfer oder Zeuge möglich Oft begleitet mit einer psychischen Störung wie Depressionen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit…
  • Ursachen von Angststörungen Biologische Ansätze: Anlage-Umwelt Erklärung:+ Psychodynamisches Modell: Durch zugrunde liegende psychische Konflikte oder Ängste ausgelöst werden, das Ergebnis von Konflikten… Behavioristisches Modell: Sie konzentriert sich auf die Art und Weise, in der Symptome der Angststörung verstärkt oder konditioniert werden, es sind klassisch konditionierte Ängste Kognitives Modell: Sie konzentrieren sich auf die Wahrnehmung und Einstellungen, die die Einschätzung einer Gefahr durch eine Person verzerren.