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Eibl (Fach) / 9 Pro- /Präbiotika (Lektion)

Pro- /Präbiotika

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  • 10. Was ist Mikrobiota und was Mikrobiom? Mikrobiota = die Menge der mikrobiell lebenden Arten in einer bestimmten Umgebung (zB Darm) Mikrobiom = Summe der Gene der Mikrobiota
  • 11. Wie verändert sich das Klima von Magen und Darmbereichen und damit die Art der Mikrobiota? Magen= sauer (pH 1-4,4),  unter 104 pro g > Lactobacillaceae, Helicobacterceae ---- Magen nicht steril Dünndarm = Immune challenge pH nimmt von Duodenum zum Ileum (oben nach unten) zu ~5.5 - 7.0Bakterienzahl nimmt ebenfalls von oben nach unten zu (103 - 109 pro g)Bacillaceae, Streptococcaceae... Dickdarm, Kolon= Bioreaktor, pH 5,5 - 7 vielzahl der metabolischen Aktivitäten, kurzkettige FettsäurenChlostridium, Lactobacillaceae, Bifidobakterium,...1011 pro g
  • 12. Was wird verstoffwechselt in Duodenum, Jejunum, Ileum, Colon? Duodenum: Ca, Mg, Fe, Monosaccharide, kurzkettige Fettsäuren (SCFAs), Proteine, Immunomodulation Jejunum: Freie Fettsäuren (FFA), Calcium, Vit D, Vit ADEK Ileum: Vit B12, Bile acitds Colon: Wasser, SCFAs
  • 13. Welche Reaktionen gehen darmeigenen Mikrobiota ein? Fermentation, Hydrolyse, Aromatische Spaltung, Reduktion, Veresterung, Dekojugierung (auflösen von Doppelbindungen) bei verschiedensten Metaboliten, wie etwa Ballaststoffe, Drogen/Toxine, Lignane, Proteine..
  • 14. Definition von Prä, Pro und Synbiotika Präbiotika = unverdauliche LM-Bestandteile welche das Wachstum erwünschter Bakterienstämme im Darm stimulieren (zB Ballaststoffe wie Oligosaccharide) Probiotika = übertragene lebende M.O. welche einen gesundheitlichen Nutzen für den Wirt haben (zB Lactobazillen, Bifidobakterien) Synbiotika = Kombi aus den beiden
  • 17.Was macht die Forschung an Probiotika sehr kompliziert? man weiß nicht ob die M.O. tatsächlich lebens im Darm ankommen oder vorher abgetötet werden im Magen selbst wenn DNA im Stuhl nachgewiesen wird > könnte von Toten M.O. stammen
  • 18. bei welchen Erkrankungen wurden Probiotika erfolgreich verwendet? Beispiele chronisch-entzündliche DarmerkranungenDurchfallerkrankungenVerstopfungVorbeugung von Allergien/Infektionen FrühgeborenerVorbeugung NeurodermitisInfekte Hals, Nase, Ohren... aber wissenschaftlich oft noch nicht bewiesen / widersprüchlich
  • 19. Was ist antiobiotikaassoziierte Diarrhö? (AAD) Welche Gruppen besonders betroffen? wie können Probiotika helfen? AAD = unerwünschte Nebenwirkung als Folge einer Störung des natürlichen GGW der Mikobiota welche eine anormale Vermehrung krankheitserrengender Bakterien ermöglicht tritt bei Kindern häufiger aus als bei Erwachsenen Probiotika haben eine schützende Wirkung bei AAD, besonders in Studien mit Fäkaltransfer auf Chlostridium difficile Infektionen beobachtet
  • 20. Ergebnisse zu Probiotika bei Reizdarmsyndrom? durchweg positive Ergebnisse in unkontrollierten (=open label = Anwendungsbeobachtung) Studien
  • 21. Welche Akteure sind im probiotika feld zu finden und welche Interessen haben sie an Probiotika? Wissenschaftler > wollen Wissenschaft betreiben die positiven Effekt auf Gesellschaft hat Industrie > wollen profitable Produkte mit hoher Qualität und validierten und verständlichen Claims Konsumenten > wollen verlässliche Informationen um gute Entscheidungen zu treffen Regulierer > wollen Konsumenten vor Fehlinfos schützen
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  • 22. Welche Effekte haben Probiotika? Wie verbreitet sind sie? Sehr verbreitete Effekte:Säure und SCFA ProduktionKolonisierung ResistenzRegulierung von intestinalem Transfer... verbreitete Effekte:Vitamin Synthese, Reinforcement der Darmdurchlässigkeit, enzymatische Reaktionen, neutralisierung von Carzinogenen Seltene Effekte:Neurologische, Immunologisce, Endocrinologische Effekte, Produktion von spezifischen Bioaktiven stoffen
  • 23. Welche Produkte gelten als Probiotisch, welche nicht? Probiotisch:Probiotische Medizin, LM, nicht-orale Probiotika, Probiotische Tiernahrung... Nicht Probiotisch: Fermentierte Nahrung mit undefiniertem mikrobiologischem Inhalt (zB sauerkraut)undefinierte Zusammenschluss, zB Fäkaltransfer
  • 24. Was sind Psychobiotika? gesundheitsförderliche Mikroorganismen, diese setzen darmhormone frei, die die Gesundheit positiv beeinflussen können ohne dafür die Blut-Hirn-Schranke überwinden zu müssen Hat neuronale Effekte (=im Gehirn), sogar so weit, dass das Verhalten beeinfusst wird (zB Taxoplasma Gondii bei Mäusen)
  • 25. Wie verändert sich die Mikrobiota im Laufe des Lebens? siehe Folie 30/31
  • 26. Wie kann Darmmikrobiota Adipositas beeinflussen? durch verschiedene Stoffwechselwege kann es zB die Einlagerung von Fett kontrollieren (mit FIAF), Lipogenese  außerdem verstoffwechselung zu SCFAs
  • 27. Warum ist Stillen so gut für Darmbakterien des Kindes? Und welchen Einfluss hat Kaiserschnitt? beeinflusst die Zusammensetzung der Darmflora, da Muttermilch Oligosaccharide für Bifidogene enthält und eventuell sogar Bifidobakterien (ist umstritten ob sie in Milch sind oder über Haut übertragen werden) Gestillte Kinder haben im Vergleich zu Formula-Kindern eine höhere Anzahl guter Bakterien und verschiedene Spezies Zusammensetzung. Die Zusammensetzung der Mikrobiota der Muttermilch ändert sich fortweg, wahrscheinlich je nach bedarf des Kindes  Bei vaginal geborenen Kindern die gestillt werden nähert sich Mikrobiota des Kindes schneller dem der Mutter an als bei Kaiserschnitt oder nicht-gestillten Kindern
  • 28. Welchen Effekt kann Kaiserschnitt oder Antibiotika Exposition auf Adipositas ? beides kann die Mikrobiota stören und so mikrobiotische Effekte haben (zB vermehrte Energiezehrung aus Nahrung, veränderte Stoffwechselsignale, veränderte Entzündungswerte) >> kann zu vermehrter Adipösen Gewebe führen
  • 29. Wie können Proteine die in der Muttermilch sind eventuell Antiobiotika Resistente Bakterien bekämpfen? Laktoferrin Protein wurde isoliert und so aufkonzentriert dass es Virusse und Bakterien zerreißen kann ohne Effekt auf menschliche Wirtszelle zu habenHatte Virusähnliche Form und konnte spezielle Bakterien erkennen und angreifen
  • 30. Welche Aufgaben übernimmt die normale Mikrobiota im Darm? Entwickelt GGW des ImmunsystemsKontrolliert Proliferation / DifferenzierungFördert Darm-DurchblutungSchützt vor Krankheitserregern (protektiv)Fermentiert unverdauliche Nahrung Beeinflusst CholesterinstoffwechselProduziert Vit KVerstoffwechselt Xenobiotika (metabolisch)