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Einführung Psychologie II (Fach) / Sozialpsychologie Schlüsselbegriffe (Lektion)

Sozialpsychologie Schlüsselbegriffe

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  • Sozialpsychologie die wissenschaftliche Untersuchung davon, wie wir übereinander denken, uns gegenseitig beeinflussen und in welcher Beziehung wir zueinander stehen
  • Attributionstheorie beschreibt, dass wir das Verhalten eines Menschen erklären, indem wir die Verantwortung dafür ent weder der Situation oder der Veranlagung des betreffenden Menschen zuschreiben
  • Fundamentaler Attributionsfehler (»fundamental attribution error« Tendenz, dass ein Beobachter bei der Analyse des Verhaltens eines Menschen den Einfluss der Situation unter- und den Einfluss der persönlichen Veranlagung überschätzt.
  • Einstellung (»attitude«) Gefühle, oft von unseren Überzeugungen beeinflusst, die Menschen prädisponieren, in einer bestimmten Art und Weise auf Dinge, Menschen und Ereignisse zu reagieren.
  • Periphere Route der Überzeugung (»peripheral route persuasion«) tritt auf, wenn man durch nebensächliche Hinweise beeinflusst wird, wie beispielsweise die Attraktivität eines Redners.
  • Zentrale Route der Überzeugung (»central route to persuasion«) tritt auf, wenn am Thema interessierte Menschen sich auf die Argumente konzentrieren und positiv darauf reagieren.
  • Foot-in-the-Door-Technik (»foot-in-the-door phenomenon«) Neigung von Menschen, die zunächst einer bescheidenen Forderung zugestimmt haben, später auch einer weiter gehenden Forderung zuzustimmen.
  • Theorie der kognitiven Dissonanz (»cognitive dissonance theory«) besagt, dass wir handeln, um den unangenehmen Zustand (kognitive Dissonanz) zu verringern, den wir empfinden, wenn zwei unserer Gedanken (Kognitionen) miteinander inkonsistent sind. Wenn beispielsweise unsere bewusste Einstellung unseren Handlungen widerspricht, können wir die Dissonanz, die sich daraus ergibt, verringern, indem wir unsere Einstellung ändern.
  • Konformität (»conformity«) Anpassung des Verhaltens oder Denkens, um mit dem Gruppenstandard übereinzustimmen
  • Normativer sozialer Einfluss (»normative social influence«) Einfluss, der sich aus dem Wunsch einer Person ergibt, Zustimmung zu bekommen und Ablehnung zu vermeiden
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  • Informationaler sozialer Einfluss (»informational social influence«) Einfluss, der sich aus der Bereitschaft eines Menschen ergibt, die Meinungen anderer über die Wirklichkeit anzunehmen.
  • Soziale Erleichterung (»social facilitation«) – Leistungssteigerung durch die Anwesenheit anderer; tritt bei einfachen oder gut gelernten Aufgaben auf.
  • Soziales Faulenzen (»social loafing«) Tendenz, dass sich Menschen in Gruppen weniger anstrengen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, als wenn sie allein verantwortlich sind.
  • Deindividuation (»deindividuation«) Verlust der Selbstwahrnehmung und Zurückhaltung in Gruppensituationen, die Erregung und Anonymität fördern.
  • Gruppenpolarisierung (»group polarization«) Extremisierung der in einer Gruppe vorherrschenden Einstellungen durch Diskussionen in der Gruppe.
  • Gruppendenken (»groupthink«) Denkweise, die dann auftritt, wenn in einer Gruppe das Harmoniebedürfnis bei Entscheidungen stärker ist als die realistische Bewertung von Alternativen
  • Vorurteil (»prejudice«) ungerechtfertigte (und in der Regel negative) Einstellung gegenüber einer Gruppe und ihren Mitgliedern. Vorurteile beinhalten i. Allg. stereotype Überzeugungen, negative Gefühle und die Bereitschaft zu diskriminierendem Verhalten.
  • Stereotyp (»stereotype«) verallgemeinernde (manchmal richtige, oft aber übergeneralisierende) Einstellung gegenüber einer Gruppe von Menschen
  • Diskriminierung (»discrimination«) nicht zu rechtfertigendes, negatives Verhalten gegenüber einer Gruppe oder ihren Mitgliedern.
  • Gerechte-Welt-Glaube (»just-world phenomenon«) Tendenz von Menschen, zu glauben, dass die Welt gerecht ist und dass Menschen deshalb bekommen, was sie verdienen, und verdienen, was sie bekommen.
  • Eigengruppe (»in-group« »Wir« – die Menschen, mit denen man eine gemeinsame Identität teilt
  • Fremdgruppe (»out-group«) »Sie« – diejenigen, die als verschieden oder getrennt von der eigenen Gruppe wahrgenommen werden.
  • Eigengruppenverzerrung (»in-group bias«) Tendenz, die eigene Gruppe anderen vorzuziehen.
  • Sündenbocktheorie (»scapegoat theory«) besagt, dass Vorurteile ein Ventil für Aggressionen darstellen, indem sie jemanden als Schuldigen definieren.
  • Other-Race-Effekt (auch Cross-Race-Effekt, Own-Race-Bias; »other-race effect«) Tendenz, sich an Gesichter der eigenen Ethnie besser zu erinnern, als an die von Mitgliedern anderer Herkunft.
  • Aggression (»aggression«) jedes körperliche oder verbale Verhalten, das mit der Absicht ausgeführt wird, zu verletzen oder zu zerstören.
  • Frustrations-Aggressions-Prinzip (»frustration aggression principle«) besagt, dass durch Frustration, d. h. wenn man daran gehindert wird, ein Ziel zu erreichen, Wut entsteht, die zu Aggressionen führen kann.
  • Soziales Skript (»social script«) kulturell geformter Leitfaden, der bestimmt, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll.
  • Mere-Exposure-Effekt (»mere exposure effect«) Phänomen, dass die wiederholte bloße Darbietung neuer Reize dazu beiträgt, daran Gefallen zu finden
  • Leidenschaftliche Liebe (»passionate love«) erregter Zustand intensiven, vollkommenen Ineinander-Aufgehens, der in der Regel zu Beginn einer Liebesbeziehung auftritt.
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  • Kameradschaftliche Liebe (»companionate love«) tiefe, liebevolle Bindung, die wir gegenüber Menschen empfinden, mit denen unser Leben in komplexer Weise verbunden ist
  • Equity (ausgewogenes Verhältnis von Geben und Nehmen; »equity«) ein Zustand, in dem Menschen aus einer Beziehung genauso viel bekommen, wie sie geben
  • Selbstoffenbarung (»self-disclosure«) anderen Menschen intime Aspekte von sich selbst mitteilen
  • Zuschauereffekt (»bystander effect« Tendenz eines einzelnen Zuschauers, seltener zu helfen, wenn weitere Zuschauer anwesend sind.
  • Theorie des sozialen Austauschs (»social exchange theory«) besagt, dass es sich bei unserem Sozialverhalten um einen Austauschprozess handelt, dessen Ziel es ist, den Nutzen zu maximieren und die Kosten zu minimieren.
  • Reziprozitätsnorm (»reciprocity norm«) Erwartung, dass wir denen, die uns geholfen haben, helfen und ihnen keinen Schaden zufügen sollten.
  • Norm der sozialen Verantwortung (»social responsibility norm«) Erwartung, dass wir denen, die von uns abhängig sind, helfen.
  • Konflikt (»conflict«) wahrgenommene Unvereinbarkeit von Handlungen, Zielen oder Ideen.
  • Soziale Falle (»social trap«) Situation, in der sich die am Konflikt beteiligten Parteien in wechselseitig destruktivem Verhalten verfangen, weil jede Partei rational die eigenen Interessen verfolgt.
  • Spiegelbildliche Wahrnehmungen (»mirror-image perceptions«) – gegenseitige Wahrnehmung, die konfligierende Parteien häufig haben, wenn sie beispielsweise sich selbst jeweils als ethisch korrekt und friedlich, die andere Seite hingegen als böse und aggressiv sehen.
  • Übergeordnete Ziele (»superordinate goals«) gemeinsame Ziele, durch die Differenzen unter Menschen überwunden werden, weil sie deren Kooperation erfordern.
  • GRIT (»Graduated and Reciprocated Initiatives in Tension-Reduction«) schrittweise und wechselseitige Initiativen zur Spannungsreduktion – eine Strategie zur Verringerung internationaler Spannungen.