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CSR (Fach) / CSR 6. Semester Krings (Lektion)
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- John Rawls: Theorie der Gerechtigkeit Mit der Verteilung von Rechten, Freiheiten und Gütern soll wohlgeordnet verfahren werden --> zum Wohl der Gesellschaft Verbesserung der Position des am schlechtesten Gestellten in der Gesellschaft Betroffener kennt durch seine Beschränktheit des Wissens nicht alle Folgehandlungen Gedankenexperiment ((wir wissen alle nicht wo wir in der Gesellschaft stehen (arm, reich, schwarz, weiß... ) und dann werden Regeln aufgestellt --> z.B. Einkommensumverteilung)) Kritik: Werte & Traditionen gehen in der Entscheidungsfindung verloren Entscheidung im Urzustand ist risikoreich und worst-case geprägt Definition der Gerechtigkeit ist unklar, sollte jedoch eigentlich schon vor dem Prozess bekannt sein
- Utilitarismus (formuliert von Jeremy Bentham und Stuart Mill) Ethisches Prinzip, welches auf dem Nützlichtkeitsprinzip basiert die Handlungen sind moralisch richtig, deren Folgen für das Wohlergehen aller Betroffenen optimal sind Ziel: größtmöglicher Gesamtnutzen Gesamtnutzen = Zusammenfassung aller individueller Nutzen Kritik: neue Entwicklungen können während der Entscheidungsfindung entstehen erst im Nachhinein ist ersichtlich, ob die Entscheidung richtig war Furcht der Betroffenen vor Entscheidungen (Bsp. Organspender)
- Sahra Wagenknecht - Kapitalismus oder Freiheit? Aussagen ihres Buches: Wirtschaftliche und politische Freiheit sind nicht nur durch staatliche Überkontrolle (Planwirtschaft) gefährdet, sondern auch durch das entgegengesetzte Extrem (Anarchie der regellosen Marktwirtschaft) Soziale Marktwirtschaft wird als kritisch gesehen: im Gegensatz zum sozialstaatlich regulierten Wirtschaftsmodell wird der gegenwärtige Kapitalismus künftig den versprochenen „Wohlstand für Alle“ nicht mehr realisieren können Ihr Lösungsansatz: wirtschaftspolitische Umorientierung hin zu einer erneuerten sozialen Marktwirtschaft („kreativer Sozialismus“) (Krings sieht sie und ihre Aussagen als sehr kritisch)
- Thomas Hobbes: Neue Theorie und Philosophie für die Politik Hauptwerk: Leviathan --> neue Theorie und Philosophie für die Politik (mit 5 Annahmen:) Naturzustand: Land in dem es keine Staaten gibt, die den inneren Frieden wahren und erzwingen wollen. Naturzustand = natürliche Freiheit jedes Einzelnen, alle gegen alle, jeder ist sein eigener Richter Recht auf Selbsterhaltung und -verteidigung: Recht auf Freiheit schließt das Recht auf Selbsterhaltung und –verteidigung ein (mit allen Mitteln – bis zur Zerstörung!) Primäre Naturgesetze: Um Zustand „Alle gegen Alle“ einzudämmen, muss Hoffnung auf Frieden bestehen. Friede kann nur dann entstehen, wenn der Einzelne auf sein Recht auf Alles verzichtet. Entwicklung von 21 Naturgesetzen, die den Frieden sichern sollen. Bsp. "Suche Friede und jage ihm nach", "Was andere dir nicht tun sollen, tue ihnen auch nicht" Gesellschaftsvertrag: Schließung eines gemeinsamen Gesellschaftsvertrages aller Bürger miteinander. Inhalt dieses Vertrags: Übertragung eines Teils der Freiheit und des Rechts sich selbst zu regieren auf eine zentrale Autorität, die idealerweise aus einem absolutistischem Monarch (= Leviathan) besteht – statt einem Parlament -> idealtypische Staatsgründung nach Hobbes Rechte des Souveränens (absolutistischer Monarch): 2 wesentliche Rechte: Gewaltenteilung in einem Staat ist nicht förderlich (zwei Gewalten können in Konflikt miteinander geraten). Souverän ist mit gewissen hoheitlichen Rechten ausgestattet: der Souverän vereint die 3 Bereiche der Gewaltenteilung in seiner Person Menschenbild nach Hobbes: Mensch = Egoist, strebt nach möglichst vielen materiellen Gütern, deshalb ständiger Krieg Aller gegen Alle Hobbes Unterstützer: Mahathma Gandhi, Günther Grass
- Imanuel Kant: Kategorischer Imperativ "Handle nur nach Grundsätzen, von denen du wollen kannst, dass sie weltweit ein allgemeines Gesetz werden" Grundsatz = Maxime = grundsätzliche Lebensregel, Richtschnur Maxime müssen allgemeintgültig sein ("ich soll nicht lügen"); einen Zweck haben, den jeder wollen kann; aus Pflicht und freu von persönlichen Neigungen sein; so sein, dass andere Menschen immer als Zweck angesehen werden, nie als Mittel Kategorischer Imperativ = grundlegendes Prinzip der Ethik nach Kant: Regel, an die sich jeder halten soll Kategorisch = Ohne Einschränkung/Bedingung Imperativ = Aufforderung Absichten einer Handlung sind nach Kant entscheidend für den moralischen Wert --> folgen werden außer Acht gelassen Wenn der Wille gut ist, dann ist auch die Handlung gut (vs. Utilitarismus: Zweck heiligt alle Mittel) Folgen werden nicht bewertet Appelliert an die Vernuft Kritik: Theorie nur dann anwendbar, wenn man davon ausgeht, dass alle Menschen nur Gutes im Sinn haben Von Außen ist es unmöglich zu erkennen, aus welchen Motiven die Menschen handeln (Kant lässt die Gefühle außer Acht) Kant würde (zumindest teilweise) CSR-Maßnahmen als eine moralisch wertlose Tat sehen, da UN nicht den sozialen Aspekt im Hinterkopf haben, sondern z.B. ihre Fluktioation vermindern wollen (bei MA-Aktionen), oder mehr Absetzen wollen (wegen positivem Image)...
- Spieltheorie - Gefangenendilemma Selbstinteresse von einzelnen behindert eine Kooperation Man sollte die Spieltheorie nicht in Unternehmen ermöglichen (also variable Vergütungssysteme, die die Chance geben den individuellen Nutzen auf Kosten anderer steigern zu können) --> in UN sollte es verhindert werden, dass der individuelle Nutzen größer sein kann als der kollektive Nutzen
- Kant vs. Spieltheorie Kant: Moralische Handlungen <> Spieltheorie: rationale für Individuum Richtige Kant: Normativ, macht Vorschriften, „so muss der Mensch sein“ <> Spieltheorie: Empirisch, nicht „wie muss der Mensch sein“ sondern „wie ist der Mensch“
- Friedman Sinnvoller Ansatz eines UN ist der Stakeholderansatz --> wie müssen wir als UN uns verhalten, damit unsere Anspruchsgruppen mit uns arbeiten möchten. Wenn es sich rechnet wäre Friedman dafür (dann sollte der soziale Aspekt allerdings nicht der Grund sein, im Gegensatz zu Kant)
- Mögliche CSR Aktivitäten (aus den Fallstudien, selbst erarbeitet) Bsp. Fallstudie Hessnatur Teilnahme an Messen (ökologische und textilspezifische) innovative ökologische Herstellungsmethoden werden bekannter (allerdings damit Gefährdung des USP?) Stromproduzierende Dachziegel Verschnitt möglichst gering halten und recyceln oder spenden Bsp. Fallstudie Bionade: Kommunikation der bisherigen CSR-Projekte Bionade – Fahrräder Fitnessevents anbieten (Fitnessprogramme, Diätprogramm, etc.) Freiwillige Zusatzleistungen für Mitarbeiter: Fitnesskurse, Elektrofahrzeuge, Gesundförderung Stromproduzierende Dachziegel
- Verbesserungspotenziale in der CSR Kommunikation Bsp: Fallstudie Hessnatur Bessere und stärkere Kommunikation der CSR-Aktivitäten (z.B. Projekte): Markenbotschafter wie beispielsweise Steffi Graf YouTube-Vlog in dem die CSR-Maßnahmen des täglichen Arbeitsalltags im Unternehmen gefilmt und frei zugänglich gemacht werden Nutzung der sozialen Medien: Facebookprofil, Instagram... Bsp. Fallstudie Bionade Fairtrade-Siegel Spende von Bionadeflaschen an SOS-Kinderdörfer (Sozialprojekte) Markenbotschafter (z.B. berühmte Sportler) Kommunikation über Blogger/YouTuber/Instagram Bionade-App
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- Liberalismus Recht auf Freiheit Eigenverantwortung freie Entfaltung der einzelnen Personen (Individualismus) Kontrolle oder Bevormundung des Einzelnen durch staatliche Einrichtungen vermindern/verhindern Grundidee: Freie Marktwirtschaft und individuelle Freiheit Friedman war ein wichtiger Vertreter (Auffassung: Manager haben, im Rahmen der gesetzlichen und grundlegender ethischer Gepflogenheiten, ausschließlich den Interessen der Aktionäre zu dienen) Kritik: Unrealistische Vorstellung individueller Selbstständigkeit, unsoziale Auswirkungen von Marktprozessen, Nachhaltigkeit wird komplett ausgeblendet