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Textilchemie (Fach) / Veredlung (Lektion)
- Was versteht man unter Lösemitteln und wozu sind sie gut Lösemittel sind sehr polare Gruppen, die gut mit Wasser und Farbstoff wechselwirken können. Sie dienen der löslichkeit von Farbstoffen im Färbemedium
- Farbstoffklassen für Cellulose - Substantiv/Direktfarbstoffe- Schwefelfarbstoffe- Küpenfarbstoffe- Entwicklungsfarbstoffe- Reaktivfarbstoffe
- Welche Verfahrenstechniken gibt es zur Färbung? Ausziehverfahren (Adsorption) Kontnueverfahren (Applikation)
- Direkt- bzw. Substantivfarbstoffe wasserlöslich großmolekular anionisch hohe Substantivität durch langes pi-Elektronensystem Bindet nur mit sekundären Bindungen an dies Faser mäßige Nassechtheiten (Kationische Nachbehandlung verbessert) Ausziehverfahren oder Klotzen (Kontinuetechnik) nur mittlere Birllianz
- Küpenfarbstoff wasserunlöslich antrachinoide oder indigoide Farbstoffe Reduktion (Lauge) überführt Farbstoff in die lösliche Form (Verküpung in die Leukoform) Leukoform verhält sich ähnlich wie Substantivfarbstoff Oxidation (Wasserstoffperoxid) zur Rückführung in die Pigmentform Seifen zur Erhaltung der eigentlichen Farbnuance Ausziehverfahren hervorragende Fabrikations- und Gebrauchsechtheiten eingeschränkter Nuancenbereich (Reaktivfarbstoffe dienen zur Ergänzung der bei Küpenfarbstoffen fehlenden Farbnuancen) komplizierte Verfahrenstechnik
- Entwicklungsfarbstoff auch löslichen u. dispergierbaren Edukten werden unlösliche Farbstoffe synthetisiert Die Synthese erfolgt in/auf der Faser Phtalogenfarbstoff: Kondensation aus Farbstoffvorprodukten, Blau- & Grünnuancen Naphtolfarbstoff: Kupplung zweier Verbindungen ohne Farbstoffcharakter, Rot, Gelb, Schwarznuancen Auszieh- oder Kontinue
- Schwefelfarbstoff wasserunlöslich vorallem für Schwarznuancen auch gedeckte Töne (Grün, Oliv etc.) Reduktion und Oxidation Ausziehverfahren oder Pad-Steam schlechte Reibechtheiten, etwas schlechtere Nassechtheiten als Küpenfärbung Gefahr von Schwefelsäurebildung und daraus folgender Schäden bei feuchter Lagerung deshalb kationische Nachbehandlung oder Pufferung
- Reaktivfarbstoffe können kovalente Bindungen mit den reaktiven Gruppen der Faser eingehen Ankergruppen binden farbgebenden Teil an Faserpolymer bis zu 40% Bildung von Hydrolysaten (Farbstoff aber kein Reaktivfarbstof) vermindern durch erst aufziehen lassen dann erst HaOH zugabe zur aktivierung der Cellulose monofunktionell (geringe Substantivität daher viel Salz und Abwasserproblem) oder bifunktionell (zwei reaktive Ankergruppen, bessere Substantivität) gesamte Farbpalette hohe Brilianz gute Echtheiten bis auf Chlorbadewasser AOX halogenhaltige Reaktivanker gelangen ins Abwasser
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