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Wust - Kapitel 2 (Fach) / DAV, prüfungsfragen (Lektion)
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- Bausteine der Wert und Risikoorientierten Unternehmenssteuerung Benötigtes Risikokapital: Ausgehend von Risikoneigung wird benötigtes Kapital ermittelt Vorhandenes Risikokapital: ausgehend von der akt. Wirtsch. Situation das tatsächlich zur Absorption von möglichen Verlusten stehende Kapital ermittelt Kapitalkosten: Kapitalgeber gibt seine Renditeerwartungen vor. Entweder in Form von Zinshürde oder absolute Kapitalkosten Erfolgsmessung: Tatsächlicher Periodenerfolg wird gemessen und mit Anforderung des Aktionärs verglichen
- Wie Benötigtes Risikokapital Reduzierten? Kauf von Put-Optionen zur Absicherung des Marktrisikos der Aktie zusätzliche RV-Verträge zur Reduktion vers. technischer Risiken
- Vorhandenes Risikokapital erhöhen Aufstockung EK durch Aktionär Reduktion v. geplanten Dividenden
- Modellvarianten zur modellierung des benötigten Risikokapitals Faktormodelle: + einfach - Unternehmensspezifika können idR nicht abgebildet werden (z.B. GDV Modell) Analytische Modelle mit geschlossener Formel: + leicht zu befüllen - Nur für einfache Verteilungen (z.B. Szenariobasierzte Modelle: + auch nichtlineare Abhängiogkeiten werden miterfasst - wsk theoretische Interpretation der Ergebnisse ist schwierig (z.B. BaFin Stresstest) Monte Carlo Simulation: + Sehr genaue Modellierung - Komplexe Modelle (z.B. ALM-Modelle)
- Kernelemente ORSA in Bezug auf Eigenmittelausstattung Unter Zugrundelegung des Risikoprofils, der individuellen Risikotoleranz und der Geschäftsstrategie soll das VU den eigenen Bedarf an ökonomischen Risikokapital einschätzen. Diese Analyse bedeutet keine Duplizierung des Aufsichtsrechtlichen SCR, sondern impliziert eine individuelle, ökonomische Betrachtung. VU muss dafür sorgen, dass es aufsichtsrechtliches SCR nicht nur in kommender Periode, sondern dauerhaft stellen kann.
- versicherungstechnische Risiken: Zufallsrisiko: Nat. Schwankungen im Schadenverlauf, z.B. erhöhte Schadenaufwände in der Elementarversicherung aufgrund überdurchschnittlich viele Sturmereignisse Irrtumsrisiko: Risiko falscher Annahmen in der Kalkulation aufgrund von fehldenen oder falschen Informationen. z.B. kalkulatorisches Mischungsverhältnis bei Riester-Unisex Kalkulation Änderungsrisiko: Änderungen in der Risikocharakteristik, die nicht prognostizierbar waren, z.B. Langlebigkeitsrisiko in RentenVers, der bei Sterbetafel 1994 T noch nicht erkennbar war
- Warum können schlechte Schadenquoten auf den Eintritt eines operationellen Risikos zurückzuführen sein? Beispiele... Mängel in der Risikoprüfung können zu erhöhten SQ führen (z.B. wegen fehlender fachlicher Qualifikation) Mängel in der Leistungsprüfung können zu erhöhten SQ führen (z.B. fehlende Überprüfung, ob vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung vorliegt)
- Keine Multivariate Normalverteilung: Kritik berechnung Risikokapital C mit wurzelformel VaR kann nur bei vorliegen einer multivar. NVtlg exakt berechnet werden. Sonst nur Näherung, mit evtl. großem Fehler.
- Kernelemente des ORSA Bewertung des Gesamtsolvabilitätsbedarfs Darstellung der kontinuierlichen Einhaltung der Eigenkapitalanforderungen Darlegung der verwendeten Methoden und Prozesse zur Risikoidentifikation und Risikobeurteilung
- Beispiele Operationelle Risiken Betrugsfälle interne/externe Kriminielle handlunden Politische, Gesellschaftliche, rechtliche Risiken Managementrisiken
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- Warum sind operationelle Risiken nur schwer durch statistische Verfahren, etwa analytische Modelle oder Simulationsmodelle quantifizierbar? keine Detaillierte Branchenübliche Modelle zur Risikoquantifizierung -> grobe und pauschale Ansätze->realistischere Modelle müssen unternehmensintern entwickelt und kalibriert werden, da gibts aber nur ungenügend Daten heterogenität der operationellen Risiken (Zeitreihen weisen strukturbrüche auf, aufgrund ges. änderungne z.B.)
- Alternativmethoden, die anstelle von statistischen verfahren zur Bewertung operationelle Risiken eingesetzt werden können Faktorbasierte Modelle: Risiko wird durch Multiplikation eines Risikofaktors mit unternehmensindividueller Volumengröße bestimmt Szenarioanalysen: Mögliche Szenarien für die Entwicklung von Risikofaktoren werden diskutiert mit dem Ziel einer qualitativen oder quantitaven Bewertung. Bewertung oftrmals als Expertenschätzung
- Beispiele eines Markt- und Kreditrisikos, die auf die Realisation eines operationellen Risikos zurückzuführen sind Fehlende Limite im Kapitalanlageprozess: Zuviele Investitionen in Papiere eines Kontrahenten. Ausfall Kontrahent->Realisation extremer Kreditrisiken Fehlendes 4-Augenprinzip: Es wurde Abweichend von der Anlagestrategie des Unternehmens investiert-> Erhöhtes Durationsmismatch->Zinsänderungsrisiko
- 4 Inhalte einer Risikostrategie Festlegung / Definition des Risikoappettits Festlegung aktzeptabler/inakzeptabler risiken akzeptierte abweichung vom Jahresergebnis Zielallokation des Risikokapitals auf Risikoklassen