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Allgemeine & Biopsychologie (Fach) / Aufmerksamkeit, Bewusstsein, Kontrolle (Lektion)
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- Funktionen der Aufmerksamkeit sind? Planen und Kontrollieren: nicht automatisierte Handlungen vorbereiten und die Ausführung überwachen, eg eine Aufgabe Selegieren: relevante Informationen herausfiltern/aufmerksam sein Überwachen: nicht abgelenkt sein & Umwelt auf Veränderungen absuchen Alle drei Funktionen können gleichzeitig aktiv sein, stören sich aber gegenseitig. Die Veränderung des Aufmerksamkeitsniveaus kann willentlich oder reizgesteuert geschehen.(Beispiel: Telefonieren im Auto und Beobachtung der Umgebung beim Autofahren oder plötzliches Geräusch- man schaut hin). Man kann visuelle und auditive Aufmerksamkeit unterscheiden, die nach unterschiedlichen Prinzipien funktioniert.
- Selektive Aufmerksamkeit bedeutet? - verbessert die Wahrnehmung der Reize im Zentrum der Aufmerksamkeit. - beeinträchtigt die Wahrnehmung von Reizen, auf die man sich nicht konzentriert. - Bewusstsein immer nur auf einen sehr! begrenzten Aspekt Also. Musik beim lernen j/n? Fernseher als Hintergrund einer Unterhaltung?
- Experiment Dichotisches Hören- was ist das? Probanden hören auf zwei Kopfhörern gleichzeitig zwei verschiedene Mitteilungen, werden gebeten nur auf eine zu achten. Später wird getestet ob sie tatsächlich die anderen infos vernahlässigt haben. VPN konnten sich auch an diese errinnern. (#auditive Aufmerksamkeit)
- Frühe versus späte Selektion? Früh: Sensorische Information wird über Sinnesorgane in parallel arbeitenden sensorischen Kanälen verarbeitet und gelangen in den Kurzzeitspeicher, wo nur einer durch das Filtersystem gelassen wird und einer weiteren (aber kapazitätsbegrenzten) Verarbeitung unterzogen. (alles oder nichts prinzip) Die Identifikation der Reize erfolgt mit Hilfe von Informationen aus dem Langzeitgedächtnis. Spät: Info wird völlig ungefiltert verarbeitet. Parallele Vorverarbeitung gleichzeitig auftretender Reize. Auswahl der relevanten Information nach inhaltlicher Verarbeitung. Der Filter ist bei derReaktionsauswahl (Antwortfilter aufgrund psysikalischer/ssemantischer Merkmale) und nicht bei der Wahrnehmung. Aufmerksamkeit richtet sich auf die ausgewählten Informationen, um eine tiefe Verarbeitung zu ermöglichen. Tatsächlich erfolgt eine Kombination beider Filter!
- Endogene vs. exogene Aufmerksamkeit Endogene Aufmerksamkeit = internale kognitive Prozesse (z.B. Aufmerksamkeit auf Tischplatte richten, weil man seinen Autoschlüssel sucht) Neuronale Steuerung über top-down Mechanismen im Gehirn, v.a. im präfrontalen und Parietalkortex. Exogene Aufmerksamkeit = externale Ereignisse (z.B. Aufmerksamkeit wird auf Tischplatte gelenkt, weil die Katze gerade ein Glas umgestoßen hat) Neuronale Steuerung über bottom-up Mechanismen im Gehirn (sensorische Wahrnehmung und Weiterverarbeitung im Gehirn)
- Was beduetet Pop-Out Effekt, parallele und serielle Suche? Pop-Out-effekt: Zielreiz springt ins Auge (kein kognitiver Aufwand/Aufmerksamkeit) eg suche schwarzen Balken auf weißem Papier. „präattentive Verarbeitung“ Wenn die Distraktion so groß, dass das Ergebnis nicht gleich erkannt wird: „attentive Verarbeitung“( einsatz von aufmerksamkeit ist nötig) und kein pop up. Parallele Suche: wenn aus mehreren ähnlichen Reizen ein bestimmter gesucht wird: schwarzer Balken in Gruppe blauer. Suchzeit steigt linear mit der Anzahl von Distraktoren an = serielle Suche
- Treismans Merkmals-Integrations-Theorie Visuelle Suche erfolgt über den Vergleich von Merkmalskarten zb schwaz, weiß senkrecht, welche alle mit einer räumlichen „Hauptkarte der Positionen" verbunen sind. Alle aktiven Merkmale werden zu einer Gesamtrepräsentation zusammengefügt. Positionssuche: auf der Hauptkarte richtet sich die Aufmerksamkeit auf eine Position, dort werden Merkmale identifiziert. Merkmalssuche: Merkmalskarte aktiviert und in der Hauptkarte die Positionen ermittelt. Theorie erklärt gut Suchergebnisse bei einfachen Merkmalen (Pop-out-Effekt), die eine einfache parallele und serielle Suche erlauben. Bei komplexen Merkmalen gibt es vermutlich komplexere Suchstrategien
- Modell von Wolfe zur „geleiteten Suche“ (change blindness) - ähnliche Organisation mit einer Hauptkarte der Positionen und zahlreichen Merkmalskarten - PLUS Gewichtung verschiedener Reizmerkmale (zb erst auf nur schwrze teilchen konzentriert, dann auf senkrecht) --> besonders hohe Aktivität an jeder Position, an der sich ein schwarzer senkrechter Balken befindet. - Unterscheidung: Objekte erzeugen dann die höchste Aktivität, wenn sie sich von möglichst vielen Objekten so stark wie möglich unterscheiden. Theorie: kann Suchprozesse jeden Schwierigkeitsgrades erklären & Kontrollprozesse in den Ablauf der Suche selbst eingreifen, indem sie bestimmte Suchmerkmale hervorheben und andere vernachlässigen
- Change Blindness - was ist das? "Finde den Fehler"- Bilder Menschen entdecken oftmals auch gravierende Änderungen in Merkmalen zwischen Szenen nicht. Nur für bedeutsam erachtete Merkmalsveränderungen werden identifiziert. Experten sind besser im identifizieren relevanter Veränderungen. Das deutet auch auff eine aktive Aufmerksamkeitssteuerung in der visuellen Wahrnehmung hin.
- Das Neglect Phänomen- was ist das? Hirnschädigungen im (v.a. rechten) parietalen Kortex können zu Aufmerksamkeitsstörungen führen (nach Schlaganfall). Patienten neigen dazu, Objekte im der Schädigung gegenüberliegenden Bereich zu ignorieren (neglect). Noch verbreiteter ist die Extinktion (Auslöschung): Objekte im nichtgeschädigten Halbfeld verhindern die Wahrnehmung gleicher Objekte im geschädigten Feld. Häufig mit Defiziten in der Raumorientierung und -wahrnehmung einher. zb. Striche alle Kreies durch- nur eine Seite des Baltts bearbeitet
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- Periphere und zentrale Flaschenhälse Bei peripheren Prozessen existieren Flaschenhälse (bottlenecks) (vgl. auditive und visuelle Wahrnehmung und Aufmerksamkeit). Bei der zentralen Kognition existiert ebenfalls ein Flaschenhals (central bottleneck). Durch perfekte Zeitaufteilung kann man unter bestimmten Bedingungen zwei Aufgaben mit derselben Geschwindigkeit wie eine einzige ausführen.Dies gelingt, wenn die zentrale Kognition nicht gleichzeitig von den beiden Aufgaben gebraucht wird. (telefonieren beim Autofahren) Menschen können multiple perzeptuelle Modalitäten gleichzeitig verarbeiten oder multiple Handlungen gleichzeitig ausführen, aber nicht an zwei Dinge gleichzeitig denken.
- Die 4 Perspektiven des Bewusstseins sind...? Unterschiedliche Wachheitszustände: Koma, Schlaf, Traum, entspannter Wachzustand, Vigilanz (Dauer-aufmerksamkeit) Phänomenales Bewusstsein: subjektives Erleben von Sinneswahrnehmungen, schwer erforschbar, da nur der eigenen Person zugänglich Selbst-Bewusstsein: Gedanken/Einstellung/Bild über sich selbst Repräsentation & Monitoring: bewusstes Zugreifen auf mentale Repräsentationen z.B. bei der Vorbereitung von Entscheidungen, Wissen um die eigenen Wahrnehmungen und Gedanken Zum Selbstmanagement besonders wichtig: Metakognition - das Denken über das eigene Denken
- Was ist für das Selbstmanagement besonders wichtig? Zum Selbstmanagement besonders wichtig: Metakognition - das Denken über das eigene Denken
- Definition Bewusstsein: Gesamtheit der unmittelbaren Erfahrung, die sich aus der Wahrnehmung von uns selbst und unserer Umgebung, unseren Kognitionen, Vorstellungen und Gefühlen zusammensetzt.
- Response-Priming Paradigma- was ist das? (Vpn fixieren Punkt. Danach erscheinen zwei Reize kurz hintereinander: der Prime (sehr kurz, nach links) und der Zielreiz (sichtbar, nach rechts). Zielreiz maskiert Prime, so dass er nicht bewusst wahrgenommen wird. 1) VPN müssen Pfeilrichtung vom Zielreiz angeben, 2) VPN müssen Richtung vom Prime erraten) Konsistentes Priming beschleunigt die Reaktion, inkonsistentes reduziert sie. Je weiter Prime und Zielreiz auseinanderliegen, desto stärker wirkt das Priming. Priming-Effekte entstehen selbst dann, wenn die Vpn nicht in der Lage sind, die Richtung des Primes anzugeben & unabhängig von der Sichtbarkeit des Primes. Wenn man den Zielreiz so verändert, dass er den Prime stärker oder schwächer maskiert, ändert sich der Priming-Effekt nicht. Priming-Effekte können also selbst dann zunehmen, wenn die Sichtbarkeit des Primes abnimmt. Ein unsichtbarer Reiz kann eine später auszuführende Handlung beschleunigen oder abbremsen.
- Neurone Erklärung für Bewusstsein Global Workspace synchronisierte Interaktion vieler Gehirnareale. Viele lokale Verarbeitungsergebnisse werden im Global Workspace anderen Gehirnarealen zur Weiterverarbeitung bereitgestellt. Lokale Verarbeitung im Gehirn bleibt unbewusst. Theorie erklärt eine Haupteigenschaft bewusster Wahrnehmung: an einen Bewusstseinsinhalt können beliebige kognitive Operationen geknüpft werden (visuelles, taktiles Erleben, aber auch kommunikatives Verhalten…)
- Neurone Erklärung für Bewusstsein Feedforward-Wellen vs. rekurrente Verarbeitung Visuelle Reize führen zu einer Welle von Verarbeitungsaktivitäten im gesamten Kortex (visueller motorischer Kortex) Die Welle ist so schnell, dass die Zellen kein Feedback über die eigene Verarbeitung erhalten (Feedforward), also unbewusst. In einem zweiten Schritt erfolgt die Rückkopplung der Zellaktivität als rücklaufende Welle (rekurrent). So entsteht bewusste Wahrnehmung. Theorie erklärt gut unbewusste Wahrnehmung und Maskierung.
- Bewusstsein im Hirnstamm Das Zentrum des Bewusstseins liegt in einem Areal des oberen Hirnstamms, wird dieser Bereich verletzt- verlieren wir das Bewusstsein. Starke Interaktion zwischen Hirnstamm und Kortex. Bewusstsein ist nur möglich im Zusammenspiel zwischen dem Körper, dem Hirnstamm unddem Assoziationskortex. Theorie von Damasio
- Zentrale Aussagen von Damasio Wir wissen bis heute nicht genau, wie das Gehirn Bewusstsein erzeugt Wir verlieren unser Bewusstsein, wenn wir in den Tiefschlaf ohne Träume fallen oder anästhesiert werden. Aber was genau verliert man? Oberer Teil des Hirnstamms: Wenn dieser durch einen Schlaganfall beschädigt wird, fällt man ins Koma & verliert B. Im anderen Bereich passiert nichts dergleichen. Wenn man aber in diesem Bereich eine Schädigung erleidet, dann wird man komplett gelähmt – aber das Bewusstsein bleibt vollständig erhalten.
- Ist Tagträumen gesund? Ja, essit für unser Gehirn sehr wichtig.
- Psychologisch bedingte Bewusstseinszustände- nenne einige! Halluzination, Organsmus, Medittion, Hypnose, Nahrungs- Sauerstoffmangel,
- Erkläre das Konzept der Exekutivfunktion umfasst mentale Prozesse höherer Ordnung, deren Zusammenspiel zielgerichtetes Verhalten und flexibles, angemessenes Reagieren auf neue Situationen und damit Selbstkontrolle gewährleistet. (Selbstkontrolle braucht viel mentale Stärke eg Choleriker) sind immer dann relevant, wenn mehrere Handlungsalternativen miteinander verglichen und Hypothesen über die Folgen/Konsequenzen des eigenen Handelns gegeneinander abgewogen werden müssen
- Was ist der Stropp Effekt? Gehirnjogging-App - nenne Farbe in der Wort geschrieben ist oder Anzahl der zahlen in einer Reihe Automatische Verarbeitung von Informationen reduziert den kognitiven (Work-)Load bei Aufgaben (standard aufgabe- erkennen der farbe/zahl). Aufgaben, die mit dieser automatischen Verarbeitung kollidieren, reduzieren die kognitive Leistung. (Zahlenerkennen kollidiert mit dem Auszählen- kein Multitasking). Stroop-Effekte lassen sich durch Übung reduzieren.
- Was ist der Stropp Effekt? Gehirnjogging-App - nenne Farbe in der Wort geschrieben ist oder Anzahl der zahlen in einer Reihe Automatische Verarbeitung von Informationen reduziert den kognitiven (Work-)Load bei Aufgaben (standard aufgabe- erkennen der farbe/zahl). Aufgaben, die mit dieser automatischen Verarbeitung kollidieren, reduzieren die kognitive Leistung. (Zahlenerkennen kollidiert mit dem Auszählen- kein Multitasking). Das Lesen der Wörter (standard) ist so stark autmoatisiert, dass es schwierig zu unterdrücken ist und mit der Benennung der Farben interferiert aber nicht umgekehrt. Stroop-Effekte lassen sich durch Übung reduzieren.
- Was ist der Stropp Effekt? Gehirnjogging-App - nenne Farbe in der Wort geschrieben ist oder Anzahl der zahlen in einer Reihe Automatische Verarbeitung von Informationen reduziert den kognitiven (Work-)Load bei Aufgaben (standard aufgabe- erkennen der farbe/zahl). Aufgaben, die mit dieser automatischen Verarbeitung kollidieren, reduzieren die kognitive Leistung. (Zahlenerkennen kollidiert mit dem Auszählen- kein Multitasking). Das Lesen der Wörter (standard) ist so stark autmoatisiert, dass es schwierig zu unterdrücken ist und mit der Benennung der Farben interferiert aber nicht umgekehrt. Stroop-Effekte lassen sich durch Übung reduzieren.
- Was ist kognitive Kontrolle und wann braucht bzw braucht man sie nicht? Viele Aufgaben können so kontrolliert/automatisiert werden, dass sie kaum noch kognitive Steuerung benötigen (vgl. Autofahren und Fließbandarbeit). Manchmal sind Aufgaben auch so automatisiert, dass sie unwillkürlich auftreten können, alsonicht willentlich ausgelöst werden (Brille hochschieben). Kontrolle wird nötig bei neuen und ungeübten Handlungen (flexiblem Wechseln zwischen Aufgaben und Zielen, Aktiver Aufrechterhaltung von Zielrepräsentationen, Planen und inneres Probehandeln) & Abschirmung und Inhibition (Unterdrückung störender Reize & starker, aber inadäquater (automatisierter) Reaktionen, Aufschub von Bedürfnissen / Unterdrückung von emotionalen Impulsen, Belohnungsaufschub)
- Das von Norman & Shallice vorgeschlagene Modell der Handlungskontrolle besagt was? (automatisierte) Routine-Handlungen bei Planmäßiger Ausführung unter Wettbewerb: Verschiedene Reize aktivieren fest assoziierte Handlungsskripte (Reiz-Reaktions-Auslösung), wobei das stärksen aktivierte Handlungsskript die anderen hemmt und die (automatisierte) Handlung auslöst. So wird ohne kognitiven Aufwand verhindert, dass mehrere Handlungen gleichzeitig ablaufen. Strooptask: Wort lesen. Kontrollierte Handlung: Überwachendes Aufmerksamkeitssystem (Superving Attention Assistant SAS): Divergente Reize signalisieren neue Situation. in unvorhergesehenen Situationen greift das SAS aktiv in die Kontrolle ein und hemmt bzw. aktiviert Kontrolleinheiten, z.B. wird automatisch ausgelöste Handlung unterdrückt Eine neue, angepasste Handlung läuft ab. Stroop-Task: Farbe des Wortes benennen.
- Präfrontaler Kortex – die Kontrollinstanz und ihre Verbindungen Der präfrontale Kortex erhält Informationen aus den nicht-primären sensorischen Repräsentationen des Okzipital-, Partial und Temporallappens sowie über den internen Status des Organismus mit seinen Erinnerungen/Erfahrungen, seinen Bedürfnissen aus dem Hippocampus und dem limbischen System. Der präfrontale Kortex hat zudem reziproke Verbindungen zu den meisten Assoziationsfeldern des Neokortex sowie zu subkortikalen Regionen, die an Emotionen und Belohnungsprozessen beteiligt sind Integrative Funktionen & Kontrollfunktionen können so bestens aufgeübt werden. Dennoch: Der präfrontale Kortex ist kein homogenes Kontrollsystem, sondern ein komplexes Netzwerk von Teilsystemen mit spezifischen Funktionen, die ihrerseits mit emotionalen und motivationalen Systemen interagieren und durch diese moduliert werden.
- Ist der präfrontale Cortex ein homogenes Kontrollsystem? Nein, der präfrontale Kortex ist kein homogenes Kontrollsystem, sondern ein komplexes Netzwerk von Teilsystemen mit spezifischen Funktionen, die ihrerseits mit emotionalen und motivationalen Systemen interagieren und durch diese moduliert werden.