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Tierhygiene (Fach) / Seedorf (Lektion)

Begriffe, Definitionen

Diese Lektion wurde von JoernAW erstellt.

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  • wichtigsten Physikalische Faktoren - Temperatur- Luftfeuchtigkeit- Luftbewegung- Licht- Schall 
  • Wärmeverluste des Tierkörpers Wärmeleitung (Konduktion)Wärmekonvektion (Strömung)WärmestrahlungAusscheidungenWasserverdunstung
  • Sensible und Latente Wärme Sensible Wärme -> fühlbare Wärme- Wärmeleitung, Konvektion, Strahlung und Asusscheidung - fühlbare Wärme - Bedeutung nimmt beihöheren Temp. ab -> können weniger durch Konvektion usw. verlieren Latente Wärme -> verborgene Wärme - Wasserdamp (gebundener Anteil)- Atemkondensat, schwitzen - Bedeutung nimmt bei hohen Temp. zu -> z.B. Kühleffekt der Hochdruck Vernebelung 
  • Homiothermie Gleichwarm -> Säugetier 
  • Homiothermie Gleichwarm -> Säugetier 
  • absolute Feuchte Wasserdampf in g, je m3 Luft 
  • Sättigungsfeuchte Wasserdampfmenge, die bei gegebener Temp. max. aufgenommen werden kann  -> Menge steigt mit zunehmender Temperatur 
  • Relative Feuchte Verhältniss der absoluten Feuchte zur Sättigungsfeuchte in %
  • Taupunkt Lufttemperatur,bei der die Sättigungsfeuchte erreicht wird.-> Luft kann Wasser nicht mehr halten 
  • Optimale Luftfeuchtigkeit ? Vorteile + Nachteile bei zu geringer und zu hoher Opt. 60-80%Unter 50% -> Austrocknung, erhöhte Staubbildung über 50% -> thermische Entlastung besser möglich (schwitzen, Hecheln)Über 90% -> thermische Belastung durch geringes Dampfdruckgefälle 
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  • gerichtete und turbulente Strömung gerichtete Strömung - parallele Strömungslinien - Umströmen des Körpers - starker Wärmeentzug turbulente Strömung - viele Strömungslinien - chaotische Strömung -> kein Zuglufteffekt (positiv)
  • Hyperthermie exogene Wärmezufuhr (von außen)-> aufsuchen von Schatten -> schwitzen 
  • Hypothermie exogene Wärmeverluste endogene Wärmebildungsstörungen -> zusammenstellen der Tiere -> verkleiner Körperoberfläche 
  • Folgen von Hitzestress -> TGZ sinken-> schlechtere FVW-> stärkere Umrauschquote -> schlechtere Spermaqualität 
  • sichtbare Strahlung (Licht) Mensch Schwein -> Bedeutung Mensch -> 400-800nm Schwein -> ca. 450-550nm -> können nur grün und blau sehen 
  • Biologische Wirkung von UV-Strahlen 3 Bereiche UV A+B -> Aktivierung von Kreislauf und Stoffwechsel UV C -> Keimminderung
  • Vorgaben für Beleuchtung beim Schwein 80 lx 8h am Tag 
  • relevante Gase in einem Stallgebäude (6) AmmoniakSchwefelwasserstoffKohlenmonoxidKohlendioxidMethanDistickstoffoxid
  • Ammoniak -> Herkunft, Wirkung -> wo genau schädigt es - mikrobieller Abbau von Harnstoff, Harnsäure und Proteine - 30ppm Leistung sinkt, Stress- 50ppm Schleimhautreizungen - Verätzung der Schleimhäute - Hauptschädigung obere Atemwege 
  • Schwefelwasserstoff -> Herkunft, Wirkung, Schädigung - durch anaerobe Zersetzungsprozesse (Fäulnis)- starke absenkung des pH-Wert der Gülle 10ppm -> Augenreizung100ppm -> Lungenreizung150ppm -> Lähmungen - Säurebildung bei Wasserkontakt - Schädigung der Schleimhaut 
  • Kohlenmonoxid -> Herkunft, Wirkung - Heizsysteme (unvolständiger Verbrennung)- 200ppm -> Totgeburten, verwerfen - 700ppm -> Bewusstlosigkeit 
  • Besonderheit Ammoniak -> Nachweis - sehr stark wasserlöslich - in Wasser gelöst alkalisch 
  • Warum ist CO gefährlicher als CO2 - bindet schon in kleinsten mengen sehr viel Hämoglobin 
  • Richtwerte nach TierSchNutzV für Schadgase H2S -> 5ppmNH3 -> 20ppmCO2 -> 3000ppm 
  • Geruchsstoffe verursachen eine bestimmte Wirkung abhängig von - Intensität- Qualität- Lästigkeit 
  • Nachweismethoden für Schadgase - NH3 -> nass-chemisch- Prüfröhrchen- IR-Spektometrie- Gasspürgerät mit Prüffröhrchen
  • Minderungsansätze für Schadgase - Multiphasenfütterung- Beiflussung des pH-Wertes der Gülle - Einstreuarten- Lüftung- Temperatur- Tierdichte 
  • Bioareosole besteht aus 3 Bereichen - Staubpartikel - Stauninhaltsstoffe- Mikroorganismen -> Aerosole, mehrphasige Systeme von Gasen mit dispers verteilten Partikeln
  • Quellen des Staubes im Stall TiereFutterEinstreuFäkalienAußenluft-> Freisetzung durch mechanische Prozesse (Tierbewegung)
  • alveolengängiger Staub Größe, Bedeutung - kleiner als 4ym- größte potenzielle Eindringtiefe 
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  • Zusammensetzung der Mikro. im Staub Krankheitserreger 3 Stück 80% Staphylokokken + Streptokokken (Gram Positiv)- 4% Pilze und Hefen - 2% Gram negative Bakterien
  • Tenazitätsfaktoren Wiederstandsfähigkeit der Mikroorganismen gegen äußere Einflüsse 
  • Gesundheitliche Effekte -> Hyperreagibilität Einatmen von Bioareosol EntzündungGewebe ist sensibilisert 1. Überschußreaktion     - Verstärkung der Entzüngung 2. Gewebe beruhigt sich wieder 
  • Wie wird der Staub im Stall eliminiert 2 Arten Sedimentation-> absinken von Staubpartikeln -> abhängig von Dichte und Größe der Partikel -> werden durch Bewegung wieder aufgewirbelt Lüftung -> stetiger Luftaustausch trägt Partikel nach außen -> Verdünnung 
  • Über welche zwei Arten ist Staub erfassbar - Masse-> auf eine Fläche (absetz Staub) oder Volumen (luftgetragender Staub)Partikelzahl
  • dynamisches Gleichgewicht des Staubes StaubfreisetzungsmechanismenStaubeliminationtsmechanismen -> abhängig von Partikelgrößenverteilung --> Sedimentationsgeschwindigkeit 
  • Allgemeine Auswirkungen von starker Bioaerosolbelstung - Leistungsabnhamen- Stallmüdigkeit- Allergisierungen- erhöhte Infektionsraten 
  • Erkrankungsbilder beim Menschen durch starke Belastung durch Bioareosole - Schleimhautirritationen- Allergische Rhinitis- berufsbezogenes Asthma - bronchiale Hyperreagibilität 
  • Meßmethoden für biologische Luftfaktoren - Sedimentation- Impaktion (Ansaugen auf feste Fläche -> Filterpapier)- Impingement (Ansaugen in Flüssigkeit)- Filtration- optisch basierte Meßverfahren 
  • Mögliche Mikroorganismen im Staub - Viren- Bakterien- Pilze- Hefen- Protozonen- Milben 
  • 3 Arten der Lüftungsprinzipien UnterdruckÜberdruckGleichdruck
  • Coanda-Effekt bei der Lüftung geführter Luftstrahl (Halbstrahl) an der Decke oder auf dem Boden  -> bis zu 30% größere Reichweite -> gerade im Winter von Vorteil
  • Was regelt die DIN 18910 Vorgaben für die Lüftung und Luftqualität in geschlossensen, wärmegedämpften und zwangsbelüfteten Ställen Ziele - günstige Umweltbedingungen für Tier + Mensch- Vermeidung von Baufehlern 
  • Anforderungen der DIN 18910 -> 6 Beispiele - Temperatur- Luftfeuchte- CO2-Gehalt - Stallüftung- Notfalleinrichtungen -> Alarmgerät - Feuchteschutz der Bauteile
  • Formel Wasserdampfbilanz                                                   Summe Wasserdampfmassenstrom XSTmL,W,X =                              --------------------------------------------------------------                  Wasserdampfgehalt der Stalluft (Xi) - Wasserdampfgehalt der Außenluft (Xe)                     XSTmL,W,X = ----------------                   Xi - Xe 
  • Formel Kohlenstoffdioxidbilanz                                   Summe KohlenstoffdioxidmassenstrommL,W,K= --------------------------------------------------------------------------------------              zulässige CO2-Gehalt der Stalluft Ki,zul - CO2-Gehalt der Außenluft K                          KSTmL,W,K= ------------------------------                       Ki, zul - Ke
  • Formel Umwandlung Massenstrom in Volumenstrom                                 Luftmassenstrom (mL)Volumenstrom VL= ---------------------------------                                Dichte der Luft (pL) 0,28
  • Formel für Strom sensibler Wärme der Luft Benötigt für Wärmestrombilanz QLWStrom sensibler Wärme= mL Massenstrom der Luft x Cp,L spezifische Wärmekapazität der Luftxk Temeraturdifferenz zwischen Stall und Außenluft 
  • Wassergehalt Kenngröße -> Wasseraktivität (aw-Wert)           p (Wasserdampfdruck des Materials)aW= ----------------------------------------------------------------         p0 (Wasserdampfdruck destilierten Wassers)-> mikrobielles Wachstum abhängig von dem aW-Wert 
  • Grenzwert für DON und ZEA Mastschwein und ferkelführende Sauen Mastschwein DON -> 1ZEA -> 0,25ferkelführende SauDON -> 1ZEA -> 0,05