36

Entwicklung von Funktionstextilien (Fach) / Scholze (Lektion)

Entwicklung von Funktionstextilien

Diese Lektion wurde von saha_rass erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Anforderungsprofil erstellen - Anforderungen aufstellen und prioritisieren (nicht zu viel 1-4 reicht) -Herstellungsverfahren ermitteln  G-Wert (Gebrauchswert) * B-Wert (Beurteilungswert) = Punkktzahl pro Anforderung --> Summe der Punkte addieren = Herstellungsverfahren
  • 3-K System Einflüsse der Parameter Körper Kleidung Klima 2. Faserart, Faserform, Garn- und Textilkonstruktion
  • Physiologische Anforderungen Wohlbefinden Leistungsfähigkeit Gesundheit
  • Gebrauchsanforderung an Textil a) Trageverhalten b) Schutz c) Mode d) Pflege
  • Gebrauchseigenschaften a) Trageverhalten - Strapazierfähig ( Festigkeit, Knittern, Scheuern, Pilling) - Wetterbeständig (Verottungs und Witterungsbeständig) - Trageeigenschaften (Luftdurchlässig, Feuchtetransport, Temp.regulierung, Haptik) - Aussehenskonstanz ( Formbeständig, Elastizität, Farbbeständig, Zieher, Pililng)
  • Gebrauchseigenschaften b) Schutz -Temperarturschutz -Feuchtigkeitsschutz -Windschutz -Gefahrenschutz
  • Gebrauchseigenschaften c) Anmutung/Mode -Optik -Haptik -Verarbeitung
  • Gebrauchseigenschaften d) Pflege - Wasserverhalten (Handwäsche, Maschinenwäsche, Chemische Wäsche) -Trockenbarkeit -Glättbarkeit -Lagerung -Anschmutzverhalten
  • Faserdichten Baumwolle/Leinen/Flachs: 1,52g/cm3 -Wolle: 1,32g/cm3 -PES: 1,38 g/cm3 -PA: 1,14 g/cm3 -PAN/PAC: 1,17 g/cm3
  • Automobil -Material -Anforderungen -Probleme Material -PES = Polsterstoffe, PA & PP =Teppiche, Polsterstoffe, PUR=Elastizität für Polsterstoffe PAN = Cabrioverdecke, CO/WO= Zumischfasern Anforderungen: Knitterfest, Dauerbiegefest, Scheuer-Pillbeständig, Geruchsabweisend, Haptik, Schmutzabweisend, Farbecht, Akkustische Eigenschaften, Klimaphysiologische Eigenschaften (Luft- und Wasserdampfdurchlässig, Wärmeleitend, Feuchtigkeitsaufnahme), schwer entflammbar --> Eigenschaften im Gesamtaufbau betrachten Probleme:  gepresste und ungepresste Teile sehen ungleich aus, verschiedene Materialien ungleich 
  • Anzeige
  • Berufsbekleidung -Basics -Anforderungen -Material -Eigenschaften -Anforderung an Ausrüstung Basics: Nm 10 - Nm 64 , K 2/1, Arbeitsmantel g/m3 = 220 IG = 70-75% Anforderungen: Tragekomfort, schwer Anschmutzbar, Pflegeleicht, Strapazierfähig, Schutz vor äußeren Einflüssen, langlebig, Farbecht Material: CO, CO/PES, Aramide, CV (schwer entflammbar) Eigenschaften: Homogene Fasermischung, Waschzyklen 50-80x, Scheuer- und Pillfest, komfort (erhöhen durch zB. double Face textile), Pflegeleicht,  -Anforderung an Ausrüstung: kein Thermo, oder Bügelschrumpf, Farb- und Schweißecht,, Schmutzabweisend --> Sengen, Thermofixieren, Sanforisieren.... ,evtl Hochveredelung (Flammfest, Ölabweisend)
  • Möbelstoffe - Anforderungen -Herstellverfahren -Arten Anforderungen: -schmutzabweisend, geringe SchmutzsichtabrkeitV, erschleißfest (Scheuer- Pill, und Abriebfest) pflegeleicht  Herstellverfahren : Gewebe (viele Mustermöglichkeit, wenig dehnbar, wenig Materialverbrauch), Gestrick (dehnbar, gut drapierbar, hält gut den Pol) Arten: Flachgewebe und Polgewebe
  • Möbelstoff a) Flachgewebe Eigenschaften Materialauswahl Schiebefestigkeit Eigenschaften: meist aus WO oder PAC, Elastisch, wenig Blasenbildung WO: rau, schuppig (guter Halt), Langfasern, geringe Drehung und geringe Gewebedichte, ein L1/1 wegen Scheuerbeanspruchung PAC: sehr glatt, deshalb hohe Drehung und hohe Gewebedichte notwendig, kurzflottierende Bindungen, lange Faserlänge Schiebefestigkeit: sichere Fadeneinbindung, kurze Flottungen (wenn Paarweise); dichte Kette und dichter, rauer Schuss, symmetrisch weben
  • Polgewebe Basics Qualitäten Noppenhaftung Erholungszeit Beurteilung Poldichte Basics: Grundkette und Polkette Qualitäten: Epinglé (Schlingenware, Rutenverfahren), Frisé (teils geschnittene, teils ungeschnittene Pole), Samt (<2mm), Velours (2-4mm), Plüsch (>4mm), Spiegelvelours (teils polfreisellen), Spiegelfrisé (siehe Spiegelvelour nur das Grundkette an Optik teilhat)  Noppenhaftung: Einbindung: Grundkette (Fasertiter, Garnfeinheit, Gewebedichte, Bindung, Oberflächenstruktur) Scheuerfest:  Pol (Pollage, Poldichte, Polhöhe, Polmaterial) - V-Noppe: Umschlingung eines Fadens. = höhere Grundkettenabdeckung, geringere Festigkeit, höhere Dichte - W-Noppe: Umschlingung 2er Fäden. = geringere Dichte, höhere Festigkeit,  Pol muss sehr Biege-, und Querelastisch sein. Bessere Erholung, wenn dicke Garne und leicht schräge Pollage, hohe Dichte Beurteilung Poldichte:  Noppenanzahl/cm3, Poldichte, Faserfeinheit, -Dichte, -Querscnitt, Grad der Polöffnung, Poldichtefaktor berechnen, Garnfeinheit
  • Ausbeulneigung nimmt ab mit: geringe Garn- und Fasertiter , hohe Gewebedichte hohe Drehung geringe Masse geringe Dicke hohem Elastizitätsgrad geringe Biegesteifigkeit  
  • Frottierware -Herstellung -Qualitäten - Erschaffen einer Vorschlagsdistanz (Länge = Polhöhe) mit Vorschlagsschussgruppe (2. Schuss immer eingebunden, raue Schüsse) Qualitäten Relieffrottier = unterschiedliche Polhöhen Stuhlfrottier = Webstuhlfertig dh. keine Ausrüstung, nur evtl. Nachwachsen Walkfrottier = Drall auf Kette geben --> Verlegung, weicher Griff, Saugfähig Frottiervelour = Abscheren der Schlingenköpfe = weich, sehr saugfähig
  • Medizientextilien -Anforderung -Einteilung Anforderung:  Steril und EinwegartikelEinteilung:  Pflege- Hygieneartikel: Matrazen, Inkontinenz, Kleidung Medizintextilien: a) Extracorporal (Wundabdeckung, Verbände), b) Intracorporal (Implantate) Barrieretextilien: Vliese und Membrane um Infektionsweg zw. Patient und Pflege zu unterbinden (hydrophobierung mit Fluorcarbon zb.)
  • Drehergewebe Eigenschaften = hohe Schiebefestigkeit, hohe Zugfestigkeit,  -Dreherlitzen - Easy Leno (2T):  2 Kettspannungen möglich: glatte Oberfläche, hohe Festigkeit, hohe Dichte, keine Strukturdehnung Reproduzierbares Kraft-Dehnungsverhalten! - Bielastisches Gedrebe: ElasthanKette, die Schuss in Schlaufen legt = Längs- und Querelastisch -Jacquard
  • Cover Factor CG - def. Fläche, die durch Garne im Gesamtgewebe abgedeckt ist (Berechnung benötige Durchmesser der Garne)
  • Siebdruck = Symmetrisches Gewebe ( FS und FK gleiche Titer und Dichte) --> Bildung von quadratischen Öffnungen -Sieböffnungsgrad: prozentualer Anteil der offenen Fläche zum Gesamtsiebfläche Sieböffnungsgrad + CG = 100% 
  • a)Theoretisches Farbvolumene eines Siebdruckes b) Auflösevermögen c) Maschenöffnung a)- abhängig von Gewebedicke und und Sieböffnungsgrad b) besser je feiner die Garne, je höher die Dichte, mit steigendem Verhältnis Maschendichte und Fadendurchmesser c) Abstand zw. 2 FK oder 2 FS
  • PES Typen a) Pillarm (niedermolekulare Struktur = bricht leichter ab), weicher Griff b) Wollähnlich (brauche bei Wollmischung gleiche Elastizität) und Faserlänge von 60 - 80mm
  • Funktion Fasermischung Gebrauchseigenschaften optimieren (meist in Bezug auf : Masse, Pflege, Knitterverhalten und Formstabilität  zu verbessern IdR höherer Anteil Synthetische Fasern 
  • Eigenschaften Naturfasern (bei Mischungen) Hohe Feuchtigkeitsaufnahme WO= hohes Volumen, grobe Artikel CO = fester, feinere Artikel
  • Fasermischung PES/WO HSF DSE PES verbessert:  Festigkeit Pflegeleichtigkeit Pliseebeständigkeit geringere Ausbeulneigung verringerte flächenspez. Masse Scheuerfester Formstabilität PES hat höhere Dichte kann aber feiner ausgesponnen werden. PES/WO in der Weberei : 55/45 und in der Strickerei 70/30 (Materialverbrauch) -Wettingeffect: Wasser flecken schneller auf PES erkennbar HSF = Hochschrumpffasern: schrumpfen bei Temp.behandlung zusammen und bauschen andere Fasern auf = mehr Volumen = Warm bei weniger Material DSE = Differential-Shrinkage-Elongation Fasern: 1 Faser schrumpft die andere wird länger = nur noch punktuelle Berührung der Haut = kein ankleben
  • Fasermischung PES/CO CO ist feiner und deshalb für dünnere Artikel als WOMischungen sind 50/50 und bei höheren Anforderungen 65/35 PES bringt höhere Festigkeit besser Plisseebeständig weniger Knittern bessere Ausbeulneigung pflegeleichter strapazierfähiger (Scheuer, Pill) Formbeständigkeit mehr Glanz (evtl. kein Mercerisieren) Nachteile : geringere Feuchtigkeitsaufnahme, elektr. statische Aufladung, klimaempfindlicher
  • Fasermischung WO/PAC = Wollähnliche Faser PAC bringt: geringere flächenbez. Masse weniger Verfilzen bei waschen allgm. pflegeleichter Festigkeit formtabilität mehr Volumen bei gleicher g/m3 schnelleres Trocknen schnellere Knittererholung nicht in WEBEREI weil viel Pilling, Glanzstellen beim Bügeln  Strickerei: JA; viel Volumen und Pflegeleichter! 55/45, 70/30, 80/20, 100/0
  • Viskose Eigenschaften und Mischungen nicht quellfest knitter schnell hohe Feuchtigkeitsaufnahme gute Anfärbarkeit beim Spinnfärben idR Zumischung zur Verbilligung der Ware 
  • Modal/CO = Modal ist CO ähnlicher als Viskose Modal bringt: höhere Farbbrillianz mehr Weichheit Formstabilität
  • Mischung PA sehr scheuerfest aber sehr geringe Lichtbeständigkeit  deshalb Zumischungen bis 20%
  • Anzeige
  • Mikrofasern alles < 1dtex Eigenschaften: sehr weich wenig scheuerfest wenig Biegefest hohe spez Oberfläche (gute Feuchteaufnahme und Verdunstung) hohe Flächenabdeckung (geringe Luftdurchlässigkeit) wenig Schiebefest geringes Einkräuseln Peach Skin = aufrauen der Oberfläche Vor dem Färben: keine Fehlererkennung, keine Farbänderung, leichteres Rauen, Nach dem Färben: Festigkeitsverlust, Fehlererkennung, Wash Out effekt, schwierigeres Rauen
  • Pilling verringern lange Fasern nicht zu feine Fasern (grob bricht leichter ab) hohe Garndrehung somit wenig Haarigkeit Biegesteife Garne (lassen sich schwieriger in Schlaufen rausziehen)   = besondere Querschnitte erhöhen Biegesteifigkeit gute Gewebeeinbindung (wenig Flottungen) hohe Gewebedichte Pillarmes PES (niedermolekular) Ausrüstung (walken, sengen, fixieren)
  • Kappillarwirkung nur bei Formschluss möglich und Synthetischen Fasern - Faserzwischenräume bilden Hohlräume, die als Kappillaren fungieren und nassen Schweiß abtranportieren -Dochteffekt: einsaugen der Feuchtigkeit. Je schmaler die Kappillaren zulaufen desto höhere die Saugkraft. Dampf: Kann von PES nicht aufegnommen werden und lässt Haut feucht. Wolle kann gut aufnehmen aber langsam.  WO nimmt nassen Scheiß auf brauch aber lange zum abgeben Techniken Double Face (innen hydrophob und außen Hydrophil) Denier Gradient ( innen feine Garne und grobe Fasern und außen grobe Garne und feine Fasern Coolmax Comfort : Multichannel (profillierte Fasern) die viele Kappillaren und Oberfläche und Biegesteifgkeit erhöhen Membran dass Tropfen klein bricht zu Dampf Ausrüstung gleicher effekt Mikrofilamente: gute Aufnahme durch hohe Oberfläche 
  • Temperaturregelung Schöller Interactive = Wachskügelchen (schmelzen entziehen Körper Wärme und andersrum) Outlast Adaptive Comfort ist gleiche wie Schoeller Interactive ThermoLite = Hohlfasern  Advansa Thermocool  = Hohlfasern und Multichannelfasern (Wärme und Feuchtetransport) 
  • Luftdurchlässigkeit verringern durch feine Fasern (dichter zu packen) weniger Drehung höhere Gewebedichte dichtere Bindung höhere Fadendichte  Ausrüstung mit Fluorcarbon AquaTex: Vergleichmäßigung der Dichte durch Hochdruck Wasserdüsen ) auch unterschiedliche Dichten damit möglich = keine Chemie  Luftdurchlässigkeit über Breite variierbar über Schusseintragssystem Fadendichten Breitehaltern Verhältnis Kett/Schussspannung
  • UV Schutz = gibt an wieviel länger jmd mit Schutz in der Sonne bleiben kann als ohne -gibt Haupttypen: können bei höchster Bestrahlung bsp. 10 min in Sonne sein -->UV Schutz 20 = 200min in Sonne mehr Schutz durch dunkle Kleidung strukturierte und matte Oberfläche hohe Gewebedichte photochrome Bekleidung lockere Kleidung Einlagerung von Pigmenten (Titandioxid)  PES = starke Absorption WO/Seide = mäßig wird weniger bei Dehnung der Kleidung nasser Kleidung PA = schlechte Absorption Coldblack Sunrefelctor: sorgt für Kühle Oberfläche und Sonnenschtz Messung: UV Standard 801 = nasses, gedehntes, mech. abgenutztes Textil bei höchste Bestrahlung  und empfindlichster Hauttyp AS/NZS: trocken, neu undgedehnt