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Kognition I (Fach) / VL 7 - Wahrnehmung IV (FarbWN) (Lektion)
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- Was sind Funktionen der Farbwahrnehmung? Nenne je ein Beispiel. Signalfunktion (rote Ampel) Objekt-Entdeckung (rote Früchte am Baum) Objekt-Identifikation (Was ist es? - Bananen sind gelb)
- Was ist Farbe? diejenige Empfindung, die es uns ermöglicht zwischen zwei strukturlosen Flächen gleicher Helligkeit zu unterscheiden
- Was sind Merkmale des Farbempfindens? physikalisch= Wellenlänge zwischen 380 und 720nm Sättigung= umgekehrt proportional zu Weiß-Anteilen> hoher Weißanteil = geringe Sättigung = geringe Buntheit Helligkeit- physikalisch = Intensitätheller oder dunkler Farbton
- Welche verschiedenen Farbarten gibt es? Spektralfarben= entstehen bei Brechung vom weißem Licht (mono-)chromatische Farben= Reflexion bestimmter Wellenlänge= bunte Farben achromatische Farben= Reflexion aller Wellenlängen (in unterschiedlichen Intensitäten)= weiß, grau, schwarz metamere Farben= Projektion mehrerer Wellenlängen aufeinander= Eindruck chromatischer Farben - keine Unterscheidung durch menschliches Auge möglich
- Wie viele Farben können wir sehen? 200 Farbtönex 500 Helligkeitswertex 20 Sättigungsstufen= 2 Millionen unterschiedliche Farbempfindungen
- Was sind spektrale Reflektanzkurven? prozentualer Anteil des reflektierten Lichts wird gegen Wellenlänge abgetragen= Piek bei grünem Pigment in Wellenlängenbereich für grünes Licht
- Was ist selektive Transmission? es dringen nur bestimmte Wellenlängen durch das Objekt bzw. Substanz
- Was ist additive Farbmischung? Nenne Beispiele. Definition- Überlagerung von Licht verschiedener Wellenlängen- Ergebnis ist Summe der Strahlung- Komplementärfarben ergeben additiv gemischt weiß (blau und gelb) Beispiel- Farbfernsehen- Übereinanderprojektion von Scheinwerfern
- Was ist subtraktive Farbmischung? Nenne Beispiele. Definition- Wellenlänge werden durch Pigmente/Filter absorbiert- Reduktion von Licht- Helligkeit nimmt ab- Mischung blauer und gelber Farbe ergibt grün (Tuschkasten) Beispiele- Malern
- Was ist die Trichromatische Theorie? Farbabgleichexperiment- Personen können aus 3 Farben unterschiedlicher Wellenlänge eine Kontrollfarbe bilden- gelingt nicht mit 2 Farben > metamere Farben- aufgrund identischer neuronaler Reaktion sind die Felder dann perzeptuell nicht mehr zu unterscheiden Young-Helmholtz-Dreifarbentheorie- L-Zapfen: Empfindlichkeitsmaximum bei ca. 558 nm (rot-gelb)- M-Zapfen: Empfindlichkeitsmaximum bei ca. 531 nm (grün)- S-Zapfen: Empfindlichkeitsmaximum bei 419 nm (blau)- Verteilung auf der Retina nicht gleich!
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- Beschreibe die Gegenfarbtheorie. Simultaner Farbkontrast- Fläche verändert Farbe, sobald man sie mit anderer Farbe umgibt Farbnachbilder- grün beobachtete Fläche wird wenn man auf weiße Fläche schaut rot Gegenfarbtheorie- Gegenfarb-Mechanismen: schwarz-weiß, rot-grün, blau-gelb- aus den o. g. Beobachtungen schloss Hering, dass es antagonistische Prozesse für die o. g. Paarungen gibt
- Wie können die beiden prominenten Theorien der Farbwahrnehmung integriert werden? 3 Rezeptortypen auf der Retina (S-, M- und L-Zapfen)= Trichromatische Theorie antagonistische Neurone (Gegenfarbzellen) im CGL und Cortex= Gegenfarbtheorie
- Beschreibe kurz wichtige Erkenntnisse zu Farbfehlsichtigkeit. häufigste Farbanomalie= verminderte Unterscheidungsfähigkeit Rot-Grün Protanomalie (Rot)- "Rotsehschwäche", eine Fehlsichtigkeit des Auges, bei der man die Farben im Rotspektrum nicht so intensiv sehen kann wie Normalsichtige. - Ursache ist eine genetisch bedingte Fehlbildung des Licht-absorbierenden Moleküls Opsin, dass im Auge in drei Varianten vorliegt Deuteranomalie- "Grünsehschwäche", eine Fehlsichtigkeit des Auges, bei der man die Farben im Grünspektrum nicht so intensiv sehen kann wie Normalsichtige. - Ursache ist eine genetisch bedingte Fehlbildung des Licht-absorbierenden Moleküls Opsin, dass im Auge in drei Varianten vorliegt eher Männer betroffen da Vererbung über X-Chromosom Diagnose-Instrument= Ishihara-Test