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Allgemeine & Biopsychologie (Fach) / Lernen, Behalten, vergessen (Lektion)
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- Was ist die psychologische Definition von "Lernen" = relativ überdauernde Veränderung im Verhaltenspotential eines Organismus als Folge von Erfahrung Achtug: nicht alle Verhaltensänderungen sind eine Folge von Lernen. Wenn Sie mit einem Hammer Ihren Finger statt Nagel treffen, tritt zwar eine sofortige Verhaltensänderung ein (sie werden „Au“ rufen), jedoch ist dies kein Beispiel für Lernen. Wenn Sie aber nach dem Missgeschick vorsichtiger mit dem Hammer sind, kann dies als Lernen bezeichnet werden, weil die Verhaltensänderung überdauernd ist. (Biologische Reifung, Evolution oder Veränderungen des Gehirns durch Gehirntrauma sind nicht Gegenstand der Lernpsychologie)
- Welche Lernwege gibt es? Nachahmung Klassische Konditionierung = assoziatives Lernen (verknüpfung 2er Reize) Operante Konditionierung =assoziatives Lernen (Geändertes Verhalten aufgrund vorangegangener Handlungskonsequenzen (Reiz & Reaktion))
- Was sind US, UR, CS und CR und wie erreicht man einen CR? Ein unkonditionierter Reiz/Stimulus (US) ruft automatisch eine unkonditionierte Reaktion (UR) hervor, zb Hundefutter-> Mouthwatery oder Windstoß -> Blinzeln Nun wird ein neutraler Reiz (etwas auf das keine Reaktion passiert- wie Pfeifen) mit dem US verknüpft. Nach mehrfacher Wiederholung wird aus dem neutralen Reiz ein konditionierter Stimulus (CS) auf den eine konditionierte Reaktoin (CR) eintritt: pfeifen -> hunger. Conditioniert meint also: trainiert/ verknüpfung erlernt.
- Was sind US, UR, CS und CR und wie erreicht man einen CR? Ein unkonditionierter Reiz/Stimulus (US) ruft automatisch eine unkonditionierte Reaktion (UR) hervor, zb Hundefutter-> Mouthwatery oder Windstoß -> Blinzeln Nun wird ein neutraler Reiz (etwas auf das keine Reaktion passiert- wie Pfeifen) mit dem US verknüpft. Nach mehrfacher Wiederholung (=Auquisitiontsphase) wird aus dem neutralen Reiz ein konditionierter Stimulus (CS) auf den eine konditionierte Reaktoin (CR) eintritt: pfeifen -> hunger. Conditioniert meint also: trainiert/ verknüpfung erlernt.
- erkläre wichtige Fakten ei der zeitlichen Kopplung während der Aquisitionsphase beim Konditionieren! Die günstigeste zeitliche Kopplung ist wenn der neutrale Reiz (später CS) vor dem US beginnt und sich dann überlappt (Pfeife und weiter pfeifen während futter) Endet der CS vor Begin des US ist immer noch eine hihe Erfolgsqupte. Gering ist der Erfolg bei gleichzeitigem Beginng und Ende und kein Erfolg ist zu verzeichnen wenn der neutrale Reiz erst nach Ende des US eintritt.
- erkläre wichtige Fakten ei der zeitlichen Kopplung während der Aquisitionsphase beim Konditionieren! Die günstigeste zeitliche Kopplung ist wenn der neutrale Reiz (später CS) vor dem US beginnt und sich dann überlappt (Pfeife und weiter pfeifen während futter) (Verzögerte/Überlappende Konditionierung) Endet der CS vor Begin des US ist immer noch eine hihe Erfolgsqupte. (Spuren K) Gering ist der Erfolg bei gleichzeitigem Beginng und Ende (simultante K) und kein Erfolg ist zu verzeichnen wenn der neutrale Reiz erst nach Ende des US eintritt (Rückwärts K).
- Was bedeuten verzögerte-, spuren-, simultane- und rückwärts- Konditionierung? CS beginnt vor UR und endet gleichzeitig CS beginnt und endet vor UR CS & UR laufen gleichzeitig UR beginnt und endet vor CS
- Was ist zur Löschung einer klassischen Konditionierung zu sagen? Wird der CS (Ton) vielfach ohne US (Futter) dargeboten, wird die CR (Speichelfluss) immer schwächer (Löschung). Jedoch wirdnur die beaobachtbare CR gelöscht, die zugrundeliegende Assoziation wird jedoch nicht gelöscht. Eine einmal etablierte CR wird also weder vergessen noch verlernt. ("Fahrradfahren") Wird dann während einer Löschungsphase wieder der US mit dem CS präsentiert, tritt die CR sogar stärker auf (Spontanerholung) & nach der vollständigen Löschung erfolgt der Wiedererwerb der CR beschleunigt (schneller Wiedererwerb bei 50%). ("wie bei lernen")
- Erkläre die Generalisierung! CR funktioniert auch bei ähnlichen Stimuli (eg ähnlicher Ton) Ein gelerntes Verhalten wird umso wahrscheinlicher gezeigt, je ähnlicher sich die Trainings- und Testsituationen sind. Übrigends: reizintensität beschleunigt lern-Verhalten
- Was besagt das Rescorla-Wagner Modell? Nach dem Rescorla-Wagner Modell ist die Lerngeschwindigkeit abhängig von der Lernrate, der maximal erreichbaren Assoziationsstärke CS - US, der schon erreichten Assoziationsstärke (eg Anzahl wdhs). Das Modell erklärt typische Akquisitionsraten. Es erklärt auch, dass der CS nur dann wirksam wird, wenn er einen Informationswert bezüglich des Auftretens der UR hat (Blocking von nichtinformativen CS). Es kann aber die Spontanerholung nach Löschung nicht erklären.
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- Nenne 4 Praktische Anwendungen beim Klassisches Konditionieren! Aversionen: Bei Chemotherapien im Rahmen von Krebsbehandlungen werden oft übelkeitserregende Medikamente genutzt. Patienten entwickeln oft Aversionen gegen Speisen, die sie am Behandlungstag zu sich genommen haben. Phobien: Verhaltenstherapien versuchen, die Koppelung zwischen Reiz (z.B. Spinne) und Reaktion (panische Angst) durch systematische Desensibilisierung zu lösen. Drogenmissbrauch: Bei z.B. Alkoholmissbrauch kann eine Aversionstherapie zur Senkung der Rückfallquote genutzt werden. US - eine brechreizauslösende Substanz, UR - Erbrechen, CS - Trinken von Alkohol. Rückfallquote nach 1 Jahr < 40 % Immunsystem: Es lässt sich auch eine Immunstärkung durch Konditionierung erreichen. Das könnte zur Verstärkung von Chemotherapien eingesetzt werden (zb Mediakment riecht nach etwas und nur durch den Geruch wird das Immosyst schon gepuscht). Auch die Wirkung von klassischer Konditionierung bei der Auslösung allergischer Reaktionen konnte gezeigt werden.
- Operantes Konditionieren - was ist das? Operante Konditionierung baut Wissen über Handlungen und Konsequenzen auf, d.h. die Wahrscheinlichkeit, ein gezeigtes Verhalten erneut zu zeigen, ist abhängig von der Konsequenz dieses Verhaltens. Die Handlungsstärke kann mit Verstärkung beeinflusst werden (Performanz), kann aber auch ohne Verstärkung erfolgen (latentes Lernen). Positive Konsequenzen auf ein Verhalten verstärken die Handlungsbereitschaft, die Geschwindigkeit & die Häufigkeit des Auftretens. Negative Konsequenzen verringern die Auftretensrate. Beispiele: Aberglaube: Schwarze Katze = Unfall, Vor der prüfung Kaffee statt Bier, da besser.
- Unterschied instrumentelles & operantes Lernen? Instrumentelle/operante Konditionierung/Lernen werden in diesem Abschnitt synonym verwendet, wenngleich instrumentelles Lernen mehr die Autonomie des Lerners betont u. operantes Lernen mehr die Kontrolle durch einen Versuchsleiter oder Therapeut hervorhebt
- Unterschied klassische Konditionierung und operante Konditionierung- Kontingenz meint, dass die Verstärkung mit größerer Wahrscheinlichkeit auf das Verhalten erfolgt, als wenn es unterlassen würde. Instrumentell durch operantes Konditionieren gelernt werden kann im Gegensatz zum Klassischen Konditionieren jedes Verhalten. Wichtig für das Lernen ist der Rhythmus, in dem positive oder negative Verstärkung gegeben werden (Quotenpläne / Verstärkungspläne: zb nach jeder Leernsession gits ein Gummibärchen, nach de Prüfung ein Eis). Komplexes Verhalten kann über stufenweises Lernen mit Verstärkung erworben werden (Shaping). Löschung erfolgt bei dauerhaft ausbleibender Verstärkung.
- Welche Arten der Verstärkung gibt es? Positive Verstärkung: Die Verhaltenshäufigkeit steigt nach der Gabe von Verstärkern (Futter, Lob) (Tauben Experiment: Nach 1 Minute Futter egal was sie machen -> Tauben koppeln was auch immer sie gerade gemacht haben mit Futter e.g. Kopf zucken, Kreis laufen) Negative Verstärkung: Die Verhaltenshäufigkeit steigt, wenn ein unangenehmer Verstärker unterbleibt (z.B. Lärm, Kälte oder Schimpfen). Wird auch Flucht- oder Vermeidungslernen genannt. Z.B. bleibt schimpfen einmal aus steigt verhaltenshäufigkeit --> KONSEQUENZ) Typ 1 Bestrafung: Die Verhaltenshäufigkeit sinkt nach der Gabe des Bestrafungsreizens (unangenehmer Verstärker). Verstärker sind dieselben, die bei der negativen Verstärkung unterbleiben Typ 2 Bestraufung: Die Verhaltenshäufigkeit sinkt, wenn ein angenehmer Verstärker entfernt wird. Verstärker sind dieselben, die bei der positiven Verstärkung gegeben werden. (Beispiel: Gummibärchen die Kind schon versprochen waren werden wieder entfernt)
- Nenne 3 Verstärkungspläne und den Wirkungsvollsten! Jedes korrekte Verhalten wird belohnt = kontinuierliche Verstärkung Verstärkung hängt von einer bestimmten Häufigkeit ab = Quotenplan Verstärkung hängt von der Zeit ab, die seit dem letzten gezeigten Verhalten vergangen ist = Intervallplan Am besten funktioniert jedoch die Motivation beim zufälligen Belohnungssystem: Bonus im Betrieb: besser mehrmals jährlich eine kleine Summe anstatt einmal im Jahr, Nicht zu wissen wann genau der Bonus aber nun gegeben wird, verstärkt die Motivation ihn zu bekommen (Spieldrang/Sucht) Alaso die beste Motivation: Häufigkeit, & variabel. Z.b. Mitarbeiter des Monats ist nach 3 Monaten abgelutscht (da kontinuirlcih verliert an Reiz... daher lieber nur 3 Monate im Jahr und keiner weiß welche 3 Monate --> Dppelte Freude wenn man "gewinnt"
- Wie bringen Sie Ihren Freund dazu den Müll raus zu bringen? Zur Erfolgssteigerung zu Beginn einfach ejdes positive verhalten belohnen (Quotenplan), da an Verhaltengeknüpfe Belhnung besser wirkt als zeitliche (Intervall). Dann die Belohnung reduzieren und zb nur noch jedes zweite mal Belohnen, bis zum zufallsprinzip und unberechenbaren Belohnen, da es sonst 1. langweilig wird (wenn belhnung immer kommt) und 2. Spieldrang weil man weiß "irgendwann muss was kommen"
- Wie bringen Sie Ihren Freund dazu den Müll raus zu bringen? Zur Erfolgssteigerung zu Beginn einfach ejdes positive verhalten belohnen (Quotenplan), da an Verhaltengeknüpfe Belhnung besser wirkt als zeitliche (Intervall). Dann die Belohnung reduzieren und zb nur noch jedes zweite mal Belohnen, bis zum zufallsprinzip und unberechenbaren Belohnen, da es sonst 1. langweilig wird (wenn belhnung immer kommt) und 2. Spieldrang weil man weiß "irgendwann muss was kommen" "Variabler Quotenplan" (wie im Casino) > "variablen Intervallpläne" = Reaktion wird nach einem variablen zeitintervall verstärkt. --> langsame, beständige Reaktionen, weil man nicht weiß, wann die Wartezeit vorbei ist. > Feste Intervall & Quptenpläne -> wird langwielig und man bekommt den Eindruck man müsse sich nicht bemühen da man am 30. des Mnats eh bezahlt wird
- Nenne 3 Anwendung in der Praxis für Operantes Konditionieren! Erziehung: Verhaltensaufbau und Aufgabe von Verhalten durch Lob und Tadel. Interessant sind Verstärker wie die Spielauszeit bei aggressiven Kindern. Verhalten zur Vermeidung unangenehmer Reize (Vermeidungslernen) ist sehr löschungsresistent. Internalisierung als Prozess von der externen Verstärkung zur Verhaltensgewohnheit. Verhaltesntherapie: Systematisches Erlernen oder Verlernen von Verhalten (z.B. bei Phobien) Erlernte Hilflosigkeit: Lernen Individuen dauerhaft, dass sie negative Reize nicht vermeiden können, werden sie passiv und erdulden die Situation. Es entsteht ein dreifaches Defizit: motivational: keine Handlungen, kognitiv: kein Erkennen von Handlungsmöglichkeiten, emotional: Niedergeschlagenheit und Mutlosigkeit (ähnlich einer Depression) zb ein Kind das grundlos geschlagen wird, oder ein Tier das Stromschlägen im Boden nicht ausweichen kann.
- Erkläre die Banduras Theorie des sozialen Lernens! Im Gegensatz zur Konditionierung benötigt das soziale Lernen keine Hinweisreize u. keine Verstärkung sondern nur ein Modell. Besonders intensiv findet soziales Lernen in Gruppen statt. Hohe Wahrscheinlichkeit der Nachahmung bei Modell, mit dem man sich gut identifizieren kann (Aufmerksamkeit: ist ähnlich, hat macht ist auffällig, zielführend = Dozent, Schwester, Popstar, Chef) und wenn Modellverhalten eigenen Intentionen entspricht. Modelle mit diesen Eigenschaften haben oft einen größeren Einfluss als beabsichtigte Modelle (z.B. Lehrer, Eltern). Gedächtnis: Kodierung erfolgt bildlich (analog) und verbal (symbolisch) Reproduktion: Notwendig sind körperliche Fähigkeiten, Verfügbarkeit der Teilfähigkeiten, Feedback Motivation durch: Selbstverstärkung, externe Verstärkung, stellvertretende Verstärkung (andere Person wird verstärkt), Chamäleoneffekt: man wirkt durch nachahmung auf sein Vorbild sympatischer. Experiment: Gewalt mit der Puppe-> Kinder ändern ihre Norm-Werte anhand der des Erwachsenen.
- Nenne 3 Erkenntnisse zum Thema Lernen, Behalten, Vergessen nach Ebbinghaus und heutiges Zusatzwissen Ebbinghaus übt sich zufällige Buchstabenfolgen zu merken 1. Gesamtzeit-Hypothese: Linearer Zusammenhang zwischen der Anzahl an Wiederholungen und der Gedächtnisleistung 2. Vergessenskurve: Der größte Gedächtnisverlust tritt in den ersten 10 Stunden nach dem Lernen auf (70%). Der weitere Verlauf ist asymptotisch. 3. Ersparnismethode: Konnte Ebbinghaus an einem Tag eine Liste mit 16 Triplets z.B. nach 30 Wiederholungen fehlerfrei wiedergeben, gelang ihm das am nächsten Tag bereits nach 20 Wiederholungen. Er hatte also eine Lernersparnis von 33%. Heute weiß man auch: Lerneffizienz steigt stark, wenn die Inhalte sinnvoll sind und der Lernende über Vorwissen verfügt und eine persönlicher Bezug besteht (Interesse). Beim Einstieg in ein Lerngebiet erzielt man mit massiver Übung (intensive Auseinandersetzung mit dem Lernstoff) den größten Lerngewinn, später durch verteilte kurze Übungen (Vertiefung).
- Lernen & Behalten Zeitmanagement- was ist am Sinnvollsten? Spacing: Das Zeitintervall zwischen dem Lernen und dem Abruf des Gelernten hat großen Einfluss auf das Behalten. e.g. Prüfung in 10 Wochen- wdh alle 2 Wochen. Am besten funktioniert zb beim Vokabel lernen: unbekannte (& bekannte lernen) aber auf ejden Fall alle abfragen!
- Wie hat Spering den nachweise über unser sensorisches Gedächtnis geliefert? Problem beim Nachweis: Informationen zerfallen schneller, als die Vpn verbal Auskunft über z.B. Gesehenes berichten können. Beim Vollbericht können die Vpn die erwarteten 4-5 Buchstaben (vgl. Kurzzeitgedächtnis) nennen. Beim Teilbericht können sie die Buchstaben einer Zeile wiedergeben, obwohl sie bei der Wahrnehmung noch nicht wussten welche Zeile sie wiedergeben sollen. Sensorisches Gedächtnis hat also alle 12 Buchstaben gespeichert, INfo verfällt aber wieder bevor Vpn sie aussprchen kann. Sensorishes Gedächtnis speichert also für sehr kurze Zeit relativ viele Informationen speichern.
- Wie hilft uns das Kurzzeitgedächtnis (in der Psychologie)? Zwischenspeicher von wenigen Sekunden wo wir uns 7 +/- 2 Informationen kurzfristig merken (magical number seven). Die zeitliche Länge sprachlicher Informationen bestimmt, wie viel wir kurzfristig behalten können. Wörter mit weniger Buchstaben, lassen sich schneller sprechen und damit besser behalten. Nicht-Wörter lassen sich schlechter merken als Wörter. Flaws: Proaktive Interferenz: Vormals gelernte Informationen können die Speicherung neuer Informationen stören (zb bei Wiederspruch) Retrograde Interferenz: Neue Informationen können den Zugriff auf zuvor Gelernte stören. (zb bei ähnlich klingenden Vokabeln)
- Was bedeuten proaktiv und retrograde Interferenz? Proaktive Interferenz: Vormals gelernte Informationen können die Speicherung neuer Informationen stören (zb bei Wiederspruch) Retrograde Interferenz: Neue Informationen können den Zugriff auf zuvor Gelernte stören. (zb bei ähnlich klingenden Vokabeln)
- Drei typische Wege, um Informationen im Kurzzeitgedächtnis zu sichern sind: Chunking: Gliederung der Informationen in sinnvolle Blöcke. Z.b. bei Zahlen: 1914193319451989 oder 1914 - 1933 - 1945 - 1989. Vorwissen erleichtert Chunking. Rehearsal: Inneres Wiederholen der Informationen. Der Prozess ist empfindlich gegen Störungen (eg Handyklingeln). Elaboration: Verbindungen zu Bekanntem suchen / sinnvolle Verknüpfung/ das große Ganze erstellen (z.B. Bilder, eigene Mindmaps), Eselsbrücken nutzen.In eigenen Worten ausdrücken.
- Erkläre den Enkodierprozesse beim Übergang in das Langzeitgedächtnis Das überführen vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis passiert nicht automatisch sondern ist ein aktiver Prozess. Verarbeitungstiefe: Tiefere Verarbeitung verbessert die Gedächtnisleistung. Transferadäquate Verarbeitung: Je ähnlicher Enkodier- und Abrufsituation gestaltet sind, desto besser die Gedächtnisleistung. Generierungseffekte: Was man selber formuliert hat, bleibt besser im Gedächtnis (Elaboration). Organisation des Lernmaterials: Gut organisiertes Lernmaterial wird besser behalten. Alltagsrelevanz: Alltagsnahe Informationen mit vielen Anknüpfungsm.glichkeiten an bestehendes Wissen werden besser behalten. Primacy und Recency: Zuerst und zuletzt Gelerntes wird am besten behalten (zb beim Wortdiktat erinnern wir uns an die 1. 2-3 und die letzten 5-6)
- Erkläre den Aufbau des Langzeitgedächtnisses! A. Nicht-deklaratives (auch prozedurales / implizites) Gedächtnis: kaum beschreibbare Verhaltensprozeduren. Im klassischen oder operanten Konditionieren erworbene Verhaltensweisen sind heir abgelegt. B. Deklaratives Gedächtnis (auch explizites) benennbares und beschreibbares Wissen, dann Unterteilung in B.1. semantisches und B.2. episodisches Gedächtnis, welche plausibel erscheint, jedoch in der Wissenschaft kontrovers diskutiert wird. Semantisches Gedächtnis: Sach- und Bedeutungswissen (vgl. Merkmalskarten) Episodisches Gedächtnis: Autobiographische Erinnerungen im raumzeitlichen Kontext (1. Schultag)
- Was ist das Tip-of-the-tongue Phänomen und wo? Im deklarativen Langzeitgedächtnis. "Wie heißt der Schaupsieler gleich?" Bild da aber Name fehlt.
- Erkläre 3 Arten von Gedächtnisabruf im deklarativen Langzeitgedächtnis! Wiedererkennen: Auswahl einer gelernten Information aus einer Liste. Unterstützte Reproduktion: Hinweisreize aus der Lernsituation fördern das Wiedererkennen, z.B. werden Wortpaare gelernt und in der Abrufsituation wird das erste Wort des Paars gezeigt und das zweite soll erinnert werden. Freie Reproduktion: Auflisten von gelernten Informationen. (open questions)
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- Was sind sogenannte Kontexteffekte im deklarativen Langzeitgedächtnis? Raum-zeitlicher Kontext: Gelerntes kann am besten im ähnlichen Kontext wiedergegeben werden (vgl. Trainings- und Testsituation, im stehen lernen, dann besser auch P im Stehen). Physiologischer Zustand: Gelerntes kann besser in den dem Zustand reproduziert werden, in dem es gelernt wurde (Alkohol, Drogen, Herzrate). Das gilt für die freie Reproduktion und nicht für das Wiedererkennen. Emotionaler Zustand: Kongruente Zustände führen zu besserem Erinnern. Kognitiver Zustand: Zweisprachler können Information besser in der Sprache erinnern, in der sie sie gelernt haben. Experiment: Patient kann sich bis datum x normal errinnern, danach vergisst er alles nach 1 Minute. Bei einem Zeichnungstest, den er seit seiner Aufnahme nach jeden Tag neu machte, wurde er schneller im Zeichnen, so wie gesunde Personen mit normalem Gedächtnis.
- Was sind sogenannte Kontexteffekte im deklarativen Langzeitgedächtnis? Raum-zeitlicher Kontext: Gelerntes kann am besten im ähnlichen Kontext wiedergegeben werden (vgl. Trainings- und Testsituation, im stehen lernen, dann besser auch P im Stehen). Physiologischer Zustand: Gelerntes kann besser in den dem Zustand reproduziert werden, in dem es gelernt wurde (Alkohol, Drogen, Herzrate). Das gilt für die freie Reproduktion und nicht für das Wiedererkennen. Emotionaler Zustand: Kongruente Zustände führen zu besserem Erinnern. Kognitiver Zustand: Zweisprachler können Information besser in der Sprache erinnern, in der sie sie gelernt haben. Experiment: Patient kann sich bis datum x normal errinnern, danach vergisst er alles nach 1 Minute. Bei einem Zeichnungstest, den er seit seiner Aufnahme nach jeden Tag neu machte, wurde er schneller im Zeichnen, so wie gesunde Personen mit normalem Gedächtnis.
- Abruf aus dem nicht-deklarativen (impliziten) Langzeitgedächtnis Beinhaltet gelerntes Verhalten, das nicht (kaum) verbalisierbar ist (Klavier spielen, Autofahren,Tastaturschreiben). Das Wissen ist zwar implizit, kann aber bewusst eingeübt worden sein. Lernen erfolgt über Prozeduralisierung,Sequenzierung und Automation. Im Experiment zum Sequenzlernen (Lampe 1-4, dann knopf 1-4 drücken) lernen die Vpn eine Verhaltenssequenz und reagieren deshalb immer schneller. Eine Phase mit zufälligen Lichtfolgen beweist, das die Sequenz wirklich gelernt worden ist. Nach der Untersuchung befragt, können die Vpn die regelhafte Sequenz nicht (explizit) benennen.
- Nenne 6 mögliche Mechanismen des Vergessens! Spurenzerfall: Passiver Zerfall von Gedächtnisspuren im Zeitverlauf. Konzept schwer zu nachzuweisen (von Interferenz abzugrenzen, s.u.) und umstritten. Retroaktive Interferenz: Vergessen als Folge von parallelen Prozessen während der Konsolidierungsphase. Schlafen zwischen Enkodierung und Abruf fördert das Behalten. Je besser abgespeichert Inhalte sind, desto unempfindlicher sind sie gegen Störungen. Proaktive Interferenz: Alte Informationen können das Lernen neuer Informationen stören (semantische Ähnlichkeiten). Erweiternd könnte eine schwache Verbindung zwischen Abrufhinweis und Gedächtnisinhalt Vergessen fördern. Fehlende Abrufhinweise: Manchmal erinnern wir vergessen Geglaubtes, wenn der Kontext übereinstimmt. Abrufindizierte Inhibition: Wenn aus einer Liste von Informationen nur bei einigen der Abruf geübt wird, werden die übrigen schlechter erinnert. Die abgerufenen Informationen scheinen das Erinnern an die nicht abgerufenen zu hemmen. Motiviertes Vergessen: Ein Konzept aus der Psychoanalyse: Unerwünschte Inhalte werden “verdrängt”. Ähnliches wird für traumatische Erlebnisse angenommen. Beide Punkte in der Forschung sehr umstritten, ob es das gibt.
- Beschreibe 7 Fehlleistungen des Gedächtnisses nach Schacter (2003) Zerfall: Abnehmender Zugriff auf das Gedächtnis im Zeitverlauf zb Vergessen von länger zurückliegenden Ereignissen. Geistesabwesenheit: Unaufmerksamkeit bei der Enkodierung. (Vergessen, wo man den Schlüssel hingelegt hat.) Blockierung: Information ist zwar gespeichert, aber vorübergehend nicht abrufbar. (Tip-of-the-tongue Phänomene) Fehlattribution: Gedächtnisinhalte werden einer falschen Quelle zugeordnet. (Einen Traum für eine Erinnerung halten) Beeinflussbarkeit: Gedächtnisinhalte über Dinge, die nie stattgefunden haben. (Suggestiv-Fragen können falsche Erinnerungen provozieren & man meint, dies tatsächlich so gesehen zu haben) Verzerrung: Aktuelles Wissen verzerrt die Erinnerungen aus der Vergangenheit. (Frühere Einstellungen werden so erinnert, dass sie zur heutigen Einstellungen passen.) Persistenz: Ungewollte Gedächtnisintrusionen, die wir nicht vergessen können. (Wiedererinnern traumatischer Ereignisse) Fehlleistungen des Gedächtnisses können ein großes Problem bei Zeugenaussagen vor Gericht sein.