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Allgemeine Psychologie & Biopsychologie (Fach) / Aufmerksamkeit, Bewusstsein, Kontrolle (Lektion)
fahf
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- Aufmerksamkeit: Funktionen der Aufmerksamkeit 1. Planen und kontrollieren. nicht automatisierte Handlungen vorbereiten und die Ausführung überwachen. --> sich auf eine Aufgabe konzentrieren 2.Selegieren relevante Informationen herausfiltern --> Aufmerksamkeit schenken 3. Überwachen die Umwelt auf Veränderungen absuchen --> wach sein, nicht abgelenkt sein
- Selektive Aufmerksamkeit Selektive Aufmerksamkeitist die Fähigkeit, sich auf nur einen kleinen Teil der Reize zu konzentrieren,die von den sensorischen Organen gleichzeitig wahrgenommen werden.
- Zwei bedeutende Punkte zur selektiven Aufmerksamkeit Selektive Aufmerksamkeit verbessert die Wahrnehmung der Reize im Zentrum derAufmerksamkeit. Sie beeinträchtigt die Wahrnehmung von Reizen, auf die man sich nicht konzentriert
- Frühe vs Späte Selektion frühe Selektion: z.B. Boradbent (1958) Auf Basis von wenigen physikalischenReizmerkmalen werden Reize ausgewählt. Erst nach der Auswahl erfolgt die Verarbeitung. Gemäßigte Variante(nach Treisman):unterschiedliche Eingangskanäle, in denenInformationen gewichtet werden(kein Alles-oder-Nicht-Prinzip;z.B. eigener Name hat Priorität). späte selektion: Deutsch & Deutsch (1963) Information wird völlig ungefiltert verarbeitet. Parallele Vorverarbeitunggleichzeitig auftretender Reize Auswahl der relevanten Information nachinhaltlicher Verarbeitung. Der Filter (Flaschenhals) ist bei derReaktionsauswahl (Antwortfilter) und nicht beider Wahrnehmung. Für die Reaktionsauswahl könnenphysikalische oder semantische Merkmaleverwendet werden. Aufmerksamkeit richtet sich auf dieausgewählten Informationen, um eine tiefeVerarbeitung zu ermöglichen. Heutiger Stand: Es gibt kein einheitliches Aufmerksamkeitssystem Aufmerksamkeitsfokussierung kann sowohl vor als auch nach der inhaltlichenVerarbeitung der Reize erfolgen Meist werden frühe und späte Ansätze kombiniert
- Endogene vs exogene Aufmerksamkeit. endogene Aufmerksamkeit = internale kognitive Prozesse(z.B. Aufmerksamkeit auf Tischplatte richten, weil man seinen Autoschlüssel sucht) Neuronale Steuerung über top-down Mechanismen im Gehirn,v.a. im präfrontalen und Parietalkortex exogene Aufmerksamkeit = externale Ereignisse(z.B. Aufmerksamkeit wird auf Tischplatte gelenkt, weil die Katze gerade ein Glasumgestoßen hat) Neuronale Steuerung über bottom-up Mechanismen im Gehirn(sensorische Wahrnehmung und Weiterverarbeitung im Gehirn)
- Bewusstsein Definition Bewusstsein Gesamtheit der unmittelbaren Erfahrung, die sich aus der Wahrnehmungvon uns selbst und unserer Umgebung, unseren Kognitionen, Vorstellungenund Gefühlen zusammensetzt.
- Bewusstsein 4 Perspektiven auf das Bewusstsein Wachheitszustände: Unterschiedliche Wachheitszustände in Abhängigkeitdes Erregungsniveaus Koma - Schlaf - Traum - entspannter Wachzustand -Vigilanz (Dauer-aufmerksamkeit) Phänomenales Bewusstsein subjektives Erleben von Sinneswahrnehmungen Erlebniseigenschaften mentaler Repräsentationen schwer erforschbar, da nur der eigenen Personzugänglich Repräsentation und Monitoring bewusstes Zugreifen aufmentale Repräsentationenz.B. bei der Vorbereitung von Entscheidungen Wissen um die eigenen Wahrnehmungen undGedanken Zum Selbstmanagement besonders wichtig:Metakognition - das Denken über das eigene Denken. Selbst-Bewusstsein Gedanken über sich selbst Selbstkonzept - das Bild von sich selbst Die Einstellung zu sich selbst
- Bewusstsein Neuronale Erklärungen für das Bewusstsein Global Workspace Grundlage des Bewusstseinsist eine synchronisierte Interaktionvieler Gehirnareale. Viele lokale Verarbeitungsergebnissewerden im GlobalWorkspace anderen Gehirnarealenzur Weiterverarbeitungbereitgestellt. Lokale Verarbeitung imGehirn bleibt unbewusst. Theorie erklärt eine HaupteigenschaftbewussterWahrnehmung: an einenBewusstseinsinhalt könnenbeliebige kognitiveOperationen geknüpftwerden (visuelles, taktilesErleben, aber auchkommunikatives Verhalten…) Feedforward-Wellen vs.rekurrente Verarbeitung Visuelle Reize führen zu einerWellen von Verarbeitungsaktivitätenim gesamten Kortex(visueller motorischer Kortex) Die Welle ist so schnell, dass dieZellen kein Feedback über dieeigene Verarbeitung erhalten(Feedforward). Deshalb ist diese Welleunbewusst. In einem zweiten Schritt erfolgt dieRückkopplung der Zellaktivitätquasi als rücklaufende Welle(rekurrent). So entsteht bewussteWahrnehmung. Theorie erklärt gut unbewussteWahrnehmung und Maskierung. Bewusstsein im Hirnstamm Das Zentrum des Bewusstseinsliegt in einem Arealdes oberen Hirnstamms. Es gibt eine starke Interaktionzwischen dem Hirnstammund dem Kortex. Bewusstsein ist nur möglich imZusammenspiel zwischen demKörper, dem Hirnstamm unddem Assoziationskortex. Wenn der Bereich des Hirnstammsverletzt wird, verlierenwir das Bewusstsein. TheorievonDamasio
- Bewusstsein Unterschiedliche Bewusstseinszustände Einige treten spontan auf: Tagträumen, Schläfrigkeit, Träumen Eine sind physiologisch bedingt: Halluzinationen, Orgasmus, Nahrungs und Schlafmangel Einige sind psychologisch bedingt: Sensorische Deprivation, Hypnose, Meditation
- Kontrolle: Kognitive Kontrolle Wann wird kognitive Kontrolle nötig Neue und ungeübte Handlungen Flexibles Wechseln zwischen Aufgaben und Zielen Aktive Aufrechterhaltung von Zielrepräsentationen Planen und inneres Probehandeln Abschirmung und Inhibition Inhibition störender Reize Unterdrückung starker, aber inadäquater (automatisierter) Reaktionen Aufschub von Bedürfnissen / Unterdrückung von emotionalen Impulsen Belohnungsaufschub
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