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SPF Wirtschaftsinformatik (Fach) / Betriebliche Anwendungssyteme (Lektion)
(Jan Friedrich)
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- 1. Was ist die Aufgabe und die Funktionsweise eines ERP-Systems? Aufgabe: Operative Unterstützung der Geschäftsprozesse. Primär interne Prozesse, weniger zwischenbetrieblich Funktionsweise: Modular aufgebaut (spezielle Anwendungen für die einzelnen Geschäftsbereiche) Integriert (Gegenteil einer Insellösung)Hauptvorteil = Module / Anwendungen nutzen gleiche Datenbasis -> Einheitlichkeit, Bedeutung der Daten, klar, Transparenz, weniger RedudanzenNachteil = Änderungen werden sofort umgesetzt -> Fehlerbehebung wird schwerer Vorteile ( WICHTIG : Hat gemeinsame Datenbasis ) Datenintegration -> Gebe Kunden ein, System gibt mir Adresse etc. Fehlervermeidung Prozessoptimierung / -integration (entlang der Wertschöpfungskette) Zeitersparnis Kostensenkung Verringerung der Durchlaufzeit Größere Volumina bearbeitbar
- 1. zu Integrationspyramide (lernen) 1.0 LE Skript anschauen. PPT
- 2. Welche Rolle spielen Stammdaten in der Disposition? Stammdaten bilden die Voraussetzung für die Disposition Stammdaten steuern etwas und stellen Informationen zur Verfügung Beispiel Materialgruppe weist Produkte einer Kategorie zu. Hilft zur Zuordnung bzw. Analyse
- 3. Erklären Sie die ABC- und RSU-Analyse ABC Analyse = Instrument aus Beschaffungscontrolling / Lagerhaltung Dienz zur Identifizierung wie ich denn planen möchte. System schaut nur auf geplante Verursacher. Hilft bei Entscheidung -> Verbrauchs oder (Plan-/) Bedarfsgesteuerte Materialdisposition? A = 10% Menge & 70& WertanteilB = 20%C = 70% RSU Analyse = Beschaffungscontrolling / Lagerhaltung Regelmäßiger, Saisonaler, Unregelmäßiger Verbrauch Hilft bei Entscheidung -> Verbrauchs oder Bedarfsgesteuerte Materialdisposition? Kategorisieert Produkte nach Verbrauch R = Artikel mit einem konstanten Bedarf -> hohe Vorhersagegenauigkeit S = schwankender Bedarf -> mittlere " U = mit unregelmäßigen Bedarf -> geringe "
- 4. Was versteht man unter einer Lorenzkurve? Verteilung der ABC Güter in Wert % Menge ABC Analysen müssen regelmäßig wiederholt werden um die Einteilung zu überprüfen Kann in verschiedenen U-Bereichen Anwendung finden(Materialdisposition, Einkauf, Lagerhaltung, Vertrieb) Was seine wichtigsten Produkte sind & wie das Bestellvolumen aufgeteilt ist
- 5. Was versteht man unter einem Geschäftsprozess und wie kann dieser dargestellt werden? "Zeitliche Abfolge von logisch verknüpften Aufgaben und Tätigkeiten zur Erreichung eines geschäftlichen Zieles." wird ausgelöst durch eine Ereignis (z.B. Kundenauftrag) Transformiert materielle/immaterielle Güter (Input) zu einem Output. Darstellung z.B. durch ERM o. EPK o. BPMN
- 6. Beschreiben Sie die (Teil)-Prozesse der Abwicklung eins zu fertigenden Materials von der Kundenbestellung bis zur Faktura. Kundenauftrag erfassen (ABTEILUNG = VERTRIEB) Auftrag disponieren (ABTEILUNG = DISPOSITION) Fertigungsauftrag erstellen (ABTEILUNG = DISPOSITION) Fertigung (FERTIGUNG) Einlagerung (LAGER) Versandauftrag (VERSAND) Rechnungserstellung (Faktura) (VERTRIEB) Zahlungsüberwachung (FINANZBUCHHALTUNG) für Details siehe Zusammenfassung.
- 7. Welche Daten befinden sich auf der Auftragsbestätigung? Produkte/Material (auf Positionsebene) Menge (aus Positionsebene) Preis (aus Positionsebene) Kundennummer Auftragsnummer Datum Lieferdatum (auf Positionsebene) Lieferadresse Zahlungsbedingungen Lieferbedingungen
- 8. Wie sind die Daten der Auftragsbestätigung strukturiert? Beispiel SAP Auftragsbestätigung Kopfdaten (z.B. Belegdatum, Kundennummer, Ansprechpartner) Positionsdaten (z.B. Materialnummer, Materialbeschreibung, Preis, Menge, Liefertermin, Ort)
- 9. Welche Dispositionsarten kennen Sie? Verbrauchsgesteuert Richtet sich nach Prognosen, die auf dem Verbrauch der Vergangheit basieren oder sobald ein Mindestbestand im Lager unterschritten wird. Vorteile = Unkompliziertes Handling, keine komplexen Daten nötig. Nachteile = Basiert nur auf statistischen Werten der Vergangenheit. Riskant bei unvorhersehbaren Ereignissen, wie der Finanzkrise. (Plan-/) Bedarfsgesteuert Richtet sich nach dem vorliegenden Absatz- oder Produktionsprogramm Vorteile = Liefert exakte Werte. Nachteile = Ist sehr rechenaufwendig Sonderfall Beide können auch kombiniert werden (Kunde bestellt außerhalb der Reihe Produkte = nicht planbarer Bedarf)
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- 10. Wie ist der Druck der Bestellung aufgebaut? Meine Bestellung an meinen Zulieferer! SAP Beispiel Kopfdaten: Kundennummer Auftragsnummer Datum Adressdaten Abladestelle (an welchem Ort soll das bestellte Produkt abgeladen werden) Positionsdaten: Produkt/Material Menge Lieferadresse (hier, da ggf. in unterschiedliche Werke geliefert werden soll)
- 11. Welche Stammdaten werden für einen Fertigungsprozess benötigt? Ressourcenliste: Stückliste (Aufbau: Besteht aus Komponenten -> Baugruppen Stückliste besteht aus mehreren Ausgangsteilen Konstruktionsstückliste, Vertriebsstückliste -> Unterscheiden sich im Detaillierungsgrad. Vertrieb nicht ganz so detailliert wie Fertigungsstückliste, die wiederrum nicht so detailliert wird Konstruktionsstückliste Komponente -> Baugruppe (ist es nur dann, wenn man es auflösen muss) Was steht bei Komponente? Menge {legt Arbeitsvorgänge und deren Reihenfolge fest} Arbeitsplan (Bestehen aus: Arbeitsplatz ( Terminierung: Maschinenzeit, Planzeit, Rüstzeit-Kalkulation: Tarif/Preis/was kostet es Kapazität der einzelnen Schritte (Maschinenzeit, Arbeitszeit etc. pro Arbeitsplatz) Wie lange? Kosten der Schritte (Tarif) Wie teuer?
- 12. Beschreiben Sie einen Handelswareprozess? (Bedarfsverursacher/Bedarfsdecker) siehe in die Zusammenfassung.
- 13. Was versteht man im Kontext von ERP-Systemen unter dem Stichwort Integration? Beispiel.: Vom Einkauf in die Buchhaltung. Wenn ich einen Aktiv-Passiv Tausch mache. Ich lege Ware auf Lage damit erhöht sich dann der Wert. Hier liegt eine Integration zwischen Einkauf, Lager und Buchhaltung vor. Voraussetzung -> bestehen aus vielen Tabellen. Datenintegration Mehrere Funktionsbereiche greifen auf eine gemeinsame Datenbasis zu, mit dem Ziel, dieselben Daten unmittelbar für verschiedene Aufgaben nutzbar zu machen. Hierbei finden innerhalb des ERP's verschiedene Programme Anwendung. BSP. für Datenintegration: Vertrieb legt Kunden-Stammdaten an. Die Finanzbuchhaltung kann anschließend, zur Überwachung der Zahlung darauf zugreifen. Prozessintegration Abteilungsübergreifende Geschäftsprozess werdend durch mehrere beteiligte Softwaremodule gemeinsam unterstützt. BSP -> Sobald ein Auftrag eingeht, überprüft das System die Lagerbestände. Wenn das Produkt nicht auf Lager ist, führt das System eine Verfügbarkeitsprüfung durch und teil dem Vertrieb einen voraus. Liefertermin mit.Nachteil: Liefertermin trotz Fehlern bindend.
- 14. Wie macht sich die ERP-Systeme typische Integration am Beispiel einer Handelswarenabwicklung bemerkbar? Anhand des Handelswarenprozesses beschrieben (Aufg. 13) Wareneingang Beispiel Faktura Beispiel
- 15. Beschreiben Sie typische Merkmale eines ERP-Systems (Dasselbe wie 1.?) Integration Operative Funktionalität Einheitliche Benutzeroberfläche Transaktionsorientiert Daten und Prozessintegration Unterstützung von Operativen Aufgaben Module = Ähnliches Aussehen -> Standardisiert Informationsübermittlung zwischen User und DBs (alles oder nichts- entweder wird ein Kundenauftrag angelegt oder eben nicht.
- 16. Welche Möglichkeiten der Individualisierung von ERP Systemen gibt es (LV 2 S.20) Customizing = Feinabstimmung der Standardsoftware an die U-Prozesse -> Modulauswahl / Funktionsauswahl / Parametereinstellung-> Anpassen von Benutzeroberflächen / Listen und Formularen User Exit (Prozessanpassung) = Das System wird nicht verlassen. Stattdessen bietet man dem Nutzer die Möglichkeit innerhalb eines automatisierten Vorgang manuelle Änderungen vorzunehmen. Anpassung des Quellcodes (Achtung, kritisch!) Individualisierung von Templates, Layouts Logo etc. auf Dokumenten, die vom System ausgegeben werden
- 17. Welche Rollen spielen die Stammdaten für betriebliche Informationssysteme? Bilden Herzstück des ERP-Systems, welches nur funktioniert, solange es auf die richtigen Stammdaten zurückgreift. Schlechte Stammdatenqualität wirkt sich auf den Betriebsablauf aus. (Mehr Rückfragen, DLZ, Fehlproduktionen, doppelte Lagerhaltung) Stammdaten beinhalten:->Beschreibende Informationen (z.B. Kundeninformationen)-> Steuernde Informationen (Dispositionarten)
- 18. Wie ist die Disposition (Planung) innerhalb der Module eines ERP-Systems integriert? siehe Schaubild
- 18. Wie ist die Disposition (Planung) innerhalb der Module eines ERP-Systems integriert? siehe Schaubild
- 19. Welche Vorteile bietet eine Standardsoftware? Man kennt den Hersteller durch Referenzen Hohe Programmqualität / Reife Verkürzte Einführungszeit Hohe Benutzerfreundlichkeit (Bezogen auf Anwendungsmöglichkeiten, nicht Interface) Schonung einer Personalressourcen Kostensicherheit Sicherheit bzgl. Programmwartung / Weiterentwicklung Know How Transfer Software und Implementierungsdienstleistung aus einer Hand Ggf. Strategische Vorteile (Nur wenn es nicht jeder nutzt)
- 20. Was versteht man unter einer Verfügbarkeitsprüfung? Vorgang, der vom Vertrieb durch die Eingabe des Produktes intiiert wird. Dient dazu herauszufinden, ob sich das Produkt auf Lager befindet, beschafft oder produziert werden muss. Ergebnis der Verfügbarkeitsprüfung ist ein voraussichtlicher Liefertermin.
- 21. Wo würden Sie im Rahmen der Fertigung Qualitätsprüfungen vornehmen? Nach jedem Arbeitsschritt Am Ende der Montage Je öfter geprüft wird, desto teurer wird es Hängt von Wert und Fehleranfälligkeit ab
- 22. Wo würden Sie im Rahmen des Einkaufsprozesses Qualitätsprüfungen vornehmen? Bei Wareneingang (z.B. Sichtprüfung) Falls Ware beschädigt ist wird ein Retourenprozess eingeleitet Auch Teilprozesse (wie Retourenprozess) müssen im ERP abgebildet werden
- 23. Wie ist der Materialstamm eines ERP Systems aufgebaut? Ist nach den verschiedensten Abteilungen aufgebaut. -> Funktional aufgebaut Er ist die zentrale Quelle eines UNs zum Abruf materialspezifischer Daten enthält Informationen über sämtliche Materialien, die ein UN beschafft, fertigt, lagert oder verkauft. Diese Daten werden in den einzelnen Materialstammsätzen gespeichert. siehe zusätzlich Abbildung.