9
Soziologie (Fach) / Evaluation (Lektion)
Literatur, Definitionen, Thesen, Untersuchungen und Fragebögen zu Lehrevaluation
Diese Lektion wurde von jazzy erstellt.
- Der Begriff "Lehrevaluation" Der Begriff "Lehrevaluation" ist nicht eindeutig. Als Lehrevaluation wird zumeist die schriftliche Bewertung von Lehrveranstaltungen durch die Teilnehmer bezeichnet. Es gibt leider eine Vielzahl an Begriffen, z.B. studentisches Feedback Lehrveranstaltungsevaluation student rating Bewertung Man kann unterscheiden zwischen einer Lehrevaluation (übergreifende Bereiche der Lehre, wie Z.B. Studienzeiten oder Bibliotheksausstattung) und einer Lehrveranstaltungsevaluation (Bewertung von Vorlesungen und Seminaren). Das Wort Evaluation (Bewertung) wurde zuerst im 19. Jahrhundert im Französischen verwendet, mit Beginn des 20. Jahrhunderts auch im Englischen. In den USA ist es im modernen Verständnis seit den 1930er-Jahren gebräuchlich (seit der Eight-Years-Study 1933-1941 von Ralph W. Tyler u. a.)
- Ziele der Lehrevaluation (Historie) Lehrevaluation dient der Qualitätsicherung in der Lehre. Was "gute Lehre" ist, darüber herrscht keine Einigkeit. Historisch gesehen verstand man in den 70er Jahren vor allem, dass über die "Lehre" eines Dozenten offen gesprochen wurde. Das heißt, das Ziel war vorrangig, dass Studierende sich untereinander austauschten, welche Veranstaltung gut und welche weniger gelungen war. In den 80er Jahren wurden die Ergebnisse den Dozenten rückgemeldet. Hier diente sie dem Dozenten vorrangig als Feedback über seine rhetorischen, didaktischen, fachlichen und organisatorischenFähigkeiten. Hier steht die Kommunikation zwischen dem Dozenten und den Studierenden im Vordergrund. In den 90er Jahren
- Literaturhinweise (Quelle Wiki) Einzelnachweise mit Links und Seitenangaben ↑ Rindermann, H. (2009). Lehrevaluation – Einführung und Überblick zu Forschung und Praxis der Lehrveranstaltungsevaluation an Hochschulen. Mit einem Beitrag zur Evaluation computerbasierten Unterrichts. Landau: Empirische Pädagogik. ↑ http://bundesrecht.juris.de/hrg/index.html ↑ Rindermann, H. (2003). Lehrevaluation an Hochschulen: Schlussfolgerungen aus Forschung und Anwendung für Hochschulunterricht und seine Evaluation. Zeitschrift für Evaluation, 2/2003, 233-256. ↑ Rindermann, H. (2001). Lehrevaluation: Einführung und Überblick zu Forschung und Praxis der Lehrveranstaltungsevaluation an Hochschulen mit einem Beitrag zur Evaluation computerbasierten Unterrichts. Landau: Verlag Empirische Pädagogik. ↑ Krämer, M. (2003). Evaluation und Zielvereinbarung in der Hochschule - Qualitätssicherung und/oder Disziplinierung. In G. Krampen & H. Zayer (Hrsg.), Psychologiedidaktik und Evaluation IV (S. 215-231). Bonn: Deutscher Psychologen Verlag. ↑ Souvignier, E., & Gold, A. (2002). Fragebögen zur Lehrevaluation: Was können sie leisten? Zeitschrift für Evaluation, 2/2002, 265-280. ↑ Staufenbiel, T. (2000). Fragebogen zur Evaluation von universitären Lehrveranstaltungen durch Studierende und Lehrende. Diagnostica, 46(4), 169-181. Doc Link zum Fragebogen ↑ Rindermann, H. (2001). Lehrevaluation: Einführung und Überblick zu Forschung und Praxis der Lehrveranstaltungsevaluation an Hochschulen mit einem Beitrag zur Evaluation computerbasierten Unterrichts. Landau: Verlag Empirische Pädagogik. ↑ Gediga, G., von Kannen, K., Schnieder, F., Köhne, S., Luck, H., & Schneider, B. (2000). Kiel: Ein Kommunikationsinstrument für die Evaluation von Lehrveranstaltungen. Bissendorf: Methodos. ↑ Hirschfeld, G., & Thielsch, M. T. (2009). Münsteraner Fragebogen zur Evaluation von Seminaren (MFE-S). In A. Glöckner-Rist (Hrsg.). Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen. ZIS Version 13.0. Bonn: GESIS. Link zum Fragebogen ↑ Hirschfeld, G., & Thielsch, M. T. (2009). Münsteraner Fragebogen zur Evaluation von Vorlesungen (MFE-V). In A. Glöckner-Rist (Hrsg.). Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen. ZIS Version 13.0. Bonn: GESIS. Link zum Fragebogen ↑ Gollwitzer, M. & Schlotz, W. (2003): Das „Trierer Inventar zur Lehrveranstaltungsevaluation“ (TRIL): Entwicklung und erste testtheoretische Erprobungen. In: Krampen, G.; Zayer, H. (Hrsg.): Psychologiedidaktik und Evaluation IV (S. 114-128). Bonn: Deutscher Psychologen Verlag. Website ↑ Gumpinger, M. (2008). Online Lehrevaluationssysteme: Anforderungen und Implementation am Beispiel des medizinischen Curriculums. München: Dissertation. PDF, 8 MB
- Literatur Marsh, H. W. (1984). Students evaluations of university teaching - dimensionality, reliability, validity, potential biases, and utility. Journal of Educational Psychology, 76(5), 707-754. Rindermann, H. (1996). Untersuchung zur Brauchbarkeit studentischer Lehrevaluation. Landau: Verlag Empirische Pädagogik. Rindermann, H. (2009). Lehrevaluation – Einführung und Überblick zu Forschung und Praxis der Lehrveranstaltungsevaluation an Hochschulen. Mit einem Beitrag zur Evaluation computerbasierten Unterrichts (2. Aufl.). Landau: Empirische Pädagogik. Schmidt, B. & Loßnitzer, T. (2010). Lehrveranstaltungsevaluation: State of the Art, ein Definitionsvorschlag und Entwicklungslinien. Zeitschrift für Evaluation, 9(1), 49-72.
- Weblinks http://www.uni-stuttgart.de/lehreva/ http://www.ule.uni-jena.de/
- Max Weber, Wissenschaft als Beruf Vortrag, 1922 (1917 gehalten) --> Die Rolle des Zufalls bei der Besetzung von Stellen Max Weber: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Hrsg. von Johannes Winckelmann. 6., erneut durchgesehene Auflage, Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), 1985 (1. Auflage 1922) Weber, Max, geb. 1864, verst. 1920. Prof. der Nationalökonomie in Heidelberg, Mitherausgeber des »Archiv für Sozialwissenschaft«. = Von Marx beeinflußt. Gegner der teleologischen, normativen Methode, betont die streng beschreibend-explikative und historische Methode der Sozialwissenschaften.____________________ (Aus: Rudolf Eisler (1876-1927): Philosophen-Lexikon. Leben, Werke und Lehren der Denker, 1912)
- Lehrevaluation- Fragebögen wissenschaftlich getestet vs erfahrungsbasiert Es gibt eine Vielzahl verschiedener Fragebögen, die meisten in Deutschland verwendeten Bögen sind "erfahrungsbasiert" entstanden und nicht nach den zentralen Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität hin überprüft worden. Beispiele für standardisierte Fragebögen sind der FEVOR[7], HILVE[8], KIEL[9], MFE-S[10] und MFE-V[11] sowie der TRIL[12].
- Paper and Pencil vs Online Bei einer Lehrevaluation werden in der Regel die Teilnehmer aufgefordert per Fragebogen (paper and pencil oder online) zur Lehrveranstaltung Stellung zu nehmen.
- Standards (DeGEval) Die DeGEval - Gesellschaft für Evaluation e.V. - hat Standards herauskristallisiert. Diese gliedern sich unter den Schlagwörtern "Nützlichkeit", "Durchführbarkeit", "Fairness" und "Genauigkeit" Diesen Standards kommt eine konfliktpräventive Funktion zu. (Handlungsempfehlung) Nützlichkeitsstandards: Es ist sicherzustellen, dass sich die Evaluationen an den geklärten Zielen und am Bedarf von Informationen der vorgesehenen Nutzer/-innen ausrichten. Durchführbarkeit: dem Kosten - Nutzen - Verhältnis der Evaluation ein ausgewogenes Maß zukommen zu lassen Fairness: Persönliche Gefühle und Ansichten dürfen daher keinen Einfluss auf den Prozess haben.Sowie: Jeder Beteiligte bzw. Betroffene soll weitestgehend die Möglichkeit besitzen, die Ergebnisse der Evaluation einzusehen. Die Aufgabe von Genauigkeitsstandards ist sicherzustellen, dass Evaluationen fachlich angebrachte Informationen über die Güte und die Möglichkeit der Verwendung hervorbringen und übermitteln.
Anzeige