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Allgemeine & Biopsychologie (Fach) / Das Hormonsystem (Endokrines System) (Lektion)

FOM, Prof. Heiss

Diese Lektion wurde von anitawandinger erstellt.

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  • Beschreibe den Unterschied zwischen Neurotransmittern und Hormonen! Neurotransmitter (zb Dopamin, Serotonin, Glutamat, GABA, Acetylcholin...) senden schnelle Botschaften und rufen eine sofortige Reaktion hervor. Sie werden von einem Neuron ausgelöst und von prä- zu postsynapse übertragen. Neurotransmitter wereden nur im Körper hergestellt. Hormone hingegen, sind zwar ähnlich, aber der Hauptunterschied ist der Ursprungsort und die Wirkung. Eine endokrine Drüse scheidet ein Hormon in die Blutkreislaufbahn aus, dann verbindet sich dieses mit einem Hormonrezeptor einer Zelle oder wird ausgeschieden. Die Wirkung ist eine langfrisitgr Botschaft und überdaurnde Reaktion. Hormone können auch, anders als Neurotransmitter, chemisch synthetisiert erden. ACHTUNG: Einige Stoffe, z.B. Adrenalin, können beides sein. Als Hormon, wenn es von der Adrenalin-Drüse in die Blutbahn ausgeschüttet wird (beeinflusst z.B. den Puls) und als Neurotransmitter, wenn es von einem präsynaptischen Neuron ausgeschüttet wird.   
  • Welcher Stoff ist sowohl Hormon als auch Neurotransmitter? Adrenalin
  • Welche Organe spielen im endokrinen System eine Rolle? Hypothalamus, Hypophyse, Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Hoden, Eierstöcke, Nebeniere, Bauchspeicheldrüse. 
  • Wie funktionieren Hormone? (+/-) Hormone werden von speziellen Zellen hergestellt und ins Blut ausgeschüttet und von passenden Rezeptoren im Blut aufgenommen. Mit dem Hormonpegel werden Homöostaseprozesse gesteuert. Die Hormonwirkung steigt mit der Hormonkonzentration im Blut, der Größe der Kontaktfläche der Zielzelle zum Blut oder der Rezeptordichte an der Zielzelle. + Hormone können chemisch synthetisch erzeigt werden- also kann man dem Körper künstlich Hormone zugeben. (Pille gegen Akne bei Testosteron-Überschuss)  - Meist wirkt derselbe Botenstoff als Informationsüberträger an unterschiedlichen Zellen. Dort kann er eine unterschiedliche Wirkung entfalten. Diese vielfältigen Wirkungen machen Hormon-Therapien schwierig. (Medikamente die gut fürs Herz sind, schädeigen den Magen)
  • Beschreibe die Hormone und deren Funktion die in der Schilddrüse produziert werden! Die in der Schilddrüse produzierten Hormone Trijodthyronin (T3) & Thyroxin (T4) werden durch Hypothalamus/Hypophyse gesteuert. Eine Überfunktion bewirkt höhere Herzfrequenz, gesteigerte Erregbarkeit und Gewichtsabnahme, eine Unterfunktion hingegen führt zu Antriebsschwäche, Gewichtszunahme und Wachstumsstörungen.
  • Welche Hormone produziert die Nebenniere und was bewirken sie? Unsere Nebenniere porduziert Adrenalin, Noradrenalin, Androgene, Glukokortikoide & Mineralokortikiode. Der Sympathikus steuert die Abgabe von Adrenalin und Noradrenalin. • Androgene sind männliche Sexualhormone • Glukokortikoide mobilisieren Energie bei Stress • Mineralokortikoide regeln den Wasserhaushalt
  • Was passiert in der Bauchspeicheldrüse? Die Bauchspeicheldrüse schüttet Enzyme für die Verdauung in den Dünndarm aus. • Insulin fördert Glukoseaufnahme in den Zellen • Glukagon fördert Glukoseabbau
  • Welche Hormone werden von den Keimdrüsen ausgeschüttet und was bewirken sie? Die Keimdrüsen (Eierstöcke ode Hoden) sind verantwortlich für die Ausbildung der Geschlechtsmerkmale,die Bildung und Reifung von Samenzellen, die Uteruseinnistung und die Steuerung des Sexualverhaltens. Demnach produzieren sie Testosteron, Östrogen und Progesteron. 
  • Zu viel Testosteron macht aggressiv- stimm das? Das männliche Sexualhormon hat im Körper vielfältige Aufgaben wie die Bildung der sexual Merkmale, Reifung der Samenzellen, oder den Sexualtrieb.  Über den Blutkreislauf gelangt es zu den Organen, die über Rezeptoren für den Botenstoff verfügen. Da es viele verschiedene Varianten des Rezeptors gibt, die unterschiedlich sensibel auf das Hormon reagieren, kann dieselbe Menge an Testosteron im Blut bei verschiedenen Personen eine unterschiedlich starke Wirkung entfalten. Die Verteilung ist genetisch bedingt. Dass der Botenstoff ursächlich Aggressionen fördert, ist nicht belegt. Experimentelle Studien deuten sogar darauf hin, dass das Hormon kooperatives Verhalten fördern kann. Höhere Testosteronwerte können also durchaus das Resultat von Aggressionen sein statt umgekehrt, wie es in Tierstudien oft begründe wird. (Gemeint: das Tier ist aggressiv und so wird mehr testosteron gebildet)
  • Erkläre die Hormonproduktion im Hypothalamus-Hypophysen-System! Der Hypothalamus ist die Steuerzentrale des inneren Milieus = Homöostase. Er nimmt viele neuronale Informationen der inneren Organe auf und steuert vitale Körperfunktionen wie Wachstum, Energie, Sexualfunktion. Dabei können Zellen des Hypothalamus den Zustand von Blut und Liquor messen und über Verbindungen zum vegetativen Nervensystem und die Hormonausschüttung regulierend eingreifen. Er nimmt also Einfluss auf kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit und Lernen. Die Regulation der Homöostase erfolgt insbesondere durch das Zusammenspiel mit der Hypophyse. Sie ist das wichtigste Ausführungsorgan des Hypothalamus und wird neuronal oder durch Steuerungshormone gesteuert. Auf „Befehl“ des Hypothalamus, der in Form von Releasing-Hormen die Hypophyse erreicht, schüttet diese stimulierende Hormone ins Blut aus, die über den Blutkreislauf in die Drüsen gelangen, in denen daraufhin die eigentlichen "Ziel"-Hormone ausgeschüttet werden.
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  • Wie funktioniert die Hypophyse und was bewirkt sie? Erläutere den hormonellen Ablauf bei sexueller Berührung! Die Hypophyse (Hirnanhangdrüse, etwa kirschgroß) ist die Steuerzentrale, die die Drüsen (Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse) reguliert und wird selbst vom Hypothalamus kontrolliert. Beispiel Ablauf bei sexueller Berührung: Touch --> Afferente Impulse erreichen das Gehirn --> efferente Aktivität Hypothalamus --> Ausschüttung von Releasing-Hormonen in den Hypophysenvorderlappen --> Schilddrüse, Nebennierenrinde und Keimdrüse werden hormonell zur Produktion von spezifischen Hormonen aktiviert --> Durch Feedback (Rückkopplung) zum Hypothalamus und Hypophyse wird die sexuelle Erregung (ggf.) bis zum Orgasmus gesteigert.
  • Benenne und erkläre 2 Beispiele für psychotrope Hormone! Adrenocorticotropin (ATCH) regt die Bildung von Kortisol und Endorphinen an und wird mit Depressionen in Verbindung gebracht. Oxytocin wird in der Hypophyse/Hirnanhangdrüse gebildet und löst Wehen und Milchejektion aus. Fungiert außerdem als Neuromodulator, Ocytoxinrezeptoren unter anderem in Hippocampus, Amygdala, Hirnstamm, Rückenmark. Es gibt erste Nachweise, dass dieses Hormon prosoziales Verhalten fördert: häufigerer Blickkontakt, Vertrauenssteigerung, Zunahme empathischen Verhaltens, besseres Erinnerungsvermögen für Gesichter, großzügigeres Verhalten, Angst- und Stressreduktion. Als Medikament wäre also eine positive Wirkung als Stresshormon bei Hilflosigkeit möglich, da negativen Begleitprozesse von Stresssituationen gemildert werden könnten.
  • Oxytocin- Kuschel oder Kampfhormon? Menschen, die zu Aggressivität neigen, reagieren bei Stress und Schmerz noch aggressiver, wenn sie Oxytocin erhalten haben. In Konkurrenzsituationen kann Oxytocin Neid und Schadenfreude verstärken. Es erhöht auch die Bereitschaft zu lügen, wenn die eigene Gruppe davon profitiert. Dennoch