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Allgemeine & Biopsychologie (Fach) / Nervenzellen & Nervensystem (Lektion)

FOM, Prof. Heiss

Diese Lektion wurde von anitawandinger erstellt.

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  • Beschreibe die zwei Zellularen in unserem Nervensystem! Neuronen (Nervenzellen)= Haputzellen. Neuronen sind Verantwortlich für die Weiterleitung, Speicherung und Verarbeitung von Informationen aus der Umgebung sowie die Reaktion darauf ("Arzt") Gliazellen= Helferzellen der Neurone (Ohne Gliazellen, keine Neurone!) Sie haben vielfältige Funktionen, z.B. stützen, ernähren, Abwehr oder Isolierung von Neuronen. Es gibt verschiedene Arten von Gliazellen. ("Krankenschwestern")
  • Was ist ein Neuron und was tut es? Ein Neuron ist eine Zelle, deren spezielle Aufgabe es ist, Informationen (elektro-chemische Signale) zu empfangen, zu verarbeiten und/oder an andere Zellen im Körper weiterzuleiten. Jeglichem Verhalten liegen Aktivitäten von Neuronen zugrunde. Neuronen bilden also die Grundbausteine des Nervensystems. Sie unterscheiden sich in Gestalt, Größe, chemischer Zusammensetzung und Funktion. (Kopf plus Anhängsel)
  • Erkläre den Aufbau und Funktion eines Neurons! Axon (Schweif) "spricht" und leitet Info weiter da jedes Neron nur 1 Axon besitzt, welches von fetthlatigem Myelin ummantelt und geschützt wird. Ein Axon kann eine Länge von bis zu 1 Meter haben und Impulse 120 Meter innerhlab 1 Sekunde weiterleiten. Myelin ist auch die weiße Substanz in usnerem Gehirn und beschelunigt außerdem die Weiterleitung. Je dicker die Myelinschicht umso schneller die weiterleitung, da zwischen den Schichten zwei kleine Lücken zwischen denen das eletrische Potenzial springt.  Am Zellkörper (Kopf) können durch die Dendriten 1000 Signale anderer Neuronen emfangen / "gehört" werden. Dendriten haben also eine starke Vernetztung. Der Zellkörper führt übrigends den Zellurlären Stoffwechsel und enthält im Zellkern die genetischen Informationen.  Am Gegenüberliegenden Ende befinden sich die kollateralen synaptischen Endigungen, welche zur elektonischen Informationnsweiterleitung mit anderen Dendriten oder Muskeln verbunden sind. 
  • Was ist eine Dendro-Gliazelle? Eine Dendro-Gliazelle umhüllt mehrere Axione auf einer Länge von 1-2mm. Also eine Helferzelle für mehrere Neuronen. 
  • Was sind Gliazellen? Gliazellen sind Hilferzellen der Neuronen. Sie kommen 10-50 mal häufiger als Neuronen vor, sind aber deutlich kleiner, dadürch besteht etwa gleich viel Masse an Neuronen und Gliazellen im Gehirn. Gliezellen behalten (anders als Nervenzellen) nach Entwicklung des Nervensystems die Fähigkeit zur Zellteilung. Dadurch geben sie eine Stützfunktion und sind die Führungselemente beim Wachstum.  
  • Was sind Oligodentrocyten? Oligodentrocyten ummanteln mehrere Neuronen (elektrische Isolation) und fördern somit die Neuronenvernetzung & Nervenleitung.  Sie dienen als Schutz- und Stützelemente aber auch zur Entgiftung und absobierung toter Zellen  z.T. Grundlage der Myelinschicht/ weiße Substanz
  • Benenne verschiedene Arten von Gliazellen im ZNS und PNS! Dendro-Gliazelle: umhüllt meherer Axone. Oligodentrocyten (ZNS): Ummanteln mehrere Neuronen/Axone Schwann-Zellen (PNS): wie Oligodendrocyten ummanteln Schwann-Zellen ein Axon, jedoch mit dem Unterschied, dass jede Schwann-Zelle ein Myelinsegment bildet und jeweils ein Axon ummantelt
  • Was sind Schwann-Zellen? Schwann-Zellen sind spezielle Gliazellen im periphären Nervensystem. Wie Oligodendrocyten ummanteln Schwann-Zellen ein Axon, jedoch mit dem Unterschied, dass jede Schwann-Zelle ein Myelinsegment bildet und jeweils ein Axon ummantelt. Sie dienen als Schutz- und Stützelemente zur Myelisierung oder Einbettung und können Axon nach Schädigung regenerieren!
  • Wie verläuft die Informationsweiterleitung eines Neurons? Neuron mit urhemembranptentzial: negatives Zellinneres, positives äußeres. Zelolmembran Semipermeable aso teilweise für Ionen durchlässig. (Mehr Natrium+ und C- außen, mehr K+ und  negaitve Portein innen) Reiz erfolgt -> Ion im inneren positiv (Depolarisierung). Wenn die Depolarisierung hoch genug ist (alles oder nichts Prinzip), erreicht das Ion ein Akttionspotential. Das beduetet, die Membran lässt nun mehr Ionen durch nach Innen. Ist der Reiz an einer bestimmten Stelle durchgeflossen, ist das Axon hier weider im Ruhemembranpotenzial.  Diesr Vorgang kann 1000 mal pro Sekunde stattfinden. 
  • Welche chemisch-elektrischen Kanäle öffnen/ schließen sich wann bei einem Reiz im Neuron? Direkt bei Depolarisierung (inneres Ion wird positiv) öffnen sich die Natrium-Kanäle. Kurz darauf auch die Kalium-Kanäle.  Während der Repolarisierung schlißen sich die natrium-Kanäle wieder, die Kalium-Kanäle beginnen sich erst in der Ruhephase wieder zu schließen.  Dieser Vorgang findet während einer Millisekunde statt. 
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  • Erkläre Ionentransport, Aktionspotential, Refraktärzeit & Ranvierschürringe! Ionenstransport: schneller Austausch elektrisch geladener Teile durch Kanäle in der Zellwand mit der Natrium-Kalium-Pumpe Aktionspotential: durch Öffnung der Ionenkanäle erfolgt eine lawinenartige Veränderung der Polarität in der Zelle am Axon entlang Refraktärzeit: Zeit, die notwendig ist, um das Ruhepotenzial wiederherzustellen. Zelle in dieser Phase nicht aktivierbar Ranvierschürringe: Einschnürungen der Myelinschicht im Abstand von 1mm beschleunigen die Impulsleitung und frischen sie auf
  • Was besagt die Hebbsche Lernregel? Je häufiger ein Neuron A gleichzeitig mit Neuron B aktiv ist, umso bevorzugter werden die beiden Neuronen aufeinander reagieren ("what fires together, wires together").  Hebb gilt damit als der Entdecker der synaptischen Plastizität, welche die neurophysiologische Grundlage von Lernen und Gedächtnis darstellt und wies so auf die Bedeutung der zeitlichen Korrelation prä- und postsynaptischer Prozesse bei Lernprozessen hin, die sich in vielfältigen Varianten bestätigt hat. 
  • Was sind eigentlich Neurotransmitter? Das Aktionspotential im präsynaptischen Neuron verursacht das Neurotransmitter in den synaptischen Spalt  entlassen werden. Überwinden sie diesen stimulieren sie Rezeptormoleküle die in der Membran des Postsynaptischen Neurons eingebettet sind. Es kann mehrere Neurotransmitter in einer Zelle geben. Neurotransmitter sind also die chemischen Botenstoffe des Gehirn (zwar langsamer als die elektrische Informationsweiterleitung, dafür aber flexibler). Sie regulieren physische, psychische und emotionale Erfahrung. Zusammen mit den Hormonen werden fast alle Funktionen im Körper von Neurotransmittern kontrolliert. Ein gestörtes Gleichgewicht führt so zu einem Risiko von Depressionen, sog. „Geisteskrankheiten“, physische Probleme. Drogen wie Antidepressiva oder Kokain verändern oder ahmen die Funktion von Neurotransmittern nach und beeinflussen dadurch unsere physische und psychische Funktion.
  • Nennen und erkläre die wichtigsten Neurotransmitter! Glutamat: am weitesten verbreiteter erregender Neurotransmitter (50% der Gehirnneuronen setzen Glutamat frei) GABA (Aminobuttersäure & Glycin): wichtigster hemmender Neurotransmitter im Gehirn (33-50% der hemmenden Neuronen im Gehirn); Glycin wirkt in Rückenmark und Hirnstamm. Barbiturate (Schlaf- und Narkosemittel) sowie Benzodiazepine (z.B. Valium zur Beruhigung, Angstreduktion, Schlaferleichterung) binden an GABA-Rezeptoren. Acetylcholin (ACh): kann hemmend oder erregend sein. Haupttransmitter des vegetativen Nervensystem. Botenstoff, mit dem die Motoneurone im Rückenmark ihre Signale an Muskeln übertragen Serotonin: wird im Hirnstamm produziert. Regulation von Rhythmen (Schlaf-Wach, Hunger, Durst), emotionale Befindlichkeit, Schmerzwahrnehmung. Serotonin(mangel) wird mit Depression und Essstörungen in Verbindung gebracht
  • Was sind Katecholamine, benenne diese und ihre funktion? Katecholamine sind Neurotransmitter wie Adrenalin und Dopamin. Adrenalin ist Botenstoff des sympathischen Nervensystems (aktivierend), Noradrenalin ebenfalls aktivierend im Gehirn, Dopamin sind weit verzweigte Neuronen in vielen Gehirnteilen, und unterstützen Lernprozesse sowie Belohnung, Suchtentwicklung und Willkürmotorik.
  • Können sich Synapsen verändern? Ja. Nach vorangegeangenen Ereignissen erfolgen Reduzierung oder Erhöhung der Synapsenempfindlichkeit für die Neurotransmitter, sowie der Rezeptor- und Synapsenanzahl.  Neuronen schließen sich zu eienm neuronalen Netz zusammen wenn sie oft zusammen agierern, das Gehirn modifiziert Verknüfungen. Werden neue Verknüpfungen wiederholt verstärkt kommt es zum lernen- die involvierten Neuronen sind ihrer Gruppe gegenüber empfindlicher) Neuronale Veränderungen betreffen auch die Größe, Organisation und Funktionalität von Kortexarealen.
  • Was sind Unterschiede des ZNS und PNS und welche Gebiete umfassen diese? Das ZNS ist der Teil des Nerven-systems, der von den knöchernen Strukturen des Schädels und der Wirbelsäule eingeschlossen wird. Es ist in zwei Abschnitte unterteilt: Gehirn und Rückenmark. Das PNS ist der Teil, der außerhalb dieser Strukturen liegt. Es verbindet das zentrale Nervensystem mit den Sinnesrezeptoren, den Muskeln und den Drüsen. Die Axone, die diese Informationen des PNS übertragen, sind zu elektrischen Kabeln gebündelt, die uns als Nerven bekannt sind.  Auch das PNS besteht aus zwei Teilen: Das somatische Nervensystem und dem autonomen Nervensystem.
  • erkläre den Aufbau des Nervensystems bis zum Sympathikus und Parasympathikus! Nervensystem--------> Zentrales Nervensystem (Gehrin & Rückenmark) oder -----> Peripher darunter entweder somatisch (steuerung der Willkürbewegungen der Skelettmuskulatur) oder vegetativ (sich selbst organisierendes System der Organe und Drüsen. Beim Vegetativen Nervensystem kann man dann noch zwischen Sympatisch (aktivitätssteigernd, erregung) oder parasympathisch (beruhigend, aktivitätshemmend)
  • Was sind efferente und afferente Fasern? Afferente Fasern= Informationsleitung ZUM betrachteten Gebiet, also z.B. visueller Reiz Auge, oder Geschmack im Mund wir ans Gehirn geleitet. Efferente Fasern= INformationsweiteleitung WEG vom betrachteten Gebiet. Gehirn verarbeitet Info und sendet diese an Organe. Reagiert zb mit Augenbewegung (blinzeln) oder Gesichtsmuskeln (kauen)
  • Wichtigster Unterschied des somatischen Nervensystems zum Autonomen Nervensystem. Somatisches NS: Steuerung der Willkürmotorik, Sensorik mit Ausnahme der inneren Organe, also Sinneszellen der Haut, Muskeln, Augen, Ohren, Rachen, Nase, Gelenke... und Reaktion über Skelettmuskulatur.  Vegetatives NS: Steuerung der Funktionen der inneren Organe, Sensoik aus inneren Organen.
  • Somatisches NS Beispiel VS. vegetatives NS Beispiel Somatisches NS = Willkürliche Steuerung, Hebe das Glas an den Mund Vegetatives NS = autonome Steuerung, Verdaue das gegessene
  • Aufbau und Funktionen des Rückenmarks. Nenne 3 Neutronenarten und die Bezeichnung und Verarbeitung der Nervenbündel. Sensorische Neuronen: liefern Informationen aus der Peripherie.  Motoneuronen: steuern den Bewegungsapparat. Interneuronen: schaffen Verbindungen innerhalb des Rückenmarks und steuern Reflexe. Starke Nervenbündel, sog. Spinalnerven“ (weiße Substanz) leiten über den Hinterstrang Informationen ans Gehirn oder über den Vorderstrang Informationen vom Gehirn an die Peripherie.
  • Wie gelangen Infos vom Rückenmark in das Gehirn? Informationen gehen vom Rückenmark 1. zu den weißen Fasern im Gehirn 2. zur Hirnrinde (Kortex) und werden dort weiterverarbeitet
  • Warum benötigt der Schmerzrückzugsreflex 3 Neurone? Wird hier über das Gehirn reagiert? Beim Handrückziehreflex wird die Information von den Sensoren der Haut aufgenommen und über ein sensorisches Neuron an das Rückenmark weitergegeben Von hier aus wird sie über Motoneurone zu den Muskeln in der Hand und im Arm weitergeleitet. Da diese Reflexbahn nur über das Rückenmark (durch das Interneuron) verläuft, zuckt die Hand von dem Nagel weg, schon bevor die Information über das Ereignis das Gehirn erreicht hat und der Mensch Schmerz fühlt.
  • Was sind Teile und Aufgaben des autonomen Nervensystems? Das autonome/vegetative NS dienst zur Aufrechterhaltung der Homöostase: Herstellung einer ausgewogenen und dynamischen Mitte sowie inneren Ausgeglichenheit der Funktionen Aktivität und Erholung im stofflichen und organischen Bereich.  Die meisten inneren Organe werden sowohl sympathisc (aktivitätssteigernd) als auch parasympathisch (beruhigend, aktivitätshemmend) innerviert, d.h. werden mit diesen Nervenreizen versorgt. Es gibt drei Bereiche: den Sympatikus (versetzt in Erregung, mobilisiert Energie, reagiert auf Stress), den Parasympatikus (Regeneration, Baut Energiereserven auf) und das Eingeweide NS (Enterisches NS= stark mit S & PS NS verbunden, steuert Darmmuskulatur, regt Enzymausschüttung und Absorption von Nährstoffen an.  Ungleichgewicht ruft Unwohlsein hervor wie z.B. Schreck, körperlicher Dauerstress oder emotionaler Stress. 
  • Welche Aufgaben hat der Sympathikus? Schnell energiesteigernd bei Anspannung, Action, Jagen, Kämpfen und Flüchten, aktive Stressreaktion im Umgang mit Herausforderungen  Regt in Nebenniere Adrenalinproduktion an Erhöht die Schilddrüsensekretion und damit die Stoffwechselrate  Erhöht Körpertemperatur  Stellt Pupille weit, um besser zu sehen – stellt Auge in die Weite scharf  Steigert die Herztätigkeit  Fördert die Durchblutung der Muskeln – steigert Reflexbereitschaft und Tonus  Fördert die Schweißsekretion  Erweiterung der Bronchien – erhöht die Atemfrequenz  Verengt die Blutgefäße  Reduziert Durchblutung von Verdauungs- und Ausscheidungsorganen: für Kampf und Flucht werden sie nicht benötigt  Immunsystem wird gebremst
  • Welche Aufgaben hat der Parasympathikus? Verdauen, Ausscheiden, Entspannen, Ruhen, Regenerieren und Akkus aufladen Hemmt in den Nebennieren die Adrenalinausschüttung  Reduziert die Stoffwechselrate Verengt die Pupillen: stellt die Augen auf Nahsicht scharf, aktiviert die Tränendrüsen  Verengt die Bronchien: mindert die Atemfrequenz  Aktiviert alle Verdauungs- und Ausscheidungsprozesse  Verstärkt Magen- Darmbewegungen Steigert die Ausschüttung von Verdauungssäften  Aktiviert den Dickdarm  Aktiviert die Muskelkontraktion in der Harnleiter und entspannt Schließmuskel
  • Wie verläuft die Steuerung im vegetativen NS? Die Steuerzentrale ist der Hypothalamus. Dieser hat wesentliche Funktion für die Aufrechterhaltung des inneren Milieus. Zellen des Hypothalamus können daher u.a. den Zustand von Blut messen (Temperatur, Salzgehalt, Hormonkonzentrationen) und über Verschaltungen sowohl auf das vegetative Nervensystem als auch auf die Ausschüttung verschiedener Hormone Einfluss nehmen. Der Hypothalamus hat zudem über die Formatio reticularis eine übergeordnete Steuerung, z.B. von Herz-Kreislauffunktionen oberhalb der Zentren in der Medulla oblongata. Der Hypothalamus und die Hypophyse arbeiten im autonomen NS eng zusammen. Einerseits über die Ausschüttung verschiedener chemischer Substanzen ins Blut, andererseits bestehen über direkte Nervenverbindungen viele Regelmechanismen zwischen beiden Organen, die einen Großteil der hormonellen Vorgänge des Körpers steuern.