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Kognition I (Fach) / VL 5 - Wahrnehmung II (Physiologie) (Lektion)

WiSe 2016_17

Diese Lektion wurde von AliceMiller erstellt.

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  • Welche Wellenlängen nimmt das menschliche Auge wahr? elektromagnetische Strahlung von 380 - 720 nm
  • Nenne die Bestandteile des visuellen Systems. Auge (Retina, Fovea Centralis usw.) Rezeptortypen, Ganglienzellen, rezeptive Felder Corpus Geniculatum laterale (CGL) Primärer Visueller Cortex (Area Striata) Extrastriärer Cortex
  • Beschreibe die Bestandteile des Auges. Cornea (Hornhaut) Linse Sklera (Lederhaut) - Choriodea (Adlerhaut) - Retina (Netzhaut) Fovea Centralis Pigmentepithel Discus Nervi Optici (Papille) Nervus Opticus
  • Welche Rezeptortypen werden unterschieden. Beschreibe kurz. Stäbchen- skotopisches Sehen (Nacht-Dämmerungssehen)- Hell-Dunkel-Wahrnehmung- Farbstoff: Rhodopsin Zapfen- Sinneszellen spezialisiert auf WN farbigen Lichts > photopisches Sehen- höchste Konzentration: Fovea Centralis- Farbstoff: Opsin- 3 Typen: rotes, grünes, blaues Wellenlicht (reagieren mit diesen Wellenlängen am stärksten)
  • Welche Verschaltungsarten gibt es im Auge? Rezeptorzelle > NeuronKONVERGENZ linear (Fovea) summativ inhibierend
  • Definiere das Rezeptive Feld einer Ganglienzelle. Gebiet auf der Rezeptoroberfläche, dessen Stimulation die Feuerungsrate des Neurons beeinflusst
  • Beschreibe den Zentrum-Umfeld-Antagonismus. Welche Arten werden unterschieden? Zentrum und Umwelt antworten entgegengesetzt auf elektrische Signale Ganglienzellen mit On-Zentrum (Zentrum=Feuerndes Neuron) Ganglienzellen mit Off-Zentrum (Peripherie=Feuerndes Neuron)
  • Beschreibe die Sehbahnen. Nervus opticus Chiasma opticum (Kreuzen der Sehnerven) CGL primärer visueller Cortex
  • Was sind Merkmale des CGL? Corpus Geniculatum Laterale bohnenförmige Struktur im dorsalen Thalamus wird von 90% der Axone erreicht retinotop (in Schichten aufgebaut) erhält zusätzlich Informationen: Hirnstamm, Thalamuskerne, Cortex sendet Informationen an primären visuellen Cortex
  • Beschreibe den primären visuellen Cortex. im Okzipitallappen ca. 250 Mio. Neurone (15% Cortex) Neurone selektiv empfindlich für Richtung, Bewegung, Größe Fovea: 0,01% der Retina, 8% visueller Cortex > Vergrößerungsfaktor
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  • Beschreibe ein rezeptives Feld im primären visuellen Cortex. z. B. Neuron für vertikalen Licht-Balken Aktivierung ist am stärksten für vertikalen Balken- nimmt ab wenn Balken gedreht wird VL5 F34 
  • Was ist der extrastriate Cortex? neben primären visuellen Cortex, 30 weitere Areale nachgewiesen 60% des Cortex mit Sehen beschäftigt 2 Hauptbahnen1. Partialer Verarbeitungsstrom    - Handlung, Bewegung, Position2. Temporaler Verarbeitungsstrom     - Farb-, Muster- und Formwahrnehmung, Objekterkennung
  • Was bedeutet retinotop? auf der Retina benachbarte Punkte sind im Cortex/CGL nebeneinander angeordnet
  • Erkläre das Hermann-Gitter und dessen wissenschaftliche Erklärung. Schwarze Quadrate > auf weißen Kreuzungen entsteht diffuser schwarzer Fleck Erklärung- laterale Inhibition durch Verrechnung der rezeptiven Felder in den Ganglienzellen- Effekt verschwindet bei sinusförmig verzerrten Linien, besteht jedoch bei schrägen Linien weiterVariante 1: Effekt entsteht durch Verrechnung im GehirnVariante 2: Effekt entsteht durch Helligkeitskonstanz (Fähigkeit hellste Stelle zu erkennen durch Unterschied zwischen Helligkeitsbereichen; neuronales Netz beigebracht)
  • Beschreibe die Mach'schen Bänder und deren wissenschaftliche Erklärung. Grautreppe mit Abstufungen (nach Chevreul) Bipolarzellen inhibieren benachbarte Zellen- entsteht durch laterale Inhibition der Bipolarzellen= lateraler Antagonismus V5 F42
  • Beschreibe Akkomodation. veränderung der Linse durch Zilliarmuskeln- Erhöhung der Brechkraft der Linse > Objekte können in unterschiedlicher Entfernung scharf gesehen werden Fernakkomodation: Zilliarmuskeln entspannt Nahakkomodation: Zilliarmuskeln kontrahiert
  • Wie hoch ist die Brechkraft des Auges? 60 - 65 Dioptrin Hornhaut: 42 Dioptrin Linse: 20 Dioptrin Brechkraft erhöht durch Akkomodation altersabhängig (13 - 2 dpt.)
  • Wofür werden Landolt-Ringe genutzt? Überprüfung der Sehschärfe alternativ: Snellen eye chart
  • Unterscheide verschiedene Arten von Fehlsichtigkeiten. Myopie = Kurzsichtigkeit- Brechkraft zwischen Linse und Retina bezogen zu groß Hypermetropie = Weitsichtigkeit- Brechkraft zwischen Linse und Retina zu klein Presbyopie = Altersweitsichtigkeit- Brechkraft der Linse wird vermindert
  • Was ist der sog. Nahpunkt? Grenze der Akkomodation Entfernung unter der nicht mehr fokussiert werden kann
  • Beschreibe die Dunkeladaptation. weniger Licht nötig für Stäbchenaktivierung > deswegen in Dunkelheit eher hell/dunkel- durch summative Konvergenz je längere Zeit desto höhere Lichtempfindlichkeit skotopisches Sehen eher bei weniger Wellenlängen (eher blau) > VL5 F63
  • Was ist das Purkinje-Phänomen?  zum ersten Mal von Purkinje (1825) beschriebene physiologische Erscheinung bei der 2 verschiedenfarbige Flächen, die bei Tageslicht gleich hell erscheinen, bei Dämmerlicht unterschiedlich hell empfunden werden. beruht darauf, daß bei niedrigen Lichtintensitäten mit den Stäbchen gesehen wird, die eine andere Spektralempfindlichkeit aufweisen als die für das photopische Sehen zuständigen Zapfen
  • Vergleiche das photopische und das skotopische System hinsichtlich Rezeptortyp, retinale Position, Wellenlänge höchster Empfindlichkeit, Sehschärfe, Empfindlichkeit und Art des Sehens (Farben). s. VL5 F65