Rauschdrogen (Fach) / Drogen selbst (Lektion)

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  • Alkohol Resorption im  Dünndarm und Magen (je nach Magenfüllung); Speicherung vor allem im Wasserhältigen Gewebe; Abbau linear 0,15g/l/h (NAD-abhängig, bei Frauen langsamer) Wirkungen: stärkste Wirkung in Anflutungsphase, dämpfend auf inhibitorische Gehirnfunktionen Großhirn: Enthemmung, Rausch; Kleinhirn: Wirkung auf Sehen & Koordinationsstörungen; Hirnstamm: Schlafinduktion, Koma, Atemdepression im Straßenverkehr: risikobereiter & schneller (Enthemmung), Schlangenlinienfahren durch Störung der Feinmotorik, Nystagmus, Tunnelblick,... andere Drogen: Cocain, Cannabis, Amphetamine,... Unterschied: Alkohol andere Drogen im Straßenverkehr: Alkohol definierte Substanz, Grenzwerte vorgegeben, epidemologische Studien, immer selbe Ausfallerscheinungen, viel Erfahrung mit Rückrechnung usw; andere Drogen nicht definiert, keine epidemologischen Studien (da nicht legal), keine definierten Grenzwerte, individuelle Beurteilung der Beeinträchtigung, keine klar definierten analytischen Methoden, Rückrechnung nicht möglich Nachweis: Alkomattest: mit infrarotoptischem & elektrochemischem Sensor; bei Unfall mit personenschaden oder pos. Vortest, 2 Messungen, niedriger wird genommen in Gerichtsmedizin außerdem GC: Alkoholkonz. im Blut --> keine Toleranzgrenzen Windmark-Formel: Alkoholmenge in g/Körperflüssigkeit-Alkoholabbau=Promille
  • Benzodiazepine Schlafmittel, dämpfende Wirkung, Sedativum z.b. Diazepam, Flunitrazepam Wirkung: anxiolytisch, krampflösend, sedativ, antikonvulsiv, muskelrelaxierend,... poor metabolizer reagieren deutlich länger oder auch als K.O. Tropfen da in Verbindung mit Alkohol Gedächtnislücken (Rohypnol), erhebliches Abhängigkeitspotenzial, durch Kumulation Auftreten von Entzugssymptomen verschoben; Polytoxikomanien da häufig als Ersatz für härtere Drogen in hohen Dosen paradoxe, rauschhaft-euphorische Zustände
  • Liquid Ecstasy GHB: Gamma-Hydroxy-Buttersäure Unterdosierung: Euphorie, Bewegungsdrang Überdosierung: Atemstillstand & Tod "richtige Dosierung" (für Vergewaltiger): 15-40 Min. Schläfrigkeit, geringer Eigengeschmack, leicht überdeckbar GBL (Gamma-Butyrolacton) & BDL (1,4-Butandiol): werden im Körper zu GHB, müssen niedriger dosiert werden Fälle selten ausgeklärt, da nur sehr lurz nachweisbar
  • Tabak Nicotiana tabakum (Nicotiana rustica eher für Insektizide), Solanaceen Formen: Zigaretten: langsame Trocknung bei hoher Lufttemp. Befeuchtung mit Tabaklauge Zigarren/Pfeifentabak: Trocknung an Luft Kautabak: Trocknung in Hitze/Feuer Schnupftabak: Zusatz von aromat. Komponenten Bidis: aus Zigarettenabfällen (Zigarettenstummeln, Filtern) Pharmakologie: gut resorbierbar über Haut & Schleimhäute, durchdringt Bluthirnschranke und Planzeta in Sekunden; Abbau zu Cotinin Wirkungen: sympathomimetisch & parasympathomimetisch (Adrenalinfreisetzung aus NNR, leichter RR-Anstieg, Steigerung Herzfrequenz &Stoffwechsel) Hunger unterdrückt, schlechtere Gedächtnisleistung bei Müdigkeit stimulierend, bei Erregung dämpfend NW: stark toxisch bei Überdosierung Erbrechen, im toxischen Bereich Zittern, Krampfanfälle, depressive Verstimmung, Tod durch Atemlähmung, Herzstillstand Abhängigkeit: psychisch & physisch "Nikotinkater": Verstimmtheit, Unruhe, Angst, Konzentrationsschwierigkeiten, Tremor,... für Entzugserscheinungen Nikotin, für Langzeitschäden Begleitstoffe verantwortlich
  • Duboisia Pituri aus Duboisia hopwoodii, Solanaceae; Wirkstoff: d-Nornikotin Anwendung: bereits seit 40.000 Jahren von Aborigines, entweder Loch in Baum, Wasser und am nächsten Tag getrunken oder geraucht, gekaut,... Wirkung: stimulierend, Hungergefühl senkend, euphorisierend, narkotisierend, zwischen Tabak & Opium
  • Betel Betelbissen, Sirihbissen, Tabak Südostasiens aus Betelnuss, Betelblatt, Kalk, Gambir, bestimmte Zusätze Betelnuss, Samen von Betelpalme (Areca catechu, Araceae) mit Arecolin (stark stimulierend, parasympathomimetisch, v.a. muscarinerg; Steigerung Speichel- und Schweißsekretion, Anregung Darmtätigkeit, Wurmbefall, Darmstörungen) Betelblatt von Betelpfeffer (Piper betel, Piperaceae) mit ätherischen Ölen (anregend, antibiotisch, verdauungsfördernd, antihelministisch) gelöschter Kalk spaltet arecolin - nicht mehr muscarinerg, anregende Wirkung im Vordergrund Gambirextrakt ... Wirkung: stimulierend, anregend, nicht suchterzeugend, Rotfärbung von Zähnen und Zahnfleisch
  • Ephedra "Ma huang", Komponente in Herbal ecstasy Ephedra sinica & Ephedra vulgaris, schachtelhalmartige Pflanze in Eurasien & Amerika Hauptalkaloid: Ephedrin Wirkungen: euphorisierend, anregend, appetithemmend, bei Überdosierung starke Erregungszustände, ev. exogene Psychosen geringe therapeutische Breite eingesetzt bei Asthma & Pollenallergie - Abschwellung der Schleimhaut
  • Kath "Qat", "abessinischer Tee" Catha edulis aus Ostafrika, v.a. Jemen (große Problematik, da Großteil Fläche für Anbau genutzt & Wirtschaft & Handel durch Drogenkonsum der Bevölkerung "flach liegen"); FRISCHE Blätter gekaut (getrocknet geht Wirkung verloren!!) Inhaltsstoffe: 40 versch. Alkaloide = Katheduline; Hauptalkaloide Cathinon (geht in Cathin über), außerdem viele Nebenalkaloide wie Edulin, Cathinin, Cathidin, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Vitamin C,... Wirkung: zentralerregend, peripher sympathomimetisch; stimulierend, euphorisierend, Hunger- und Schlafgefühl zurückgedrängt, erhöhte körperliche Leistung; dann selbstzufrieden & gelassen psychische Abhängigkeit
  • Amphetamine gehört zu "Behavioral stimulants" zur Substanzklasse gehören Methamphetamin & Mephedron ringsubstituiert (+Mescalin aus Kaktus --> Entactogene - offenherzige Distanzlosigkeit): MDA, MDMA, MDEA,... Amphetamin: Aufputschmittel, im 2. WK bei Piloten eingesetzt, hoch dosiert schlecht auf Blutdruck (Herinfarkt, Schlaganfälle), Problem: Enantiomerenreinheit Entactogene: Ecstasy (man weiß nie, was genau enthalten, z.b. PMA, PMMA: Hyperthermie, Krämpfe, DIC, Multiorganversagen,... --> Aufnahme tox. Dosis durch verzögerten Wirkungseintritt allg Wirkung: aufputschend, Appetitzügler, entaktogene Wirkung, Gruppengefühl, ...
  • Cocain v.a. Südamerika (Kolumbien) Erythroxylon coca var. coca / var. ipadu (Cocainreich) Erythroxylon novagranatense var. novagranatense / var. truxillense (weniger Cocain, aber dafür robuster) Inhaltsstoffe: Cocain, Cinnamoylcocain, Hygrin, Cuscohygrin, Truxilline, ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Vitamine,... Herstellung: extrahieren & Begleitalkaloide abtrennen (immer ansäuern, alkalisieren, filtrieren - Begleitalkaloide machen das nicht mit) "snow": Endprodukt mit 90% Cocainhydrochlorid, wird noch gestreckt mit z.b. Lactose oder Speed/Freeze, Heroin,... Cocaismus: Kauen von Cocablättern (im Mund zu Lauge- Wirkung geringer), Coqueda; Wirkung: stimulierend, anregend, höhere Leistungsfähigkeit, weniger Hunger,... Cocainisimus: Cocainhydrochlorid schnupfen/intravenös; Wirkung: Lokalanästhetikum, Sympathomimetikum, Beeinflussung Psyche & Verhalten; Euphorische Phase: Logorrhoe, belastendes verschwindet, Aktivitätsdrang, Wohlbefinden,... dann Rauschphase: Abklingen der positiv gefärbten Empfindungen, Einsetzen angstgetönter Erlebnisse, Depressionen mit Schuldgefühlen, Schlafbedarf, gleichzeitig unnfähig einzuschlafen,... --> starkes Bedürfnis für nächste Dosis NW: Schlafstörungen, Gefäßverengung, RR steigt, "Cocain-Tierchen" (kribbeln in Extremitäten), Schnupfen durch Reizung der Nasenscheidewand; Verfolgungswahn, Angststörung, Schizophrenie --> bei Entzug jahrelange Psychotherapie
  • Crack Cocain für arme Bevölkerung in Slums; wird geraucht (+Wasser+Backpulver), Rausch in wenigen Sekunden, kurze Wirkung durchdringt Plazentaschranke --> "Crack-Babies": keine körperliche & geistige Entwicklung, werden max. 15 Jahre alt
  • Cannabis Cannabis indica (indischer Hanf), Cannabis ruderalis (wilder Hanf), Cannabis sativa (Nutzhanf) Inhalt: Cannabinoide (THC), ÄÖ, Flavonoide, Alkaloide, Zucker,... 1961: Suchmittelkonvention, ev. tolerieren: ab 21, Registrierung, Tageshöchstdosis, bar genutzte Teile: weibliche Blütenstände/Harz für Drogen, Samen für Hanföl, Kraut aus Blüten & Blättern für spice Marihuana (Dope, Pot, Gras,...) ca. 5% THC Haschisch aus Harz, Kiff, 10% THC, zu dunklen, klebrigen Kugeln rollen, dann zu Ziegeln pressenM Haschischöl (mit Alkohol extrahiert und getrocknet -->60%) Wirkung: dosisabhängig; "high stoned": Sedierung, Wahrnehmungs- und Zeistörungen, Verwirrung, Halluzination, Übelkeit, Erbrechen,... Stimmungsverstärkung, setting abhängig: Euphorie, überst. Stimmungswechsel, Konzentrationsstörungen, rote Augen, Pupillen starr,... --> Eurphorie kann in Angst umschlagen, Panikattacken, Herzrasen, Übelkeit, Kopfschmerzen,... als Arzneimittel: medizinische Wirkung anerkannt und nie bestritten, hilft z.b. bei AppetitlosigkeitAbmagerung bei Krebs, Übelkeit Erbrechen Chemotherapie, Schmerzen bei MS,... entweder synthetisches THC (Dronabinol), synthetisches Cannabinoid (Nabilon), CBD kein Suchtpotenzial,...
  • Spice mittlerweile verboten, Kräutermischung aus Cannabinoiden, ähnliche Wirkung im NPSG Gesetz erwähnt und verboten, lange "legal cannabis"
  • LSD Lysergsäurediethylamin aus Purpurea Claviceps - befällt Roggen Ergotismus convulsivum, Ergotismus gangränosum eine der am besten dokumentiertesten Drogen überhaupt, von Albert Hoffmann psychoaktive Wirkung entdeckt Wirkung: 1) somatische Phase: Blutdruckschwankungen 2) sensorische Phase: Pseudohalluzinationen (Depersonalisierung, religiöse Erfahrung, Aufhebung/Verzerrung von Raum...) 3) psychische Phase: Horrortrips "flash backs" noch Monate später möglich, bis heute nicht wirklich geklärt
  • Himmelblaue Prunkwinde Halluzinogen Ipomoea tricolor Lysergsäureamid & Lysergsäurehydroxylamid wichtig für Wirkung: 2 Amine, durch 4 Cs getrennt, in Alpha- und Beta-Stellung zu einem Amin Doppelbindungen (in LSD, Ipomoea tricolor & Psilocybe)
  • Ajahuaska Mischung aus Psychotria viridis & Banisteriopsis caapi (Liane) wässriger Saft, normalerweise durch MAO Wirkstoffe sofort abgebaut aber Banisteriopsis caapi hemmt MAO LSD ähnliche Rauschwirkung
  • Magic Mushrooms Psilocybe mexicana/semilanceata Psilocin & Psilocybin Wirkeintritt nach ca. 1 h Rausch LSD-ähnlich, kürzer & geringere Nachwirkungen physische Phase mit Atembeschwerden, Herzrasen, Hyperthermie,... psyhische Phase mit Euphorie, Rausch, Halluzinationen,... relativ abrupt aus Verwechslungsgefahr mit anderen Pilzen
  • Fliegenpilz Amanita muscaria, Muscarin (ähnlich ACh) & Ibotensäure (GABA-Rezeptor) nördliche Hemisphere roh, Aufguss, geröstet,... Rauschwirkungen: zuerst Schläfrigkeit, farbige Visionen, Vergrößerung/Verkleinerung von Objekten, Halluzinationen mit impulsiven Bewegungen, traumreicher Schlaf, ..
  • Peyote mexikanischer Zauberkaktus - Iophophora williamsii Inhaltsstoff: Mescalin mescal buttons: stachellose Köpfe in dünne Scheiben geschnitten, getrocknet, gekaut/Tee oder geraucht mit Marihuana z.b. vor Rausch: Katererscheinungen (Kopfweh, Übelkeit, Erbrechen) dann 2 Stunden halluzinogene Wirkungen
  • Muskatnuss Myristica fragrans, Myristicaceae 2-3 pulverisierte Samen mit Flsgk. nach ca. 2 h intensive halluzinogene Wirkung Inhaltsstoffe: ätherische Öle wie Safrol, Myristicin (im Körper zu MDMA Teilstruktur)
  • Solanaceae Wirkstoffgehalt schwankt, z.b. Tollkirsche, Stechapfel, Alraune, Bilsenkraut Inhaltsstoffe: L-Hyoscyamin (Atropin: zentral erregend, peripher dämpfend, sehr geringe therapeutisce Breite, führt zu Atemlähmung) L-Scopolamin (eher dämpfend, muskelrelaxierend, bewusstseinserhaltend "Wahrheitsdroge")
  • Stechapfel gehört zu Solanaceendrogen Datura metel (in orientalischen Glückspillen als Aphrodisiakum), Datura innoxia (Visionen erotischen Inhalts, Kontaktaufnahme mit Ahnen), Datura stramonium (Rauchmischungen, Hexensalben) enthält Scopolamin, Hyoscyamin, Meteloidin,...
  • Tollkirsche Atropa belladonna Alkaloide in Blättern, Wurzeln, Früchte,... v.a Hyoscyamin aber auch etwas Scopolamin in ziemlich geringen Dosen tödlich Visionen meist dunkel und negativ früher in Augen getropft für größere Pupille (= damaliges Schönheitsideal)
  • Alraune Mandragora officinalis Alraunenmännchen-Sage: Wurzel "kreischt" beim Ausreißen (früher nur von Hunden herausgezogen) Wurzel in Essig eingelegt, Blätter geraucht, Früchte gegessen,... Inhaltsstoffe: Hyoscyamin, Scopolamin, Mandragorin, Cuskhygrin Aphrodisiakum, einschläfernde Wirkung
  • Hexen- und Flugsalben Salbe aus Nachtschattengewächse mir Fett & Öl und andere Inhaltsstoffe wie Eisenhut, Seerose, Schierlinh, Opium,.... Resorption durch Auftragen als Salbe besser steuerbar & p.o. NW vermieden, aufgetragen v.a. auf Beine & genitalien Wirkungen: zuerst Nervenendigungen stark erregt, dann gedämpft, dan gelähmt (Gefühl, dass Federn/Borsten wachsen) billiges Rauschmittel für die Armen "Hexerei"
  • Absinth Artemisia absinthium, wichtigster Inhaltsstoff Thujon im 19. Jahrhundert Modedroge von Künstlern jedoch viele Vergiftungen: Gehirnschäden usw. (ev. aber auch wegen Schwermetallfreisetzung bei Destillation), verboten stimulierend & aphrodisierend, visuelle & auditive Verzerrungen
  • Opium/ Opiate Papaver somniferum schon 4000 vor Chr. als Heil- und Rauschpflanze 1804 Isolierung Morphin von Sertürner, 1879 suchtbildende Effekte nachgewiesen Gewinnung: Opium durch Anritzen der unreifen Kapseln Hauptproduktion: Afghanistan, aber auch Indien, Myanmar,... Wirkstoffe: Morphin, Codein, Papaverin, Thebain, Noscapin, Narcein --> wirken als Agonisten an Opioidrezeptorn Wirkungen: Analgesie, Hustendämpfung, Atemdepression, Euphorie, Sedierung/Anxiolyse, Übelkeit, Erbrechen, Pupillenverengung, antidiuretisch, Juckreiz Applikation: therap. 30-60mg, süchtige 100-200mg tgl., oral, rektal nur sehr langsam, über Injektion/Inhalation viel schneller Opiummissbrauch: in Europa vernachlässigbar, praktisch nur im Iran, Afghanistan, Pakistan, Indien,... "O-Tee", "O-Tinke", "Opium-Rumtopf"
  • Heroin als Entzugsmittel gegen Morphinsucht, Hustenreizmittel vermarktet im Vietnamkrieg: Suchtmittel Nummer 1: "Ein Soldat auf Heroin fragt nicht nach Gründen" Herstellung: Morphin aus Rohopium extrahiert, Löschkalk & Ammoniumchlorid dazu, filtriert --> Morphinbase Morphinbase mit Acetanhydrid verkocht --> Heroinbase Heroinbase in Wasser suspendiert, filtriert, mit Soda aufgereinigt & mit HCl umgesetzt --> Heroinhydrochlorid Qualität: stark unterschiedlich,Streckmittel: Ascorbinsäure, Zitronentee,Mehl, Lactose,Paracetamol, Acetylsalicylsäure,... früher überwiegend intravenöse, heute auch "sniffen", inhalieren, Abdampfen auf Stanniol. rauchen Wirkungen: qualitativ wie Morphin aber viiiel stärkere Wirkung: extrem rasche Penetration des Gehirns, sehr schnell starke Suchtsymptome beim Absinken des Suchtspiegels: Reizbarkeit, Depression, Schlaflosigkeit, Tremor in USA: ausgehend von Oxycodon (süchtigmachend, aber teurer als Heroin) Entzug: sehr schwierig, nur wenige überhaupt Wille & noch weniger schaffen es, "cold turkey" (starker Tränenfluss, Pupillen extrem erweitert, Darmkoliken,...) nach Wochen - Monaten wieder "Craving"
  • Heroinentzug Subsitution: Methadon (billig, langj. Erfahrung, unterdrückt Entzugserscheinungen, kaum euphorisierend, starke NW, stark suchterzeugend- oft schwerer loszukommen als von Heroin selbst) Buprenorphin (partialsynthetisch aus Thebain, partieller Agonist an Opioidrezeptoren, weniger NW als Methadon- kommen im Alltag besser klar, Beginn Entzug mit Methadon, dann Buprenorphin) Substitol (retardiertes Morphin, voll an alllen Rezeptoren, lanwirksam, gut verträglich, kein Unterschied im Harntest) Dihydrocodein (partialsynthetisch aus Codein, geringereres Suchtpotenzial, aber nur kurz irksam, oft unzureichende Wirkung,...) LAAM (länger als Methadon, stabiler Plasmaspiegel, sehr lange HWZ, ev. cardiale NW) "harm reduction" (Notschlafstellen, Gansl-Wirt) Entzug unter Narkose (nur mgl wenn keine Polytoxikomanie) Ibogain --> hemmt motorische Aktivität während Entzug
  • Iboga & Ibogain Iboga = Tebernanthe iboga 1-1,5 m hoher, milchsaftführender Strauch mit gelber Wurzel, in Äquatorial- und Westafrika bei Schamanen als Initiationsritus eingesetzt- dabei oft Tod durch Atemstillstand "Schamanentod"; mnd. 12 Alkaloide vorhanden (Hauptalkaloid Ibogain) Ibogain: greift an Retikulärformation (Formatio reticularis) --> ACh-Haushalt des Parasympathikus beeinflusst, MAO-Hemmung Erbrechen,  Übelkeit, Wut auf Personen in Vergangenheit, Halluzinationen bei geschlossenen Augen, Imaginationssteigernd, Tunnel- und Röhrenerlebnisse,... auch LSD-ähnliche Wirkung möglich, Verlangsamung Herz, Nervenschädigung Suchtbekämpfung: sehr gute Wirkung gegen motorische Erscheinungen im Heroinentzug, angeblich tiefe Einblicke in Gründe für eigenes Suchtverhalten für lang anhaltende Stabilisierung mehrere Sitzungen erforderlich
  • Ketamin dissoziatives Anästhetikum: Patienten fühlen sich abgespalten vom Rest der Welt, Schutzreflexe bleiben erhalten "downer"; Narkosemittel für Kinder, Katzen, Katastrophen verhindert NMDA-abhängige ACh Freisetzung NW: mehrere Stunden Schwäche, motorische Koordinationsstörungen, Übelkeit, Kopfschmerzen, unangenehme Träume & Halluzinationen,... Überdosierung: Stupor, Bewusstlosigkeit, Lähmungen, Krampfanfälle,... Langzeitwirkungen: Sucht, Auftreten von Psyhosen, Toleranzentwicklung, Gehirn- und Nervenschäden bei häufgem Gebrauch missbräuchlich: bei sexuellen Übergriffen z.b., in Asien & arabischer Raum öfter
  • Schnüffelstoffe Lösungsmittel (aliphatische/aromatische KWs, halogenierte KWs, Ketone, Ester, Ether), Narkosemittel (Lachgas), Gase (Propan, Butan) Verwendung eher von Jugendlichen - je lipophiler desto gefährlicher; starke psychische & physische Abhängigkeit, v.a. Straßenkinder sehr früh Wirkung: Excitation, motorische Überaktivität, Schwerelosigkeit, Wohlbefinden, Bewusstlosigkeit, Erregung, Panikattacken,... schwerste degenerative Schädigungen
  • Poppers Amylnitrit steigern sexuelles Empfinden, besonders gefährlich