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Allgemein Controlling (Fach) / Lektion 02 (Erfolgs- und Bilanzkennzahlen) (Lektion)

Controlling

Diese Lektion wurde von Dennis1602 erstellt.

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  • Eigenkapitalrentabilität - wird auch als Unternehmerrentabilität, Eigenkapitalrendite bezeichnet - drück die Verzinsung des eingesetzten Kaüitals aus - im Vergleich zu anderen Unternehmen aus der Branche (je höher, desto besser) - niedrige Kennzahl muss nicht zwingend negativ bewertet sein (stark branchenabhängig) - durch Aufnahme von FK kann die EKR erhöht werden (Leverage Effekt), tritt ein wenn die GKR höher ist als der FK-Zins und sich der Verschuldungsgrad durch Veränderung des EK und FK Verhältnisses erhöht - bei Analyse auch Verschuldungsgrad, EK-Quote und Geschäftsmodell betrachten (FK Aufnahme, EK runter durch Aktienrückköäufe), kann in Krisenzeiten negativ sein (Risiko) - sollte nur von Unternehmen mit sicheren Zahlungsströmen durchgeführt werden - EK sollte um ausstehende Einlagen bereinigt werden, auch stille Reserven können hinzugerechnet werden, Sonderposten mit Rücklagenanteil werden 50% hinzugerechnet - als Gewinn wird JÜ genommen, jedoch sollte er durch außerplanmäßiges Ergebnis bereinigt werden - EKR Zielwert > als der Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen EKR = (JÜ / durchschn. EK) * 100
  • Umsatzrentabilität/ Umsatzrendite - auch Umsatzrendite, Return on Sales, Umsatzverdienstrate genannt - stelt den auf den Umsatz bezogenen Gewinnanteil dar, lässt also erkennen wieviel das Unternehmen in Bezug auf 1 EUR Umsatz verdient hat - UR von 10% bedeutet, dass das Unternehmen mit jedem umgesetzten Euro einen Gewinn von 10 Cent erwirtschaftet - steigende UR bei unverändertem Verkaufspreis weist auf eine zunehmende Produktivität im Unternehmen hin - sinkende UR bei unverändertem Verkaufspreis weist auf eine sinkende Produktivität im Unternehmen hin und damit auf steigende Kosten - um Kennzahl nicht zu verfälschen, sollte das ordentliche Betriebsergebnis und nicht der Gewinn verwendet werden (ord. BE enthält keine Zinserträge und -aufwendungen, keine außerordentlichen Erträge und Aufwendungen und auch keine Steuern) - da Gewinn starken Schwankungen unterliegt, insb. durch bilanzpolitische Gestaltungen, ist für den Vergleich die Cash-Flow-Marge (Cash-Flow-Umsatzrendite) besser geeignet - Zielwert > 5% (stark branchenabhängig) UR = (ordentlichen Betriebsergebnis / Umsatzerlöse) * 100
  • Betriebsergebnis - auch operatives Ergebnis genannt, Gewinn aus normaler Geschäftstätigkeit - resultiert aus der GuV und zeigt was das Unternehmen mit dem Betriebszweck verdient hat (also vor Berücksichtigung von Finanzergebnis und Ertragssteuern, EBIT) - kann jedoch von Unternehmen willkürlich angepasst werden - gibt verschiedene Definitionen und Gliederungen anhand Steurgesetzgebung und HGB - in der KLR ist das Betriebsergebnis die Differenz aus Leistungen und Kosten, die nicht identisch sein müssen mit den Aufwendungen und Erträgen des Unternehmens
  • Cash Flow Umsatzrendite - auch Cash Flow Marge - lässt erkennen, wie viel Prozent der Umsatzerlöse für Investitionen, Kredittilgung und Gewinnausschüttung zur Verfügung stehen - da der CF weniger der Bilanzpolitik unterliegt als der Gewinn, ist due Cash Flow Umsatzrendite ein guter Indikator für die operative Ertrags- und Finanzierungskraft eines Unternehmens - Cash Flow aus CF Rechnung und Umsatzerlöse aus GuV Cash Flow Umsatzrendite = (CF aus operativer Geschäftstätigkeit / Umsatzerlöse) * 100 - Cash Flow Berechnung häufig Verwendung der indirekten Methode: JÜ - nicht zahlungswirksame Erträge + nicht zahlungswirksame Aufwendungen = CF
  • Gesamtkapitalrentabilität - gibt Verzinsung des gesamten Kapitaleinsatzes des Unternehmens an - aussagefähiger als EKR, da sie Verzinsung des gesamten Kapitals angibt, inkl. Fremdkapital - d.h. Fremdkapitalzinsen müssen dem Gewinn hinzugerechnet werden, da sie in gleicher Periode erwirtschaftet wurden, jedoch den Gewinn schmälern GKR = (Gewinn + Fremdkapitalzinsen / Gesamtkapital) * 100 - Gesamtkapital entspricht der Bilanzsumme bzw. entspricht bereinigt dem EK + Verbindlichkeiten (ohne kurzfristige Verb.), Gewinn aus der GuV (Position 19. Jahresüberschuss), FK Zinsen aus GuV (Position 15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen) - Zielwert > als der Zins für das eingesetzte FK, üblich 10-15% 
  • Return on Investment (ROI) - verbeitete Kennzahl bzw. Kennzahlensystem - ergibt sich aus Multiplikation der Umsatzrentabilität und der Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals - Erweiterung lässt die Veränderungen der Werttreiber besser verfolgen, bessere Scihtbarkeit der Auswirkungen auf den ROI ROI = (Gewinn / Umsatz) * (Umsatz / Gesamtkapital) * 100 - GK = Bilanzsumme (bereinigt: EK + Verb. ohne kurzfristige), ordnetliche BE statt Gewinn verwenden, damit keine Verfälschungen herangezogen werden - Zielwert > 10%, branchenabhängig, Handel höher, Industrie geringer
  • Personalintensität - zeigt das Verhältnis von Personalaufwendungen zur Betriebsleistung - mit jedem Euro Betriebsleistung (vereinfacht Umsatz) sind X Euro Personalaufwand verbunden Personalintensität = (Personalaufwendungen / Betriebsleistung) * 100 - Personalaufwand ergibt sich aus Löhnen, Gehältern, Sozialaufwand, Kennzahl wird auch Personalaufwandsquote genannt - Personalaufwand wird aus GuV entnommen (Position 6.), Betriebsleistung ebenfalls aus GuV (Summe der Positionen 1. - 3.)
  • Cash Flow Eigenkapitalrendite - statt des Gewinns wird bei dieser speziellen Eigenkapitalrentabilität der Cash Flow eines Unternehmens angesetzt - damit werden nicht-zahlungswirksame Vorgänge neutralisiert und nur der echte Finanzzufluss betrachtet - es wird damit der Anteil des Eigenkapitals dargestellt, der für Investitionen, Tilgungen und Ausschüttungen zur Verfügung steht - wie immer häufig indirekte CF Methode - EK sollte um die ausstehenden Einlagen bereinigt werden, Sonderposten mit Rücklageanteil werden üblicherweise mit 50% (vereinfacht, da genauer EK-Anteil meist nicht bekannt) zum Eigenkapital hinzugerechnet  Cash Flow Eigenkapitalrendite = (CF aus operativer Geschäftstätigkeit / EK) * 100
  • Kennzahlen zur Analyse der Finanzstruktur (EK Quote, FK Quote, Verschuldungsgrad) - Eigenkapitalquote -- Berechnung des prozentualen Anteils des EK am GK, hohe Quote senkt Insolvenzrisiko, geringere Abhängigkeit ggü. FK-Gebern, höhere Stabilität, größer 30%, i.d.R. werden sie dann höher bzgl. ihrer Bonität bewertet (besser FK-Konditionen als Folge) -- je höher die Anlagenintesität ist, desto höher sollte die EK Quote sein -- GK (EK+FK), -- FK (Rückstellungen+Verb.+Hälfte des Sonderpostens mit Rücklageanteil),  -- EKl (Gezeichnetes Kapital - ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital + Gewinnrücklage + Kapitalrücklage + Hälfte des Sonderpostens mit Rücklageanteil) -- Stille Reserven werden nicht mit einbezogen (da für externe Analysten schwer zu bewerten), bei eigener Analyse sollte sie in die Berechnung einfließen  EK Quote = (EK / GK) * 100 - Fremdkapitalquote -- Berechnung des prozentualen Anteils des FK am GK, hohe Quote (Anspannungskoeffizient) weist hohe Abhängigkeit ggü. FK-Gebern auf, Erhöhung des Insolvenzrisikos, unter 70% FK Quote = (FK / GK) * 100 - Verschuldungsgrad -- Berechnung aus Relation von FK und EK, Auskunft über Finanzierungsstruktur, nicht größer als 200%, FK max. doppelt so hoch als EK Verschuldungsgrad = (FK / EK) * 100
  • Rückstellungsquote - prozentuallen Anteil der Rückstellungen am Gesamtkapital - zeigt, mit welchen Anteil das Unternehmen durch Rückstellungen finanziert ist - durch langfristige Rückstellungen wie zum Beispiel Pensionsrückstellungen, welche relativ spät in Anspruchen genommen werden, kann das Unternehmen diese Kapital entsprechend verzinsen Rückstellungsquote = (Rückstellungen / Gesamtkapital) * 100 - Kennzahl ermöglicht in der Kombination mit weiteren Kapitalstrukturkennzahlen eine Aussage zur Kapitalstruktur eines Unternehmens - Kennzahl hat zudem eine stark eingegrenzte Aussagekraft, wenn zum Beispiel kurzfristige Rückstellungen mit in die Betrachtung einfließen. Außerdem sind Veränderungen dieser Kennzahl für einen externen Bilanzleser nicht immer nachvollziehbar.
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  • Investitionsquote - gibt den prozentuallen Anteil der Investition am Anlagevermögen wieder - hohe Investitonsquote ist eher positiv zu werten, da das Anlagevermögen erhalten wird und das Unternehmen eine fortwährend hohe Prduktivität durch moderne Anlagen erwarten lässt - Aussage zur Notwendigkeit oder Qualität der Investitonen enthält diese Kennzahl jedoch nicht Investitionsquote = (investitionen / Anlagevermögen) * 100 -  Investitionen = Zugänge zum Anlagevermögen  - Anlagevermögen = Wert zum Jahresanfang oder zu den historischen Anschaffungskosten anzusetzen - Kennzahl ist nur begrenzt aussagefähig, wenn nur 1 Geschäftsjahr betrachtet wird - in Praxis sind die Investitonen eines Unternehmens über mehrere Jahre selten gleich verteilt - Es kann also vorkommen, dass in einem Jahr sehr viel investiert wurde - die Investitionsquote damit sehr hoch ist - und im Folgejahr fast keine Investitionen getätigt werden - die Investitonsquote also sehr gering ist -, da im Vorjahr bereits die notwendigen Ersatzinvestitionen enthalten waren  - Veränderte Finanzierungsformen, z.B. durch Leasing statt Kauf, können diese Kennzahl stark verfälschen.  - Alternativ kann das Anlagevermögen im Nenner durch Umsatzerlöse ohne Umsatzsteuer ersetzt werden.  Dabei handelt es sich dann um das Verhältnis von Investitionen zu den Umsatzerlösen. Von jedem EUR Umsatz werden x EUR für Investitionen verwendet. - Investitionen sind können der CF BErechnung entnommen werden oder entsprechen den Zugängen aus dem Anlagespiegel - Anlagevermögen entspricht den aktiven Bilanzpositionen A. I.-III. des Vorjahres
  • Abschreibungsquote (depreciation per period) - beschreibt die prozentuale Höhe der Abschreibungen bezogen auf das Anlagevermögen - aus ihr können Erkenntnisse über die durchschnittliche Nutzungsdauer der Anlagegüter gewonnen werden - es können auch die gesamten Abschreibungen (inkl. Abschreibungen auf Umlaufvermögen, z.B. Forderungen) ins Verhältnis zum Gesamtvermögen (Bilanzsumme) gesetzt werden Abschreibungsquote = (Abschreibungen auf Anlagevermögen / Anlagevermögen) * 100
  • Abschreibungsintensität - zeigt das Verhältnis zwischen den Abschreibungen und der Betriebsleistung - mit jedem Euro Betriebsleistung (vereinfacht Umsatz) sind durchschnittlich x EUR Vermögensverzehr verbunden - geeignet für Vergleich unter Unternehmen der gleichen Branche, ob jemand seine Leistung mit weniger Abschreibungsaufwand erzielt hat - hohe Kennzahl deutet auf hohe Rationalisierung bzw. Automatisierung - stark branchenabhängig, Industrie höher, Handel/Dienstleistung geringer - Abschreibungen aus GuV (Position 7), Betriebsleistung aus GuV (Summe der Positionen 1. - 3.) und ggf. in der Gruppe sonstige Angaben hinterlegt Abschreibungsintensität = (Abschreibungen / Betriebsleistung) * 100
  • Anlagenabnutzungsgrad - spiegelt das Verhältnis der gesamten Abschreibungen auf Sachanlagevermögen zu den historischen Anschaffungskosten des Anlagevermögens wieder - Je höher der Anteil, um so näher kommt der Zeitpunkt für notwendige Ersatzinvestitionen - beträgt die Kennzahl z.B. 80% kann dies ein Indikator für veraltete Produktions-anlagen und damit evtl. geringere Produktivität sein -  eine Null würde dagegen bedeuten, dass alle Anlagen neu sind - Kennzahl wird stark durch die individuelle Bilanzierungspolitik eines Unternehmens beeinflusst - werden z.B. aus steuerlichen Gründen Sonderabschreibungsmöglichkeiten genutzt, wird diese Kennzahl verfälscht - Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und historische Anschaffunskosten des Sachanlagevermögens sind dem Anlagespiegel zu entnehmen Anlagenabnutzungsgrad = (kumulierte Abschreibungen auf SA / Anschaffungskosten AV) * 100
  • Materialintensität - zeigt das Verhältnis zwischen dem Materialaufwand (RHB-Stoffe und bezogene Leistungen) und der Betriebsleistung - Indikator für Inputpreissensibilität (je höher die Quote, desto sensibler reagiert das Unternehmen auf Preissteigerungen der Materialien) - Verlauf über Jahre wichtig (Einflussfaktoren wie Rohstoffpreise, Währungsschwankungen, Transportkosten berücksichtigen) - bei Erhöhung im Gegensatz zum Vorjahr -> Aufteilung des Materialaufwandes in einzelne Bestandteile und schauen wo die Preiserhöhung war - in dem Zusammenhang beachten, ob das Unternehmen die Fähigkeit hat die Preise an die Inflation anzupassen - mit jedem EUR Betriebsleistung (vereinfacht Umsatz) sind durchschnittlich x EUR Materialaufwand erforderlich - Materialaufwand aus GuV (Position 5), Betriebsleistung aus GuV (Summe der Positionen 1.-3.) und ggf. aus Gruppe der sonstigen Angaben Materialintensität = (Materialaufwand / Betriebsleistung) * 100
  • Anteil sonstiger Aufwand -  beschreibt das Verhältnis vom sonstigen Aufwand zur Betriebsleistung - Rückgang der Quote kann als Indikator für eine Fixkostendegression genutzt werden  - genaue Zusammenstellung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen kann dem Anhang entnommen werden - sonstiger betrieblicher Aufwand aus GuV (Position 8), Betriebsleistung aus GuV (Summe der Positionen 1.-3.) und ggf. aus Gruppe der sonstigen Angaben Anteil sonstiger Aufwand = (sonstiger betrieblicher Aufwand / Betriebsleistung) * 100
  • Herstellkostenanteil - Herstellungskostenanteil beschreibt den Anteil der Herstellkosten an der Betriebsleistung - Herstellkosten sind der internen Kosten-Leistungs-Rechnung zu entnehmen, Betriebsleistung aus GuV (Summe Positionen 1.-3.) Herstellkostenanteil = (Herstellkosten / Betriebsleistung) * 100
  • Vertriebskostenanteil - Anteil der Vertriebskosten an der Betriebsleistung - Vertriebskosten sind der internen Kosten-Leistungs-Rechnung zu entnehmen, Betriebsleistung aus GuV (Summe Positionen 1.-3.) Vertriebskostenanteil = (Vertriebskosten / Betriebsleistung) * 100
  • Verwaltungskostenanteil - Anteil der Verwaltungskosten an der Betriebsleistung - Verwaltungskosten sind der internen Kosten-Leistungs-Rechnung zu entnehmen, Betriebsleistung aus GuV (Summe Positionen 1.-3.) Verwaltungskostenanteil = (Verwaltungskosten / Betriebsleistung) * 100
  • Forschungskostenanteil - beschreibt die prozentuale Höhe der Forschungs- und Entwicklungskosten bezogen auf die Umsatzerlöse - aus ihr können Erkenntnisse über die Investitionstätig in Forschung und Entwicklung des Untenehmens gewonnen werden - weitere Bezeichnung ist Forschungskostenquote oder Forschungsintensität - steigende Kennzahl kann bedeuten, dass das Unternehmen mehr in Forschung investiert hat oder das die Umsätze eingebrochen sind - Kennzahl kann auch abgewandelt werden in dem statt Umsatzerlöse die Betriebsleistung gewählt wird - diese Abwandlung eignet sich sehr gut für Vergleiche über Zeit und mit Konkurrenten - Zielwert: 3-9%, stark branchenabhängig Forschungskostenanteil = (FuE Kosten / Umsatzerlöse) * 100
  • Umschlagshäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - Kennzahl gibt Auskunft über die Beziehung zwischen dem Materialverbrauch und dem Lagerbestand - bei einem Rückgang der Umschlagszahl sieht man, dass die Lagerhaltung und somit die Kapitalbindung zugenommen hat, was negativ zu bewerten ist - Aufwendungen aus GuV (Position 5), durschn. Lagerbestand aus Bilanzpositionen der RHB des Bilanzjahres und des Vorjahres Umschlagshäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) = (Aufwendungen an RHB / durchschn. Lagerbestand RHB) * 100
  • Vermögensveränderung - Kennzahlen geben Aufschluss darüber, ob das Unternehmen sich in der Expansions- oder Rezessionsphase befindet - zeigen die Veränderungen des Anlage- und Umlaufvermögens im Zeitvergleich - Daten aus Bilanz des Bilanzjahres und der Bilanz des Vorjahres Änderung des AV = (AV der Periode / AV der vorherigen Periode) * 100 Änderung des UV = (UV der Periode / UV der vorherigen Periode) * 100
  • Arbeitsintensität - gibt das Verhältnis von Umlaufvermögen zu Gesamtvermögen wieder - Je höher die Arbeits- und Umlaufintensität ist, desto größer ist auch die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, denn die vorhandenen Kapazitäten werden um so intensiver genutzt, je kleiner der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen ist - dadurch sinken die fixen Kosten pro Stück und die Ertragslage sowie die Umsatzerlöse des Unternehmens verbessern sich Arbeitsintensität = (Umlaufvermögen / Gesamtvermögen) * 100
  • Vorratsintensität - Kennzahl Vorratsintensität gibt Aufschluss über die Kapitalbindung in den Vorräten an Roh-, Hilfs- Betriebstoffen sowie an Halb- und Fertigfabrikaten - Veränderungen können im Zeitvergleich erkannt werden - bei der Vorratsquote für Halb- und Fertigfabrikate kann eine Erhöhung auf Absatzprobleme hindeuten, sofern keine bewusste Veränderung der Vorratspolitik betrieben wird Vorratsquote für RHB = (RHB / Gesamtvermögen) * 100 Vorratsquote der Halb- und Fertigfabrikate = (Halb-, Fertigfabrikate / Gesamtvermögen) * 100
  • dynamischer Verschuldungsgrad - Kennzahl dynamischer Verschuldungsgrad gibt Aufschluss darüber, wann die Verschuldung des Unternehmens abgebaut ist - dabei wird ein gleichbleibender Cash-flow über die folgenden Jahre vorausgesetzt - im Entwicklungsvergleich gibt sie einen Eindruck über den aktuellen Innenfinanzierungsspielraum - 100% stehen für ein Jahr. Das bedeutet ein dynamischer Verschuldungsgrad von 300% entpricht einer Tilgungsdauer von drei Jahren bei gleichbleibenden Cash-flow dynamischer Verschuldungsgrad = (Fremdkapital / Cash Flow) * 100
  • Umschlagshäufigkeit des Kapitals - gibt Aufschluss darüber, wie produktiv das sich im Unternehmen befindliche Kapital eingesetzt wird - Je höher die Umschlagshäufigkeit, desto schneller fließt das Kapital wieder in das Unternehmen zurück und desto weniger Kapital ist im Unternehmen erforderlich - durchschnittliche Gesamtkapital kann vereinfacht errechnet werden, indem der Durchschnitt der Bilanzsummen des aktuellen und des Vorjahres gebildet werden Umschlagshäufigkeit = (Umsatzerlöse / durchschnittl. Gesamtkapital)
  • Aufwandsquoten im Gesamtkostenverfahren - Materialaufwandsquote = Materialaufwand / Gesamtleistung - Personalaufwandsquote = Personalaufwand / Gesamtleistung - Abschreibungsquote = Abschreibungen / Gesamtleistungen - Energieaufwandsquote = Energieaufwand / Gesamtleistung - Quote der sonst. betrieblichen Aufwnedungen = sonst. betr. Aufwendungen / Gesamtleistung -- Zunahme der Aufwandsquoten ist negativ zu betrachten, da in solchem Fall die Kosten schneller als die Leistung des Unternehmens gewachsen sind -- muss jedoch im Kontext gesehen werden, da Mitarbeiter erst eingearbeitet werden müssen oder Maschinen erst nach Einarbeitungszeit effizient werden
  • Aufwandsquoten im Umsatzkostenverfahren -- insb. in US-GAAP wird Umsatzkostenverfahren verwendet -- in diesem Verfahren erfolgt die Trennung von Funktionsbereichen -- ohne interne Informationen kann man keine Material- oder Personalaufwandsquote berechnen - Umsatzkostenquote = Umsatzkosten / Umsatzerlöse - Vertriebskostenquote = Vertriebsaufwand / Umsatzerlöse - Verwaltungskostenquote = Verwaltungsaufwand / Umsatzerlöse - F&E - Kostenquote = F&E Aufwand / Umsatzerlöse
  • Steuerquote - beschreibt das Verhältnis von Steueraufwand zum Ergebnis vor Steuern (EBT) - Steuerquote = Steueraufwand / Ergebnis vor Steuern - Standort, regionale Verteilung der Umsätze und Verlustvorträge sind für die Höhe des Steueraufwands maßgeblich - in Deutschland ist eine Steuerquote von rund 30% üblich
  • Gesamtkostenverfahren - Gegenüberstellung der gesamten Kosten und betrieblichen Leistungen einer Periode - Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen werden mit den ermittelten HK bewertet (Realisationsprinzip) Umsatzerlöse der Periode +/- Bestandsveränderungen (Bewertung zu Herstellkosten) + aktivierte Eigenleistungen = Gesamtleistung der Periode - Materialkosten - Personalkosten - Abschreibungen - sonstige Kosten = Betriebsergebnis der Periode/Operatives Ergebnis (EBIT) +/- Finanzergebnis +/- Beteiligungsergebnis = Ergebnis vor Steuern (EBT) - Ertragssteuern = Ergebnis der Periode (EAT)
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  • Berechnung EBT, EBIT, EBITDA (retrograde, indirekte Methode) Jahresüberschuss (profit/income) +/- außerordentliches Ergebnis (etraordinary items, discounted operations) (Außerordentliche Aufwand (+), Außerordentlicher Ertrag (-)) +/- Ertragssteuern (income tax) (Steueraufwand (+), Steuerertrag (-)) = EBT + Zinsaufwand (interest expenses) = EBIT + Abschreibungen auf Sachanlagen (depreciation) + Abschreibungen auf aus Konsolidierung entstandenem Goodwill (amortization) = EBITDA
  • Berechnung EBT, EBIT, EBITDA (progressive, direkte Methode) Umsatzerlöse + sonstiger betrieblicher Ertrag - Materialaufwand - Personalaufwand - Abschreibungen (Sachanlagen und immaterielle Anlagen) - sonstiger betrieblicher Aufwand = EBIT + Abschreibungen (Sachanlagen und immaterielle Anlagen) = EBITDA
  • Goodwill - S.22
  • Eigenkapital -