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Biopsychologie SS 17 TU-Chemnitz (Fach) / 5. Visuelles System und Mechanismen der Wahrnehmung (Lektion)

Visuelles System und Mechanismen der Wahrnehmung

Diese Lektion wurde von Katharina9L erstellt.

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  • Gliederung visuelles System (Gliederung 5. Foliensatz) Visuelles System Der zelluläre Aufbau der Retina Visuelle Transduktion Von der Retina zum primären visuellen Cortex Theorien des Farbsehens
  • Gliederung Mechanismen der Wahrnehmung (Gliederung 5. Foliensatz) Organisation sensorischer Systeme Kortikale Mechanismen des Sehens Tastsinn und Schmerz
  • Welche Zellen bilden die Retina? Ganglien-Zellen Amakrine-Zellen Horizontal-Zellen Zapfen Stäbchen
  • Worin unterscheiden sich Stäbchen und Zapfen?                                                                    Stäbchen                                   ZapfenArt des Sehens                                           skotopisch                                 PhotopischWahrnehmung                                            Keine Farbe                               FarbeLichtbedarf                                                  Gering                                        HochSehschärfe                                                 Gering                                        HochKonvergenz der Verschaltung                    Hoch                                           GeringVorkommen                                               Mehrheit Außerhalb                    Mehrheit innerhalbFovea Centralis
  • Die Sehschärfe ist beim photopischen Sehen höher als beim skotopischen Sehen. Eine Möglichkeit zur Erklärung dafür ist a) Die spektrale Empfindlichkeit b) Die geringe Konvergenz der Verschaltung c) Die Farbwahrnehmung d) Die hohe Anzahl an Stäbchen in der Fovea Centralis e) Die hohe Konvergenz der Verschaltung d) Die hohe Anzahl an Stäbchen in der Fovea Centralis?
  • Was ist (visuelle) Transduktion? Transduktion = Umwandlung einer Energieform in eine anderePhototransduktion = Umwandlung von Licht durch Rezeptoren in neuronale Signale
  • Was ist die biologische / chemische Grundlage für die unterschiedliche spektrale Empfindlichkeit von Stäbchen und Zapfen? Stäbchen und Zapfen enthalten unterschiedliche Sehfarbstoffe (Pigmente)• Diese absorbieren Licht unterschiedlicher Wellenlängen• Für die Stäbchen ist es das Rhodopsin• Rhodopsin ist ein G-Protein-gekoppelter Rezeptor und löst eine Reihe von Reaktionen im Stäbchen aus
  • Welche wichtigen Punkte beinhalten das visuelle System? Retinotope Organisation Alle Signale vom linken Gesichtsfeld erreichen den rechten primären visuellen Kortex und das Gegenteil gilt für die Signale vom rechten Gesichtsfeld Das Corpus geniculatum laterale (CGL) besteht jeweils aus sechs Schichten Jedes CGL erhält nur vom kontralateralen Gesichtsfeld visuelle Signale
  • Welche Art von Bahnen gibt es im CGL des visuellen System? Es gibt zwei unterschiedliche Bahnen die durch jedes CGL verlaufen P-Bahn➢Parvozelluläre Neurone der seitlichen Kniehöcker und der retinalen Ganglien der Zapfen➢Informationen von den Zapfen: Farben, feine Details und eher unbewegliche Objekte. M-Bahn➢Magnozelluläre Neurone derselben Gebiete➢Informationen von den Stäbchen: sensibel für Bewegungen, nicht für Farbe und Details.
  • Was sind die wichtigsten Theorien zum Farbsehen? Dreifarbentheorie – Young, 1802, Helmholtz, 1852 Komplementärfarbentheorie – Hering, 1878 Retinex-Theorie – Land, 1977
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  • Welches Phänomen können die Dreifarbentheorie und die Komplementärfarbentheorie nicht erklären? Farbkonstanz:Die wahrgenommene Farbe eines Gegenstandes bleibt unverändert,  trotz großer Veränderungen in den Wellenlängen des Lichtes, das er reflektiert. Ergo:Die wahrgenommene Farbe eines Gegenstandes kann nicht eineeinfache Funktion der Wellenlängen sein, die von ihm reflektiert werden
  • Welche Nervenbahn / Neurone im linken Corpus geniculatum laterale leiten visuelle Informationen (z.B. Farbe, feine Musterdetails) von den Zapfen in der rechten Fovea Centralis weiter zum primären visuellen Cortex? a) M-Bahn / magnozelluläre Neurone b) q-Bahn / querdisparationale Neurone c) W-Bahn / waskozelluläre Neurone d) P-Bahn / parvozelluläre Neurone e) R-Bahn / retinozelluläre Neurone P-Bahn / parvozelluläre Neurone
  • Nach welchen Hauptprinzipien erfolgt die Organisation sensorischer Systeme? Altes Modell• Hierarchisch• Funktionell homogen• seriell Neues Modell• Hierarchisch• Funktionell getrennt• parallel
  • wo sind diese hierarchischen Einheiten beim Menschen lokalisiert? Posterior Parietal Cortex (Hinten oben) Prästriär Cortex (Hinten obere Mitte) Primär Visueller Cortex (Hinten untere Mitte) Infero Temporaler Cortex (Hinten unten)
  • Was ist ein Skotom? = ein blinder Bereich im korrespondierenden Bereich des kontralateralen Gesichtsfeldes beider Augen
  • Was meint das Phänomen des blinden sehens? Ein Patient reagiert auf visuelle Reize in seinem Skotom (ohne bewusste Wahrnehmung dieser) Bspw. Reaktion auf ein sich bewegendes Objekt Dieses Phänomen tritt auch dann auf, wenn der gesamte primäre visuelle Cortex ausgefallen ist. Schlussfolgerung?
  • Welche Unterscheidung funktioneller Einheiten im sekundären und assoziativen visuellen Cortex? Dorsale Bahn: WO? Ventrale Nahn: WAS?
  • Welche unterschiedlichen Funktionen werden durch die Nervenbahnen realisiert? DorsalbahnVisuelle Funktion: WO ist etwas … visuelle Orientierung und direkte Interaktion mit Objekten(z.B. anfassen) Symptome bei Verletzung: Patienten mit Läsionen im posterioren Parietalcortex: können beschreiben, aber nicht greifen. ----------------------- VentralbahnVisuelle Funktion: WAS ist es … bewusste Wahrnehmung und „wissen, was es ist“ (z.B.benennen) Symptome bei Verletzung: Patienten mit Läsionen im inferiortemporalen Cortex: können greifen, aber kaum beschreiben.
  • Übung – Welche Nervenbahn ist beschädigt? Fallbeispiel 1: Patientin D.F a) Kann auf visuelle Reize REAGIEREN (zum Beispiel: einen Bauklotz greifen; einen Ball fangen); b) kann aber nicht SAGEN, was sie sieht und was sie tut. Welche Nervenbahn ist geschädigt? • Schädigung Bilateral im ventralen prästriären Cortex;• Unterbrechung der VENTRALBAHN.
  • Übung – Welche Nervenbahn ist beschädigt? Fallbeispiel 2: Patient A.T. Beobachtung: a) Kann Objekte ERKENNEN (zum Beispiel: ein Objekt benennen oder dessen Größe mit den Fingern anzeigen); b) kann aber nicht angemessen auf das Objekt reagieren (zum Beispiel: in koordinierter Weise danach greife Welche Nervenbahn ist geschädigt?• Läsion im occipito-parietalen Cortex;• Unterbrechung der DORSALBAHN
  • Fallbeispiel 3: Patient R.P. ein Fall von ProBeobachtung: a) Hat schwere Defizite beim Erkennen von Gesichtern und der Identifizierung von Gesichtsausdrücken b) Bei genauerer Untersuchung: kann generell Objekte, die gekrümmte Oberflächen beinhalten, sehr schwer erkennen.sopagnosie Ursache der Prosopagnosie: eine Störung der VENTRALBAHN zwischen Occipital- undTemporallappen