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Privatrechtsentwicklung (Fach) / Privatrechtswissenschaft Frühmittelalter u. Mittelalter (Lektion)
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- Was hatte die Intensivierung des Systems der bäuerlichen Leihe für Auswirkungen? Ausbildung von besonderen Leihformen (Freistift, Kaufrecht) Anlegen von Register über Inhaber von Liegenschaften und über Zinsverpflichtung (= Urbare, Vorläufer der Grundbücher)
- Wann wurde der Stephansdom errichtet, und was stellte er dar? 14./15. Jh. im Bereich des Verfassungsrechtes eine Manifestation der kirchlichen Selbstständigkeit des habsburgischen Territoriums.
- Wann waren die Reformversuch des Rodulfs IV. und was behandelten sie? 1358 - 1365 = wirtschaftspolitische, die Sozialstruktur berührende Reformversuche. zb.: Bestreben, Zünfte aufzuheben, Rente aufheben.
- Was hinderte an der wissenschaftlichen Bearbeitung des deutschen Rechtes? starke Zersplitterung des mittelalterlichen deutschen Rechtes Eigenart des mittelalterlichen Gerichtsverfahrens (Rechtsfindung mithilfe Urteilern aus Volk) nur partielle Aufzeichnung des Rechtes
- Woher kamen erste Impulse für eine mittelalterliche europäische Rechtswissenschaft? Von der langobardischen Rechtsschule in Pavia.
- Was war die langobardische Rechtsschule in Pavia, und womit beschäftigte sie sich? War eine Art Vorläufer der Glossatoren; beshcäftigte sich urprünglich mit der Fortbildung des langobardischen Rechtes.
- Was ist das kanonische Recht? Entwickelte auf Basis des römischen Rechts mit Hilfe der scholastischen Methode Regeln zur Auslegung, Rechtsanwendung sowie zur Auflösung von Widersprüchen zwischen Rechtstexten.
- Was bedeutet "eccelsia vivit lege romano" "Die Kirche lebt nach römischem Recht" Grundsatz des Kirchenrechtes, dass die Kirche in Sachen, in denen sie die Gerichtsbarkeit beanspruchte, nicht nach dem Rechte des betreffenden Landes, sondern nach dem kanonischen Recht entschied.
- Worauf kann man die Gleichstellung der Legisten mit den Kanonisten zurückführen? weil die scholastischen Methoden auch in den Bereich des weltlichen Rechtes übertragen wurde.
- Was war die besondere Stellung Bolognas? Zentrum d. oberitalienischen Rechtswissenschaft
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- Wodurch wurde die Schulbezeichnung "Glossatoren" geprägt? wegen der Arbeitsmethoden der Kanonisten, Legisten und Feudisten, Glossen anzubringen.
- Was sind Glossen? Anmerkungen zwischen den Zeilen und am Rand von juristischen Werken.
- Was machten die Legisten? Beschäftigten sich mit dem corpus iuris civilis des Justinians I.
- Seit wann stand das corpus iuris civilis als Arbeitsobjekt zur Verfügung? seit auslaufendem 11 Jh.
- was machten die Feudisten? Beschäftigten sich mit langobardischem Lehenrecht.
- Was war ein für Frankreich typisches Rechtszentrum? Orleans
- was war das Ziel der Beschäftigung mit dem römischen Recht? theoretische Aufklärung und Beseitigung v. Widersprüchen im C.I.C selbst Anpassung der im 6. Jh. zusmmengefassten Rechtsmassen an die veränderten sozialen, wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten
- Was war die Arbeitsgrundlage der Glossen? Digesten, Novellen, Codex, Pandekten
- Was war die "Glossa ordinaria" des Accursius? Zusammenfassung der bis dahin verfassten Glossen.
- Was war die Fortsetzung der Glossatoren? Schule der Kommentatoren und Konsiliatoren
- Was waren die wichtigsten Vertreter der Glossatoren? Accursius, Irenius, Azo und die Quattour doctores (Martinus Gosia, Bulgarus, Jacobus und Hugo de Porta Ravennate)
- Durch was kennzeichneten sich die Konsiliatoren und Kommentatoren? Praktische Ausrichtung konzentrierten sich auf das Werk als ganzes und nicht auf die Worterklärung etc. legten ihr Ergebnis in Kommentaren und Konsilien nieder.
- Was waren die wichtigsten Kommentatoren? Bartolus de Sassoferreto, Baldus de Ubaldis
- was ist der "Bildungsweg"? Studium der Rechtswissenscahften in italienische Universitäten.
- Was wurde durch den "Bildungsweg" verbreitet? Römisches Recht und romanistisches Gedankengut und glossierende/kommentierende Arbeitsweise als Grundlage der Beschäftigung mit Recht.
- Leistungen zu welchen Themen der oberitalienischen Juristen bestehen heute noch? Verschollenheit Stellvertretungslehre Sklaverei Verträge zugunsten Dritter
- Was war eine wichtige Tätigkeit der juristischen Geistlichen? Funktion in landesfürstlichen Gremien, besonders in Rechtsprechung; verfassten für weltliches Recht wichtige Traktate über den Kauf und das Rentengeschäft.
- Wer verfasste des Gutachten zur Rentengesetzgebung Rudolfs IV:, und wann? - Heinrich von Langenstein, Heinrich von Oyta, Johann Reuter. - 1390.1393
- Seit wann bestehen Wiener Universitäten? 1365
- Bis wann wurde in juristischen Vorlesungen nur kanonisches Recht von Kanonisten gelehrt, und was reduzierte dies? - Bis Mitte 15 Jh. . Ende 15 Jh. Lehrstuhl für weltliches römisches Recht.
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- Wer betraute den Lehrstuhl für weltliches römisches Recht ? Hieronymus Balbus (1494)
- Wer war der erste Österreicher auf dem Lehrstuhl für weltliches RR? Wolfgang Pachaimer (1500)
- Wo erkannte man die politische Bedeutung d. RR? Mittelalterliche Herrscher Heiliges Römisches Reich Österreichische Landesfürstentum
- Was war die pol. Bedeutung des RR für die mittelalterlichen Herrscher? nutzten RR zur Festigung ihrer pol. und verfassungsrechtlichen Position.
- Was war die pol. Bedeutung d. RR für das Heilige römische Reich? Verbindung Friedrich Barbarossas zu Quattuor Doctores zur Erstellung d. Regalienkataloges Einführung d. Tatbestandes des crimen laesae miestatis
- Was war die politische Bedeutung des RR für das öst. Landesfürstentum? nutzten RR für machtpolitische u. finanzielle Ziele.
- Wer sind die "Quattuor Doctores"? Martinus Gosia Jacobus Bulgarus Hugo de porta Ravennata
- Wann wurde der Regalienkatalog erstellt? 1158
- Was war die Frühmittelalterliche Ausgangsposition für die Auffassung d. Rechts? Göttliche, vorgegebene Ordnung, die im Anlassfall reaslisiert wird. Entw. durch SElbsthilfe od. Instutionelle Einrichtugnen (Gerichte; Frühzeit Grafengerichte, hohes Mittelalter Landgerichte).
- Was war das Ergebnis der Konkretisierung d. Rechts auf institutioneller Ebene? Urteil; bekam Vorbildwirkung für zukünftige Fälle (Präjudiz).
- Wer war bei der Niederschreibung dieser urteilenden Rechtsschöpfung am Werk? Rechtskundige, keine Berufsjuristen.
- BSP für Kombination v. Rechtsfindung u. Gesetzgebung? Frühmittelalterliches Volksrecht, bäuerliche Weistümer d. Mittelalters und Neuzeit.