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Medizinische Psychologie (Fach) / Stressmodelle (Lektion)
Stressmodelle
Diese Lektion wurde von Laily erstellt.
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- Definition von „Stress“ und die verschiedenen Formen Ungleichgewicht zwischen äußeren Anforderungen (Stressoren) und persönlichen Bewältigungsmöglichkeiten Eustress: Die Anforderungen können bewältigt werden und werden positiv wahrgenommen Disstress: Die Anforderungen können nur schwer bewältigt werden und werden als Belastung wahrgenommen Trennungsdisstress: Depressivität und das Gefühl von Hilflosigkeit nach Trennungen
- 2 Komponenten des Stresszustands Stressor: Reiz, der eine Anforderung darstellt Umweltstressoren: Bspw. hohe Leistungsanforderung durch das Umfeld Psychische Stressoren: Bspw. Zeitdruck, Reizüberflutung, hohe eigene Leistungsanforderung, kritische Lebensereignisse Physische Stressoren: Bspw. Krankheit, Schlafmangel Stressreaktion: Spezifische Anpassungsreaktion auf den Stressor
- Diathese (Vulnerabilität) Individuelle Empfindlichkeit gegenüber Stressoren
- Diathese-Stress-Modell Krankheiten entstehen durch eine Interaktion zwischen der Diathese und Stressoren
- Homöostase-Allostase-Modell Durch Anpassungsreaktionen bzw. eine Sollwertverschiebung (Allostase) kann das Gleichgewicht zwischen Individuum und Umwelt (sog. Homöostase) aufrecht erhalten werden. Die physiologischen Veränderungen (z.B. erhöhter Cortisolspiegel) als Reaktion auf Stress sind kurzfristig nötig und hilfreich, um adäquat auf Reize reagieren zu können. Bei länger anhaltendem Stress können sich die veränderten physiologischen Vorgänge jedoch negativ auf die Gesundheit auswirken und somatische Schädigungen zur Folge haben
- Elemente der Orientierungsreaktion Orientierungsreaktion Richten der Konzentration auf einen neuen, unvermuteten Reiz, um auf ihn reagieren zu können Elemente der Orientierungsreaktion : Ausschüttung von ACTH, Katecholaminen Anstieg von Herz- und Atemfrequenz Anstieg des Blutdrucks Anstieg der Muskelspannung Anstieg der Lidschlagfrequenz Periphere Vasokonstriktion und zentrale Vasodilatation Pupillendilatation Abnahme des Hautwiderstandes, Erhöhung der Hautleitfähigkeit Erniedrigung der Reizschwelle β-Wellen im Elektroenzephalogramm (EEG): α-Blockade
- Yerkes-Dodson-Regel Beschreibt den Zusammenhang zwischen Aktivierung und LeistungDie Leistungsfähigkeit ist bei mittlerer Aktivierung idealBei geringerer oder höherer Aktivierung lässt die Leistungsfähigkeit nach
- Transaktionales Stressmodell (Coping-Modell) nach Lazarus und seine drei Phasen Nach dem transaktionalen Stressmodell des amerikanischen Psychologen Richard Lazarus aus den 1970er Jahren entsteht Stress nicht allein durch einen Reiz, sondern erst durch die Bewertung und Deutung der Situation, in der der Reiz erfolgt ist (=kognitive Stresstheorie). Das Modell wird in vier Phasen eingeteilt, wobei während der ersten drei Phasen der eigentliche Bewältigungsversuch (= Coping) erfolgt. 1. Primäre Bewertung: Schnelle Beurteilung, ob das Ereignis positiv/negativ, relevant/irrelevant oder sogar bedrohlich ist 2. Sekundäre Bewertung: Einschätzung der eigenen Bewältigungsmöglichkeiten 3. Coping: Bewältigung der Situation Problemfokussiertes Coping: Alle Bewältigungsansätze, die auf eine Lösung oder Veränderung des Problems abzielen Kognitives Coping: Bewätigung der Stressituation auf gedanklicher Ebene Emotionsfokussiertes Coping: Alle Bewältigungsansätze, die darauf abzielen, unangenehme Emotionen zu beherrschen oder zu reduzieren 4. Neubewertung: Erneute Prüfung der Situation nach der Ausführung der eigenen Bewältigungsversuche
- Allgemeines Adaptationssyndrom (AAS) von Selye Das AAS beschreibt die physiologische Reaktion auf Stressoren. Es geht davon aus, dass die Reaktion, unabhängig von der Art des Stressors, immer dieselbe ist. 1. Alarmphase: Unmittelbar nach Stressreiz Sympathikusstimulation Katecholaminausschüttung ACTH-Ausschüttung 2. Widerstandsphase: Nach Gewöhnung an Stress Erhöhte Cortisolausschüttung Erhöhte Resistenz gegenüber Stress 3. Erschöpfungsphase: Bei chronischem Stress Aufbrauch der Energiereserven Schwächung des Immunsystems
- „Fight-or-flight“-Syndrom nach Cannon Nach Cannon ist ein Lebewesen im Stresszustand auf die "fight or flight"-Reaktion vorbereitet. Diesem dienen z. B. Tonuserhöhung der Muskulatur, Herzfrequenzzunahme, Angstschweiß, Veränderung der elektrischen Hautleitfähigkeit usw. Spezifische Stressreaktionen, die von Individuum zu Individuum verschieden sind, werden hier in der Regel nicht berücksichtigt.
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- Psychoendokrines Stressmodell nach Henry Ärger= Noradrenalin und Testosteron Furcht= Adrenalin Depression= Cortisol erhöht, Testosteron niedrig Oxytocin Kuschelhormon
- Habituation Gewöhnung des reizverarbeitendes Systems an wiederkehrende Reize, Orientierungsreaktion bleibt aus, einfacher (nicht-assoziativer) Lernprozess
- Sensitivierung Leichter Reiz schwache Reaktion, dann aversiver Reiz, dann auch bei leichtem Reiz starke Reaktion