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Sozialpsychologie (Fach) / Prosoziales Verhalten/Empathie (Lektion)

Heiss

Diese Lektion wurde von Chrissi_klingshirn erstellt.

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  • Definition Prosoziales Verhalten S. 87 Prosoziales Verhalten steht als Sammelbegriff für alle Formen zwischenmenschlicher Unterstützung, die gewinnbringend bzw. vorteilhaft für andere sind. Damit umfasst es diverse Verhaltensweisen wie Kooperation, Hilfeverhalten, Dienstleistungen etc . (Batson, 1998)
  • Hilfeverhalten S. 87 Hilfeverhalten bezieht sich auf alle Verhaltensweisen, die eine Person mit der Absicht ausübt, daws Wohlergehen einer anderen (hilfsbedürftigen) Person zu verbessern. Das Verhalten kann dabei auf unterschiedlichen Motiven basieren, es ist jedoch nicht beruflich motiviert.
  • Definition Zivilcourage S.87 Zivilcourage bedeutet, Hilfeverhaltenauch dann zu zeigen, wenn das Einschreiten mit erheblichem physischen, psychischen und sozialen Folgen verbunden sein kann.
  • Bystander Effekt und Beispiel Genove Syndrom S.89 Zuschauereffekt versteht man unter dem Phänomen, dass einzelne Augenzeugen eines Unfalls mit niedrigerer Wahrscheinlichkeit eingreifen oder Hilfe leisten, wenn weitere Zuschauer anwesend sind.Beispiel Kitty Genovese 1964:Frau wurde halbe Stunde lang erstochen,min. 38 Personen sahen dies ohne einzugreifen.
  • Das 5stufige Entscheidungsmodell nach Latane' und Darley (1968) S.91 1. Situation wahrnehmen(=/= Ablenkung, Eile) 2. Situation als Notfall interpretieren (Problem: pluralistische Ignoranz:Phänomen, dass Personen aus Nicht-Handeln anderer schließen, dass es kein Notfall ist,zB Obdachloser) 3. Verantwortung übernehmen (=/= Verantwortungsdiffusion:Glauben anderer wären qualifizierter) 4. Entscheidung, welche Hilfe erfolderlich ist (=/= Mangel an Kompetenz) 5. Hilfe durchführen (=/= Bewertungsangst: aus Scham etwas falsch machen &audience-inhibition:Angst schlechten Eindruck zu machen & Kosten>Nutzen, zB Angst sich strafbar zu machen)
  • Verschiedene Motive für prosoziales Verhalten S. 97 1.Altruismus: Prosoziales Verhalten motiviert allein durch den Wunsch, der anderen Person zu helfen, nicht für eigenen Nutzen 2.Egoismus: Prosoziales Verhalten zumindest teilweise motiviert durch den Wunsch, den eigenen Nutzen zu erhöhen (mastery) Gibt es reinen Altruismus? Kontinuum: egoistisch <-----> altruistisch
  • Normen und Hilfeverhalten S. 98 Hilfe fördernde Normen:-Führungspersonen helfen eher-sobald einer hilft, wird dieses Verhalten als normativ wahr angenommen und andere helfen ebenfalls-Lernen am Modell (Vorbild Eltern, Religiösität) Hilfe hemmende Normen:-Normen der Privatheit(Fremde intervenieren selten in "Privatangelegenheit"
  • Evolutionäre Erklärungen für Hilfeverhalten Ist prosoziales Verhalten genetisch determiniert? S.99 Interpretation der Evolutionstheorie:Tendenz anderen zu helfen kann nicht durch natürliche Auslese entstehenAber: Hilfe kann auch dem Helfer nützen:-"inclusive fitness" Hilfe für Verwandte, die die gleichen Gene besitzen-Hilfe für Gruppenmitgliedern nützt Überleben und Fortpflanzung Gegenargument:Erklärungsansatz kann nur im nachhinein und nicht kausal erklärt werden, des weiteren tritt Hilfeleistung nicht nur gegenüber Verwandten auf.Tendenzen zu "Helfen" müssen erst erworben werden
  • "Mastery" und Hilfeverhalten Was ist die Theorie des sozialen Austauschs und ist sie wahr? Was beeinflusst Kosten&Nutzen? Wann helfen wir eher? S.102 Theorie des sozialen Austauschs:Menschen helfen nur dann, wenn der erwartete Nutzen höher ist als die erwarteten kosten der Hilfeleistung.zB. schlechte Stimmung kann durch Hilfeverhalten verbessert werden(Negative-State-Relief-Hypothese) Nutzen: zB. Dankbarkeit des Opfers, Hilfe als Gegenleistung, Bewunderung der Zuschauer Kosten: zB. Zeitaufwand, Gefahr der eigenen Gesundheit, Risiko sich zu blamieren oder was falsch zu machen Fähigkeiten(zB. Erste Hilfe Ausbildung) beeinflusst Kosten&NutzenMänner schreiben sich größere Fähigkeiten beim Helfen zu. Nutzen des Helfens ist oft emotional(gute Stimmung->leisten eher Hilfe)Schuldgefühle oder Aufhellung negativer Stimmung führt aber auch zu mehr Hilfe
  • Ist Hilfe rein egoistisch motiviert oder altruistisch? S.103f rein egoistisch:-man kann immer mastery unterstellen, da es emotionalen Zustand verbessert-"negative-state relief model": andere leiden zu sehen verursacht immer negative Emotionen, die dieser durch Hilfe abbauen kann.-jedoch auch Flucht oder Ablenkung möglich Klassischen Altruismus gibt es nicht. Jedoch:Empathie-Altruismus-Hypothese
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  • Das Connectedness-Motiv: Empathie-Altruismus-Hypothese S. 104 Die Empathie-Altruismus-Hypothese besagt, dass Menschen nur dann uneigenenützig bzw. altruisitsch handeln, wenn sie in einer bestimmten Situation Empathie empfinden.Wenn Menschen jedoch handeln, ohne Empathie zu empfinden, so sind andere Faktoren entscheiden und es handelt sich nicht um Altruismus. Kritik:mit Ähnlichkeitsmanipulation keine Empathie erzeugtHilfeleistung kann noch andere Ursachen haben 8zB. Selbstwertsteigerung durch Helfen) Sorge und Wohlergehen in Freundschaften und Familie hängt von Empathie(connectedness) und persönlichem Nutzen(mastery) ab Schon minimal Verbundenheit kann Hilfeverhalten fördern.
  • Phatologischer Altruismus S. 106 Altruismus kann in krankhaft übersteigerter Form ist selbstaufopfernd und kann Nachteile für Dritte haben(Familie) Wesentliches Merkmal: potentielle Kosten des eigenen Berhaltens werden nicht berücksichtigt -> nicht uneingeschränkt lobenswert und wünschenswert
  • Theorie der Verantwortlichkeit S. 107 zentrale Frage: Ist das Opfer selbst für die eigene Notlage verantwortlich und kann das Opfer diese kontrollieren? Wenn Antwort ist, dass Person nicht selbst Schuld ist, wirkt sich diese Bewertung direkt auf Emotionen und Verhalten des Beobachters aus. -> verstärkte Hilfeleistung
  • Was passiert, wenn der Nutzen für das Individuum und der Nutzen für die eigene gruppe im Gegensatz zueinander stehen? S.108 Valuing me&mine: Helfen Mitgliedern der Gruppe mehr als anderen Soziales Dilemma:Handlung bringt mir selbst den größten Nutzen, schadet aber der Gruppe->Konflikt zwischem individuellem und kollektivem Interesse:Kooperien oder nicht?
  • Das Dilemma öffentlicher Güter S. 109 öffentliches Gut gibt es nur für alle oder überhaupt nicht(Fernsehen,Luft etc.)-> Individuum ist motiviert, das Gut zu nutzen ohne zu zahlen ("Schwarzfahrer")=/=>wenn niemand zahlt, verschwindet das Gut
  • Verhalten in sozialen Dilemmata S.109 Menschen handeln normalerweise nach individuellem Interesse-> Resource geht verloren Wird verstärkt durch Normen und was alle anderen auch tun Strukturelle Lösungen:-bei begrenzten Resourcen Quoten setzen(Fischfang)-öffentliche Güter allgemeine Gebührenerheben (Steuern)-Kooperation belohnen (Extrafahrstreifen für Busse und Fahrgemeinschaften) ->Konflikt wird abgeschwächt oder sogar aufgelöst
  • Welche Personengruppen kooperieren mehr(a) und was trägt zur Kooperation bei(b)? S.110 a)1.Frauen kooperien mehr als Männer 2.kollektivistische Kulturen kooperieren mehr als individualistische Kulturen 3.Soziale Weltorientierung: manche tendieren generell zu mehr Kooperation, andere mehr zu Wettbewerb b)Soziale Identifikation mit Gruppe fördert Kooperation-Individuen übernehmen Gruppenziele als ihre eigenen-erwarten dies auch von anderen Mitgliedern-Gruppennormen, die Kooperation fördern sind kognitiv zugängliche Leitbilder für Verhalten-Personen, die in Gruppendiskussion kooperien, tun dies später auch in einem Dilemma
  • Was trägt zu Hilfeverhalten bei? a) spontanes Hilfeverhalten b)geplantes Hilfeverhalten c)Langfristiges Hilfeverhalten d)Annehmen von Hilfe S.111 a)Bei spontanem Helfen:-Notfälle(reduzierte Verarbeitungskapität)-kognitiv zugängliche Gefühle (zB.Empathie) b)Bei geplantem Helfen:-langfriste Verpflichtungen (zB. ehrenamtliche Ämter)-wiederholtes Helfen->stabiler Selbstwahrnehmung-"organizational citizenship behaviors" (Kellegen helfen, auch wenn es nicht zum Job gehört c)Langfristiges Helfen (kann mehreren Zielen helfen):-Egoistische Motive(mastery): neue Erkenntisse erlenen, soziale Anerkennung-Altruistische Motive(Connectedness):Empathie, humanitääre Werte-Identifikation mit Gruppe(valuing me and mine): Mitgliedern helfen d)Annehmen von Hilfe:1. nicht auf selbst-bedrohliche Aspekte achten (zB.Gefühl der Inkompetenz und Machtlosigkeit, Erwartung Hilfe erwidern zu müssen(Männer die nicht nach dem Weg fragen)2.auf selbst-unterstützende Aspekte achten (zB. Erfüllung von Bedürfnissen, Erfahrung von Wertschätzung(Programme zur Förderung von Minderheiten)
  • Hilfe- und Sozialverhalten anhand der 8 Grundprinzipien S.113 1. Subjektive Konstruktion der Realität: Interpretation der Situation anderen, nicht deren objektiven Bedürfnisse, bestimmen prosoziales Verhalten 2.Universalität sozialer Einflüsse: Hilfe und Kooperation werden von sozialen Normen beeinflusst 3.Motiv der Kontrolle(mastery): prosoziales Verhalten oft durch Belohnungen für den Helfer motiviert 4.Motiv der Verbindung mit anderen(connectedness): Prosoziales Verhalten oft motiviert durch Empathie der Zielperson 5.Motiv des Selbstwerterhalts(valuing me and mine): Mitgliedern der eigenen Gruppe wird eher geholfen 6.Kognitive Zugänglichkeit: Zugägnlichkeit von Normen kann der Einfluss auf Prosoziales Verhalten erhöhen. 7. Unterschiede in der Verarbeitungstiefe: Systematische Verarbeitung kann Selbstverpflichtung auf langfristiges prosoziales Verhalten fördern
  • Was fördert generell die Hilfsbereitschaft und kann im Notfall Chancen erhöhen aus sozialpsychologische Sicht? S.111 -Mehrdeutigkeit reduzieren-Selbstkonzept der Hilfsbereitschaft in anderen stärken-Normen etablieren, die Hilfeverhalten unterstützen-Normen in der Situation aktivieren-Verantwortung individuell fokussieren-Identifikation mit denen stärken, die Hilfe benötigen