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Empirisch Experimentelles Praktikum (Fach) / Empirisches Forschen/Wissenschaftliches Arbeiten (Lektion)
Empirisches Forschen/Wissenschaftliches Arbeiten
Diese Lektion wurde von derhubbi123 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
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- Was bedeutet Forschen? Forschen bedeutet „Ursachenfindung“, „etwas Neues entdecken“. Wissenschaftliches Forschen ist eine systematische oder auch zufällige Suche nach neuen Erkenntnissen. Es wird in eng abgegrenzten wissenschaftlichen Disziplinen betrieben und wirft eine methodisch bedingte Perspektive auf den Forschungsgegenstand.
- Was bedeutet wissenschaftliches Arbeiten? Wissenschaftliches Arbeiten ist ein methodengeleitetes, systematisches Vorgehen. Wissenschaftliches Arbeiten besitzt sechs Ansprüche. Sie muss objektiv, präzise, zuverlässig, vollständig, ehrlich und ethisch sein.
- Was gehört zum „guten wissenschaftlichen Arbeiten“? Gutes wissenschaftliches Arbeiten zeichnet sich durch ein methodengeleitetes, systematisches Vorgehen aus. Es sollte die 6 Ansprüche des wissenschaftlichen Arbeitens erfüllen. Das sind die Objektivität, die Präzision, die Vollständigkeit, die Zuverlässigkeit, die Ehrlichkeit und die Ethik.
- Was bedeutet „empirisch“? Die empirische Wissenschaft ist daran interessiert Hypothesen/Theorien zu den Fragestellungen zu entwerfen mit denen man sich gerade beschäftigt. Die Hypothesen und Theorien werden nun mit der Realität konfrontiert. Die empirische Wissenschaft vergleicht also die gedanklichen Antworten auf die Frage mit denen in der Realität diesbezüglich vorfindbaren Sachverhalte.
- Wie gewinnt eine empirische Wissenschaft ihre Erkenntnisse? Wie kann man noch zu Erkenntnissen kommen? Durch Empirie (Erfahrung), Expertenmeinungen/Glauben
- Welche Ziele hat die Psychologie als empirische Wissenschaft? 1. Beschreiben (Gegenstand (Verhalten, Erleben, Bewusstsein) mit relevanten Daten beschreiben und Bedingungen für das Auftreten aufstellen. 2. Erklären (Kausalmechanismen für Phänomene aufzeigen) 3. Vorhersagen (Aufgrund von gezeigtem Verhalten/Erleben/Gefühlen auf zukünftige Verhaltensmuster schließen) 4. Therapieren (Verhalten kontrollieren) (das Verhalten und das Erleben beeinflussen und lenken)
- Wie geht die empirische Wissenschaft grundsätzlich vor? Die empirische Wissenschaft bedient sich vorhandenen Theorien, Modellen oder Gesetzen und leitet aus diesen überprüfbare Hypothesen ab. Diese Hypothesen werden nun auf Ihre Validität überprüft. Ist die Hypothese valide wird die Theorie/das Modell bestätigt. Wird die Hypothese falsifiziert wird die Hypothese, die Theorie, das Modell korrigiert.
- Wie läuft der Forschungsprozess ab? 1) Entwurf der Fragestellung / Problemstellung 2) Erstellung von Hypothesen 3) Erstellung Untersuchungsdesign 4) Datensammlung 5) Datenauswertung 6) Interpretation der Ergebnisse 7) Kommunikation der Ergebnisse 8) Metaanalysen Die Kommunikation und die Metaanalysen führen zu neuen Hypothesen.
- Was ist in den einzelnen Phasen des Forschungsprozesses zu tun? 1) Entwurf Fragestellung / Problemstellung à Die Formulierung der Frage muss deutlich sein Im Kontext der wiss. Disziplin hat sie einen klar definierten Ort 2) Erstellung von Hypothesen à eine als wahr angenommene Aussage für einen Zusammenhang wird aufgestellt 3) Studien-/Forschungsdesign à QN à welche Art von Experiment ist sinnvoll? QL à deskriptive Feldforschung, Handlungsforschung, Biograftische Methode 4) Datensammlung à QN à Beobachten, Zählen, Testen QL à Interviews, Gruppendiskussionen 5) Datenauswertung à QN à multivariate Methoden, Modelltests QL à Inhaltsanalyse, Hermeneutik (das Gesagte in einer reflektierten, zu verstehenden Weise wiedergeben) 6) Interpretation der Ergebnisse à Fragestellung wird beantwortet beziehungsweise geprüft. Des Weiteren wir geschaut ob die Ergebnisse der Studie mit denen in der Literatur übereinstimmen. 7) Kommunikation der Ergebnisse à Die Ergebnisse der Studie werden veröffentlicht sodass sie für andere Wissenschaftler ersichtlich werden. Dies führt zum Entwurf neuer Hypothesen/Problemstellungen. 8) Metaanalysen à Zusammenfassung von Primäruntersuchungen zu Metadaten, die mit quantitativen und statistischen Mitteln arbeitet. Sie versucht frühere Forschungsergebnisse quantitativ und statistisch zu erfassen und zu präsentieren.
- Bitte den Forschungsprozess an einem Beispiel erläutern. Zuerst wird eine Fragestellung entworfen. Diese könnte zum Beispiel lauten: „Sind Studentinnen fleißiger als Studenten?“. Die Hypothese die hier aufgestellt werden kann ist folgende: „Studentinnen sind fleißiger als Studenten“. Als nächstes wird das Untersuchungs- oder Studiendesign festgelegt. Es wird sich für eine quantitative Erhebungsmethode entschieden um möglichst viele Daten sammeln zu können beziehungsweise das Ergebnis repräsentativ zu machen. Hier wird zum Beispiel ein Fragebogen eingesetzt bei welchem gefragt wird, wie viele Stunden die Studenten mit dem Lernen von Studieninhalten verbringen. Die Datensammlung erfolgt nun über die Versendung / Verteilung dieser zuvor erstellten Fragebögen. Die Datenauswertung erfolgt beispielsweise mittels des T-Tests bei dem die Mittelwerte der beiden Gruppen verglichen werden. Anhand der erhobenen Daten aus dem T-Test kann nun ein Ergebnis festgestellt werden. Zum Beispiel dass die Studentinnen tatsächlich mehr Zeit investieren. Dann wird die Hypothese validiert. Die Ergebnisse werden nun veröffentlicht um sie anderen Leuten zugänglich zu machen.
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- Was sind Hypothesen? Welche Arten lassen sich unterscheiden? Hypothesen sind vorausgenommene Annahmen über einen Zusammenhang in der Realität dessen endgültige Klärung durch wissenschaftliches Forschen noch ansteht. Es gibt zum Beispiel die Zusammenhangshypothesen Unterschiedshypothesen Veränderungshypothes
- Benennen Sie quantitative/qualitative Forschungsmethoden Es wird unterschieden zwischen den quantitativen Methoden der Erkenntnisgewinnung und den qualitativen Methoden der Erkenntnisgewinnung. Quantitative Messdaten sind sinnvoll wenn es darum geht, metrische Daten zu erfassen (Zählen, Beobachten, Testen, Urteilen, Fragen). Qualitative Methoden zielen auf die Qualität von Informationen ab (Interview/Gruppendiskussionen, Beobachten, Fragen) und werden oftmals verwendet um erste Erkenntnisse über eine Thematik zu erlangen.
- Was ist ein Experiment und was kennzeichnet es grundsätzlich? Ein Experiment ist eine empirische Untersuchungsmethode, bei der die UV von Forscher systematisch variiert wird umso einen Effekt auf die AV messen zu können. Ein Experiment ist gekennzeichnet durch a) Die Wiederholbarkeit (Experimente müssen wiederholbar sein) b) Die Willkürlichkeit (der Forscher muss die UV willkürlich verändern können) c) Variabilität (UV und AV müssen veränderbar sein)
- Wozu setzt man das Experiment ein? Ein Experiment überprüft den Wahrheitsgehalt vorher formulierter Hypothesen durch systematische Überprüfung indem einzelne Bedingungen des Versuchsaufbaus aktiv und bewusst verändert werden und die Auswirkungen auf eine abhängige Variable festgestellt werden. Die aktive Manipulation macht den wesentlichen Charakter eines Experimentes gegenüber anderer Erhebungsmethoden aus. Das Experiment ist aufgrund der folgenden Faktoren besonders gut geeignet um nachzuweisen, dass eine Kausalität besteht. 1: Zeitliche Abfolge : Ursache vor Wirkung (UV vor AV) 2: Gemeinsame Veränderungen der UV und AV 3: Andere Einflüsse auf AV können ausgeschlossen werden
- Beispiel Experiment Milgram Experiment Das Milgram Experiment ist ein Experiment welches den Einfluss von Autoritäten auf das Verhalten von Personen messen möchte. UV: Einfluss des Versuchsleiters AV: Nicht ethische Verhalten der Versuchsperson Stanford Experiment Das Stanford Experiment ist ein Experiment welches den Einfluss von Macht auf das Verhalten von Personen messen möchte. UV: Grad der Deindividuation AV: Unterdrückende/aggressive Verhalten der Wärter Hinzuzufügen ist, dass beide Experimente eigentlich keine echten Experimente sind da es keine Kontrollgruppen gab!
- Beispiele Experiment Milgram Experiment UV-Einfluss Autorität AV-Verhalten der Versuchsperson Ohne Kontrollgruppe Stanford Experiment UV-der Grad der Deindividuation AV-Unterdrückende aggressive Verhalten Ohne Kontrollgruppe
- Welche unterschiedlichen Arten von Experimenten gibt es? Laborexperiment (künstlich geschaffene Situation) Feldexperiment (Experiment in normaler Umgebung, hohe externe Validität, wenig Einfluss auf Störvariablen) Quasi-Experiment (keine Randomisierung, Störvariablen der Versuchspersonen können nicht ausgeschaltet werden)
- Was bedeutet Reliabilität? Reliabilität bedeutet Zuverlässigkeit und gibt die Zuverlässigkeit einer Messmethode an. Es gilt als reliabel wenn es bei einer Messung unter denselben Bedingungen und an denselben Gegenständen zu den gleichen Ergebnissen führt.
- Wozu ist Reliabilität im Forschungsprozess wichtig? Die Forschungsmethoden (Fragebogen, Interview) müssen zuverlässig das messen was gemessen werden soll da sonst keine Aussagen über die Korrelationen bzw. Kausalitäten getroffen werden können. Die Reliabilität bezeichnet die formale Genauigkeit der wissenschaftlichen Untersuchung. Reliable wissenschaftliche Ergebnisse sind frei von Zufallsfehlern das heißt bei einer Wiederholung eines Experiments unter gleichen Rahmenbedingungen würde das gleiche Messergebnis erzielt. Reliabilität ist also die Replizierbarkeit der Ergebnisse unter gleichen Bedingungen.
- Erläutern Sie drei verschiedene Arten der Reliabilität ParalleltestreliabilitätàKorrelation zwischen Ergebnissen zweier ähnlicher Testformen, die zeitnah an derselben Stichprobe durchgeführt wurden. Interne KonsistenzàBei einem intern konsistenten Test sind die einzelnen Items beziehungsweise Aufgaben homogen, messen also das gleiche. Korrelation zwischen jeder möglichen Variation der Items wird durchgeführt. RetestreliabilitätàKorrelation von zwei Ergebnissen des gleichen Tests, die bei der gleichen Stichprobe an zwei unterschiedlichen Zeitpunkten durchgeführt wurden.
- Was versteht man unter Cronbachs Alpha? Cronachs Alpha ist die Maßzahl für die interne Konsistenz einer Skala und bezeichnet das Ausmaß, in dem die Aufgaben bzw. Fragen einer Skala miteinander in Beziehung stehen. Der Koeffizient schwankt zwischen 0 und 1. 1 steht für maximale Konsistenz. Zufriedenstellende Konsistenz: ab 0.7 Gute Konsistenz: ab 0.8
- Was bedeutet Validität? Validität bedeutet Gültigkeit. Validität ist ein Kriterium für die Gültigkeit einer wissenschaftlichen Untersuchung und deren Ergebnissen. Eine Untersuchung ist valide, wenn wirklich das gemessen wurde, was gemessen werden sollte beziehungsweise wenn die erhobenen Daten auch tatsächlich die Fragen beschreiben, die erforscht werden sollten.
- Welche verschiedenen Validitäten der Messinstrumente gibt es und wie kann man diese Validitäten bestimmen? Inhaltsvalidität à bezieht sich darauf, ob die Items alle Inhalte, die für das zu messende Konstrukt wesentlich sind, in repräsentativer Weise erfasst werden – problematisch hierbei ist, dass nur subjektive (Experten-)Urteile möglich sind. Kriteriumsvalidität à das Testergebnis korreliert hoch mit einem Außenkriterium von dem man weiß, dass es die zu erfassende Variable gut repräsentiert – es ist schwierig für latente (nicht unmittelbar sichtbare) Variablen ein gutes Außenkriterium zu finden. Konstruktvalidität à bedeutet, dass möglichst viele Annahmen, die man über ein Konstrukt hat, sich mit den Ergebnissen des Tests decken (Beim IQ-Test à Leute mit Abitur haben höheren IQ als Leute ohne Abitur)
- Erläutern Sie verschiedene Arten der Validität. Es gibt die Validität der Messinstrumente. Das heißt die Messinstrumente messen wirklich das was sie zu messen vorgeben (Inhaltsvalidität, Kriteriumsvalidität, Konstruktvalidität). Dann gibt es noch die Validität der Studie (externe Validität(die Ergebnisse sind auch außerhalb der Studie gültig), interne Validität(interne Validität gibt an, inwieweit die Ergebnisse einer Untersuchung auf die Manipulation einer UV zurückgeführt und mögliche Störeinflüsse ausgeschlossen werden können)).
- Was macht geeignete (gute Themen) für wissenschaftliches Arbeiten aus? Gute wissenschaftliche Themen sind forschungsrelevant (wenn es zum wissenschaftlichen Fortschritt beiträgt, Erkenntnisse gewonnen werden zu Themen die noch nicht untersucht wurden//Praxis relevante Probleme die behoben werden soll// Theorie die man prüfen möchte // Entwicklung neuer Theorien) und operationalisierbar (messbar/umsetzbar).
- Nennen Sie die Anforderungen an wissenschaftliche Themen. · Präzise und spezifisch (Festlegung, was unter den einzelnen Aspekten der Forschungsfrage verstanden wird//erkennbarer Gegenstand sollte definiert sein, der für Dritte ersichtlich ist) · Operationalisierbar (Umsetzung machbar und realisierbar (messbar)) Forschungsrelevant (wissenschaftliche Bereiche erarbeiten die noch nicht ausreichend erforscht sind, Thema sollte gewissen Grad an Originalität besitzen) Originalität liegt vor wenn die Forschungsfrage bislang noch überhaupt nicht beantwortet wurde/bereits geklärte Forschungsfragen aus einem neuen Blickwinkel oder mit einer anderen Methode betrachtet werden usw. (siehe Folie Nummer 10 in der zweiten Präsentation)
- Wie und wo findet man ein Thema für eine wissenschaftliche Arbeit? Wie? Prozesse der Themenfindung: Ideenfindung durch kreative Suche Themenprüfung durch Abwägung und Bewertung Themenstrukturierung durch die Gliederung des Themas Themenauswahl durch die Entscheidung für ein Thema Wo? Fertige Themen Praxis Hochschullehre Öffentlichkeit Forschung
- Unterschied Exploration/Explanation Exploration -- am Ende Hypothesen (hypothesengenerierend) Explanation – am Ende geprüfte Hypothesen (Theorien) (hypothesenprüfend)
- Bitte formulieren Sie eine genaue Themenformulierung für unsere Studie. Personalrekrutierung durch Abwerben Zur Wirkung der dargebotenen Stellenknappheit und der Unabgeschlossenheit der Tätigkeit auf die Weiterverfolungsabsicht und das Attraktivitätsurteil über das abwerbende Unternehmen. Kurzversion: Personalrekrutierung durch Abwerben. Zur Bedeutung der Stellenknappheit und der Unabgeschlossenheit von Tätigkeiten.
- Was ist die Problemstellung unserer Studie? Aufgrund des Fachkräftemangels gibt es viele unbesetzte Stellen. Unternehmen bedienen sich neuer Formen der Rekrutierung um Fachkräfte für sich gewinnen zu können. Sie setzen Headhunter ein die Arbeitnehmer von anderen Unternehmen abwerben sollen. Unsere Studie möchte aufzeigen wie ein Headhunter effizient und effektiv abwerben kann. Die Hypothesen die in dieser Studie bestätigt oder widerlegt werden sollen sind 1: Bei einer Knappheit an möglichen Stellen wird das Unternehmen attraktiver und die Weiterverfolgungsabsicht ist größer und 2: Bei unabgeschlossen Handlungen ist das Attraktivitätsurteil und die Weiterverfolgungsabsicht größer wenn Ersatzhandlung angeboten wird.
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- Was sind die Hypothesen unserer Studie ? Hypothese 1: Wenn Knappheit der Stelle, dann a) ist die Weiterverfolgungsabsicht größer b) Attraktivitätsurteil ist positiver Hypothese 2: Wenn man in einer unabgeschlossenen Handlung ist und Ersatzhandlung bekommt, dann a) ist die Weiterverfolgungsabsicht größer, b) Attraktivitätsurteil ist positiver
- Wie ist unser Untersuchungsdesign? Unsere Studie stellt ein Experiment dar. Genauer gesagt ist es ein Feldexperiment, da die UV von uns aktiv variiert werden kann und das Experiment eine hohe externe Validität besitzt, wir aber nur wenig Einfluss auf die Störvariablen haben. Die Datensammlung geschieht durch die quantitative Methode eines Online-Fragebogens. Wir verwenden eine Vignettenstudie (oder Szenariostudie) mit vier verschiedenen Szenarien und daraus schlussfolgernd vier verschiedenen Experimentalgruppen.