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Abitur - Biologie (Fach) / 2.4. Sozialverhalten (Lektion)

Stoff für das Colloquium

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  • Definition Sozialverhalten = Verhaltensweise, die sich zwischen Individuen gleicher Art abspielen
  • Formen sozialer Zusammenschlüsse Aggregation = Ansammlung von "Fremden", die durch Umweltgegebenheiten zusammenkommen. Tier: gemeinsame Tränken und FutterplätzeMenschen: Theater Anonyme Verbände = Mitglieder, die sich untereinander nicht kennen, aber durch anziehende Signale Gruppe formen--> Anonym offen: Fischschwärmen kann jeder beitreten--> Anonym geschlossen: Rattensippen durch Geruch gekennzeichnet Individualisierte Verbände = Geschlossene Gruppen, in denen nur Bekannte geduldet werden und Fremde ausgeschlossen sind.Tiere: Löwen oder auch Rattensippen (Kennzeichnung: Geruch)Menschen: Familie
  • Vor- und Nachteile sozialer Zusammenschlüsse Feindvermeidung (gegenseitige Warnung) + -abwehrNahrungserwerbFortpflanzungArbeitsteilung Krankheiten können sich besser verbreitenRessourcenknappheit
  • Uneigennütziges Verhalten = Altruismus; Verhaltensweise, bei der Individuum einem anderen hilft und Kosten übernimmt Konzept der Gesamtfitness - Hamilton = K < r * NAltruistisches Verhalten ist umso wahrscheinlicher, je näher die Verwandschaft = Nepotistischer AltruismusEgoismus der Gene = Jedes Individuum versucht durch sein Verhalten die eigenen Gene möglichst erfolgreich weiterzugebenDirekte Fitness = Individuen erzielen Fortpfalnzungserfolg durch die Weitergabe der eigenen Gene an den Genpool der nächsten GenerationIndirekte Fitness = Förderung der Fortpflanzung eigener Verwandter (Gemeinsame Gene)
  • Reziproker Altruismus + Verwandschaftsgrad = Schimpansen geben Gruppenmitgliedern von der Beute ab, v.a. denen, von denen sie selbst schon etwas bekommen haben.Gefahr: Schwarzfahrer = Diploide Organismen erhalten bei der secuellen Fortpflanzung jeweils die Hälfte ihrer Erbanlagen von ihren Eltern --> r = 0,5 Bei Cousins z.B.: r = 0,125
  • Kooperative Aufzucht Helfergesellschaft bei Graufischen Bruthelfer = anstatt selbst zu brüten, füttern sie Jungen bereits vorhandener Brutpaare mit Fischen (Eltern meist überfordert) Primärer Helfer = in Jahr 1 Fortpflanzung, in Jahr 2 kein hoher Fitnessgewinn Sekundärer Helfer = Helfen Brutpaar in Jahr 1, dafür in Jahr 2 eigenes verpaaren mit dem Weibchen--> Verhalten also nicht 100% altruistisch
  • Eusozialität + Beispiel = Zusammenleben in sog. Tierstaaten--> Kooperation bei Brutpflege + Nahrungsversorgung--> Zusammenleben mehrer Generationen--> Vorkommen von fruchtbaren und unfruchtbaren Tieren Beispiel: Bienen- Männliche Drohnen sind haploid- Kinder von Königin und Drohnen haben r = 0,75, weil väterliche Gene r = 1,0(keine Rekombination möglich, weil habloid) --> engere Verwandschaft- Kosten-Nutzen-Verhältnis für Arbeiterinnen also höher, da durch Unterstützung der Königin auch eigener Fitnessgewinn höher ("eigene" Gene werden weitergegeben)
  • Kommunikation Einfache Signale: optische, akustische, chemiche, mechanische Ritualisierung Mimik und Gestik Sprache der Menschen Signalfälschung (z.B. Mimikry - Hornissenschwärmer) Betrugsvermeidung (z.B. Rotgesichtsuakaris)
  • Konfliktverhalten Ursachen von Aggressionen: Frustration, Lerntheorie, Instinkthandlung Innerartlicher                         +                 zwischenartlicher KonfliktStarke Erregung                                         Geringe ErregungStark hormonell beeinflusst                        Gering hormonell beeinflusstDrohen und Imponieren                              Keine WarnungVerletzen und Vertreiben                            Töten des GegnersZiel: Unterwerfen des Unterlegenen           Ziel: Eigenes Überleben sichern Stufen der Aggresion:1. Imponierverhalten2. Drohverhalten3. Kommentkampf = ritualisierter Turnierkampf4. Beschädigungskampf5. Aggressionskontrolle Demutsgeste, Sozialer Stress, Revierverhalten, Rangordnung
  • Infantizid = Kindestötung; widersprühlich wegen Arterhaltungsdrang + Kindchen-Schema Ursachen:- Pathologie = Tiere sind verhaltensgestört- Kannibalismus- Populationsregulierung = verhindern von Überbevölkerung- Fortpflanzungsstrategie = Männchen töten Kinder, um ihren eigenen Fortpflanzungserfolg zu erhöhren
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  • Sexualverhalten Partnerfindung (Wanderung zu geeigneten Plätzen) Ornamente = Signale, die bei Partnerwahl eine Rolle spielen - Akustische + Duftornamente + Optische (Größe, Sexualtracht) Paarungssysteme: - Monogamie (Fisch) - Polygamie: ---- Polyandrie (Blatthühnchen) ---- Polygynie (Gorilla) ---- Polygynandrie (Schimpanse)