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Abitur - Biologie (Fach) / 2.2. Angeborene Verhaltensweisen (Lektion)

Stoff für das Colloquium

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  • Beobachtung einzelner Lebewesen unter natürlichen Bedingungen unmittelbar nach der Geburt--> wenn es nur ein einziges Mal bzw. wie beim 1. Mal abläuft wenn es bei allen Angehörigen einer Art zutrifft (zB Bienenflugtanz)
  • Kaspar-Hauser-Versuche Aufzucht unter Erfahrungsentzug Teil-KHV: Nur diejenigen Reize werden vorbehalten, die für das zu untersuchende Verhalten von Bedeutung sind Problem: Verhaltensstörungen
  • Artenvergleich Beispiel: Balzverhalten versch. Entenarten --> homolges Verhalten (gleich bzw. identisch) Ritualisierung: Übernahme einer Instinktbewegung von einem anderen V-Bereich in einen anderen (Funktionswechsel) Merkmale: Rythmische Wdh., Bewegungen sind vereinfacht oft übertrieben
  • Nachweis angeborener Verhaltensweisen beim Menschen Bei Neugeborenen: Handgriefreflex, Saugreflex Bei taub-blind-geborenen: in best. Situationen zeigen sie ähnliche Verhaltensweisen wie gesunde Kinder (ähnlich wie KHV) Vergleich von Menschen versch. Kulturkreise: zB Augengruß
  • Reflex = unbedingter Reflex läuft stets gleich, unwillkürlich und überrascht ab. Motivation nicht notwendig. zB: Kniesehnenreflex Eigenreflex = Sinneszelle und Effektor sind im gleichen Raum Fremdrelfex = Besitzt Interneurone, Reaktion abhängig von Reizstärke; mehrere Organe sind daran beteiligt Reflexbogen: siehe AB Rückenmark und Knie: siehe AB
  • Instinkthandlung Ungerichtetes Appetenzverhalten - Motivation (Hunger) - Warten und spontane Ortsänderung Zunahme der Motivation - Motivierende Reizwirkung - Anblick der Fliege = Schlüsselreiz --> Beschleunigung der Atembewegung Gerichtetes Appetenzverhalten - Richtende Wirkung - Wendesprung Erbkoordinierte Endhandlung - Auslösende Reizwirkung - Fangsprung + Zungenschlag
  • Merkmale Appetenzverhalten AV ist variabel, aber die Endhandlung ist immer gleich AV und Endhandlung können auch gleichzeitig auftreten (z.B. Einrollbewegung der Graugans) Unterschied zum Reflex: Motivation notwendig, Endhandlung wird zu Ende geführt, Reflex ist immer gleich - Appetenzverhalten aber variabel
  • Attrappenversuche = Um herauszufinden welcher Reiz ein bestimmtes Verhalten auslöstVorteile: veränderbar und man kann sie ständig wiederholen Beispiel: Stichling --> roter Bauch Schlüsselreiz (Auslöser) --> Auslösender Mechanismus (AM = Filter) --> Verhalten AAM = Angeborener AuslösemechanismusBeispiel: Futterbewegung bei der Silbermöwe (roter Punkt am Schnabel) EAAM = AM wird durch Erfahrung erweitertBeispiel: Frosch fängt Hummel --> Stich --> Meiden EAM = Erlernter auslösender MechanismusBeispiel: Fisch + roter Plastikhut
  • AAM's beim Menschen Das Kindchenschema = Pausbäckigkeit, samtweiche Haut, kurze und dicke Gliedmaßen --> Aggressionen werden gehemmt Das Mann-Frau-Schema--> F = weichere Gesichtszüge, breitere Hüfte--> M = härtere Gesichtszüge, schmale Hüfte Verständnis für Mimik und Gestik
  • Übernormaler Reiz + Handlungskette + Reizsummenregel + Prinzip der doppelten Quantifizierung = viel reizwirksamer als der natürliche Reiz (zB Kuckuck als Brutschmarotzer) = Aufeinanderfolge von einzelnen Instinkthandlungen, wobei jede Instinkthandlung der Auslöser für die nächstfolgende Instinkthandlung ist = Phänomen, dass zwei (oder mehr) Schlüsselreize zusammen eine größere Wirkung haben als ein einzelner allein = Bei hoher Motivation genügt ein kleiner Reiz für eine Reaktion
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  • Endogene und Exogene Faktoren Alter des Tieres, Entwicklungszustand, Ernährungszustand, Geschlecht / Hormonzustand, Erfahrungen des Tieres Tageslänge, Klima, Nahrungsmenge, Feinde auslösende Reize ---> Motivation --> Verhalten
  • Sonderformen des Verhalten Leerlaufhandlung = Auch ohne äußeren Reiz kann bei sehr starker Motivation ein sinnloses Verhalten ausgelöst werden. Beispiel: Laichbewegung bei Fischen Übersprungverhalten = Die innere Motivation springt in einen völlig anderen Verhaltensbereich über.Beispiel: An Stift kauen - eigentlich: Nahrung Umorientierung = In einer Konfliktsituation wird das ursprüngliche Verhalten auf ein Ersatzobjekt hingerichtet.Beispiel: Tisch statt Menschen hauen.
  • Definition Verhalten = Verhalten sind alle Aktivitäten eines Lebenwesens, die sich auf einen Reiz hin beobachten lassen.